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Erkenntnisse aus der Transformation des Bankensektors in Europa unter besonderer Berücksichtigung von Zusammenschluss- und Effizienzaspekten

Erkenntnisse aus der Transformation des Bankensektors in Europa unter besonderer Berücksichtigung von Zusammenschluss- und Effizienzaspekten
Über dieses Buch
  • Art: Dissertation / Doktorarbeit
  • Autor: Johann Sebastian Kann
  • Abgabedatum: August 2004
  • Umfang: 199 Seiten
  • Dateigröße: 1.011,3 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8258-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8258-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8258-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kann, Johann Sebastian August 2004: Erkenntnisse aus der Transformation des Bankensektors in Europa unter besonderer Berücksichtigung von Zusammenschluss- und Effizienzaspekten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Bank, Europa, Finanzintermediation, Effizienz, Fusion

Dissertation / Doktorarbeit von Johann Sebastian Kann

Gang der Untersuchung:

Die seit Ende 2000 anhaltende Schwächeperiode der weltweiten Konjunktur und der davon ausgehende Druck auf Kosten und Margen auf nahezu alle Branchen zwingt sowohl politische Entscheidungsträger als auch Strategen im Umfeld der Bankenwirtschaft in Europa ihre Ideen und Vorstellungen über das zukünftige Finanzsystem, die strategische Positionierung und Geschäftsmodelle einzelner Bankentypen bzw. die Struktur der Bankenlandschaft nachzudenken.

In der vorliegenden Arbeit beschäftigt sich der Autor mit der Struktur des Bankensektors in Europa nach dem aktuell in Gang befindlichen Transformationsprozess. Die Ursachen für den aktuellen Transformationsprozess bzw. für den Strukturwandel innerhalb der Branche, in Europa und Österreich sind bislang wissenschaftlich noch nicht ausreichend erforscht. Tatsache ist, dass auf nationaler sowie gesamteuropäischer Ebene die Vielfalt an aktuellen Diskussionen zu unterschiedlichen Problembereichen in der Bankwirtschaft nahezu unüberschaubar geworden ist: Experten- und Praktikermeinungen über mögliche oder unmögliche, Fusionen, sinnvolle oder nicht sinnvolle Geschäftsmodelle und strategische Positionierungen kursieren in diversen Fachpublikationen. Auf diversen internationalen Kongressen, Tagungen und Workshops werden quantitative Analysen, Branchenberichte, sowie Studien vorgestellt, die den aktuellen Strukturwandel auf wenige Themenblöcke wie Inputreduktion (Effizienzsteigerung), Rentabilitätsoptimierungen (Profitabilität) oder Wachstum (Marktmacht) reduzieren.

Zweckmäßig erscheint der Versuch die wirtschaftspolitisch relevante Veränderung der Struktur des Bankensektors in Europa unter der besonderen Berücksichtigung von Zusammenschluss- und Effizienzaspekten, sowie rechtlichen und politischen Entwicklungen im Umfeld der Banken zu untersuchen, wesentliche Veränderungen innerhalb bankbetriebswissenschaftlicher und ökonomischer Theorien rund um den Forschungsbereich Finanzintermediation zusammenzufassen, um aus den Erkenntnissen aus der Praxis und Theorie Empfehlungen für eine optimale Struktur des Bankensektors in Europa abzuleiten.

Erfolg lässt sich dann „planen“, wenn Entscheidungsträger wesentliche strukturelle und bankpolitische Trends zu erkennen bereit sind und Entwicklungen vorantreiben wollen.

Inhaltsverzeichnis:

VORWORT 8
EINLEITUNG 9
1. Problemstellung 9
2. Aufbau der Arbeit 10
3. Forschungsdesign 11
3.1 Forschungsmethodik 11
3.2 Aufzeigen von Entwicklungstendenzen in Österreich und Europa 12
3.3 Kernaussagen für Trends und Entwicklungen aus Strukturveränderungen 12
3.4 Finanzsysteme, Finanzintermediation und Banken 13
4. Ebenen der Transformation im europäischen Bankenwesen 13
5. Probleme bei der Interpretation von Analysen im Bankenwesen 15
TEIL A: ÖKONOMISCHEN SITUATIONSANALYSE DES BANKENSEKTOR IN ÖSTERREICH UND EUROPA 17
6. Sektorenanalyse - Österreich 17
6.1 Marktumfeld in Österreich 2002 und 2003 17
6.2 Ertragslage der in Österreich tätigen Kreditinstitute 18
6.3 Eigenkapitalrentabilität österreichischer Banken 19
6.4 Zusammensetzung der Betriebserträge entlang der Geschäftsbereiche und Sektoren 19
6.5 Zusammensetzung der Aufwendungen und Auswirkungen auf das Betriebsergebnis 20
6.6 Bilanzsummenwachstum im Schatten erhöhter Risikovorsorgen 21
6.7 Entwicklung des Kreditgeschäftes 22
6.8 Entwicklung des Einlagengeschäftes und der Geldvermögensbildung 23
6.9 Bedeutung der Eigenmittel 25
6.10 Reduzierung der Bankendichte 26
6.11 Beschäftigtenentwicklung 26
6.12 Marktkonzentration zwischen 1997 und 2001 27
7. Sektorenanalyse - Europa 32
7.1 Marktumfeld in Europa 2002 und 2003 34
7.2 Entwicklung des Zinsgeschäftes 37
7.3 Entwicklung des Provisionsgeschäftes 38
7.4 Entwicklung der Verwaltungsaufwendungen 38
7.5 Aufwand/Ertrags-Relationen 39
7.6 Rentabilität europäischer Banken 40
7.7 Anzahl und Struktur der Banken in Europa 41
7.8 Anzahl der Bankstellen und Bankstellendichte in Europa 42
7.9 Anzahl der Kreditinstitute nach Größenklassen 1999 43
7.10 Die Beschäftigtenzahl im europäischen Kreditgewerbe 44
TEIL B: GRENZEN VON PROFITABILITÄTUND WACHSTUM IM BANKENSEKTOR 47
8. Ertragsdruck 47
9. Strukturdruck 48
10. Quantitative Analyse: Aktueller Struktur- und Ertragsdruck der Banken in Europa 49
10.1 Gegenstand der Quantitativen Analyse 49
10.2 Kennzahlen des Scoring Modells 50
10.3 Berechnung 50
10.4 Ergebnisse aus der quantitativen Analyse 52
11. Bewertung von Effizienz in der Bankbetriebslehre 54
11.1 Effizienz in der Bankwirtschaftslehre 54
11.2 Operative Effizienz 56
12. Bewertung von Effizienz in der Volkswirtschaftslehre 58
12.1 Technische Effizienz 58
12.2 Kosteneffizienz 59
12.3 Allokative Effizienz 60
12.4 Kritische Würdigung 60
12.5 Risikoeffizienz 61
12.6 Informationseffizienz 61
12.7 Neue Methode der Analyse der Effizienz im Bankenwesen 62
12.8 Effizienzmessungen in Banken anhand der Data Envelopment Analysis 62
13. Profitabilität und Wachstum durch Skalen- und Verbundeffekte 72
13.1 Skaleneffekte 72
13.2 Verbundeffekte 73
13.3 Voraussetzungen 73
14. Grenzen von Profitabilität und Wachstum 74
14.1 Implementierung einer Zielrichtung 74
14.2 Formen der Umsetzung 75
14.3 Klassische Überlegungen des Käufers und Verkäufers 76
14.4 Probleme durch Größe 77
14.5 Preiseffekte und Stabilität durch Zusammenschlüsse 77
14.6 Wohlfahrtsverluste durch Zusammenschlüsse 78
14.7 Probleme bei Kapitalmarktbewertungen 79
14.8 Probleme bei grenzüberschreitenden Zusammenschlüssen 79
14.9 Probleme durch Eigeninteressen der Bankenmanager 80
14.10 Fusionsstudien - Erfolgsaussichten von Fusionen 81
14.11 Überprüfung der positiven, neutralen und negativen Effekte 82
TEIL C: RECHTLICHE UND POLITISCHE UMFELDANALYSE IN EUROPA - VERÄNDERUNGEN DER RAHMENBEDINGUNGEN IM BANKENSEKTOR IN EUROPA 88
15. Umfeldanalyse - Europa 88
15.1 Finanzmarktintegration - Vollständig integriertes europäisches Finanzsystem 89
15.2 Regulierung der europäischen Wertpapiermärkte - Erkenntnisse des Ausschuss der Weisen 91
15.3 Politisches Orientierungsinstrument - Ausschuss für Finanzdienstleistungen (FSC) 93
15.4 Weitere Kontrollinstrumente in der EU - neue Ausschussstruktur in allen Finanzdienstleistungssektoren 94
16. Transformationen aus Krisen und Initiativen 95
16.1 Risiken der Bankgeschäfte - Basel II und die Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft 96
16.2 Schutz der Anleger - Rolle der neu organisierten nationalen Aufsichtsbehörde FMA 101
16.3 Preisstabilität - Die geldpolitische Strategie der EZB 108
16.4 Finanzmarktstabilität: Erkenntnisse aus dem Financial Sector Assessment Program des IWF 111
16.6 „Areas of Improvement“ 118
TEIL D: FINANZÖKONOMISCHE GRUNDLAGEN: VOM KEYNESIANISMUS, MONETARISMUS ZUR FINANZMARKTGLOBALISIERUNG 127
17. Ursprünge der Finanzökonomischen Theorie - Keynesianismus 127
17.1 Gegenüberstellung von Zinstheorien – Wirksamkeit des Zinsmechanismus 127
17.2 Unsicherheit 128
17.3 Rolle des Geldes 128
17.4 Geldpolitik 129
17.5 Fiskalpolitik 129
18. Kerngedanken des Monetarismus 130
18.1 Monetaristische Sicht der Geldpolitik 130
18.2 Kritik an der Wirkung diskretionärer Fiskalpolitik 131
19. Keynesianismus versus Monetarismus 132
20. Freier Kapitalverkehr und Finanzmarktglobalisierung 132
20.1 Freier Kapitalmarkt 132
20.2 Finanzmarktglobalisierung 133
20.3 Zusammenfassung: Kapitalistische Ökonomien versus Keynsianismus 133
21. Die beiden idealtypischen Finanzsysteme 134
21.1 Begriffsdefinitionen: Finanzsektor und Finanzsystem 134
21.2 Entwicklung von kapitalmarktorientierten und bankenbasierten Finanzierungsstrukturen 135
TEIL E: ROLLE VON FINANZINTERMEDIÄREN: FUNKTION, ENTWICKLUNG UND BEDEUTUNG FÜR DIE VOLKSWIRTSCHAFT 139
22. Forschungsgebiete und -strömungen rund um die Finanzintermediation 139
23. Finanzintermediation im engeren Sinne 141
24. Ausgangspunkt Arrow Debreu Modell 142
25. Informationsasymmetrien und Transaktionskosten 143
25.1 Marktunvollkommenheiten 144
25.2 Neoinstitutionalismus 146
26. Monitoring 147
26.1 Informations- und Maklerfunktion 148
27. Versicherung gegen Illiquidität, Finanzgutachter, Finanzproduzent 150
27.1 Modell von Bryant sowie Diamond und Dybvig 150
27.2 Modell von Ramakrishnan und Thakor 151
27.3 Modell von Williamson 151
27.4 Modell von Calomiris und Kahn 152
28. Paradigmenwechsel: Funktionale Sichtweise 153
28.1 Modell von Bitz 153
28.2 Modell von Crane, Merton und Bodie 154
28.3 Risikomanager 156
28.4 Partizipationskosten 157
29. Bedeutung der Geld- und Kreditschöpfung 158
29.1 Innovation durch den schöpferischen Kredit 158
30. Wachstum durch Finanzintermediation 159
30.1 Erste Erklärungsversuche der neoklassischen Wachstumstheorie 160
30.2 Modell von Pagano 160
30.3 Modell von Levine 162
30.4 Modell von Rajan und Zingales 163
30.5 Modell von Levine und Zervos 164
30.6 Modell von Harrison 164
30.7 Modell von Beck, Levine und Loayza 165
TEIL F: ROLLE UND AUFGABEN VON BANKEN – THEORIE DER BANKENÖKONOMIE 167
31. Transformation des Bankensektors- Transformation der Rolle und Aufgaben von Banken 167
32. Entwicklung der Theorie der Bankökonomie 168
32.1 Kritik an der Bankbetriebslehre 168
32.2 Lösungswege 169
32.3 Modellrahmen 170
32.4 Abstraktion irrelevanter Sachverhalte 171
32.5 Abgrenzung von der Theorie der Finanzintermediation 171
33. Bankbetrieb, Kreditinstitut, Finanzinstitut, Geldinstitut 172
33.1 Klassifikation von Banken im Bankwesengesetz - Kreditinstitut nach BWG § 1 Abs. 1 173
33.2 Klassifikation von Banken im Bankwesengesetz - Finanzinstitut nach BWG § 1 Abs. 2 175
34. Grundmodell der Bankenökonomie- Traditionelle Aufgaben und Funktionen einer Bank 175
34.1 Traditionelle Bankdienstleistungen 175
34.2 Transaktions- und Transformationsprozess 176
34.3 Wertschöpfungskette einer Bank 177
35. Erweiterung des Grundmodells um die ökonomische Perspektive 178
35.1 Kapitallenkung 178
35.2 Stabilität 178
35.3 Tacit - Knowledge 179
TEIL G: ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 180
36. Veränderungen 180
37. Aufbau eines effizienten Bankensystems 181
38. Konzentration versus Fragmentierung 182
39. Kleine versus Grosse Banken 183
40. Paradigmenwechsel in der Finanzintermediationstheorie 184
41. Literaturverzeichnis 185
42. Tabellenverzeichnis 190
Anhang A: Aktuelle Bankeneffizienzstudien 193
Anhang B: Historischer Überblick über die Finanzintermediationstheorie 198
Aufgrund der Länge kann hier nicht das ganze Inhaltsverzeichnis abgebildet werden. Bei Interesse können Sie das gesamte Inhaltsverzeichnis unter agentur@diplom.de anfordern.

Automatisiert erstellter Textauszug:

- 105 Die Abteilung „On-Site Analyse“ ist insbesondere zuständig für die Koordination des gesamten allgemeinen Prüfungswesens für den Bereich sowie für die Durchführung von VorortPrüfungen, die Erteilung von Prüfaufträgen an die Oesterreichische Nationalbank und den Aufbau und die Weiterentwicklung von Prüfungsstandards. Interessant erscheint nach eingehender Analyse mit der Organisation der FMA, dass die institutionelle Ausgestaltung des Finanzsystems eine untergeordnete Rolle spielt. (d.h. alle Aufsichtsbereiche wie Banken-, Versicherungs-, Pensionskassen- und Wertpapieraufsicht wurden in der FMA gebündelt.) Damit wurde offensichtlich die sektorale Segmentierung und Beschränkung der bisherigen Aufsicht überwunden und in weiterer Folge eine verwaltungstechnisch bedeutende Kosteneinsparung durch eine einheitliche Behörde erzielt. Offiziell wird die neue Aufsicht als sektorneutral positioniert, die damit gleiche Wettbewerbsbedingungen für den gesamten österreichischen Finanzmarkt und seinen Marktplayern sicherstellt: Zur Verbesserung der Durchsetzbarkeit von Aufsichtsmaßnahmen wurde die FMA mit Verwaltungsstrafkompetenz, Verordnungserlassungsrecht und der Kompetenz zur Vollstreckung der von ihr zu erlassenen Bescheide ausgestattet. [...]

- 104 Der Bereich Bankenaufsicht in der FMA gliedert sich in folgende Abteilungen: die Abteilung „Modelle/Aufsichtsstandards“, die Abteilung „Behördliche Aufsicht über Kreditinstitute“, die Abteilung „Aufsicht über Veranlagungsgemeinschaften“, die Abteilung „Off-Site Analyse“ und die Abteilung „On-Site Analyse“: 71 Die Abteilung „Modelle/Aufsichtsstandards“ ist insbesondere zuständig für die Aufsicht über bankinterne Modelle zur Risikomessung, die Erarbeitung von Aufsichtsstandards und den Aufbau des Supervisory Review Process, für grundsätzliche Angelegenheiten des bankbetrieblichen Risikomanagements sowie für die Betreuung des Koordinationsforums und des Abteilungsleiterforums mit der OeNB. Die Abteilung „Behördliche Aufsicht über Kreditinstitute“ ist insbesondere zuständig für die Konzessions-, Bewilligungs- und Notifizierungsverfahren, für Anzeigen und Meldungen, für aufsichtsbehördliche Verfahren hinsichtlich sämtlicher der Aufsicht des Bereiches unterliegender Institute nach dem Bankwesengesetz, dem Sparkassengesetz, dem Hypothekenbankengesetz, dem Bausparkassengesetz, dem Pfandbriefgesetz, dem Gesetz betreffend die Wahrung der Rechte der Besitzer von Pfandbriefen, dem Bankschuldverschreibungsgesetz, dem Depotgesetz und dem E-Geldgesetz, sowie für die Rechtsauslegung in diesem Aufgabenbereich, für Bankprüfer- Angelegenheiten und die Führung des Behördlichen Informationssystems. Die Abteilung „Aufsicht über Veranlagungsgemeinschaften“ ist insbesondere zuständig für die laufende Aufsicht, aufsichtsbehördliche dem Verfahren Immobilienund Rechtsauslegungen dem nach dem Investmentfondsgesetz, Investmentfondsgesetz, Betrieblichen [...]

- 103 Um ihrer Aufgabe gerecht zu werden, überwachte die Bankenaufsicht „alt“ die österreichischen Kreditinstitute in Bezug auf die Einhaltung spezifischer ordnungspolitischer Normen und anderer bankwesengesetzlicher Bestimmungen. Dazu gehörten insbesondere jene der Risikostreuung und Risikobegrenzung, beispielsweise in Hinblick auf Kreditrisiko, Marktrisiko, Liquiditätsrisiko, Zinssatzrisiko oder Wechselkursrisiko. Im Verletzungsfall hatte die Bankenaufsicht im Rahmen ihrer Befugnisse nach dem Bankwesengesetz die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen. 2. Schutze der Gläubiger der Banken vor Vermögensverlusten Die zweite wesentliche Aufgabe der Bankenaufsicht „alt“ war der Gläubigerschutz. Falls für die Erfüllung der Verpflichtungen einer Bank gegenüber ihren Gläubigern, insbesondere für die Sicherheit der der Bank anvertrauten Vermögenswerte, Gefahr bestünde, war die Bankenaufsicht zum Einschreiten verpflichtet.70 Zu den weiteren Aufgaben der Bankenaufsicht „alt“ gehörten auch die Konzessionierung von Kreditinstituten, die laufende Aufsicht über Kreditund Finanzinstitute sowie Veranlagungsgemeinschaften. Die Bankaufsicht „neu“ genoss eine wesentliche Erweiterung ihrer Kompetenzen, die über jene der Bankaufsicht „alt“ hinausgingen: Diese zeigen sich heute besonders in den Bereichen On-Site und Off-Site Analysen und dem Meldewesen. Weiters hat die Bankaufsicht „neu“ wesentliche Kompetenzen zugesprochen bekommen, was die Möglichkeiten bankaufsichtspezifischer nationaler Rechtsauslegung, die Mitwirkung an der bankaufsichtlichen Legistik auch auf europäischer Ebene (z.B. im BSC Ausschuss der EZB), die Beschickung internationaler Gremien im Rahmen und des Bereiches, weiters Aufsichtsangelegenheiten betreffend Zweigstellen Repräsentanzen ausländischer [...]

Arbeit zitieren:
Kann, Johann Sebastian August 2004: Erkenntnisse aus der Transformation des Bankensektors in Europa unter besonderer Berücksichtigung von Zusammenschluss- und Effizienzaspekten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Bank, Europa, Finanzintermediation, Effizienz, Fusion

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