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Erfolgsfaktoren für virtuelle Teams

Erfolgsfaktoren für virtuelle Teams
Über dieses Buch
  • Art: MA-Thesis / Master
  • Autor: Irmtraut Maibach
  • Abgabedatum: August 2004
  • Umfang: 96 Seiten
  • Dateigröße: 761,8 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Nürtingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8432-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8432-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8432-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Maibach, Irmtraut August 2004: Erfolgsfaktoren für virtuelle Teams, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Teamarbeit, Virtualität, Erfolg, Gruppenarbeit, Informations- und Kommunikationstechnologie

MA-Thesis / Master von Irmtraut Maibach

Problemstellung:

Die wirtschaftliche Entwicklung hat gegenwärtig wesentlich an Dynamik gewonnen.Dies ist hauptsächlich auf zwei Faktoren zurückzuführen: zum einen auf die zunehmende Globalisierung der Wirtschaft und zum anderen auf die wachsenden Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnik.

Die zunehmende Vernetzung und die rasche Verbreitung neuer Informations-und Kommunikationstechnologien (IuK-Technologien) haben in den letzten Jahren die Möglichkeiten, mit Personen an anderen Orten zu kommunizieren, stark erweitert.

Gleichzeitig ist in vielen Unternehmen ein vermehrter Einsatz von Teams zu be-obachten. Die enge Zusammenarbeit von Mitarbeitern mit unterschiedlichen Qualifi-kationen, hohe Flexibilität und beeindruckende Leistungsergebnisse lassen Teamarbeit den herkömmlichen Organisationsformen in vielen Fällen als überlegen erscheinen.

Das Zusammenwirken der genannten Entwicklungen und Trends führte zum Konzept der sogenannten „virtuellen Teamarbeit“. Im Gegensatz zu traditionellen Teams arbei-ten virtuelle Teams über Raum-, Zeit- und zum Teil auch Organisationsgrenzen hinweg unter Zuhilfenahme elektronischer Kommunikationsmedien zusammen.

Die Form der virtuellen Zusammenarbeit bringt sowohl für Unternehmen als auch für Mitarbeiter erhebliche Neuerungen, die sowohl Vorteile als auch Herausforderungen beinhalten.

Einige Vorteile virtueller Teams sind zum Beispiel:

- Größere zeitliche und räumliche Flexibilität.

- Größeres Know-how des Teams durch Einbindung von Experten aus entfernten Standorten (beispielsweise auch aus dem Ausland).

- Schnelleres und flexibleres Reagieren auf Marktveränderungen (z. B. durch Online-Meetings).

- Größere Kundennähe durch Mitarbeiter „vor Ort“.

- Reduzierung von Reisekosten.

Auf der anderen Seite treten in virtuellen Teams immer wieder typische Probleme auf, die vor allem auf eine geringe Interaktionsdichte und eine höhere Isolation der Team-mitglieder zurückzuführen sind.

Aufgrund der geringeren automatischen Prozessoptimierung im Vergleich zu tradi-tionellen Teams benötigen virtuelle Teams spezielle Managementstrategien, welche die Lücken in der Abstimmung, Koordination und Kommunikation füllen.

In Kooperation mit der Universität Hildesheim führte die 5 POINT AG von Oktober 2001 bis Mai 2002 eine empirische Studie über die Arbeit virtueller Teams und deren Unterstützung durch das Teamportal „teamspace“ durch.

Ein wesentliches Ergebnis dieser Studie war, dass sich der Erfolg von virtuellen Teams nicht von allein einstellt. Die Vorteile virtueller Teamarbeit werden auch nicht nur allein durch die Einführung eines neuen Softwaretools erreicht.

Das Arbeiten in und vor allem die Führung von virtuellen Teams bedarf der Erfahrung und spezieller Fähigkeiten, die unter Umständen erst erlernt werden müssen.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich daher - unter Einbeziehung neuester top-aktueller US-amerikanischer Forschungsergebnisse und Literatur - mit der Frage:

„Welche Faktoren beeinflussen den Erfolg von virtuellen Teams und auf welche Weise können Unternehmen optimale Rahmen-bedingungen für virtuelle Teamarbeit schaffen?“ Kapitel zwei erläutert die grundlegenden Begriffe für virtuelle Teamarbeit, in Kapitel drei wird der Bezugsrahmen der Arbeit vorgestellt und in Kapitel vier und fünf werden die Erfolgsfaktoren für virtuelle Teams sowie ihr Zusammenwirken ausführlich beschrieben.

Neben der theoretischen Erarbeitung des Themas enthält die vorliegende Arbeit sehr viele Anregungen und Hinweise für die praktische Umsetzung der Ergebnisse in der täglichen Unternehmenspraxis.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit 3
2. Grundlagen. 4
2.1 Historische Entwicklung von Gruppen- und Teamarbeit in Organisationen 4
2.2 Begriffsklärung „Team“ 5
2.3 Begriffsklärung „Virtuelles Team“ 7
2.4 Arten virtueller Teams 10
3. Virtuelle Teams als Forschungsgegenstand 14
3.1 Zielsetzung und Entwicklung der Erfolgsfaktorenforschung 14
3.2 Erkenntnisse zu Erfolgsfaktoren für virtuelle Teams aus der konzeptionellen Literatur 16
3.3 Bezugsrahmen 22
4. Erfolgsfaktoren für virtuelle Teams 23
4.1 Erfolgsfaktor „Organisatorischer Rahmen“ 23
4.1.1 Anforderungen an die Unternehmenskultur 23
4.1.2 Anforderungen an die Themen für virtuelle Teamarbeit 28
4.1.2.1 Eher geeignete Projekt-Themen 29
4.1.2.2 Weniger geeignete Projekt-Themen 30
4.2 Erfolgsfaktor „Teamdesign: Gestaltung der Teamstruktur“. 31
4.2.1 Ziele setzen. 31
4.2.2 Gestaltung und Verteilung der Aufgaben 33
4.2.3 Führungsstruktur und Rollenverteilung 35
4.3 Erfolgsfaktor „Menschen“ 39
4.3.1 Anforderungen an Teamleiter 39
4.3.2 Anforderungen an Teammitglieder 42
4.4 Erfolgsfaktor „Technologie“ 45
4.4.1 Klassifikation von IuK-Technologien 45
4.4.2 Kategorien von IuK-Technologien 47
4.4.2.1 Kommunikationsunterstützung 47
4.4.2.2 Gemeinsame Informationsräume 50
4.4.2.3 Koordinations- und Kooperationsunterstützung 52
4.4.3 Optimaler Einsatz 55
4.5 Erfolgsfaktor „Prozesse“ 61
4.5.1 Kommunikation 61
4.5.1.1 Grundlagen der Kommunikation 61
4.5.1.2 Die Media-Richness Theorie 65
4.5.1.3 Kommunikation in virtuellen Teams 68
4.5.2 Konfliktmanagement 72
4.5.3 Entscheidungsfindung und Methoden der Problemlösung 73
5. Zusammenwirken der Erfolgsfaktoren 74
5.1 Erfolgsfaktor „Gemeinsames Verständnis“ 74
5.2 Erfolgsfaktor „Integration“ 77
5.3 Erfolgsfaktor „Vertrauen“ 78
6. Schlussbetrachtung 81
Literaturverzeichnis 82

Automatisiert erstellter Textauszug:

Als Folge der veränderten Arbeitsbedingungen in einem virtuellen Team müssen die Teammitglieder über Kompetenzen verfügen, die sich in folgende drei Bereiche untergliedern lassen: Methodische Kompetenzen: Diese Fähigkeiten beziehen sich auf das Wissen und die Qualifikation der Teammitglieder, die zur fachlichen Lösung der Aufgaben benötigt werden. Technische Kompetenzen: Es müssen ausreichend Kenntnisse und Akzeptanz für die unterstützende Technologie vorhanden sein. Soziale Kompetenzen: Die soziale Fähigkeit, mit anderen Menschen zu kommunizieren, zu interagieren und gemeinsam Aufgabenstellungen zu lösen, ist für Mitglieder virtueller Teams von großer Bedeutung. Darüber hinaus benötigen Mitglieder virtueller Teams auch Eigeninitiative, Entscheidungsstärke sowie einen hohen Grad an Selbststeuerung, da viele Teilaufgaben auch “in Eigenregie“ zum Abschluss gebracht werden müssen. Thorsten Lenk, Vorstand der 5 POINT AG, die in Zusammenarbeit mit der Universität Hildesheim eine empirische Studie über die Arbeit virtueller Teams und deren Unterstützung durch das Teamportal “teamspace“ durchgeführt hat, ist der Meinung, dass Mitglieder virtueller Teams die Fähigkeit besitzen sollten, Aufgaben sowohl im Team als auch in Einzelarbeit zu erledigen. Für ihn sind zwei Kompetenzen der Teammitglieder von besonderer Bedeutung: • • Medienkompetenz, d. h. die Fähigkeit zur situationsadäquaten Nutzung des Mediums. Kommunikationskompetenz, d. h. die Fähigkeit, anderen Feedback zu geben, kurz und prägnant zu informieren, Emotionen schriftlich auszudrücken und offen Gedanken auszutauschen. 91 [...]

Zusammenfassend nennen Konradt/Hertel folgende Anforderungen an Teamleiter in virtuellen Teams:90 • Ein relativ niedriges Kontrollbedürfnis bzw. eine hohe Vertrauensbereitschaft in die Mitarbeiter. • Eine hohe partizipative Orientierung, um die Mitarbeiter ausreichend zu motivieren. • Fairness und Integrität, um Vertrauen der Mitarbeiter aufzubauen und auch entfernt arbeitende Mitarbeiter an sich zu binden. • Sozialemotionale Sensibilität für die Bedürfnisse der Mitarbeiter sowie für das generelle Klima im Team. • Kommunikative Fähigkeiten mit elektronischen Medien, die neben der Kenntnis technischer Möglichkeiten auch die sozioemotionale Wirkung der verschiedenen Medien berücksichtigen (welche Medien für welchen Anlass?). • Die Fähigkeit, hohe aber gleichzeitig realistische Ziele zu entwickeln und den Mitarbeitern auch auf Entfernung ein konstruktives Feedback zu geben. • Die Fähigkeit, eine klare und motivierende Vision hinsichtlich der Ziele des Teams zu entwickeln und diese zu kommunizieren und aufrecht zu erhalten. • Toleranz und Sensibilität hinsichtlich kultureller Unterschiede und die Bereitschaft, zwischen verschiedenen Kulturen zu vermitteln. [...]

Kristy Tyran, Craig Tyran und Morgan Shepherd, untersuchten das Entstehen von Führungsverhalten in virtuellen Teams. Sie stellen fest: “We found that the higherperforming teams either had an emergent leader who was highly trusted or the trust among team members was high“80. Gibson/Cohen kommen daher zu der Schlussfolgerung, dass eine starke Führung in virtuellen Teams fehlendes Vertrauen zwischen den Teammitgliedern ersetzen kann. Sie sollte bei mangelhaftem Vertrauen innerhalb des Teams eingesetzt werden, um die Leistungsfähigkeit des Teams zu erhalten bzw. zu verbessern: “If there is high social capital and trust on the team, then the team members are likely to share leadership functions and exchange information that is required to perform their tasks. If there is low social capital and low trust, then a leader should be highly proactive in ensuring that the needed information exchange and collaboration occurs.”81 Der Leiter eines virtuellen Teams sollte immer wieder überprüfen, wie viel Vertrauen innerhalb des virtuellen Teams vorhanden ist und seinen Führungsstil dementsprechend variieren. Wenn wenig Vertrauen innerhalb des virtuellen Teams vorhanden ist, sollte der Teamleiter seine Führungsaktivitäten verstärken, um dafür zu sorgen, dass die gemeinsamen Leistungsziele des Teams erreicht werden.82 [...]

Arbeit zitieren:
Maibach, Irmtraut August 2004: Erfolgsfaktoren für virtuelle Teams, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Teamarbeit, Virtualität, Erfolg, Gruppenarbeit, Informations- und Kommunikationstechnologie

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