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Erfolgsfaktoren und Hemmschwellen im E-Commerce

Erfolgsfaktoren und Hemmschwellen im E-Commerce
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Peter Haferl
  • Abgabedatum: Mai 2002
  • Umfang: 65 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Akademie der bildenden Künste Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5821-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5821-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5821-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Haferl, Peter Mai 2002: Erfolgsfaktoren und Hemmschwellen im E-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Zahlungssysteme, Logistik, E-Mail Dialog, Sicherheit, Direkt Marketing

Diplomarbeit von Peter Haferl

Einleitung:

In den letzten Jahren entstand regelrecht eine Hysterie rund um das Thema E-Commerce. Unternehmen, Finanzanalysten und auch Kapitalanleger waren sich einig, dass die „New Economy“ die Art, Güter zwischen Menschen und Personen auszutauschen, für immer verändern wird.

Die Basis für die euphorisch beurteilten Wachstumsaussichten waren die möglichen Kostenvorteile durch die verringerten Transaktionskosten in Verbindung mit der Verkürzung der Absatzwege und die dadurch möglichen kompetitiven Preise, die Möglichkeiten der effizienten Informationsrecherche, der Realtime-Dialog über 24 Stunden am Tag oder die Direkt-Response-Fähigkeit welche das neue Medium bietet.

Allerdings zeigen die darauf folgenden Unternehmenszusammenbrüche und die Marktstudien, die auch für das Jahr 2005 dem E-Commerce nur einen kleinen einstelligen Prozentsatz am Gesamthandelsumfang zubilligen, dass die Erwartungshaltung eine viel zu hohe war.

Es zeigt sich, dass viele Barrieren und Widerstände bestehen, um einen großen Anteil am Handel ins Internet zu verlagern. Fehlende Voraussetzungen wie Internet-Zugang, Kreditkartenverbreitung, fehlendes Know How limitieren von Beginn an die Möglichkeiten. Subjektive Hemmschwellen wie angenommene oder tatsächliche mangelnde Sicherheit, der ungewohnte unpersönliche Einkauf, die mangelnde Überprüfbarkeit von Ware und Anbieter, Mängel in der Usability und Produktpräsentation begrenzen den Umfang der über das Web getätigten Einkäufe auf die oben genannten wenigen Prozent am Gesamthandel.

Es zeigt sich, das die neue Modeform des elektronischen Shops alleine nicht ausreicht, um durchschlagenden Erfolg zu haben. Im Gegenteil folgt dieser neue Vertriebskanal genau denselben Erfordernissen, wie sorgfältiger Vorbereitung, perfekter Ausgestaltung und langfristiger Markteinführung, die schon immer über den Erfolg eines wirtschaftlichen Vorhabens entschieden haben.

In dieser Diplomarbeit wurden die einzelnen Erfolgsfaktoren behandelt, die zu erfüllen sind, will man die breite Masse der Bevölkerung den neuen Vertriebsweg schmackhaft machen. Im Gegensatz zur verlockenden Einfachheit und schnellen Verfügbarkeit, die E-Commerce in einer oberflächlichen Betrachtung bietet, sind eine ganze Menge an schwierigen Voraussetzungen zu meistern, um erfolgreich zu sein. Da es sich um ein relativ neues Geschäftsfeld handelt, werden aus Mangel an Erfahrung oder durch überhastete Projektrealisationen in der Praxis viele Fehler gemacht, die dem diesem Kanal entgegengebrachten Vertrauen nicht unbedingt förderlich sind.

Wie in den herkömmlichen Direktvertriebsschienen muss das Warenangebot und die Preisgestaltung wettbewerbsfähig sein, aber darüber hinaus sind diffizile Vorbereitungen erforderlich, damit sich die Erwartungen erfüllen können. Das beginnt beim technisch stabilen Aufbau der Software, der übersichtlichen Gestaltung und Menüführung, der Anbindung an die Systeme des Unternehmens oder simpel an der mangelnden Bekanntheit der Internetadresse.

Sicherheit, Multichannel-Angebote, die Bewerbung eines E-Commerce Shops sind weitere zentrale Voraussetzungen für erfolgreiche Strategien.

Trotz des bislang ausgebliebenen Erfolgs sind der Betriebsform der E-Commerce Shops einige faszinierende Möglichkeiten zu bescheinigen, die langfristig zu einem weit höheren Anteil am Gesamtumsatz führen werden. Diese Entwicklung wird sich aber nicht über Nacht vollziehen lassen, sondern eines sorgfältigen und langfristigen Aufbaues bedürfen.

Neben den Vorteilen, die das Internet von sich aus bietet wie zum Beispiel 24 Stunden Verfügbarkeit, Globalität und rasche Aktualisierung des Angebotes, scheinen vor allem die Potentiale in Richtung Direktmarketing riesig.

Die bereits digitale Kommunikation macht es einfach, die Geschäftsprozesse in einer Marketingdatenbank abzubilden. Ein genaues Profil des Kunden und die vorhandene Geschäftshistorie erlauben individualisierte Angebote, die durch kostengünstige E-Mail Dialogprogramme an den User gerichtet werden können. Durch Voting-Funktionalitäten können Konsumenten sogar in diesen Prozess eingreifen und dem Unternehmen bei der Auswahl des idealen Sortiments helfen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Vorwort 1
2. E-Commerce 4
2.1 Definition 4
2.2 Überblick über die Formen des E-Commerce 6
2.2.1 Handel mit materiellen Produkten 7
2.2.2 Handel mit digitalen (immateriellen) Gütern 8
2.3 Quantitative Entwicklung des E-Commerce 11
3. Hemmnisse im Internet 13
3.1 Barrieren für Konsumenten 13
3.2 Widerstände durch Konsumenten 16
3.2.1 Sicherheit 16
3.2.2 Verlust des persönlichen Kontaktes 17
3.2.3 Verlust des Einkaufserlebnisses 18
3.2.4 Mangelnde Überprüfbarkeit von Anbieter und Ware 18
3.2.5 Usability 19
3.2.6 Mangel in der Produktpräsentation 19
3.3 Folgen der Barrieren und Widerstände 20
4. Erfolgsfaktoren des E-Commerce 21
4.1 Sicherheit 21
4.1.1 Voraussetzungen für Sicherheit 22
4.1.2 Gütesiegel 25
4.1.3 User Verifizierung 29
4.2 Logistik 30
4.3 Funktionalität und Stabilität des Systems 33
4.4 E-Mail Dialogprogramme 34
4.4.1 Vorteile 35
4.4.2 Anforderungen an ein E-Mail Tool 36
4.5 Multichannel Strategien 38
4.6 Bekanntheit der Internetadresse 39
4.7 Unternehmensinterne Integration 40
4.8 Zahlungssysteme 42
4.8.1 Kreditkartenzahlung mit SET 43
4.8.2 Zahlung mit Smartcards 44
4.8.3 Kundenregistrierung bei einem Paymentdienstleister 45
5. Praxisbeispiel AllesReise.com 46
5.1 Ausgangssituation 46
5.2 Planung und Konzeption 46
5.3 Die Website 47
5.4 Technologie und Funktionalitäten 48
5.5 Bewerbung des Projekts 48
5.6 Viral Marketing 50
5.7 Customer Relationship Marketing 51
5.8 Resultate 52
6. Zusammenfassung 53
Literaturverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis VII
Tabellenverzeichnis VIII

Automatisiert erstellter Textauszug:

Anbieter-Identifizierung Der Nutzer des Gütezeichens hat zumindest folgende Informationen in richtiger, klarer, leicht und ständig verfügbarer Weise (online) zur Verfügung zu stellen: 1. seinen Namen oder seine Firma 2. eine ladungsfähige geografische Anschrift 3. Telefonnummer (kein Mehrwertdienst), E-Mail-Adresse, Kontaktperson 4. sofern vorhanden, die Firmenbuchnummer und das zuständige Gericht 5. soweit relevant, die zuständige Aufsichtsbehörde 6. die gewerbe- oder berufsrechtlich relevanten Angaben 7. sofern vorhanden, die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer Produktbeschreibung Die Leistungsmerkmale und die genaue Beschreibung (ggf. durch bildliche Darstellung) der angebotenen Produkte und Dienstleistungen sowie die Gewährleistungs- und Garantiebedingungen müssen in klarer, leicht zugänglicher und ständig abrufbarer Weise (online) vor Abgabe der Bestellung bekannt gemacht werden. Preisauszeichnung Das vom Nutzer des Gütezeichens verrechnete Entgelt für ein Produkt oder eine Dienstleistung wird in klarer und deutlicher Form als Bruttopreis, also inklusive aller Steuern, Abgaben und sonstiger Zuschläge vor Abgabe der Bestellung und der anfallenden Versandkosten unter Angabe der entsprechenden Währung angegeben. Abgabe der Bestellung/Bestätigungen Vor Abgabe seiner Bestellung erhält der Verbraucher eine übersichtliche speicher- und ausdruckfähige Darstellung der Bestellung inklusive eines deutlichen Hinweises auf die Möglichkeit des Rücktritts von der Vertragserklärung, die es ermöglicht, einerseits allfällige Eingabefehler zu erkennen und sofort zu korrigieren und andererseits die Bestellung noch zu ändern bzw. von ihr wieder Abstand zu nehmen. 27 [...]

Geschäften und sonstigen elektronischen Transaktionen mit Verbrauchern im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes. Somit können die Konsumenten den mit dem Gütesiegel ausgezeichneten Shops das entsprechende Vertrauen auf korrekte Abwicklung der webbasierten Transaktionen aufbauen und die Hemmschwelle der ungenügenden Sicherheit über die Vertauenswürdigkeit des Shops wird stark vermindert. Die Gütezeichenkriterien regeln den Prozess und die Rahmenbedingungen der elektronischen Geschäftsabwicklung für jene Unternehmen, die nach erfolgreicher Überprüfung das Gütezeichen führen. Sie geben jedoch keinerlei Auskünfte über die Qualität oder sonstigen Leistungseigenschaften der von den Zeichennutzern angebotenen Produkte und Dienstleistungen. Vergabekriterien für das Österreichische E-Commerce-Gütezeichen Im Folgenden werden die wichtigsten zu erfüllenden Kriterien für die Vergabe in stark verkürzter Form exemplarisch aufgeführt: Aufnahme in die AGB Der Antragsteller muss die in den Richtlinien enthaltenen Verpflichtungen rechtsverbindlich, klar und unmissverständlich in seine online abrufbaren Vertragsbedingungen übernehmen. Weiters muss in klarer, leicht zugänglicher und ständig abrufbarer Weise (online) darüber informiert werden, welche technischen Schritte für den Online-Bestellvorgang notwendig sind. In gleicher Weise muss darüber informiert werden, ob der Vertragstext nach Abgabe der Bestellung beim Nutzer des Gütezeichens gespeichert wird und ob er dort zugänglich ist, welche technischen Mittel zur Erkennung von Eingabefehlern und zu deren Korrektur vor Abgabe einer Bestellung zur Verfügung stehen und in welchen Sprachen der Vertrag verfügbar ist. [...]

Bei der asymmetrischen Verschlüsselung gibt es zwei Schlüssel: einen öffentlichen (Public Key) und einen privaten (Private Key). Während der Public Key für jedermann zugänglich ist und der Verschlüsselung dient, befindet sich der Private Key nur in den Händen des Empfängers, der diesen zur Entschlüsselung einsetzt. Asymmetrische Verfahren brauchen zum Verschlüsseln mehr Zeit als symmetrische Verfahren. Außerdem gibt es noch kombinierte Verfahren wie z.B. Secure Socket Layer (SSL) von Netscape. Hierbei wird mit einem asymmetrischen Verfahren ein symmetrischer Schlüssel übertragen. SSL ist ein Sicherheitsmechanismus zur geschützten Datenübertragung im Internet um Übertragungen abhörsicher zu gestalten. SSL baut eine permanente geschützte Verbindung zwischen 2 Teilnehmern auf, auch wenn gerade keine Daten übermittelt werden, quasi als Tunnel, der von außen nicht eingesehen werden kann. Danach erfolgt ein „Sicherheitshandshake“ wo Versionsinformationen ausgetauscht werden. Nach einer Authentifizierung erfolgt der Austausch eines Session Keys = Verschlüsselungscode für 1 Sitzung, und die Daten werden verschlüsselt übertragen. „Während die Verbindung besteht, übernimmt SSL die Ver- und Entschlüsselung des Datenstroms des verwendeten Protokolls (z.B. HTTP beim WWW-Dienst). Sämtliche Informationen, sowohl die der HTTP-Anfrage als auch die der HTTP- Antwort, werden vollständig verschlüsselt. Dazu gehört auch die URL, die der Client anfordert, die in Formularen übermittelte Informationen (wie etwa die Nummer einer Kreditkarte), die Informationen zur Echtheitsbestätigung des HTTP-Zugriffs (Benutzernamen und Kennwörter) sowie alle Daten, die der Server an den Client überträgt.“12 [...]

Arbeit zitieren:
Haferl, Peter Mai 2002: Erfolgsfaktoren und Hemmschwellen im E-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Zahlungssysteme, Logistik, E-Mail Dialog, Sicherheit, Direkt Marketing

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