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Erfolgreiche Vermarktung von Dienstleistungen in TeleServiceCentern

Eine Analyse des Marktes von TeleServiceCentern und Ansätze für Marketingkonzeptionen

Die Studie wurde mit dem 2.Platz beim Deutschen Hochschulwettbewerb zur Informationswirtschaft 1998 des BMWi durch Dr. Günter Rexrodt ausgezeichnet.
Erfolgreiche Vermarktung von Dienstleistungen in TeleServiceCentern
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Frank Gast, Ursula Urmersbach
  • Abgabedatum: März 1998
  • Umfang: 251 Seiten
  • Dateigröße: 1,4 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Trier Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1065-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1065-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1065-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung: Die Studie wurde mit dem 2.Platz beim Deutschen Hochschulwettbewerb zur Informationswirtschaft 1998 des BMWi durch Dr. Günter Rexrodt ausgezeichnet.
  • Arbeit zitieren: Frank Gast, Ursula Urmersbach März 1998: Erfolgreiche Vermarktung von Dienstleistungen in TeleServiceCentern, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Informations- und Kommunikationstechnologien, Telearbeit, Telehäuser, Neue Dienstleistungen, Mittelstand

Diplomarbeit von Frank Gast, Ursula Urmersbach

Ulla Urmersbach und Frank Gast belegten mit ihrer Diplomarbeit "Erfolgreiche Vermarktung von Dienstleistungen in TeleServiceCentern" beim Deutschen Hochschulwettbewerb "IQ-Informationswirtschaft" des Bundeswirtschaftsministeriums von insgesamt 154 eingereichten Arbeiten den 2. Platz. Am 2. September 1998 fand die offizielle Preisverleihung durch Bundeswirtschaftsminister Dr. Günther Rexrodt und Hans-Olaf Henkel, Präsident des BDI, statt.

Zusammenfassung:

Während eines Zeitraumes von sechs Monaten beschäftigten sich die beiden BWL-Studenten der Universität Trier mit den Veränderungen von Arbeits- und Organisationsformen durch neue Informations- und Kommunikationstechnologien und mit der Vermarktung "neuer Dienstleistungen". Die Arbeit wurde vom Lehrstuhl für Mittelstandsökomomie betreut und in Kooperation mit der Technologie Transfer Trier GmbH sowie dem Institut für Mittelstandsökonomie in Trier erarbeitet. Sie ist durch ihren besonders hohen Praxisbezug gekennzeichnet.

Untersuchungsgegenstand der Arbeit sind sogenannte TeleServiceCenter, die sich als Organisationsform der Telearbeit überwiegend in strukturschwachen Gebieten befinden und online-Dienstleistungen unterschiedlichster Art am Markt anbieten. Zu den Dienstleistungen zählen z. B. Dokumentenmanagement, Informationsmanagement, Call-Center-Services, Marketing-Services, Internet-Services, E-Commerce etc. Die im Rahmen der Arbeit durchgeführte bundesweite empirische Untersuchung dieses neuen Unternehmenstyps ist in Deutschland bislang einmalig. Die Untersuchung zeigt, daß es zwar eine Reihe sehr erfolgreicher TeleServiceCenter in Deutschland gibt, der überwiegende Teil allerdings massiven Problemen ausgesetzt ist (zu breite Produktpalette, mangelnde Ressourcen und betriebswirtschaftliches Know-how etc.).

Neben der Angebotsseite wird in die empirischen Untersuchungen auch die Nachfragerseite einbezogen. Zum einen werden tatsächliche zum anderen potentielle Kunden von TeleServiceCentern befragt. Die Untersuchungsergebnisse bilden die Grundlage für eine GAP-Analyse. Hier werden Angebot und Nachfrage gegenübergestellt und nach möglichen Ursachen gefragt, warum Angebot und Nachfrage nicht oder nur unzureichend aufeinandertreffen. Ein darauf aufbauendes Vermarktungskonzept soll nicht nur bereits etablierten TeleServiceCentern eine Hilfe geben, sondern auch Existenzgründern dieser zukunftsweisenden Branche als Leitfaden dienen.

Sowohl eine Liste der TeleServiceCenter in Deutschland und deren Dienstleistungsangebot als auch eine Übersicht aktueller Internetadressen zur Thematik befinden sich im Anhang der Arbeit.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis VII
Tabellenverzeichnis VIII
A Einleitung 1
I. Problemstellung und Ziel der Arbeit 1
II. Methodisches Vorgehen und Aufbau der Arbeit 2
B Anbieteranalyse 5
I. Innovative Arbeits- und Organisationsformen 5
1. Telearbeit 5
1.1 Definition und Abgrenzung der Telearbeit 6
1.2 Formen der Telearbeit 8
2. Telekooperation und virtuelle Unternehmen 9
II. Analyse der TeleServiceCenter (TSC) 12
1. Definition und Abgrenzung 13
2. Kennzeichen und Ziele 16
3. Dienstleistungsangebot 21
3.1 Charakteristika von Dienstleistungen 21
3.2 Einordnung der TeleServiceCenter-Dienstleistungen 22
3.3 Analyse des TeleServiceCenter-Dienstleistungsangebotes 23
3.4 Kritik des TeleServiceCenter-Dienstleistungsangebotes 25
4. Stärken-Schwächen-Analyse 26
4.1 Stärken 26
4.2 Schwächen 27
5. TeleServiceCenter-Kooperation: Eine Vision? 29
6. Internationale Erfahrungen - Telecottages in Großbritannien 31
III. Empirische Erhebungen 34
1. Methoden der empirischen Erhebungen 35
1.1 Erhebungsinstrumente 35
1.2 Vorgehensweise und Ablauf 36
1.2.1 Befragung in Rheinland-Pfalz 36
1.2.2 Bundesweite Befragung 37
2. Empirische Befunde 38
2.1 TeleServiceCenter in Rheinland-Pfalz 39
2.1.1 Charakteristika 39
2.1.2 Kunden 41
2.1.3 Personal 42
2.1.4 Dienstleistungsangebot 42
2.1.5 Kommunikationspolitik 43
2.1.6 Agentur/Netzwerk 45
2.2 TeleServiceCenter in den übrigen Bundesländern 46
2.2.1 Charakteristika 46
2.2.2 Kunden 48
2.2.3 Personal 49
2.2.4 Dienstleistungsangebot 49
2.2.5 Kommunikationspolitik 52
2.2.6 Stärken-Schwächen-Analyse 53
2.2.7 Netzwerk 54
C Nachfrageranalyse 57
I. Marktsegment Kleine und Mittlere Unternehmen 57
1. Definition und Abgrenzung 59
1.1 Quantitative Abgrenzung 59
1.2 Qualitative Abgrenzung 59
2. Telearbeit und Telekooperation im Mittelstand 60
II. Make-or-Buy-Entscheidungen 62
1. Definition 62
2. Theoretische Grundlagen - Der Transaktionskostenansatz 63
3. Einfluß auf Make-or-Buy-Entscheidungen 66
3.1 Vorteile und Ziele 67
3.1.1 Konzentration auf Kernkompetenzen 67
3.1.2 Kostenersparnis und Zeitvorteil 67
3.1.3 Know-how-/Technologievorsprung 68
3.1.4 Personaleinsparung 68
3.1.5 Risikoverlagerung 68
3.2 Nachteile und Risiken 68
3.2.1 Gefahr des mangelnden Datenschutzes 69
3.2.2 Gefahr höherer Kosten 69
3.2.3 Gefahr des Know-how-Verlustes 69
3.2.4 Personalwirtschaftliche Probleme 70
3.2.5 Gefahr der Abhängigkeit vom Anbieter 70
4. Informationsökonomische Erklärung des Nachfragerverhaltens 71
5. TeleServiceCenter - Eine Chance für KMU? 73
III. Empirische Erhebungen 75
1. Methodik der empirischen Erhebungen 75
1.1 Erhebungsinstrumente 75
1.2 Vorgehensweise und Ablauf 76
2. Empirische Befunde 77
2.1 Tatsächliche Kunden 77
2.1.1 Einsatz von Telearbeit und Erstkontakt zu TeleServiceCentern 77
2.1.2 Tatsächliche Nachfrage nach TeleServiceCenter-Dienstleistungen 78
2.1.3 Beurteilung der TeleServiceCenter 78
2.2 Potentielle Kunden: KMU in der Region Trier 79
2.2.1 Einsatz von Telearbeit und IuK-Technologien 80
2.2.2 Einstellung zum Outsourcing 81
2.2.3 Potentielle Nachfrage nach TeleServiceCenter-Dienstleistungen 82
2.2.4 Preissensibilität 83
2.2.5 Beurteilung der TeleServiceCenter 84
D Gap-Analyse 86
I. Zusammenfassung der Anbieteranalyse 86
II. Zusammenfassung der Nachfrageranalyse 88
III. Identifikation und Beurteilung der Gaps 89
1. Gap: Unvollständige Informationen 91
2. Gap: Geringer Bekanntheitsgrad der TeleServiceCenter 91
3. Gap: Unsicherheit über die Qualität der Dienstleistungen 92
4. Gap: Geringer TeleServiceCenter-spezifischer Nutzen 93
5. Gap: Unzureichende Kommunikation 94
6. Gap: Mangelndes Vertrauen in den Datenschutz 94
E Ansätze für Marketingkonzeptionen 95
I. Formulierung der Marketing-Ziele des TeleServiceCenters 96
II. Festlegen der Marketing-Strategien des TeleServiceCenters 96
1. Strategien der Marktbearbeitung für TeleServiceCenter 97
1.1 Die Marktbearbeitungs- und Marktstimulierungsstrategie: Wie? 97
1.2 Das Timing: Wann? 98
1.3 Die Marktarealstrategie: Wo? 98
1.4 Die Kooperationsstrategie: Mit wem? 99
2. Die Bedeutung der Geschäftsbeziehung für TeleServiceCenter 99
2.1 Grundlagen und Bedeutung der Geschäftsbeziehung 99
2.2 Wechselbarrieren in Geschäftsbeziehungen 101
2.2.1 Vertrauen als Wechselbarriere 101
2.2.2 Zufriedenheit als Wechselbarriere 102
III. Einsatz der Marketinginstrumente - Der Marketing-Mix 103
1. Personalpolitik 104
1.1 Der TeleServiceCenter-Leiter 104
1.2 Das TeleServiceCenter-Personal 105
2. Produktpolitik 106
2.1 Gestaltung des Dienstleistungsangebotes 106
2.2 Nutzen der TeleServiceCenter-Dienstleistungen 107
2.3 Eliminierung von Dienstleistungen 109
2.4 Qualitätssignale des TeleServiceCenters 109
2.4.1 Konformitätszeichen und Gütesiegel 110
2.4.2 Reputation 111
2.5 Servicepolitik des TeleServiceCenters 112
2.6 Beschwerdepolitik des TeleServiceCenters 112
3. Kommunikationspolitik 113
3.1 Direkte Kommunikation 113
3.2 Indirekte Kommunikation 114
4. Preispolitik 115
5. Distributionspolitik 117
IV. Marketing-Implementierung 118
V. Marketing-Controlling 120
VI. Netzwerklösung: Erfolgreichere TeleServiceCenter? 121
1. Kernaussagen der TeleServiceCenter zur Agentur/ zum Netzwerk 121
2. Konzeption eines TeleServiceCenter-Netzwerkes 122
2.1 Aufgaben und Ausgestaltung 123
2.2 Chancen und Risiken 125
F Fazit und Ausblick 128
Anhang 130

Automatisiert erstellter Textauszug:

Verwaltungstätigkeiten genannt. Diese freien Äußerungen der Befragten geben wieder, daß nicht nur die klassischen Bereiche wie Steuerwesen und Lohn- und Gehaltsabrechnung zur Fremdvergabe geeignet sind. Es ist eine aufgeschlossene Haltung gegenüber Outsourcing erkennbar. Lediglich zwei Unternehmensvertreter können sich keine weiteren Tätigkeiten zur Fremdvergabe vorstellen. Gründe hierfür sind "momentan kein Bedarf" und "z.T. gegenläufige Entwicklung, da aufgrund der Unternehmensgröße Teilzeit- oder Vollzeitkräfte eingestellt werden können." Sechs Unternehmen machten dazu keine Angabe. Die Mehrzahl der Unternehmen zieht also eine Fremdvergabe weiterer Dienstleistungen in Betracht. Das Verständnis für Outsourcing ist demnach bei der Mehrzahl der KMU vorhanden. Die häufigsten frei geäußerten Argumente wie “keine Zeit” und “fehlendes Know-how” stellen die spontanen Argumente für das Outsourcing dar. Interessant sind die Äußerungen der Befragten in sehr kleinen Unternehmen mit ein bis zwei Mitarbeitern. Hier geben die Unternehmensvertreter an, daß sie weniger Bedarf an Fremdvergabe haben als größere Unternehmen. Die Meinung, daß Outsourcing nur für "größere" KMU in Betracht kommt, bedeutet, daß hier Aufklärungsarbeit notwendig ist, um gerade diesen kleinen Unternehmen die Potentiale der gezielten Fremdvergabe deutlich zu machen. [...]

Alle fünf befragten KMU sind mit dem Ergebnis der TSC-Dienstleistungen zufrieden. Ein Geschäftsführer erwartet trotzdem eine Verbesserung hinsichtlich der Beratungsleistungen und der Qualität der Dienstleistungen von TSC. Nach Meinung von drei Befragten könnte die Zusammenarbeit im organisatorischen Bereich verbessert werden. Ein Unternehmen erhofft sich im technischen Bereich eine verbesserte Zusammenarbeit. Eindeutige Stärken der TSC sind nach Meinung der Befragten das Preis/Leistungsverhältnis und die Termintreue. Vier Geschäftsführer beurteilen die Professionalität und die Qualität der Arbeit als gut. Diese Leistungen sind ausschlaggebend für den Einsatz von TeleServiceCentern. Hinzu kommen weitere wichtige Leistungen, die je nach Art der Dienstleistung bzw. je nach Unternehmen von unterschiedlicher Bedeutung sein können, [...]

In zwei Unternehmen führten Umstrukturierungen im Bereich der Arbeitsorganisation zur Nachfrage von TeleServiceCenter-Dienstleistungen und zum Einsatz von alternierender Telearbeit. Für die drei Unternehmen, die keine Telearbeit praktizieren, ist allerdings der Einsatz von Telearbeit zukünftig vorstellbar. Das Anmieten von Telearbeitsplätzen in einem Telehaus ist bei zwei Unternehmen abhängig vom Verhältnis der Mietkosten zu den Investitionskosten für einen Teleheimarbeitsplatz. Der Erstkontakt zu TeleServiceCenter ist vorrangig durch Messen/Ausstellungen, des weiteren durch persönliche Kommunikation und durch das Internet entstanden. Die befragten Geschäftsführer wurden von der TSC-Nutzung hauptsächlich durch das Preis-/Leistungsverhältnis der TSC-Dienstleistungen überzeugt. Letztendlich entscheidend für die Inanspruchnahme ist das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des TeleServiceCenters. In zwei Unternehmen waren Investitionen für die Zusammenarbeit mit TSC notwendig. Die Ausgaben für Hard- und Software wurden jedoch nicht ausschließlich für die Geschäftsbeziehung mit dem TSC getätigt, da sie sich ohnehin ergeben hätten (z.B. Investitionen für den Internetauftritt). [...]

Arbeit zitieren:
Frank Gast, Ursula Urmersbach März 1998: Erfolgreiche Vermarktung von Dienstleistungen in TeleServiceCentern, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Informations- und Kommunikationstechnologien, Telearbeit, Telehäuser, Neue Dienstleistungen, Mittelstand

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