Erfolgsfaktoren im Bau- und Immobilien-Marketing
- Art: Masterarbeit
- Autor: Roland Streibich
- Abgabedatum: Februar 2010
- Umfang: 143 Seiten
- Dateigröße: 3,4 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Biberach an der Riss Deutschland
- Bibliografie: ca. 47
- ISBN (eBook): 978-3-8428-1205-5
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Streibich, Roland Februar 2010: Erfolgsfaktoren im Bau- und Immobilien-Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Marktentwicklung, Immobilien Research, Marktbearbeitung, Marketing-Mix, Immobilienwirtschaft
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Masterarbeit von Roland Streibich
Einleitung:
Immobilienprojekte durchlaufen typischerweise eine grundstücksbezogene Phase (Projektidee, Projektanstoß, Erwerb, Projektentwicklung, Planung, Finanzierung, Organisation), die Bauphase, sowie die Nutzungs- bzw. Verwertungsphase (Eigennutzung, Betrieb, Vermietung, Leasing, Umwidmung, Abriß). Dieser Lebenszyklus einer Immobilie stellt die inhaltliche Klammer für die Themenauswahl der Masterthesis: ‘Erfolgsfaktoren im Bau- und Immobilien-Marketing’ dar.
Aufgrund dieses Lebenszyklus sind die Bau- und Immobilienwirtschaft eng miteinander verbunden und es bestehen viele Gemeinsamkeiten. Die Marketingkonzeption und der Marketing-Mix werden an einigen Praxis-Beispielen aus der Bau- und Immobilienwirtschaft erläutert. Das Geschehen in der deutschen Immobilienwirtschaft steht im Focus dieser Masterthesis. Da sich in der Literatur bis heute noch keine allgemein anerkannte Definition des Bau- und Immobilien-Marketing durchgesetzt hat, wird in der Masterthesis neben den modernen Immobilien-Marketing-Definitionen auch auf allgemein gültige Marketing-Definitionen zurückgegriffen.
Immobilien sind immobile, langlebige und standortgebundene Investitionsgüter. Im Bereich der Immobilienwirtschaft handelt es sich zudem nicht um einen einheitlichen Markt, sondern um regionale bzw. lokale Teilmärkte (Heterogenität). Eine relativ lange Produktionsdauer, ein hoher Kapitaleinsatz und eine vergleichsweise lange Lebensdauer sind weitere Paradigmen.
Ausgehend von der elementaren Bedürfnisbefriedigung diente der Immobilienmarkt nach dem 2. Weltkrieg zunächst einmal dazu, möglichst vielen Menschen wieder ein Zuhause und einen Arbeitsplatz zu geben. Die Nachfrage überstieg damals eindeutig das Angebot, so dass sich kaum jemand über Marketing Gedanken machte. In dieser Zeit wurden den Bauträgern die Wohnungen und Häuser aus den Händen gerissen und neue Bürogebäude waren sofort vermietet. Bis in die sechziger Jahre funktionierte der Markt auf diese Weise. Mitte der sechziger Jahre kam es in Deutschland zur ersten Immobilienkrise, weil sich die Vorstellungen der Konsumenten geändert hatten und keine Marktanalysen durchgeführt worden waren um den exakten Bedarf zu ermitteln. Eine zweite Ursache für Immobilienkrisen sind Zeiten wirtschaftlicher Rezessionen. Immobilien-märkte haben eine Tendenz zur Ausbildung von Zyklen und korrelieren mit der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts. Die dritte Ursache für Immobilienkrisen sind psychologische Komponenten wie z.B. die spektakuläre Immobilienpleite Mitte der neunziger Jahre von Dr. Jürgen Schneider, die das Vertrauen in die ganze deutsche Immobilienbranche nachhaltig erschütterte.
Das Marketing hat in der Immobilienwirtschaft erheblich an Bedeutung gewonnen. Dies liegt zum einen an der Entwicklung des Immobilienmarktes vom Verkäufer- zum Käufermarkt, zum anderen läßt sich jedoch auch ein deutlicher Wandel hinsichtlich des Verständnisses des Begriffs Immobilien-Marketing beobachten. Marketing in der Immobilienwirtschaft wird nicht mehr rein absatzorientiert betrachtet, sondern vielmehr als ein ganzheitlicher Ansatz. Das Management der Bauunternehmen hingegen, hatte sich in der Vergangenheit - im Gegensatz zur Immobilienwirtschaft und Bauzuliefererindustrie -, nur am Rande mit Marketing beschäftigt. Insbesondere hat das Bauhauptgewerbe die Erfolgsposition Kundenzufriedenheit, aufgrund einer traditionell eher schwach ausgeprägten Kundenorientierung, vernachlässigt. Es überrascht deshalb nicht, dass sich in der deutschsprachigen Literatur nur wenige Beiträge finden lassen, die sich praxisbezogen mit dem Thema Baumarketing beschäftigt haben.
Um den sich wandelnden Anforderungen an die Nutzungs- bzw. Verwertungsphase von Immobilien Rechnung zu tragen, stellt das professionelle Immobilien Research mit der Markt- und Standortanalyse, sowie der Zielgruppen- und Wettbewerbsanalyse eine wesentliche Voraussetzung für die Formulierung von Marketingzielen, -strategien und -maßnahmen dar.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Vorwort | 5 |
| 2. | Übergeordnete Strukturen und Grundlagen | 6 |
| 2.1 | Immobilienwirtschaft | 6 |
| 2.1.1 | Begriff | 6 |
| 2.1.2 | Immobilienmarkt, Charakteristika und Besonderheiten | 6 |
| 2.1.3 | Marktteilnehmer der Immobilienwirtschaft | 7 |
| 2.2 | Wirtschaftsfaktor Immobilie in Deutschland | 7 |
| 2.3 | Immobilienrecht als Querschnittsrecht, Wettbewerbs- und Standesregeln | 10 |
| 2.4 | Marktforschung – Allgemeines | 11 |
| 2.4.1 | Begriffe der Marktforschung– Primär- und Sekundärforschung | 12 |
| 2.4.2 | Quellen der Sekundärforschung | 13 |
| 2.4.3 | Erhebungsmethoden der Primärforschung | 14 |
| 2.4.4 | Begriffe der klassischen Absatzlehre – Markt- und Absatzprognosen | 15 |
| 2.5 | Erhebung der heutigen Marktsituation am Bau mit Marktprognosen | 16 |
| 2.5.1 | Markt – Deutscher Wohnungsbau | 19 |
| 2.5.2 | Marktentwicklung in 2009 – Deutsches Baugewerbe | 20 |
| 3. | Bau- und Immobilien-Marketing – Grundlagen | 23 |
| 3.1 | Definition des Bau- und Immobilien-Marketing | 23 |
| 3.2 | Bau- und Immobilien-Marketing im Lebenszyklus einer Immobilie (Systematik) | 24 |
| 4. | Immobilien Research | 25 |
| 4.1 | Begriff Immobilien Research | 25 |
| 4.2 | Problematik der Immobilienwirtschaft | 25 |
| 4.3 | Träger der Immobilienmarktforschung | 25 |
| 4.4 | Bedeutung der Markttransparenz | 26 |
| 4.5 | Statistische Grundlagen der Markt- und Standortanalyse | 27 |
| 4.5.1 | Datengewinnung Immobilienmarkt u. Investorengruppen | 27 |
| 4.5.2 | Ökonomische Rahmenbedingungen | 28 |
| 4.5.3 | Soziodemographische Einflussfaktoren | 29 |
| 4.5.4 | Baufertigstellungen und Leerstandsindex | 30 |
| 4.5.5 | Immobilien-Atlas – Wertentwicklung Bodenwerte | 31 |
| 4.6 | Markt- und Standortanalyse | 32 |
| 4.6.1 | Definitionen | 32 |
| 4.6.2 | Harte und weiche Standortfaktoren | 33 |
| 4.6.3 | Leistungen und Grenzen von Analysen | 33 |
| 4.7 | Zielgruppenanalyse (Nachfrageranalyse) | 34 |
| 4.7.1 | Merkmale der Zielgruppendefinition | 34 |
| 4.7.2 | Mögliche Immobilien Zielgruppen | 35 |
| 4.7.3 | Zielgruppenanalyse nach Motiven | 35 |
| 4.7.4 | Trends | 35 |
| 4.7.6 | Untersuchung der Marktbedürfnisse (Kundenwünsche) | 38 |
| 4.7.7 | Das Kano-Modell nach Bahr | 42 |
| 4.7.8 | Analyse der Kunden nach Marktsegmenten – Marktsegmentierung | 43 |
| 4.8 | Analyse der Wettbewerber – Konkurrenzanalyse | 45 |
| 4.8.1 | Wettbewerbsarena nach Porter (Porter`s Five Forces) Praxisbeispiel | 45 |
| 4.8.2 | Konkurrenz-Aufklärung | 47 |
| 4.8.3 | Bewertung zur Konkurrenz – Benchmarking | 48 |
| 5. | Customer Relationship Management (CRM) | 49 |
| 5.1 | CRM-Erfolgsfaktoren Persönlichkeitsmerkmale und Fähigkeiten der Mitarbeiter | 49 |
| 5.2 | Begriffe im CRM | 53 |
| 5.3 | Ziele von CRM – Aktivitäten | 54 |
| 5.4 | Wie kann man den Erfolg von CRM messen? | 55 |
| 6. | Unternehmensplanung und Unternehmensanalyse | 56 |
| 6.1 | Übergeordnete Unternehmensziele | 56 |
| 6.2 | Planungsziele | 56 |
| 6.3 | Leitbild | 56 |
| 6.3.1 | Leitbild eines Bauzuliefererunternehmen (Sto AG) | 57 |
| 6.3.2 | Leitbild eines Bautenschutzunternehmen (Ernst Peiniger GmbH) | 57 |
| 6.4 | Strategische Geschäftseinheiten | 58 |
| 6.5 | Strategische Erfolgspositionen | 58 |
| 6.5.1 | Strategische Erfolgspositionen bei Bauzuliefererunternehmen | 58 |
| 6.5.2 | Strategische Erfolgspositionen bei Bautenschutzunternehmen | 59 |
| 6.6 | Portfoliomanagement | 60 |
| 6.7 | Portfolioanalyse | 60 |
| 6.8 | Portfoliotechnik | 61 |
| 6.8.1 | Marktwachstum-Marktanteil – Portfolio von BCG | 61 |
| 6.8.2 | Marktattraktivität-Produktstärke – Portfolio von McKinsey | 64 |
| 6.9 | Portfoliostrategien | 67 |
| 6.10 | Risk Management bei Immobilienportfolios | 68 |
| 6.11 | Erkennen von Schwachstellen und Verbesserungen (Prozessoptimierung) | 68 |
| 6.11.1 | Prozessoptimierung in der Bau- und Immobilienwirtschaft | 68 |
| 6.11.2 | Prozessptimierung bei Bauzuliefererunternehmen | 69 |
| 6.11.3 | Prozessoptimierung bei Bautenschutzunternehmen | 69 |
| 6.11.4 | Prozessoptimierung im Bau- und Immobilienmarketing | 70 |
| 7. | Produkt- und Dienstleistungspolitik | 71 |
| 7.1 | Zielsetzungen der Produktpolitik, produktpolitische Grundsatzentscheidungen | 71 |
| 7.2 | Besonderheiten des ‘Produktes’ Immobilie, Immobilienprodukte | 72 |
| 7.3 | Produkt- und Dienstleistungsinnovationen | 73 |
| 7.4 | Produktvariationen/Produktmodifikationen (Relaunch) | 73 |
| 7.5 | Programmbereinigung durch Produkteliminierung | 74 |
| 7.6 | Produktlebenszyklus (allgemein 5 Phasen) | 74 |
| 7.7 | Programm- und Sortimentspolitik | 75 |
| 7.8 | Verpackungs- und Markenpolitik | 75 |
| 7.9 | Markenbildung und Markenstrategie | 76 |
| 7.10 | Markenpolitik für Immobilien, Marken- vs. No-Name Strategie | 79 |
| 8. | Strategien für die Marktbearbeitung | 80 |
| 8.1 | Marktstrategien nach Ansoff | 80 |
| 8.2 | Immobilien-Strategien aus dem Neun-Feld-Portfolio nach McKinsey | 82 |
| 8.3 | Preiskriege und ihre Ursachen | 83 |
| 8.4 | Kostenführerschaft versus Technologieführerschaft | 83 |
| 8.4.1 | Technologieführerschaft bei Bauzuliefererunternehmen | 84 |
| 8.4.2 | Technologieführerschaft bei Bautenschutzunternehmen | 84 |
| 8.5 | Markteintrittsstrategie (Angriffsstrategie) für Newcomer | 85 |
| 8.6 | Verteidigungsstrategie für etablierte Anbieter | 86 |
| 8.7 | Marktorientierte Strategie, Beispiel4-P – Strategie | 86 |
| 8.8 | Strategietool SWOT-Analyse (Zustandsbeschreibung) | 88 |
| 8.9 | Balanced Scorecard | 91 |
| 9. | Marketingkonzeption | 92 |
| 9.1 | Begriff der Marketingkonzeption | 92 |
| 9.2 | Markt- und Marketingziele | 92 |
| 9.2.1 | Geschäftspläne (Businesspläne) – Praxisbeispiel (Auszug) | 93 |
| 9.2.2 | Markterschließung von Auslandsmärkten – Praxisbeispiel (Checkliste) | 95 |
| 9.3 | Marketingstrategien | 96 |
| 9.4 | Marketing-Maßnahmen | 98 |
| 10. | Marketing-Mix | 100 |
| 10.1 | Produkt-Mix | 100 |
| 10.1.1 | Produkt Immobilie | 101 |
| 10.1.2 | Service und zusätzliche Dienstleistungen | 101 |
| 10.2 | Konditionen-Mix | 102 |
| 10.2.1 | Preispolitik | 102 |
| 10.2.2 | Konditionen | 102 |
| 10.2.3 | Nachlässe und Rabatte | 102 |
| 10.3 | Distributions-Mix | 103 |
| 10.3.1 | Absatzwege, Vertriebskonzept | 103 |
| 10.3.2 | Logistik | 103 |
| 10.3.3 | Auswirkungen immobilienspezifischer Besonderheiten | 104 |
| 10.4 | Kommunikations-Mix | 105 |
| 10.4.1 | Öffentlichkeitsarbeit | 105 |
| 10.4.2 | Verkaufsförderung | 106 |
| 10.4.3 | Anforderungen an den Immobilien-Verkäufer, Verkaufspsychologie | 109 |
| 10.4.4 | Das Eisbergmodell der Kommunikation | 111 |
| 10.4.5 | Verkaufen in der Krise und in Boomzeiten | 111 |
| 10.4.6 | Werbung | 112 |
| 10.4.7 | Richtig werben in der Immobilienbranche | 123 |
| 10.4.8 | Einsatz der Kommunikationsinstrumente im Lebenszyklus der Immobilie | 127 |
| 10.4.9 | Festlegung des Werbebudgets | 128 |
| 10.5 | Kontrahierungs-Mix | 128 |
| 11. | Personenmarketing – Beziehungsmarketing | 130 |
| 11.1 | Personenmarketing | 130 |
| 11.2 | Beziehungsmarketing | 130 |
| 12. | Marketing – Controlling | 131 |
| 13. | Empfehlungen für den ‘idealen’ Marketing-Manager, ‘Marketing-Gebote’ | 132 |
| 13.1 | Empfehlungen für den ‘idealen Marketing-Manager | 132 |
| 13.2 | ‘Marketing-Gebote’ | 132 |
| 14. | Immobilienwirtschaft im Wandel | 133 |
| 15. | Zusammenfassung der wichtigsten Erfolgsfaktoren im Bau- und Immobilien-Marketing | 134 |
| 16. | Abbildungsverzeichnis | 137 |
| 17. | Literaturverzeichnis | 139 |
Textprobe:
Kapitel 4.1, Begriff Immobilien Research:
Unter Immobilienmarktforschung (Immobilien Research) versteht man eine mit Hilfe wissenschaftlicher Erhebungsmethoden erarbeitete, systematische und zielbewußte Erfassung und Untersuchung des Immobilienmarktes, also des Marktes bzw. der Teilmärkte für Grundstücke und Gebäude, hinsichtlich Größe, Konturen und Struktur. Das Immobilien Research liefert Entscheidungsgrundlagen für immobilienwirtschaftliche Aktivitäten jeglicher Art.
4.2, Problematik des Immobilienmarktes:
Der Immobilienmarkt ist aufgrund seiner absoluten Standortgebundenheit mit keinem anderen Markt der Wirtschaft vergleichbar. Im Bereich der Immobilienwirtschaft handelt es sich zudem nicht um einen einheitlichen Markt, sondern um regionale bzw. lokale Teilmärkte. Gründe hierfür liegen neben der Standortgebundenheit auch in der anzutreffenden Heterogenität. Regionale und örtliche Unterschiede in Wirtschaftstruktur und Stabilität, Lage, Image, Art der Produkte, Nutzung, Baujahr, Größe, Zuschnitt und Ausstattung sind nur einige Kriterien, die einen Überblick über die Differenziertheit dieses Marktes geben. Eine relativ lange Produktionsdauer, ein hoher Kapitaleinsatz und eine vergleichsweise lange Lebensdauer sind weitere Paradigmen, welche die Bedeutung und Notwendigkeit, aber auch die spezifischen Schwierigkeiten der Marktforschung in diesem Bereich unterstreichen.
Nur durch aktuelle und ständig aktualisierte Marktinformationen kann das Risiko von Fehlinvestitionen vermieden oder besser gesteuert werden. Dabei richtet sich der immobilienwirtschaftliche Informationsbedarf nicht nur auf die Immobilie selbst, sondern auf das ganze Marktgeschehen und das Umfeld der Immobilie.
4.3, Träger der Immobilienmarktforschung:
Die Einsicht in die Notwendigkeit eines professionellen Immobilien Research als Entscheidungsgrundlage hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Dabei veranlassen die unterschiedlichsten Beweggründe eine ganze Reihe von Institutionen bzw. Marktteilnehmern dazu, im Bereich der Immobilienmarktforschung tätig zu werden.
Wichtige immobilienorientierte, private, deutsche Marktforschungsinstitute sind z.B.:
Feri Research GmbH, GfK AG, BulwienGesa AG, Prognos AG, Atis Real, Gewos GmbH, F + B GmbH Als Träger der Immobilienmarktforschung von Bedeutung sind hierbei besonders zu nennen:
• Immobilien-Marktforschungsinstitute.
• Institutionelle und private Kapitalanleger.
• Große, meist überregional tätige Immobilienmakler.
• Kreditinstitute wie z.B. die LBS.
• Hochschulinstitute.
• Unternehmensberater.
• Projektentwickler (Developer).
• sonstige Unternehmen.
4.4, Bedeutung der Markttransparenz:
Markttransparenz bezeichnet die Verfügbarkeit von Informationen in und über einen Markt. Je mehr Informationen über einen Markt vorliegen, um so transparenter ist er. Die perfekte oder vollkommene Markttransparenz ist eine der Annahmen für den vollkommenen Markt und zeichnet sich dadurch aus, dass alle Marktteilnehmer vollständige Informationen über alle gehandelten Güter, deren Preis und sonstige Konditionen (z.B. Ort, Lieferung) besitzen. Ein hoher Grad an Markttransparenz kann zu Disintermediation, d.h. den Wegfall von (Handels-)Intermediären führen Mangelnde Markttransparenz führt zu Informationsassymetrien zwischen den Marktteilnehmern. Die lokalen Marktteilnehmer versuchten durch die (bewußte) Zurückhaltung von lokalen Informationen höhere Preise zu erzielen.
• Aus Investorensicht bedeutet eine geringe Markttransparenz jedoch ein erhöhtes Risiko. Dies wird eingepreist und führt im Endergebnis zu Preisabschlägen.
• D.h., steigende Markttransparenz führt zu steigenden Preisen.
• Je transparenter ein Markt ist, desto fairer und professioneller müssen sich die Marktteilnehmer verhalten und desto interessanter wird ein Markt aus der Sicht überregionaler bzw. internationaler Investoren.
• Den lokalen Marktteilnehmern muß bewusst werden, dass von der Bereitstellung und dem Austausch von Informationen alle Marktteilnehmer profitieren.
Ein Markt gilt in einem gegebenen Zeitpunkt als transparent:
• wenn allen Marktbeteiligten.
• wesentliche Daten der Gegenwart und Vergangenheit.
• wie Preise, Konditionen.
• Teilnehmerzahl, Teilnehmergröße.
• Art und Qualität der Güter und Dienstleistungen bekannt sind.
Publikationen:
Die Arbeitspapiere, Empfehlungen und Richtlinien der gif e. V. und die Veröffentlichungen der genannten Träger der Immobilienmarktforschung unterstützen die Verbesserung der Markttransparenz.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783842812055
Arbeit zitieren:
Streibich, Roland Februar 2010: Erfolgsfaktoren im Bau- und Immobilien-Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Marktentwicklung, Immobilien Research, Marktbearbeitung, Marketing-Mix, Immobilienwirtschaft




