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Erfassung und Behandlung von Deponiesickerwässern

Am Beispiel der Zentralmülldeponie des Kreises Plön in Rastorf

Erfassung und Behandlung von Deponiesickerwässern
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sascha Svoboda
  • Abgabedatum: Juli 1997
  • Umfang: 128 Seiten
  • Dateigröße: 5,5 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0734-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0734-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0734-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Svoboda, Sascha Juli 1997: Erfassung und Behandlung von Deponiesickerwässern, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Deponie, Deponietechnik, Sickerwasser, Sickerwasserbehandlung, Umkehrosmose

Diplomarbeit von Sascha Svoboda

Einleitung:

Auch nach Einführung umfangreicher Abfallvermeidungs- und verwertungsmaßnahmen, speziell dem "Dualen System Deutschland", wird es in Zukunft weiterhin Deponien geben müssen, wobei die Menge der zwischen- und abzulagernden Reststoffe als Bestandteil einer Reststoffentsorgungsanlage (Deponie) asymptotisch bis zu einem Grenzwert abnehmen wird.

Solange auf Deponien organische und anorganische Abfallstoffe abgelagert werden, sind Emissionen in Form von Deponiesickerwässern und Deponiegasen unvermeidbar.

Deponiesickerwässer fallen als Differenz zwischen Niederschlag und Oberflächenabfluß, Verdunstung sowie Wasserrückhalt in der Deponie und Eigenfeuchte des Mülls an.

Die Sickerwassermenge und ihr Aufnahmegrad an Schadstoffen während des Durchsickerns durch die Deponie hängt von der Niederschlagsmenge, der Beschaffenheit der Oberfläche, dem Verdichtungsgrad und der Zusammensetzung des Abfalls ab.

Beiträge zum Sickerwasserhaushalt liefern auch die biochemischen Abbauprozesse im Müllkörper: Wasserproduktion beim aeroben Abbau und Wasserverbrauch beim anaeroben Abbau. Die Titelgraphik gibt diese Vorgänge schematisch wieder.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit soll den Weg des Wassers, beginnend als Niederschlag beim Auftreffen auf der Deponie, beim Infiltrieren durch den Deponiekörper, beim Sammeln auf der Deponiebasis bis zur Reinigung in entsprechenden Anlagen nach dem Stand der Technik, wiedergeben.

Der erste Teil beschäftigt sich eingehend mit möglichen und praktizierten Schutzmaßnahmen, die das Sickerwasser erfassen und weiterleiten. Hierbei hat sich das Multibarrierenkonzept erfolgreich durchgesetzt. Es soll mögliche Emissionen vollständig verhindern. Eine kritische Betrachtungsweise ist hier angebracht.

Der zweite Teil beschäftigt sich speziell mit der Sickerwasserbehandlungsproblematik. Verschiedene heute gängige Verfahren werden angesprochen. Den Schwerpunkt stellt das Verfahren der Umkehrosmose dar. In diesem Bereich haben sich in der nahen Vergangenheit erhebliche Neuerungen durchgesetzt.

Die Umkehrosmose wird mit ihrem Verfahren, das sich auch in der Zukunft behaupten wird, beschrieben und bewertet.

Im dritten Teil wird am Beispiel der Zentralmülldeponie Rastorf der Weg des Sickerwassers beschrieben.

Hier wird über eine zweistufige Umkehrosmose mit anschließender Eindampfung, Stickstoffausschleusung und nachgeschalteter Trocknung anfallendes Sickerwasser nach dem Stand der Technik behandelt.

Das Verfahrensschema wird erklärt und anhand von Zahlen verdeutlicht.

Probleme der Sickerwasserbehandlung sowie Fortschritte auf diesem Gebiet werden angesprochen.

Ob und wie sich mögliche Deponieemissionen durch die neusten Auflagen des Gesetzgebers in Zukunft verändern werden, soll erörtert werden.

Inhaltsverzeichnis:

I. Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen
II. Verzeichnis der Fotos
III. Verzeichnis der Abkürzungen und Symbole
IV. Prolog
1. Einleitung 1
2. Müllaufkommen 3
2.1 Müllbeseitigungsmethoden 4
2.2 Müllzusammensetzung 5
2.3 Deponieformen 7
3. Sickerwassererfassung 8
3.1 Die geordnete Hausmülldeponie 8
3.2 Das Multibarrierenkonzept 10
3.2.1 Geologische Barriere 11
3.2.2 Hydrologische Barriere 11
3.3 Deponiekörper 12
3.3.1 Zusammensetzung des Deponiekörpers 12
3.3.2 Deponiestandfestigkeit 13
3.3.3 Deponieprozesse 15
3.3.3.1 Verlagerung von Schadstoffen 15
3.3.4 Deponiegas 17
3.3.4.1 Deponiegasphasen 17
3.3.4.2 Deponieentgasung 19
3.4 Basisabdichtung 20
3.4.1 Mineralische Dichtungsschicht 21
3.4.2 Kunststoffdichtungsbahnen 22
3.5 Dränsystem 26
3.5.1 Schäden am Entwässerungssystem 28
3.5.2 Kombischächte (Gas- und Sickerwassererfassung) 29
3.6 Oberflächenabdichtung 30
3.6.1 Temporäre Oberflächenabdichtung 30
3.6.2 Endgültige Oberflächenabdichtung 31
3.7 Oberflächenwasser 32
3.8 Deponierekultivierung 32
3.9 Deponiesanierungsmaßnahmen 33
3.9.1 Mögliche Probleme 35
4. Spezieller Teil 36
4.1 Behandlungsstand von Sickerwasser 36
4.2 Kriterien für die Auswahl 39
4.3 Deponiesickerwasser 40
4.4 Schadstoffgruppen 40
4.5 Gesetzliche Anforderungen an die Einleitung von Sickerwasser 42
4.6 Deponiesickerwasserbehandlung 43
4.6.1 Einzelverfahren 43
4.6.2 Verfahrenskominationen 45
4.7 Umkehrosmose 48
4.7.1 Physikalische Grundlagen 48
4.7.2 Allgemeines 50
4.8 Einbindung der UO in einen Verfahrensprozeß 51
4.9 Die Membranen 52
4.9.1 Rückhaltevermögen 53
4.9.2 Stofftransport in Membranen 54
4.10 Modularten 54
4.11 Begrenzende Faktoren der Umkehrosmose 57
4.12 Neuerungen aus dem Bereich der Sickerwasserbehandlung 59
5. Sickerwasserbehandlung am Beispiel der ZMD Rastorf 63
5.1 Allgemeines 63
5.2 Sickerwasserbehandlung auf der ZMD Rastorf 66
5.2.1 Sickerwassermischung 66
5.2.2 Sickerwasserspeicher 66
5.2.3 Chemisch- physikalische Vorbehandlung 67
5.2.4 Umkehrosmose 68
5.2.4.1 Beschreibung der Anlage 68
5.2.4.2 Bemessung und Auslegung der Anlage 68
5.3 Die Betriebsmodi 69
5.4 UO 1 / erste Stufe 70
5.4.1 Verfahren 71
5.5 UO 11 / zweite Stufe 73
5.6 Derzeitige Belastung der UO 1 und 11 74
5.7 UO 111 / dritte Stufe 78
5.8 Eingrenzung von Fehlern 78
5.9 Weiterbehandlung des Konzentrates 79
5.9.1 Sickerwassereindampfimg 79
5.9.1.1 Probleme bei leichtflüchtigen Inhaltsstoffen 79
5.9.1.2 Problembereiche des Eindampfverfahrens 80
5.9.2 Stickstoffausschleusung 81
5.9.2.1 Funktionsablauf der N2-Strippung 81
5.9.2.2 Anlagentechnik 82
5.9.2.3 Bewertung 84
5.9.2.4 Alternative Verfahren der N2-Ausschleusung 85
5.9.3 Wirbelschicht-Granulationstrocknung 85
5.9.3.1 Herkömmliche Verfahren 85
5.9.3.2 Rastorfer Verfahren 85
5.9.3.3 Körnung und Streuung 86
5.9.3.4 Granulat 87
5.9.3.5 Exkurs zu anderen Nutzungen 87
5.10 Zusammenfassung der technischen Daten 89
5.11 Sickerwassermengen 90
5.12 Sickerwasserentsorgung ün Querverbund 91
5.13 Verschärfung der lokalen Einleitungsanforderungen 92
5.14 Die Passau (Vorfluter) 94
6. Wirtschaftfiche Gesichtspunkte 95
6.1 Investitionskosten der Rastorfer Sickerwasserbehandlungsanlage 95
6.2 Betriebskosten 96
7. Zukunftsaussichten im Hinblick auf die TASI 99
8. Zusammenfassung 101
V. Literaturverzeichnis
VI. Anlagen
Lageplan (Maßstab 1: 1 000) Al
diverse Fotos A2
Abfallmengenströme 1994 in Schleswig-Holstein A3
VII. Danksagung
VIII. Eidesstattliche Erklärung
IX. Statistik, Lizensierung, Verteiler

Arbeit zitieren:
Svoboda, Sascha Juli 1997: Erfassung und Behandlung von Deponiesickerwässern, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Deponie, Deponietechnik, Sickerwasser, Sickerwasserbehandlung, Umkehrosmose

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