Erfolgsfaktoren der Unternehmensintegration
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Dorte Stürmer
- Abgabedatum: Februar 1999
- Umfang: 112 Seiten
- Dateigröße: 2,9 MB
- Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1559-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1559-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1559-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Stürmer, Dorte Februar 1999: Erfolgsfaktoren der Unternehmensintegration, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: neutrales Vorgehensmodell, kritische Erfolgsfaktoren, Unternehmenszusammschlüsse, spezifische Problemfelder, Unternehmensintegration
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Diplomarbeit von Dorte Stürmer
Einleitung:
Die Frage der erfolgreichen Integration wird in dieser Arbeit hinsichtlich unterschiedlicher Aspekte betrachtet. So werden die Anforderungen und Probleme von Integrationsprozessen beschrieben, um darauf aufbauend neutrale Erfolgsfaktoren zu definieren, die die Integration positiv beeinflussen können. Die theoretischen Erkenntnisse werden ergänzt durch Analysen und abgeleitete Empfehlungen aus der Praxis, so daß am Ende ein Modell entstehen soll, das theoretisch fundiert und praktisch umsetzbar ist.
Gang der Untersuchung:
Nach einem einleitenden Teil, der Begriffserklärungen für m.U., Unternehmenszusammenschlüsse und Unternehmensintegration umfaßt, werden Entwicklungstendenzen in Bezug auf Unternehmenszusammenschlüsse im mittelständischen Bereich theoretisch betrachtet.
Darauf aufbauend werden die wesentlichen Problemfelder und Hindernisse analysiert, die sich bei Unternehmensintegrationen ergeben sowie die daraus resultierenden Chancen und Herausforderungen.
Im empirischen Teil wird das Vorgehen der durchgeführten Interviews erläutert, inklusive des Interviewdesigns und der Methode.
Darüber hinaus werden, ausgehend von einer Zusammenfassung der Unternehmenscharakteristika die Kooperationsformen, die daraus resultierenden Integrationsstrategien, -probleme sowie die Vor- und Nachteile der Methoden zusammengetragen, woraus praktische Hypothesen für eine erfolgreiche Integration gesammelt werden.
Im abschließenden Teil werden die Ergebnisse aus Literatur und Fallstudie zusammengefaßt, um daraus ein allgemeines Vorgehensmodell zu formulieren.
Die empirischen Ergebnisse der Fallstudie resultieren aus standardisierten, qualitativen und offenen, 1-1,5 stündigen Interviews, die bei 13 Unternehmen durchgeführt wurden.
Die Form der offenen Interviews wurde gewählt, um die Interviewpartner über den erfolgten Zusammenschluß ihres Unternehmens in der Vergangenheit auf die daraus resultierende Integration hinleiten zu können.
Der Aufbau des Interviewleitfadens orientiert sich am theoretischen Bezugsrahmen.
Als Untersuchungsgruppe wurden Unternehmen aus dem Mittelstand ausgewählt. Die Unternehmen stammen aus verschiedenen Branchen der Produktion, des Handels und der Dienstleistung. Es wurde auf eine gewisse Vielfalt der Branchen Wert gelegt, um gerade über diese Vielfalt Aspekte sammeln zu können, die eine erfolgreiche Integration bei Unternehmenszusammenschlüssen aufzeigen. Der Mittelstand als Unternehmenssegment erschien gerade deshalb interessant, da die aktuelle Kommunikationstechnologie, die Produktionsverfahren und vor allem die Märkte es nun auch den m. U. erlauben, global tätig zu werden, z. B. in einem vereinten Europa.
Inhaltsverzeichnis:
| GLIEDERUNG | II | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | VI | |
| 1. | Einführung | |
| 1.1 | Einleitung | |
| 1.1.1. | Problemstellung | 1 |
| 1.1.2. | Gang der Untersuchung | 2 |
| 1.1.3. | Erhebungsmethode | 2 |
| 1.1.4. | Eingrenzung der zu untersuchenden Unternehmungsgruppe | 3 |
| 1.2. | Begriffserklärungen | |
| 1.2.1. | Mittelständische Unternehmen | 4 |
| 1.2.2. | Unternehmenszusammenschlüsse | 5 |
| 1.2.3. | Internationalisierung | 7 |
| 1.2.4. | Strategische Allianzen und andere Formen der Unternehmenskooperationen | 8 |
| 1.2.4.1. | Joint Venture | 9 |
| 1.2.4.2. | Lizenzabkommen | 9 |
| 1.2.4.3. | Franchising | 10 |
| 1.2.4.4. | Vertragliche Kooperationen | 10 |
| 1.2.4.5. | Allianzen im engeren Sinne | 10 |
| 1.2.4.6. | Akquisitionen | 10 |
| 1.2.5. | Unternehmensintegration | 11 |
| 2. | Grundlagen für eine erfolgreiche Integration | |
| 2.1. | Entwicklungstendenzen, die zu vermehrten Unternehmenszusammenschlüssen führen | |
| 2.1.1. | Allgemeine marktwirtschaftliche Signale als Gründe und Voraussetzungen für Unternehmenszusammenschlüsse | 13 |
| 2.1.2. | Ausgewählte Motive im Einzelnen | |
| 2.1.2.1. | Die Globalisierung | 15 |
| 2.1.2.2. | Erzielung strategischer Wettbewerbsvorteile | 16 |
| 2.1.2.3. | Ausschöpfung möglicher Synergiepotentiale | 17 |
| 2.1.2.4. | Aufbau eines internen Kapitalmarktes | 19 |
| 2.1.2.5. | Anschluß an neue Technologien | 20 |
| 2.1.2.6. | "Field Economies" | 21 |
| 2.1.2.7. | Managermotive | 22 |
| 2.2. | Anforderungen an eine erfolgreiche Integration | |
| 2.2.1. | Der Integrationsprozeß als Schlüsselfaktor eines Unternehmenszusammenschlusses | 24 |
| 2.2.2. | Ausgewählte Faktoren innerhalb des Integrationsprozesses | |
| 2.2.2.1. | Kontext der Unternehmensentstehung | 25 |
| 2.2.2.2. | Abstimmung von Unternehmenspolitik und strategischen Programmen | 27 |
| 2.2.2.3. | Sicherung prognostizierter Synergiepotentiale | 29 |
| 2.2.2.4. | Soziale Kompetenzen | 31 |
| 2.2.2.4.1. | Management und integrativ orientierte Führungsgrundsätze | 32 |
| 2.2.2.4.2. | Einbeziehung der Mitarbeiter | 33 |
| 2.2.2.4.3. | Der Schlüsselfaktor Kommunikation | 35 |
| 2.2.2.5. | Kultur | 36 |
| 2.2.2.5.1. | Interkulturelle Kompetenz | 39 |
| 2.2.2.5.2. | Umgang mit kulturellen Differenzen | 40 |
| 2.2.2.5.3. | Akkulturation | 42 |
| 2.3. | Darstellung der wesentlichen Problemfelder und Hindernisse während der Integrationsprozesse | |
| 2.3.1. | Konzeption und operative Umsetzung | 44 |
| 2.3.2. | Informationsdefizite aufgrund des Beharrens auf einer "Black Box" | 45 |
| 2.3.3. | Verlust der Selbständigkeit | 46 |
| 2.3.4. | Probleme in Führungssituationen | 47 |
| 2.3.5. | Produktivitätsverluste durch mangelnde Flexibilität | 49 |
| 2.3.6. | Überbetonung der Synergieeffekte | 51 |
| 2.3.7. | Mangelnde Integrationsbereitschaft | 52 |
| 2.3.8. | Fehlender "Kultureller Fit" | 53 |
| 3. | Empirie | |
| 3.1. | Methodik | |
| 3.1.1. | Methodisches Vorgehen | 55 |
| 3.1.2. | Erhebungsmethode | 55 |
| 3.1.3. | Erhebungsinstrument | 56 |
| 3.1.4. | Auswahl und Selektion der Interviewpartner | 57 |
| 3.2. | Untersuchung der Erfolgsfaktoren der Unternehmensintegration in ausgewählten Unternehmen | |
| 3.2.1. | Allgemeine Unternehmenscharakteristika | 58 |
| 3.2.2. | Daten zu den Unternehmenszusammenschlüssen | |
| 3.2.2.1. | Arten der Zusammenschlüsse | 59 |
| 3.2.2.2. | Motive und Gründe | 60 |
| 3.2.2.3. | Auswahlverfahren | 61 |
| 3.2.3. | Integrationsstrategien | |
| 3.2.3.1. | Vorgehensweise | 63 |
| 3.2.3.2. | Einbindung der oberen Führungsebene in die Integrationsprozesse | 64 |
| 3.2.3.3. | Mitwirkung durch die Mitarbeiter | 65 |
| 3.2.3.4. | Berücksichtigung kultureller Unterschiede | 66 |
| 3.2.4. | Integrationsprobleme und eingeschlagene Lösungswege | 67 |
| 3.2.4.1. | Personale Probleme | 68 |
| 3.2.4.2. | Informationstechnologische Probleme | 70 |
| 3.2.4.3. | Mangelhafte Vorbereitung | 70 |
| 3.2.4.4. | Probleme durch allgemeine wirtschaftliche Begebenheiten | 71 |
| 3.2.5. | Beurteilung der Unternehmenszusammenschlüsse und Integrationsprozesse | 72 |
| 4. | Konzepte für eine erfolgreiche Integration | |
| 4.1. | Zusammenfassung der kritischen Erfolgsfaktoren und daraus resultierende Instrumente | |
| 4.1.1. | Theoretische Erfolgsfaktoren | 73 |
| 4.1.2. | Instrumente zur Umsetzung der gefilterten, theoretischen Erfolgsfaktoren | 76 |
| 4.1.3. | Kritische Erfolgsfaktoren aus der Praxis | 78 |
| 4.1.4. | Handlungsempfehlungen aus der Praxis | 80 |
| 4.2. | Erstellung eines allgemeinen Vorgehensmodells | 82 |
| 5. | Resümee | 85 |
| 6. | Anhang | VII |
| 6.1. | Übersicht 1: Stärken und Schwächen von strategischen Allianzen in strategischen Gruppen | VIII |
| 6.2. | Übersicht 2: Ausdrucksformen der Unternehmenskultur | IX |
| 6.3. | Interviewleitfaden | X |
| Literaturverzeichnis | XV |
Ebenso muß die Präferenzstruktur der Kunden beachtet werden, welche immer mehr Qualität und Auswahl erwarten. Die individuelle Kundenorientierung beider Partner muß analysiert werden, um darauf aufbauend ein System zu entwickeln, welches weiterhin den Kundenwünschen genügt. Vertriebstrukturen mit genau abgegrenzten Verantwortlichkeiten sind notwendig, um das Vertrauen in die Marke oder die Produkte aufrechtzuerhalten.180 All diesen Anforderungen kann nur genüge getan werden, wenn sich alle Fähigkeiten und Kenntnisse der Unternehmen ergänzen und komplettieren und somit die „Black Box“ aufgegeben wird. Das Vertrauen in die neue Geschäftsbeziehung kann dann auch nur entstehen, wenn Zielsetzungen verfolgt werden, die mit den eigenen, offenen und verdeckten Interessen vereinbar sind, sprich daß alle Ressourcen in den gemeinsamen Dienst gestellt werden und das transferierte Wissen nicht vertragswidrig verwendet wird.181 Unter der Voraussetzung, daß sich die Allianz erwartungsgemäß entwickelt, sollten auch die verdeckten Interessen, z. B. Schlüsselfähigkeiten, schrittweise preisgegeben werden, um einen effizienten Erfahrungsaustausch im Laufe der Zusammenarbeit diskutieren und die Fortschritte beider Seiten analysieren zu können. Dies vervollständigt das Bild der tatsächlichen Situation, dient somit auch der Kontrolle und hat entscheidenden Einfluß auf den langfristigen Erfolg.182 [...]
2.3.2. Informationsdefizite aufgrund des Beharrens auf einer „Black Box“ Der offene und umfassende Informationsaustausch ist eine der Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Partnerschaft, aber auch einer der größten Risikofaktoren im Falle des Scheiterns. Eine erfolgreiche Kooperation basiert auf guter Zusammenarbeit, welcher bedeutet daß Produktion, Technik und Know-How etc. zusammenlegt werden, um so angestrebte Synergien realisieren zu können. Dies verlangt aber auch die Herausgabe unternehmensinterner Taktiken und „Kniffe“, die das Erfolgspotential in der Vergangenheit gesichert haben, sei es in Bezug auf eine Rezeptur, den Absatz o. ä.. Dennoch bilden viele Partner eine „Black Box“, die ihnen eine starke Verhandlungsposition sichern soll, ohne dessen Inhalte preiszugeben. Dies kann jedoch zu erheblichen Ineffizienzen führen, wenn gerade Informationen aus der „Black Box“ notwendig sind, um entwickelte Strategien umzusetzen.177 Die verzerrten bzw. reduzierten Informationsströme können dazu führen, daß die Entscheidungsqualität vermindert wird bzw. die Wahrnehmungsfähigkeit schon bei den Verhandlungen getrübt ist. Ein Ansatz liefert hier die Hybris-Hypothese die besagt, daß aufgrund der Selbstüberschätzung der Verhandlungspartner zu optimistische Einschätzungen in Bezug auf das Erfolgspotential vorgenommen werden, so daß der Zusammenschluß oder die Übernahme zu teuer erkauft wird und die vermuteten Erfolgspotentiale nicht realisiert werden können.178 Weiterhin kann es zu Fehleinschätzungen in Bezug auf die externe Umwelt führen, die nicht erwartungsgemäß auf den Zusammenschluß reagiert. Diese Gefahr droht vor allem bei vertikalen und konglomeraten Vereinigungen, in denen branchenübergreifend agiert wird und spezifische Branchenkenntnisse fehlen können. Es kann vorkommen, daß Zusammenschlüsse bedrohend auf die Konkurrenz wirken, so daß diese durch entsprechende Gegenmaßnahmen versuchen, sich dieser drohenden Gefahr zu erledigen.179 [...]
2.3.1. Konzeption und operative Umsetzung Damit Unternehmenszusammenschlüsse wirklich erfolgsträchtig sein können und sich die Leistungsfähigkeit durch die Allianz wie anvisiert vergrößert, müssen viele komplexe Integrationsprojekte umgesetzt werden. Dies erstreckt sich über die funktionelle Vereinigung weit hinaus und beinhaltet vor allem Faktoren, wie Know-How-Transfer, strategische Ausrichtung, MA und Kultur. Hierfür ist Wissen notwendig, über das die zuständigen Manager in vielen Fällen nicht verfügen. Fehlschläge gibt es weniger bei der Auswahl der zukünftigen Partner oder bei den theoretischen Konzeptionen, sondern vielmehr bei der praktischen Umsetzung. Vorrangig ist hierbei vor allem das Integrationsproblem zu nennen, indem die missionarischen, unternehmenspolitischen Wünsche inklusive der strategischen Programmen mit der operativen Realisierung in Einklang zu bringen sind und zwar sowohl in Art als auch hinsichtlich der Intensität, die den Partnern zugemutet werden kann.174 Die Verantwortlichen verfügen häufig nicht über ein entsprechendes Problemverständnis und sie wissen darüber hinaus nicht, wie sie die praktische Umsetzung angehen sollen. Dies gilt insbesondere im Mittelstand, wo Zusammenschlüsse häufig einen einmaligen Vorgang darstellen und demzufolge kein Erfahrungsschatz eingebracht werden kann. Somit werden vordergründig die strategischen Elemente behandelt und die operative Umsetzung vernachlässigt.175 Dazu gehören Probleme wie die notwendige Anpassung an die Umwelt nach dem Zusammenschluß, die Vernachlässigung informationstechnischer und organisatorischer Aspekte, emotionale Schwierigkeiten durch die aufgegebene Selbständigkeit, fehlende Aufmerksamkeit des Management und mangelnde Berücksichtigung der Interessen der MA, notwendige Anpassungen in der Produktion, teilweise Überbetonung von Synergieeffekten und die Unterschiedlichkeit der Unternehmenskulturen. Kurzum es sind dies Aspekte, die für die Integration eine besondere Beachtung erfordern. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832415594
Arbeit zitieren:
Stürmer, Dorte Februar 1999: Erfolgsfaktoren der Unternehmensintegration, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
neutrales Vorgehensmodell, kritische Erfolgsfaktoren, Unternehmenszusammschlüsse, spezifische Problemfelder, Unternehmensintegration



