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Erfolgsfaktoren internationaler strategischer Allianzen

Darstellung und Vergleich ausgewählter Studien

Erfolgsfaktoren internationaler strategischer Allianzen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ingmar Wolf
  • Abgabedatum: März 2002
  • Umfang: 81 Seiten
  • Dateigröße: 629,0 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Bayerische Hochschule Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5342-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5342-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5342-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wolf, Ingmar März 2002: Erfolgsfaktoren internationaler strategischer Allianzen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Studien, Joint Venture, Erfolgsfaktor, International, Allianz

Diplomarbeit von Ingmar Wolf

Zusammenfassung:

In den letzten Jahren haben internationale strategische Allianzen als unternehmenspolitische Instrumente und Strategien an Bedeutung gewonnen.

Dies ist vor allem auf die zunehmende Dynamik der Märkte und die Globalisierung der Wirtschaft zurückzuführen (siehe Kapitel 2.1.3). Mit der stark gestiegenen Anzahl an Allianzen haben sich dementsprechend mehr Forscher der Thematik angenommen, so dass es heute eine Vielzahl an Forschungsarbeiten über intern-ationale Allianzen gibt. Ansatzpunkt der meisten Studien ist die Tatsache, dass viele strategische Allianzen als Misserfolge enden. Aus diesem und noch anderen Gründen beschäftigen sich Forscher seither mit der Identifizierung von Erfolgsfaktoren für internationale strategische Allianzen.

Studien über Erfolgsfaktoren internationaler strategischer Allianzen sind zentraler Gegenstand meiner Diplomarbeit.

Ich sehe meine Aufgabe, entsprechend dem Thema, in der Darstellung und dem Vergleich ausgewählter Studien über die Erfolgsfaktoren internationaler strategischer Allianzen. Dazu werde ich eine angemessene Anzahl an Studien auswählen, sie anhand verschiedener Merkmale darstellen, um sie anschließend in ihren Ergebnissen, d.h., den festgestellten Erfolgsfaktoren, miteinander zu vergleichen. Eine Aufgabe meiner Diplomarbeit sehe ich in der Darstellung eines breiten Spektrums von in der Literatur identifizierten Erfolgsfaktoren. Außerdem möchte ich Studien, die verschiedene oder gar gegensätzliche Erfolgsfaktoren betrachten, in diesbezüglich möglichst homogene Gruppen einteilen und versuchen zu ergründen, auf welche Ursachen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der ausgewählten Studien in ihren festgestellten Erfolgsfaktoren zurückzuführen sind.

Im Anschluss an das einführende Kapitel habe ich im zweiten Kapitel die relevanten Begriffe „internationale strategische Allianz“ und „Erfolgsfaktor“ abgehandelt. Dabei bin ich v.a. auf die in der Literatur gängigen Definitionen dieser beiden Begriffe eingegangen. Ich habe den Begriff „internationale strategische Allianz“ gemäß angloamerikanischer Interpretationen möglichst weit gefasst, d.h. auch Joint Venture werden dabei als „international strategic alliance“ verstanden und in meiner Diplomarbeit verarbeitet.

Das dritte Kapitel stellt sowohl bezüglich des Inhalts wie auch des Umfanges den eigentlichen Teil der Arbeit dar.Nachdem ich zu Beginn des Kapitels einen Überblick über die recherchierten Studien gebe, habe ich im weiteren Verlauf Kriterien für die Auswahl der später darzustellenden und zu vergleichenden Studien abgeleitet. Im Weiteren habe ich die ausgewählten Studien anhand vorher definierter studienspezifischer Merkmale dargestellt. Die beschriebenen Studien habe ich dann, soweit wie möglich in, bezüglich ihrer identifizierten Erfolgsfaktoren, homogene Gruppen eingeteilt und versucht zu erklären, warum die Studien innerhalb der Gruppen sich in ihren Ergebnissen sehr ähnlich sind. Danach bin ich auf Studien eingegangen, deren Erfolgsfaktoren stark voneinander abweichen oder sogar gegensätzlich sind und versuchen, mögliche Ursachen dafür herauszufinden.

Im vierten Kapitel habe ich die in Kapitel drei gewonnenen Ergebnisse zusammengeführt und sie im Ganzen betrachten. Des Weiteren bin ich auf die Frage eingegangen, ob es überhaupt generelle Erfolgsfaktoren gibt und ob Faktoren in jeder oder zumindest den meisten der 15 ausgewählten Studien festgestellt worden sind.

In Kapitel fünf bin ich noch kurz auf Problembereiche der bisherigen Erfolgs-faktorenforschung und daraus abzuleitenden Implikationen für die weitere Erfolgsfaktorenforschung eingegangen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Thematik und Vorgehensweise 4
1.1 Hinführung und Aufgabenstellung 4
1.2 Gang der Arbeit 4
2. Begriffsklärung 6
2.1 Die internationale strategische Allianz als länderübergreifende Kooperation 6
2.1.1 Verständnis internationaler strategischer Allianzen 6
2.1.2 Motive 8
2.1.3 Bedeutung internationaler strategischer Allianzen 11
2.2 Erfolgsfaktoren 12
2.2.1 Operationalisierung von Erfolg 12
2.2.2 Definition Erfolgsfaktor 13
3. Darstellung und Vergleich ausgewählter Studien 14
3.1 Auswahl der Studien nach Kriterien 18
3.1.1 Kriterien 18
3.1.2 Auswahl der Studien 22
3.2 Grundlage für die Darstellung und den Vergleich der Studien: Studienspezifische Merkmale 25
3.2.1 Merkmale der zugrunde liegenden Stichprobe an untersuchten Unternehmen 26
3.2.1.1 Kulturelle Herkunft und Größe der Unternehmen 26
3.2.1.2 Erfolg der Stichprobe 27
3.2.2 Methodische Vorgehensweise 27
3.2.3 Forschungsschwerpunkt 29
3.2.4 Kooperationsform 30
3.2.5 Erfolgsfaktoren 31
3.3 Inhaltliche und strukturelle Darstellung der Studien 32
3.3.1 Glaister Buckley 1999 32
3.3.2 Bleeke/Ernst 1991 33
3.3.3 Fey 1995 34
3.3.4 Lyles/Baird 1994 35
3.3.5 Hu/Chen 1996 37
3.3.6 Ramaseshan/Loo 1998 37
3.3.7 Geringer 1991 38
3.3.8 Demirbag/Mirza 1998 39
3.3.9 Cullen/Johnson/Sakano 2000 41
3.3.10 Zielke 1992 42
3.3.11 Raffée/Eisele 1994 43
3.3.12 Kogut 1988 44
3.3.13 Wang/Wee/Koh 1999 45
3.3.14 Beamish/Banks 1987 46
3.3.15 Trommsdorff/Wilpert 1991 47
3.4 Gruppierung und Vergleich der Studien 48
3.4.1 Gruppierungsmöglichkeiten 48
3.4.2 Weiche Seite des Managements internationaler strategischer Allianzen 49
3.4.3 Partnerbezogene Auswahlkriterien 56
3.4.3.1 Bedeutung der Partnerwahl 56
3.4.3.2 Ähnlichkeit der Partnerunternehmen 58
3.4.3.3 Kompatibilität und Komplementarität 60
3.4.3.4 Weitere Kriterien der Partnerwahl 62
3.4.4 Kontrovers diskutierte Erfolgsfaktoren 63
4. Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse 67
5. Problembereiche der Erfolgsfaktorenforschung 73

Automatisiert erstellter Textauszug:

tures und die Zufriedenheit der Muttergesellschaften74. Erfolg setzt sich hier aus der jeweiligen Gesamtzufriedenheit mit dem Joint Venture und einer gleichzeitigen Berücksichtigung verschiedener qualitativer Faktoren (z.B. finanzielle Aspekte, technische Aspekte), zusammen75. Dabei wurden folgende Zusammenhänge festgestellt76: 1) Mit einem höheren Engagement (Commitment) der Partner im Joint Venture und wenigeren Konflikten bezüglich der Kontrolle und der Aufteilung der Gewinne steigt die Qualität der kooperativen Beziehung. Steigt die Qualität der kooperativen Beziehung, sind die Muttergesellschaften zufriedener mit dem Erfolg des Joint Ventures. 2) Je geringer die Konflikte bezügliche der Kontrolle des Joint Ventures, desto mehr lassen sich lokale Fähigkeiten und Managementkapazitäten aufbauen. Dies wiederum wirkt sich positiv auf den Gesamterfolg des Joint Ventures aus. 3) Nimmt das allgemeine Commitment zu und nehmen die Konflikte innerhalb des Joint Ventures ab, so verbessert sich der finanzielle Erfolg des Joint Ventures. 4) Das Verständnis eines Joint Ventures als langfristiges Engagement, das sich auf Vertrauen, Commitment und Kooperation stützt kann die Überlebensfähigkeit erhöhen. 5) Die Schaffung von Konfliktlösungsmechanismen fördert den Joint-VentureErfolg. 3.3.9 Cullen/Johnson/Sakano 2000 In dieser Studie untersuchten die Autoren insgesamt 177 japanische Kooperationen mit ausländischen Partnern. Gegenstand der Untersuchung sind zwei verschiedene Kooperationsformen, „Equity Joint Venture“ und „Non-equity cooperative agreements“. Die Studie über „Equity Joint Ventures, auch als IJV-Studie bezeichnet, be74 75 [...]

1) Eine zunehmende wahrgenommene Wichtigkeit bezüglich eines potenziellen kritischen Erfolgsfaktors korreliert positiv mit einer wachsenden Bedeutung von Auswahlkriterien, die mit diesem Faktor zusammenhängen. 2) Je stärker die eigene wahrgenommene Position bezüglich eines kritischen Erfolgsfaktors, desto geringer die Bedeutung diesbezüglich bei der Partnerwahl. 3) Je größer die wahrgenommene Schwierigkeit der Muttergesellschaft bei der Erlangung einer bestimmten Position bezüglich eines kritischen Erfolgsfaktors, desto höher die relative Gewichtung der mit diesem Faktor zusammenhängenden Selektionskriterien. 3.3.8 Demirbag/Mirza 2000 Demirbag und Mirza haben in einer umfangreichen Studie 47 internationale Joint Ventures in der Türkei auf Erfolgsfaktoren untersucht. Dabei stammten die ausländischen Partner hauptsächlich aus Westeuropa, gefolgt von den USA und Japan. Alle betrachteten Joint Ventures sind im verarbeitenden Sektor angesiedelt. In 26% der Fälle ist das Kapital paritätisch verteilt, 38% haben eine türkische Mehrheitsbeteiligung und 36% der Joint Ventures haben einen ausländischen Mehrheitseigner70. Ziel der Studie ist es, den Zusammenhang zwischen Konflikt, Commitment, Erfolg und der Zufriedenheit der Partnerunternehmen aufzudecken71. Die Untersuchung wurde mittels Interviews, in denen ein vorab formulierter Fragebogen durchgegangen wurde, durchgeführt72. Im Gegensatz zu vielen anderen Studien, die ich in meiner Diplomarbeit betrachte, wurden im Rahmen der empirischen Untersuchung beide Seiten befragt, d.h., sowohl der türkische, wie auch der ausländische Partner73. Im Zentrum der Studie steht ein Gerüst aus fünf verschiedenen Variablen, deren Einflüsse aufeinander der Autor als Ziel seiner Studie untersuchen will. Die dabei betrachteten Variablen sind: zwischenpartnerschaftlicher Konflikt/ Kontrolle, zwischenpartnerschaftliche Beziehung, zwischenpartnerschaftliches Commitment, Erfolg des Joint Ven70 71 [...]

subjektiv nach der durch die Partnerunternehmen wahrgenommenen Effektivität der Allianz bewertet65. Mittels eines vorgetesteten Fragebogens stellte sich heraus, dass - Commitment - Vertrauen - und Kommunikation in einer Organisation den Erfolg internationaler strategischer Allianzen positiv beeinflussen und des Weiteren ein negativer Zusammenhang zwischen - einem Machtungleichgewicht zwischen den Partnern - dissfunktionalen Konflikten und dem Erfolg von Allianzen nachgewiesen werden konnte66. 3.3.7 Geringer 1991 1991 untersuchte Geringer in den USA ansässige internationale Joint Ventures. Von den betrachteten 81 internationalen Joint Ventures hatten 34 einen US-amerikanischen Partner, 21 einen japanischen und 26 einen westeuropäischen Partner. Alle untersuchten Joint Venture sind im verarbeitenden Sektor tätig67. Nach Geringer ist das Ziel der Studie, kritische Erfolgsfaktoren bezüglich der Wahl eines komplementären Partners zu identifizieren. Im Rahmen der Untersuchung wurde jeweils ein „Senior Executive“ jedes Joint Ventures mittels eines Fragebogens und eines anschließenden Interviews befragt, um die Wichtigkeit bestimmter potenzieller kritischer Erfolgsfaktoren bezüglich der Partnerwahl herauszustellen. Der Autor bestimmte im Rahmen dieser Befragung 15 mögliche Erfolgsfaktoren der Partnerwahl und die Befragten hatten die jeweilige Gewichtung bzw. Bedeutung anhand einer 5Punkte-Likert-Skalierung vorzunehmen68. Dabei kommt es zu folgenden Ergebnissen69: [...]

Arbeit zitieren:
Wolf, Ingmar März 2002: Erfolgsfaktoren internationaler strategischer Allianzen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Studien, Joint Venture, Erfolgsfaktor, International, Allianz

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