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Erfolgs- und Finanzanalyse am Beispiel der Borussia Dortmund AG unter besonderer Berücksichtigung der Erfolgsprognose

Erfolgs- und Finanzanalyse am Beispiel der Borussia Dortmund AG unter besonderer Berücksichtigung der Erfolgsprognose
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Dominik Reimer
  • Abgabedatum: Juli 2010
  • Umfang: 50 Seiten
  • Dateigröße: 1,6 MB
  • Institution / Hochschule: Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg Deutschland
  • Bibliografie: ca. 29
  • ISBN (eBook): 978-3-8428-2057-9
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Reimer, Dominik Juli 2010: Erfolgs- und Finanzanalyse am Beispiel der Borussia Dortmund AG unter besonderer Berücksichtigung der Erfolgsprognose, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Borussia Dortmund, Finanzanalyse, Erfolgsanalyse, Erfolgsprognose

Bachelorarbeit von Dominik Reimer

Einleitung:

Für viele Fans ist Fußball nur eine Leidenschaft und ein Hobby. Doch die Vereine entwickeln sich immer stärker zu kapitalmarktorientierten Unternehmen. Seit den 60er Jahren entwickelt der Fußball sich immer deutlicher zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor für Deutschland und Europa. In der Saison 2008/2009 wurde von den Vereinen der Fußball-Bundesligen (1. Bundesliga und 2. Bundesliga) ein Gesamterlös von über 2 Milliarden Euro erzielt. Allein im Vergleich zum Vorjahr ergibt dies eine Steigerung in Höhe von 5,3%. In der Saison 2005/2006 lag der Gesamterlös der Vereine noch bei ca. 1,5 Milliarden Euro.

Am Beispiel der Borussia Dortmund AG wird besonders deutlich, wie stark die Finanzkraft eines Verein sein muss, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Am 31.Oktober 2000 entschied sich der Verein sich als erster deutscher Profiverein an der Börse anzumelden. Allerdings lässt sich darüber streiten, ob dieser Schritt als erfolgreich angesehen werden kann. Schon am ersten Handelstag notierte die Aktie nach einem Platzierungspreis von 11 Euro nur noch bei einem Schlusskurs von 10,05 Euro. Mittlerweile notiert die Aktie sogar nur noch als so genannter Penny-Stock bei einem Kurs von etwa 1 Euro (Stand 11.05.2010).

Das Hauptanliegen dieser Arbeit besteht darin, eine ausführliche Finanz- und Erfolgsanalyse am Beispiel der Borussia Dortmund AG durchzuführen und dabei besonders die Chancen und das Potential des Vereins für zukünftige Geschäftsjahre zu betrachten. Dabei wird versucht anhand von Zahlen der UEFA bzw. anderer Vereine der Bundesliga aus den vergangenen Perioden zu ermitteln, wie groß das Potential für den Verein beispielsweise bei Teilnahme am europäischen Wettbewerb oder erfolgreichem Abschneiden im DFB-Pokal ist. Diesbezüglich werden neben den unterschiedlich hohen Erlösen auch die Kosten und Risiken betrachtet, die der Verein eingeht, um national sowie international wettbewerbsfähig zu sein.

Um diese Analyse durchführen zu können, wird zunächst innerhalb der Erfolgsspaltung eine allgemeine Erläuterung gegeben, wie das ordentliche Jahresergebnis des Konzerns ermittelt wird. Dies geschieht unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Borussia Dortmund AG nach den Vorschriften der internationalen Rechnungslegung (IFRS) den Jahresabschluss aufstellt. Daraufhin wird eine Aufwands- und Ertragsanalyse durchgeführt und die Entwicklung des EBIT/EBITDA dargestellt. Im Folgenden erfolgt eine Erfolgsprognose für Borussia Dortmund bei erfolgreichem Abschneiden in der Bundesliga mit daraus resultierender Qualifikation für die Champions-League bzw. die Europa-League.

Der folgende Teil dieser Arbeit beschäftigt sich mit der Finanzanalyse von Borussia Dortmund. Hier wird die Anlagevermögensstruktur sowie die Kapitalstruktur des Konzerns erläutert. Dabei wird auch die spezielle Bewertung von Spielerwerten als immaterieller Vermögenswert beschrieben. Innerhalb der Kapitalstruktur wird anschließend die Entwicklung des Eigenkapitals der vergangenen Jahre analysiert und rückblickend auf die Liquiditätskrise der Borussia Dortmund AG in den vergangenen Jahren bewertet. Ergänzend werden die Deckungsverhältnisse des Anlagevermögens ermittelt und abschließend wird auf die Kapitalflussrechnung des Konzerns eingegangen um das Finanzgeschehen innerhalb der letzten Perioden zu beurteilen.

Innerhalb dieser Arbeit soll geklärt werden, wo sich Risiken und Chancen für den Verein bieten, falls der sportliche Erfolg sich in den folgenden Jahren wieder einstellt und welche finanziellen Möglichkeiten sich mit der Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb bieten.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 1
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis 2
Abkürzungsverzeichnis 3
1. Einleitung 4
2. Erfolgsanalyse 5
2.1 Grundlagen der Erfolgsspaltung 6
2.1.1 Betriebsergebnis 7
2.1.2 Finanzergebnis 8
2.2 Aufwands- und Ertragsanalyse 9
2.2.1 Ertragsfelder im Profifußball 9
2.2.2 Aufwandsanalyse 16
2.3 Ermittlung des EBIT/EBITDA 19
2.3.1 Darstellung des EBIT/EBITDA 20
2.3.2 Analyse der Werte in Bezug auf zukünftige Entwicklung 21
2.4 Erfolgsprognose bei Teilnahme am internationalen Wettbewerb 22
3. Finanzanalyse 26
3.1 Anlagevermögensstruktur 27
3.1.1 Langfristige Vermögenswerte 27
3.1.2 Kurzfristige Vermögenswerte 28
3.2 Kapitalstruktur 28
3.2.1 Eigenkapitalentwicklung 29
3.2.2 Verbindlichkeiten 30
3.2.3 Analyse der Eigenkapitalquote 31
3.3 Deckungsverhältnisse 32
3.4 Analyse der Kapitalflussrechnung 33
3.4.1 Aufbau der Konzern-Kapitalflussrechnung 34
3.4.2 Cashflow-Kennzahlen Entwicklung im Zeitraum der Liquiditätskrise 35
4. Fazit / Schlußbetrachtung 38
Anhang 40
Literaturverzeichnis 45

Textprobe:

Kapitel 2.4, Erfolgsprognose bei Teilnahme am internationalen Wettbewerb:

Die Teilnahme am internationalen Wettbewerb bietet für jeden Verein in der Bundesliga zusätzliche Ertragsfelder. Dabei ist allerdings deutlich zu differenzieren zwischen den Einnahmen durch die Teilnahme an der Champions-League oder der darunter angesiedelten Europa-League. Dies wird schon beim Betrachten der Prämieneinnahmen in den Wettbewerben deutlich. So hat jeder Verein der die Gruppenphase der Champions-League erreicht bereits Einnahmen in Höhe von 5,4 Mio. Euro sicher. Zusätzlich dazu werden pro Unentschieden in der Gruppenphase 300000 Euro und für jeden Sieg 600000 Euro an Prämien ausgeschüttet. Zusätzlich dazu kommen die Einnahmen aus dem so genannten Market-Pool, worüber die TV-Gelder verteilt werden. Hier verteilt die UEFA insgesamt über 270 Mio. Euro. Der deutsche Verein Werder Bremen konnte so durch Prämien und TV-Einnahmen trotz Ausscheiden in der Gruppenphase mit nur einem Sieg und vier Unentschieden insgesamt 22,272 Mio. Euro einnehmen. Bayern München konnte durch das Erreichen des Viertelfinales in dieser Saison sogar 34,57 Mio. Euro erwirtschaften.

Die Einnahmen aus der neu eingeführten Europa-League lehnen sich nahezu komplett an die früheren Erträge aus dem UEFA-Cup. Allerdings haben die deutschen Vereine darunter zu leiden, dass die UEFA nun die TV-Rechte zentral vermarktet. Daher bieten sich auch keine höheren Einnahmemöglichkeiten für die Vereine falls ein attraktiver Gegner zugelost wird. Die Prämien für die Teilnahme sind ebenfalls deutlich geringer im Vergleich zur Champions-League, so erhielt ein Verein bei der Qualifikation für die Gruppenphase im Jahr 2008/2009 237000 Euro und zusätzlich für jedes Remis 20000 Euro und für jeden Sieg 40000 Euro. Am Beispiel des Hamburger SV wird der Unterschied besonders deutlich, denn trotz Teilnahme am Halbfinale im UEFA-Cup 2008/2009 konnte der Verein lediglich 3,7 Mio. Euro aus der TV-Zentralvermarktung der UEFA einnehmen. Schalke 04 konnte gar nur 300000 Euro im internationalen Wettbewerb einnehmen, da der Verein nach der Gruppenphase im UEFA-Cup bereits ausschied.

Für Borussia Dortmund ist die Teilnahme an der Europa-League in der Saison 2010/2011 aber dennoch wirtschaftlich rentabel, da der Konzern viele Sponsorenverträge mit stark erfolgsabhängigen Komponenten besitzt. Die Höhe der Zahlungen für den Erfolg im internationalen Wettbewerb ist allerdings nicht genauer bekannt. Besonders die Zahlungen durch Hauptsponsor Evonik Industries sind nach der Vertragsverlängerung im Mai 2010 stärker erfolgsabhängig. So erhält der Konzern aus diesem Vertrag wie bereits erwähnt einen Sockelbetrag von geschätzten sieben Millionen Euro, dieser kann aber bei maximalen sportlichen Erfolg auf bis zu zwölf Millionen Euro ansteigen.

Gemessen am Gesamtumsatz im Geschäftsjahr von 117 Mio. Euro würde eine zukünftige Teilnahme an der Gruppenphase der Champions-League eine Umsatzsteigerung von mindestens 17% bzw. 20 Mio. Euro allein aus den Prämieneinnahmen der UEFA mit sich ziehen, wogegen die Teilnahme an der Gruppenphase der Europa-League, falls der Vorgänger-Wettbewerb UEFA-Cup als Maßstab genommen wird, nur etwa 0,2% Umsatzsteigerung bzw. 300000 Euro an Prämien durch die UEFA garantiert wären. Es ist offensichtlich, dass durch die Teilnahme an der Europa-League noch immer keine großen Transfers möglich sind, um die Wettbewerbsfähigkeit des Vereins zu erhöhen. Die Geschäftsführung von Borussia Dortmund plant immer nur das Geld auszugeben, das der Verein auch definitiv einnehmen wird. Der Verein möchte nach eigener Aussage das Risiko zum Erreichen der Champions-League möglichst gering halten, um nicht wie in früheren Jahren in hohe Liquiditätsschwierigkeiten zu gelangen, falls der internationale Wettbewerb verpasst wird.

Arbeit zitieren:
Reimer, Dominik Juli 2010: Erfolgs- und Finanzanalyse am Beispiel der Borussia Dortmund AG unter besonderer Berücksichtigung der Erfolgsprognose, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Borussia Dortmund, Finanzanalyse, Erfolgsanalyse, Erfolgsprognose

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