Erfahrung mit der Arbeit in Gruppen
Befragung der Studentinnen und Studenten aller Fachrichtungen an der Universität Augsburg
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Arnost Zvara
- Abgabedatum: Juli 2002
- Umfang: 237 Seiten
- Dateigröße: 3,3 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität Augsburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6143-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6143-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6143-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Zvara, Arnost Juli 2002: Erfahrung mit der Arbeit in Gruppen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Gruppenarbeit, Teamwork, Effektivität von Gruppen, Teamfähigkeit, Studenten und Gruppen
In den Warenkorb
48,00 €
Diplomarbeit von Arnost Zvara
Problemstellung:
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem „Mythos Gruppe“. In den meisten Unternehmen werden – begünstigt durch wissenschaftliche Forschungen und darauf basierenden Ergebnissen und Empfehlungen – immer mehr Gruppen eingesetzt. Die Gruppe erscheint als die humanste Arbeitsform, weil sie soziale und arbeitstechnische Aspekte am besten in sich vereint und effektivere Lösungen für Probleme verspricht.
Gruppen als solche sind jedoch zu komplex, als dass man sie beobachten und verwertbare, allgemeingültige Ergebnisse daraus ableiten könnte. Die meisten Theorien basieren auf Ergebnissen, welche die Gruppenforschung mit Hilfe von Laboruntersuchungen, in denen „quasi-reale“ Bedingungen simuliert werden, gewonnen hat. Gruppen sind nur ein Instrument in der alltäglichen Organisationsarbeit. Es gibt Tätigkeiten, für deren Erledigung sie von Vorteil sind. Es gibt aber auch Tätigkeiten, die gänzlich ungeeignet sind, um in Gruppen angegangen zu werden. In dieser Arbeit werden Wahrheiten und Irrtümer hinsichtlich der Arbeit in Gruppen dargestellt und kritisch reflektiert.
Basierend auf den theoretischen und empirischen Konzepten wurde ein Fragebogen erstellt. Im Zeitraum von Dezember 2001 bis Januar 2002 wurden Studierende aller Fakultäten der Universität Augsburg anhand dieses Fragebogens befragt.
Ziel dieser Untersuchung ist es, die Erfahrungen, aber auch die Erwartungen der Studierenden bezüglich der Arbeit in Gruppen zu untersuchen und die Teamfähigkeit und -willigkeit der kommenden Berufseinsteiger greifbar zu machen. So sollen Personalverantwortliche in den verschiedensten Unternehmen für die Sinnhaltigkeit von Gruppen und die Problematik der Auswahl von Gruppenmitgliedern sensibilisiert werden.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG | 7 |
| 1.1 | Thematische Einführung und Fragestellung der Arbeit | 7 |
| 1.2 | Vorgehen | 9 |
| 2. | EINZELARBEIT VERSUS GRUPPENARBEIT | 12 |
| 2.1 | Leistungssteigerung in Gruppen | 13 |
| 2.1.1 | Drive Theories | 14 |
| 2.1.2 | Self Theories | 15 |
| 2.1.3 | Resource Theories | 16 |
| 2.2 | Leistungsdefizite in Gruppen | 16 |
| 2.2.1 | Das Konzept der potential productivity | 16 |
| 2.2.2 | Soziales Faulenzen | 17 |
| Exkurs: Kreativität in Gruppen | 20 | |
| 2.3 | Zusammenfassung des Kapitels | 22 |
| 3. | MERKMALE DER GRUPPENARBEIT | 23 |
| 3.1 | Begriffsbestimmung „Gruppe“ | 23 |
| 3.2 | Aufgabentypen | 24 |
| 3.3 | Zusammensetzung der Gruppe | 27 |
| 3.4 | Der Arbeitsprozess | 30 |
| 3.4.1 | Vorbereitende Maßnahmen | 31 |
| 3.4.2 | Ablauf der Gruppenarbeit | 34 |
| 3.5 | Informationsverarbeitung | 35 |
| 3.6 | Entscheidung | 38 |
| Exkurs: Minderheiten in einer Gruppe | 40 | |
| 3.7 | Zusammenfassung des Kapitels | 42 |
| 4. | BEFRAGUNG DER STUDENTINNEN DER UNIVERSITÄT AUGSBURG | 45 |
| 4.1 | Untersuchungsziel | 45 |
| 4.2 | Untersuchungsmethode und Stichprobe | 45 |
| 4.3 | Fragebogen | 46 |
| 4.4 | Hypothesen | 50 |
| 4.5 | Erkundungsfragen | 52 |
| 4.6 | Auswertungsmethoden | 53 |
| 5. | DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE DER BEFRAGUNG | 55 |
| 5.1 | Allgemeine Ergebnisse der Befragung | 55 |
| 5.1.1 | Verteilung der Tätigkeit | 55 |
| 5.1.2 | Freiwilligkeit der Teilnahme | 57 |
| 5.1.3 | Merkmale und Kompetenzen in leistungsorientierten Gruppen | 61 |
| 5.1.4 | Merkmale und Kompetenzen in beziehungsorientierten Gruppen | 63 |
| 5.1.5 | Bemühung der Gruppenmitglieder | 65 |
| 5.1.6 | Gründe für reduzierte Leistungen von Gruppenmitgliedern | 66 |
| 5.1.7 | Vorgehen vor und während der Gruppenarbeit | 70 |
| 5.1.8 | Entscheidungsfindung in Gruppen | 78 |
| 5.1.9 | Umgang mit Minderheiten | 86 |
| 5.1.10 | Informationsbeschaffung | 87 |
| 5.1.11 | Beurteilung der persönlichen Fähigkeiten | 90 |
| 5.1.12 | Bearbeitung von verschiedenen Aufgabentypen | 95 |
| 5.1.13 | Einzelarbeit versus Gruppenarbeit | 100 |
| 5.1.14 | Verteilung der Tätigkeiten im Beruf | 112 |
| 5.1.15 | Entlohnungsformen bei Arbeiten in der Gruppe | 114 |
| 5.1.16 | Vorstellungen über die zukünftige Berufstätigkeit | 117 |
| 5.2 | Überprüfung der Hypothesen | 119 |
| 5.2.1 | Hypothese 1: Freiwilligkeit der Teilnahme und Bemühung der Mitglieder | 119 |
| 5.2.2 | Hypothese 2: Merkmale und Kompetenzen in leistungs- und beziehungsorientierten Gruppen | 120 |
| 5.2.3 | Hypothese 3: Bemühung der Mitglieder und Gründe für soziales Faulenzen | 122 |
| 5.2.4 | Hypothese 4: Persönliche Fähigkeiten und Phasen der Gruppenarbeit | 124 |
| 5.2.5 | Hypothese 5: Aufgabentyp und persönliche Fähigkeiten | 127 |
| 5.2.6 | Erkundungsfragen | 130 |
| 6. | ABSCHLIEßENDE DISKUSSION UND ZUSAMMENFASSUNG | 132 |
| 6.1 | Diskussion der Hypothesen | 134 |
| 6.1.1 | Wahrnehmung der Leistung der Gruppenmitglieder in Abhängigkeit der Freiwilligkeit der Teilnahme | 134 |
| 6.1.2 | Merkmale und Kompetenzen unter verschiedenen Bedingungen | 135 |
| 6.1.3 | Gründe für geringe Leistung bei Gruppenmitgliedern | 138 |
| 6.1.4 | Systematisches Vorgehen, Vorbereitung und Phasen der Gruppenarbeit | 140 |
| 6.1.5 | Aufgabentypen und Persönlichkeitsmerkmale | 144 |
| 6.2 | Diskussion der Erkundungsfragen | 149 |
| 6.2.1 | Der Mythos der Kreativität | 149 |
| 6.2.2 | Gruppenarbeit während des Berufslebens | 151 |
| 6.3 | Signifikante Unterschiede zwischen den Untermengen | 152 |
| 6.3.1 | Erfahrungen der Frauen und Männer | 152 |
| 6.3.2 | Erfahrungen der StudentInnen der verschiedenen Fakultäten | 154 |
| 6.4 | Fazit | 157 |
| 6.5 | Ausblick | 159 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 164 | |
| ANHANG | I |
Abbildung 10: Homogenität in leistungsorientierten Gruppen (nach Geschlecht) Die Mittelwerte der beiden Variablen liegen auch hier sehr nah beieinander (s. Abbildung 10). Bei den Frauen liegt der Mittelwert sowohl für die Persönlichkeitsmerkmale (3,91; n=100) als auch für die fachlichen Fähigkeiten (3,73; n=99) leicht höher als bei den Männern. Diese weisen jedoch auch für die Persönlichkeitsmerkmale mit 3,83 (n=100) einen höheren Mittelwert auf als für die fachlichen Fähigkeiten mit 3,66 (n=100). Der U-Test zeigt keinen signifikanten Unterschied zwischen den Geschlechtern auf. Vergleicht man die Variablen nach Fakultäten, so stellt man einen signifikanten Unterschied bei der Beurteilung der fachlichen Fähigkeiten fest (s. Abbildung 11). [...]
Abbildung 8: Häufigkeitsverteilung bei delegierter Teilnahme (nach Fakultät) Vor allem die Naturwissenschaftler (n=47) zeigen wieder eine höhere reale Häufigkeit (42,5%) in der Kategorie „nie“ und bestätigen somit indirekt die signifikante Abweichung in der Kategorie „immer“ bei der freiwilligen Teilnahme. „Nie“ wurden auch 39,5% der Juristen (n=43), aber nur 18% der Wirtschaftswissenschaftler (n=50) in eine Gruppe delegiert. In der selben Kategorie, also „nie“ bei delegierter Teilnahme, sind die Geisteswissenschaftler (n=48) mit 12,5% signifikant niedriger, als dies zu erwarten wäre. „Selten“ wurden 50% der Wirtschaftswissenschaftler, 48,9% der Mathematiker, 47,9% der Philosophen und 44,2% der Juristen in eine Gruppe delegiert. Genau umgekehrt zur Kategorie „nie“ verhält es sich mit der Kategorie „häufig“. Hier weisen die Philosophen mit 35,4% einen zu hohen und die Mathematiker mit 4,3% einen deutlich zu niedrigen Wert auf. 30% der Wirtschaftswissenschaftler, jedoch nur 16,3% der Juristen sind häufig delegiert worden. 4,3% der Mathematiker, 4,2% der Philosophen, 2% der Wirtschaftswissenschaftler und keine Juristen wurden immer delegiert. [...]
Abbildung 7: Häufigkeitsverteilung bei freiwilliger Teilnahme (nach Fakultät) Die reale Häufigkeit der Juristen (n=49) und Naturwissenschaftler (n=50) in der Kategorie „immer“ ist mit 44,9% bzw. 42,0% deutlich höher als die erwartete Häufigkeit. In der gleichen Kategorie zeigt sich bei den Geisteswissenschaftlern (n=49) mit 6,1% eine zu geringe Häufigkeit. Die Wirtschaftswissenschaftler (n=49) haben mit 16,3% auch einen relativ kleinen Wert. „Häufig“ haben 63,3% der Philosophen, 53,1% der Wirtschaftswissenschaftler, 44% der Mathematiker und nur 30,6% der Juristen freiwillig an Gruppenarbeiten teilgenommen. 26,5% der Wirtschaftswissenschaftler, 20,4% der Juristen, 18,4% der Philosophen und nur 12% der Mathematiker haben selten freiwillig teilgenommen. Die Philosophen weisen in der Kategorie „nie“ mit 12,2% als einzige eine signifikante Abweichung auf. Jeweils [...]
In den Warenkorb
48,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832461430
Arbeit zitieren:
Zvara, Arnost Juli 2002: Erfahrung mit der Arbeit in Gruppen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Gruppenarbeit, Teamwork, Effektivität von Gruppen, Teamfähigkeit, Studenten und Gruppen



