Erlebnispädagogik in der Stadt
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Alexander Schwarz
- Abgabedatum: August 2000
- Umfang: 65 Seiten
- Dateigröße: 531,6 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Coburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6952-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6952-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6952-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schwarz, Alexander August 2000: Erlebnispädagogik in der Stadt, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Schulsport, Klettern, Outward Bound, Jugendliche, Methodik
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Diplomarbeit von Alexander Schwarz
Zusammenfassung:
Ich habe bereits während meines Studiums für Erlebnispädagogik großes Interesse gezeigt und deshalb den Studienschwerpunkt Jugendarbeit gewählt, da dieser als einziger Schwerpunkt den Bereich Erlebnispädagogik mitbeinhaltet.
Da mir durch meine Freizeit, die Sportarten, die in der Erlebnispädagogik Anwendung finden, schon alle intensiv bekannt waren, wollte ich nun die theoretischen Hintergründe dazu kennenlernen.
Mir erschien die Erlebnispädagogik eine gute Reaktion auf die immer stärker, durch Defizite gekennzeichnete Welt der Jugendlichen zu sein. Diese wird immer erlebnisärmer und damit erfahrungsärmer. Die Schule, die dafür verantwortlich ist, dem Menschen das beizubringen, was er in Familie und Welt nicht lernt, konzentriert sich fast ausschließlich auf die Vermittlung von theoretischem Wissen. Dadurch wird der Mensch zwar urteilsfähig, jedoch nicht handlungsfähig. Der Schüler lernt Lernen und nicht Handeln. Die Jugendlichen leben dadurch mehr denn je in einer Kultur, die reich an Information, aber arm an Erfahrung ist. Die Erlebnispädagogik kann ein Mittel sein, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Das Thema meiner Diplomarbeit soll eine Alternative, zu der „üblichen“ Erlebnispädagogik in der Natur darstellen, die sich nicht im unmittelbaren Umfeld der Jugendlichen abspielt. Sie soll eine Umsetzung des erlebnispädagogischen Gedankens im Lebensfeld Stadt erleuchten, mit all seinen Vor- und Nachteilen.
Als ein Beispiel der praktischen Umsetzung gehe ich kurz auf das Beispiel Klettern als Schulsport ein. Kurz deshalb, da Schule und Sport nicht das eigentliche Handlungsfeld des Sozialpädagogen sind, es aber für mich eine sehr moderne und zeitgerechte Art ist, Erlebnispädagogik im direkten Umfeld der Jugendlichen umzusetzen.
In den ersten Kapiteln gebe ich einen Überblick über Grundlagen der Erlebnispädagogik und ihrer Methodik.
Danach gehe ich auf die Umsetzung der erlebnispädagogischen Prinzipien auf das Lebensfeld Stadt ein, mit all den entstehenden Vorteilen, aber auch Nachteilen.
Im weiteren Verlauf der Arbeit versuche ich am Beispiel des Kletterns als Schulsport, ein praktisches Beispiel der Umsetzung anzubieten.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | VORWORT | 3 |
| 2. | WAS IST ERLEBNISPÄDAGOGIK? | 5 |
| 2.1 | Erleben und Erfahrung | 5 |
| 2.2 | Definitionen | 8 |
| 2.3 | Geschichte | 10 |
| 3. | METHODIK DER ERLEBNISPÄDAGOGIK | 13 |
| 3.1 | Methodische Prinzipien | 13 |
| 3.2 | Das Medium der Erlebnispädagogik | 14 |
| 3.3 | Aktions- und Handlungsformen | 17 |
| 3.3.1 | Arrangieren | 17 |
| 3.3.2 | Animieren | 20 |
| 3.3.3 | Begleiten | 21 |
| 3.3.4 | Intervenieren | 23 |
| 3.3.5 | Interaktionsformen | 24 |
| 3.3.5.1 | Methode der zweipoligen Interaktion | 25 |
| 3.3.5.2 | Methode der dreipoligen Interaktion | 26 |
| 3.3.5.3 | Methoden der vierpoligen Interaktion | 28 |
| 3.3.5.4 | Methoden der fünfpoligen Interaktion | 30 |
| 3.3.5.5 | Zeitlicher Rahmen | 32 |
| 3.4 | Annahmen der Erlebnispädagogik | 33 |
| 3.5 | Didaktik der Erlebnispädagogik | 33 |
| 3.5.1 | Lernen | 33 |
| 3.5.2 | Lernprozess | 34 |
| 3.5.3 | Verschiedene Ansätze des Lernprozesses (Reiners A. 1995, S.21-34) | 35 |
| 3.5.3.1 | James S. Coleman | 35 |
| 3.5.3.2 | Fünf-Phasen Modell von Laura Joplin | 36 |
| 3.5.3.3 | Mitgestaltung statt Konsum | 36 |
| 3.5.3.4 | Ansatz der Outward Bound Schulen in den Staaten | 37 |
| 3.5.4 | Beziehungssysteme | 39 |
| 3.5.5 | Ziele | 42 |
| 3.5.5.1 | Handlungsziele | 42 |
| 3.5.5.2 | Lernziele | 42 |
| 4. | ERLEBNISPÄDAGOGIK IN DER STADT | 44 |
| 4.1 | Vorteile und Nachteile | 44 |
| 4.2 | Unterschiede | 48 |
| 5. | ERLEBNISPÄDAGOGIK IN DER STADT AM BEISPIEL DES KLETTERNS ALS SCHULSPORT | 54 |
| 5.1 | Klettern als Schulsport | 54 |
| 5.2 | Ziele/Methoden | 55 |
| 5.3 | Voraussetzungen | 58 |
| 5.4 | Ressourcen | 58 |
| 6. | LITERATURVERZEICHNIS | 61 |
| 6.1 | Bücher | 61 |
| 6.2 | Zeitschriften und Publikationen | 62 |
| 6.3 | Internet | 62 |
| 7. | ERKLÄRUNG ZUR DIPLOMARBEIT | 63 |
Zielsetzungen im Auge haben: Die Entwicklung des Einzelnen, da der Teilnehmer seine Ansichten, Einstellungen, Argumente und Probleme mit anderen vergleichen kann; • • • • • • Die Erweiterung von Wissen, Können und Einstellungen Aufbau der Artikulierungsfähigkeit Aufbau eines Gemeinschaftsgefühls (Akzeptanzgefühl) Aufbau von Sozialverhalten (Rücksichtnahme) Aufbau positiven Lemklimas (Klärung von Störungen) Rückmeldung über Lernerfolge und Generalisierung des Erlebten auf den Alltag. Bei der Anwendung von Gesprächsmethoden sind vor allem Ort, Zeit und Atmosphäre zu beachten. Im sogenannten Lehrgespräch sind die Gesprächsbeiträge an Leitfragen oder konkrete Problemund Aufgabenstellungen gebunden. Bei Fragen muß für die Teilnehmer klar sein, daß sie lediglich anregen, auf die Spur setzten und Denkhilfe sein wollen und daß sie nicht gestellt werden, um etwas schulmäßig abzufragen. Wissensfragen helfen das Vorwissen der Teilnehmer bereitzustellen (Was wißt ihr über Kompaßarbeit?); Erfahrungen, Meinungsfragen zu helfen, äußern; Meinungen, Ansichten, Erwartungen [...]
Der Übergang von dreipoliger zu vierpoliger Interaktion ist oft fließend und läßt sich unter anderem anhand der Rolle des Leiters während der Aktion beurteilen. Hält er sich bewußt zurück und akzeptiert, daß der Einzelne bzw. die Gruppe die natürlich entstandenen oder (zum Beispiel im Spiel) vorgegebenen Probleme und Fragen im Rahmen der jeweiligen Sicherheits- bzw. Spielregeln aus ihrer Sicht und mit ihren Mittel lösen, dann handelt es sich um eine dreipolige Interaktion. Übernimmt er aber beispielsweise den größten Teil der Moderation, der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Aktionen, dann handelt es sich um eine vierpolige Interaktionsform. Bei den Formen vierpoliger Interaktionen befinden sich also Betreuer, Teilnehmer, Gruppe und Lerninhalte in einem Kommunikationsprozeß. (Dr.J.Langefeld,URL:http://www.uniwuppertal.de/FB3/paedagogik/schulfach_paedagogik/TEXWS99.html) Eine Methode der vierpoligen Interaktion ist die Darbietung. Eine Technik der Darbietung ist die Demonstration: der Betreuer wird unmittelbar handelnd tätig, wie es zum Beispiel bei der Vorführung der Kenterübung beim Kajaken oder bei der Knotenkunde der Fall ist. Eine andere Technik ist die verbale Darstellung, die einen Eindruck vermitteln soll. Der Leiter erzählt, führt ein, faßt zusammen, wobei die Teilnehmer selbstverständlich - vor allem in der anschließenden Aktion - beteiligt sind. Eine andere Methode der vierpoligen Interaktion ist das Gespräch. Lernen und Bildung ist unter anderem auf Vertrauen aufgebaut und [...]
diskutieren zu lassen, wenn der Betreuer von vom herein nur bestimmte Konstellationen zulassen wird? Eine weitere Methode der dreipoligen Interaktion ist das simultative Verfahren. Besonderes Merkmal eines Simulationsspiels ist die Reproduktion der Realität, die jedoch nur ausschnittsweise betrachtet wird. Solche Übungen können als Intervention des Gruppenleiters in die gegenwärtige Gruppensituation gesehen werden, welche die Aktivität aller Gruppenmitglieder durch spezifische Spielregeln für eine begrenzte Zeit stukturiert, um sich einem bestimmten Lernziel zu nähern. Sie sind also Hilfskonstruktionen und machen sich den positiven Aufforderungscharakter des Spiels zu nütze. Spiel und Handeln sind dabei die wesentlichen Elemente, die auf erlebnispädagogische Aktivitäten vorbereiten, Erlebnisse vertiefen und Erfahrungen reflektieren helfen. Man kann entsprechend der obigen Differenzierung zwischen verschiedenen Ebenen unterscheiden: Spiele der intrapersonellen Ebene helfen dem einzelnen Teilnehmer seine selbstgesetzten Grenzen und Möglichkeiten zu überprüfen, zu reflektieren und gegebenenfalls zu verändern. Typische in der Erlebnispädagogik verwendete Spiele sind beispielsweise die Übungen im sogenannten Seilgarten. Diese Spiele fallen jedoch eher in die Kategorie der zweipoligen Interaktion. Übungen der interpersonellen und ihre Ebene fordern die einzelnen und [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832469528
Arbeit zitieren:
Schwarz, Alexander August 2000: Erlebnispädagogik in der Stadt, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Schulsport, Klettern, Outward Bound, Jugendliche, Methodik



