Erfolgsfaktoren des Stakeholder Managements im Rahmen von Mergers & Acquisitions
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Daniel Feix
- Abgabedatum: März 2004
- Umfang: 162 Seiten
- Dateigröße: 1,1 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7878-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7878-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7878-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Feix, Daniel März 2004: Erfolgsfaktoren des Stakeholder Managements im Rahmen von Mergers & Acquisitions, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Unternehmensführung, Fusion, Unternehmenszusammenschluss, Strategische Anspruchsgruppen, Institutionenökonomie
In den Warenkorb
74,00 €
Diplomarbeit von Daniel Feix
Zusammenfassung:
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Themenstellung Erfolgsfaktoren des Stakeholder Managements im Rahmen von Mergers & Acquisitions. Die zentrale Aussage von Stakeholder orientierten Managementansätzen ist es, dass neben den Interessen von Aktionären, ebenso Ansprüche von Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der breiten Öffentlichkeit zu berücksichtigen sind. Vor allem in der Phase der Post-Merger-Integration ist die Umsetzung eines professionellen Stakeholder Managements die erfolgsentscheidende Voraussetzung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen.
Zum einen sollen in dieser Diplomarbeit wesentliche Erfolgsfaktoren des Stakeholder Managements im Zuge einer Unternehmensfusion identifiziert und dargestellt werden. Die unterschiedlichen Erfolgsfaktoren werden auf folgende vier Themengebiete heruntergebrochen:
1. Unternehmenswertorientierte Ansätze von Mergers & Acquisitions aus Sicht von Shareholdern. Primäre Zielsetzung eines jeden Mergers muss profitables Wachstum sein. Wertorientierte Managementansätze, die Implementierung von Performance Measurement Instrumenten, wie zum Beispiel dem EVA, und eine umfassende Kapitalmarktkommunikation stehen hier im Mittelpunkt.
2. Kulturelle und personelle Integration. In diesem Bereich stellt vor allem die konfliktfreie Zusammenführung unterschiedlicher Unternehmenskulturen eine der wesentlichen Herausforderungen im Rahmen von Mergers & Acquisitions dar. Des Weiteren muss alles daran gesetzt werden, um für das Unternehmen erfolgskritische Mitarbeiter zu halten und somit einen umfangreichen Wissensabfluss zu vermeiden.
3. Mergers & Acquisitions und ihre Bedeutung für Kunden. Hier ist es vor allem wichtig, potentielle negative Auswirkungen von Mergers & Acquisitions für den Kunden möglichst gering zu halten. Eine detaillierte Customer Value Analysis, die Implementierung eines Customer Relationship Managements sowie eine konsequente Umsetzung eines Reputation Managements sind im Rahmen von Unternehmensfusionen bedeutende Ansätze, um eine langfristige, nachhaltige Kundenbeziehung zu schaffen.
4. Interne und externe Kommunikation im Rahmen von Mergers & Acquisitions. Im Zuge von Mergers & Acquisitions ist eine umfangreiche Informations- und Kommunikationspolitik unerlässlich. Alle relevanten Stakeholder Gruppen, das heißt vor allem Aktionäre, Kunden, Mitarbeiter und die breite Öffentlichkeit, müssen von der Sinnhaftigkeit des Zusammenschlusses überzeugt werden. Die interne und externe Kommunikation sollte daher den Grundsätzen der Eindeutigkeit, Transparenz, Kontinuität und Glaubwürdigkeit folgen.
Die ersten drei Punkte decken die sogenannten primären Stakeholder Gruppen – zu diesen zählen Aktionäre, Mitarbeiter und Kunden – ab. Das Themengebiet interne und externe Kommunikation soll in der Folge als integraler Bestandteil die wesentlichen Zusammenhänge zwischen den zuvor beschriebenen Erfolgsfaktoren darstellen und diese um den Bereich Medien und Öffentlichkeit erweitern.
Jedes der einzelnen Kapitel ist so aufgebaut, dass zuerst die Zielsetzungen des entsprechenden Abschnitts, dann unterschiedliche Aspekte der jeweiligen Themenstellung und zu guter letzt Erfolgsfaktoren für das Management der einzelnen Stakeholder Gruppe angeführt werden.
Zum anderen ist die zweite inhaltliche Zielsetzung dieser Diplomarbeit eine Gegenüberstellung des Shareholder Value Konzeptes mit Stakeholder orientierten Managementansätzen. Die zentrale Fragestellung lautet, inwieweit eine reine Fokussierung auf einen Shareholder Value orientierten Managementansatz oder eine stärkere Berücksichtigung des Stakeholder Managements zu besseren Ergebnissen bei der Umsetzung der M&A-Strategie eines Unternehmens führt.
Im Rahmen von Mergers & Acquisitions ist es für eine erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie von besonderer Bedeutung, die Balance zwischen Synergie- und Rentabilitätszielen sowie der Loyalität aller erfolgskritischen Stakeholder sicherzustellen.
Eine der wesentlichen Zielsetzungen der vorliegenden Diplomarbeit ist es, die Zusammenhänge zwischen genau diesen Faktoren aufzuzeigen. Jedes Unternehmen muss sich, um langfristig im Wettbewerb bestehen zu können, auf Gewinn- und Umsatzwachstum fokussieren. Unter dieser Prämisse kommt dem Erschließen von Märkten bzw. neuen Kundengruppen und die Ausrichtung auf Wertsteigerung eine tragende Rolle zu. In dem Maße jedoch, wie Unternehmen für ihre Kunden Wert schaffen und somit einen positiven Cash Flow für ihre Shareholder erzielen, muss auch die Funktion von erfolgskritischen Mitarbeitern in dieser Wertschöpfungskette berücksichtigt werden. Für ein Unternehmen stellen sie nicht nur ein wichtiges Bindeglied zu dem Kunden dar, sondern sind ebenso der entscheidende Antriebsfaktor für ein schnelleres Unternehmenswachstum und einen höheren Marktanteil.
Im Zuge von Mergers & Acquisitions muss die Unternehmensführung all die im Rahmen dieser Arbeit aufgezeigten Erfolgsfaktoren nicht nur optimieren, sondern auch zwischen den einzelnen Stakeholder Gruppen ausbalancieren, um eine Grundlage für kontinuierliches Wachstum und nachhaltigen Unternehmenserfolg zu schaffen. Die vorgestellten Managementansätze sollen in diesem Zusammenhang eine umfassende, praxisrelevante und fundierte Handlungsanleitung für Unternehmen darstellen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Inhaltliche Zielsetzungen | 1 |
| 1.2 | Gang der Arbeit | 3 |
| 2. | Die Neue Institutionenökonomie | 5 |
| 2.1 | Der Transaktionskostenansatz | 6 |
| 2.2 | Der Verfügungsrechtsansatz | 7 |
| 2.3 | Der Principal-Agent-Ansatz | 8 |
| 3. | Strategische Konzepte der Unternehmenstheorie | 11 |
| 3.1 | Der Market-based View | 12 |
| 3.2 | Der Resource-based View | 14 |
| 3.3 | Der Relational View | 15 |
| 3.4 | Kritische Analyse und Vergleich der vorgestellten Ansätze | 17 |
| 4. | Der Stakeholder Ansatz | 19 |
| 4.1 | Definition des Begriffes Stakeholder | 19 |
| 4.1.1 | Identifikation der Stakeholder | 21 |
| 4.1.2 | Primäre und sekundäre Stakeholder | 23 |
| 4.2 | Vergleich zwischen dem Shareholder-Value-Ansatz und dem Stakeholder-Ansatz | 24 |
| 4.3 | Überblick über verschiedene Stakeholder-Theorien | 29 |
| 4.3.1 | Normative Stakeholder-Theorie | 29 |
| 4.3.2 | Deskriptive Stakeholder-Theorie | 30 |
| 4.3.3 | Instrumentelle Stakeholder-Theorie | 31 |
| 4.4 | Stakeholder-Management als umfassendes Unternehmenskonzept | 32 |
| 4.4.1 | Einflussstrategien von Stakeholdern auf das Unternehmen | 32 |
| 4.4.2 | Management und Partnering-Strategien exklusiv für externe Stakeholder | 36 |
| 4.4.3 | Der Stakeholder Ansatz im Rahmen des Extended Enterprise | 39 |
| 4.4.4 | Die Balanced Scorecard als Instrument des Stakeholder Managements | 43 |
| 5. | Zunehmende Bedeutung von Mergers & Acquisitions | 54 |
| 5.1 | Historische Verläufe und aktuelle Entwicklungen des Marktes für Mergers & Acquisitions | 54 |
| 5.2 | Begriffsdefinition und Charakteristika von Mergers & Acquisitions | 58 |
| 5.3 | Motive und Zielsetzungen von Mergers & Acquisitions | 60 |
| 5.4 | Empirische Studien zu den Erfolgsaussichten von Mergers & Acquisitions | 67 |
| 6. | Erfolgsfaktoren des Stakeholder Managements im Rahmen von Mergers &.Acquisitions | 72 |
| 6.1 | Unternehmenswertorientierte Ansätze von Mergers &Acquisitions aus der Sicht von Shareholder | 75 |
| 6.1.1 | Zielsetzungen einer wertorientierten Unternehmensführung im Rahmen von Mergers & Acquisitions | 76 |
| 6.1.2 | Economic Value Added (EVA) und Market Value Added (MVA) | 79 |
| 6.1.3 | Unternehmenswert, Investorenerwartungen und Implikationen der Kapitalmarktbewertung | 84 |
| .6.1.4 | Erfolgsfaktoren einer wertorientierten Unternehmensführung im Rahmen von Mergers & Acquisitions | 87 |
| 6.2 | Kulturelle und personelle Integration im Rahmen von Mergers & Acquisitions | 92 |
| 6.2.1 | Zielsetzungen einer erfolgreichen kulturellen und personellen Integration | 93 |
| 6.2.2 | Strategische Managementansätze im Rahmen der Cultural Due Diligence | 94 |
| 6.2.3 | Operative Managementansätze des Human Resource Managements | 100 |
| 6.2.4 | Erfolgsfaktoren der kulturellen Integration und des Human ResourceManagements | 107 |
| 6.3 | Mergers & Acquisitions und ihre Bedeutung für Kunden | 109 |
| 6.3.1 | Zielsetzungen eines erfolgreichen Kundenbeziehungsmanagements im Rahmen von Mergers & Acquisitions | 110 |
| 6.3.2 | Die Bedeutung von Kundenbindung im Zuge von Mergers & Acquisitions | 113 |
| 6.3.3 | Instrumente des Kundenbindungsmanagements | 114 |
| 6.3.4 | Kundenbindungsmanagement in der Phase der Pre- und Post-Merger-Integration | 120 |
| 6.3.5 | Erfolgsfaktoren des Kundenbindungsmanagements im Rahmen von Mergers & Acquisitions | 122 |
| 6.4 | Interne und externe Kommunikation im Rahmen von Mergers & Acquisitions | 125 |
| 6.4.1 | Zielsetzungen einer erfolgreichen Kommunikationsstrategie | 125 |
| 6.4.2 | Grundfunktionen der Kommunikation bei Mergers & Acquisitions | 126 |
| 6.4.3 | Der Kommunikationsplan im Rahmen von Mergers & Acquisitions | 127 |
| 6.4.4 | Unternehmenskommunikation als primäres Instrument des Stakeholder Managements | 130 |
| 6.4.5 | Erfolgsfaktoren der internen und externen Kommunikation im Rahmen von Mergers & Acquisitions | 134 |
| 7. | Schlussbemerkung | 138 |
| 8. | Literaturverzeichnis | 145 |
| Abbildungsverzeichnis |
Sehr wichtig für die Zusammenarbeit ist ebenfalls die wechselseitige Vernetzung von interorganisationalen Ressourcen. Diese Ressourcen, wie z.B. Vermögen oder Wissen, nehmen durch interorganisationales Lernen zu. Viele Branchen – Dyer und Singh führen in diesem Zusammengang die Biotechnologie Branche an – wären ohne diese „interfirm Knowledge-Sharing Routines“56 nicht überlebensfähig. Außerdem ist der strategische Partner sehr oft Quelle für neue Ideen und Wissen, welche zu verbesserten Technologien und Innovationen führen kann. Ein weiterer, sehr interessanter Aspekt von Dyer und Singh ist, dass relationale Erträge teilweise nur dann erwirtschaftet werden, wenn Partner, die komplementäre Ressourcen besitzen, zusammenarbeiten. Coca-Cola und Nestlé kooperierten zum Beispiel auf dem japanischen Markt, indem ein Partner Entwicklungs- und Produktions-Know-how und der andere Partner sein starkes Vertriebsnetz in diese strategische Allianz einbrachte. Das Ergebnis dieser Partnerschaft war, dass „the alliance partners brought distinctive resources to the alliance, which, when combined with the resources of the partner, resulted in a synergistic effect whereby the combined resource endowments were more valuable, rare, and difficult to imitate than they had been before they were combined. Consequently, these alliances produced stronger competitive positions than those achievable by the firms operating individually”57. Dyer und Singh beschreiben im Weiteren, dass es vielen Unternehmen Schwierigkeiten bereitet, geeignete potentielle Partner zu finden, um den Relational View umzusetzen. Als Gründe für diesen Umstand werden „differences in prior alliance experience, differences in internal search and evaluation capability, and differences in their ability to acquire information about potential partners“ angeführt. In diesem Zusammenhang ist auch der Begriff der Effective Governance zu erwähnen. Unter Effective Governance versteht man in diesem Fall eine Unternehmensverfassung, zwischen die primär auf abzielt eine – vertrauensvolle sie hat zum und einen enge eine Zusammenarbeit Unternehmen [...]
Der Relational View von Jeffrey H. Dyer und Harbir Singh zählt im Vergleich zu den zuvor beschriebenen Konzepten zu den neueren Ansätzen. Im Mittelpunkt des Relational Views steht die Ansicht, dass „a pair or network of firms can develop relationships that result in sustained competitive advantage”53. Das entscheidende Erfolgskriterium stellt also das Beziehungsnetzwerk, in dem ein Unternehmen eingebettet ist, dar. Durch Zusammenarbeit gelingt es Unternehmen, einen interorganisationalen Wertschöpfungsprozess zu schaffen und damit relationale Erträge aufgrund von „relation-specific assets, knowledge-sharing routines, complementary resources/capabilities, and effective governance“54 zu erzielen. Das Denken über Unternehmensgrenzen hinweg ermöglicht es, Ressourcen und Fähigkeiten so zu kombinieren, dass mit Hilfe dieser „idiosyncratic interfirm linkages“55 ein erfolgsentscheidender Wettbewerbsvorteil entsteht. [...]
Wie bereits oben erwähnt, ist es für den Unternehmenserfolg von größter Bedeutung, dass „sich Unternehmungen auch langfristig die Fähigkeiten erhalten, mit attraktiven Produkten und einem konkurrenzfähigen Preis am Markt zu bestehen“49. Beim Resoure-based View geht es also primär darum, dass unternehmensinterne, und nicht wie bei Porter marktorientierte, Faktoren Vorrausetzung für die Erzielung dauerhafter Wettbewerbsvorteile sind.50 Auch im Hinblick auf die aktuelle Diskussion um sogenannte Intangible Assets, d.h. immaterielle Vermögenswerte, spielte der Resource-based View eine wichtige Rolle.51 Immaterielle Ressourcen, wie Reputation, wissensintensive Produkte, hochqualifizierte Mitarbeiter oder etablierte Marken, sind nicht nur für Konkurrenten schwer erkennbar und damit schwer zu imitieren, sie machen häufig sogar den Großteil der Marktkapitalisierung eines börsennotierten Unternehmens aus und können bei der Entscheidung für oder gegen einen Merger von immanenter Bedeutung sein.52 [...]
In den Warenkorb
74,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832478780
Arbeit zitieren:
Feix, Daniel März 2004: Erfolgsfaktoren des Stakeholder Managements im Rahmen von Mergers & Acquisitions, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Unternehmensführung, Fusion, Unternehmenszusammenschluss, Strategische Anspruchsgruppen, Institutionenökonomie



