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Erbschaft- und schenkungsteuerliche Gestaltungsmöglichkeiten beim Übergang von Betriebsvermögen in Einzelunternehmen und Personengesellschaften

Erbschaft- und schenkungsteuerliche Gestaltungsmöglichkeiten beim Übergang von Betriebsvermögen in Einzelunternehmen und Personengesellschaften
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Frank Schwarz
  • Abgabedatum: September 1996
  • Umfang: 100 Seiten
  • Dateigröße: 4,7 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3613-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3613-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3613-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schwarz, Frank September 1996: Erbschaft- und schenkungsteuerliche Gestaltungsmöglichkeiten beim Übergang von Betriebsvermögen in Einzelunternehmen und Personengesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Betriebsvermögen, Gestaltung, Nachfolgeregelung, ESZ, Schenkungssteuer

Diplomarbeit von Frank Schwarz

Einleitung:

In den kommenden Jahren wird das von der ersten Nachkriegsgeneration erworbene Vermögen auf Kinder und Enkelkinder übertragen werden. Für alle diese Vermögensübertragungen sind die Vorschriften des Erbschaftsteuergesetzes zu beachten. So ist in den letzten Jahren ein nachhaltiger Anstieg des Erbschaftsteueraufkommens in den alten Bundesländern zu verzeichnen. Von 1975 bis 1990 hat sich das Volumen von 530 auf 3.022 Mio. DM nahezu versechsfacht. „Mit einem prognostizierten Erbschaftsteueraufkommen bis zu 300 Mrd. DM wird in den nächsten 10 bis 15 Jahren das seit 1945 erarbeitete Vermögen auf die nächste Generation übertragen." Der Generationswechsel erstreckt sich dabei in den nächsten zehn Jahren auch auf etwa 700.000 Unternehmensübertragungen.

Gerade für mittelständische Unternehmen und insbesondere für traditionelle Familienbetriebe kann die Unternehmensnachfolge zu einem existentiellen Problem werden. Es geht in erster Linie um die Erhaltung des Unternehmens für die nächste Generation. Hierfür ist sowohl die Auswahl geeigneter Unternehmensnachfolger sowie die Erhaltung des Produktivvermögens unter dem Gesichtspunkt der Liquiditätsschonung erforderlich. Die Erbschaftsteuerbelastung stellt bei der Übertragung auf den Unternehmensnachfolger in vielen Fällen ein erhebliches finanzielles Hindernis dar. Im Extremfall kann ein unerwarteter, ungeplanter Zugriff die Veräußerung und somit die Aufgabe des Unternehmens erforderlich machen, denn die Erbschaftsteuer entsteht unabhängig davon, ob dem Erwerber liquide Mittel zur Verfügung stehen oder nicht.

Zur Sicherung und Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland hat sich auch der Gesetzgeber mit den steuerlichen Rahmenbedingungen für einen gesicherten Fortbestand der Unternehmungen beschäftigt. So wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Vergünstigungen für die Übertragung von Betriebsvermögen in das Erbschaftsteuergesetz aufgenommen. Der Mittelstandsbeirat hebt in diesem Zusammenhang hervor, daß eine Gefährdung der Unternehmensfortführung auch zwangsläufig die Bedrohung von Arbeitsplätzen bedeutet. In dem jüngst erschienenen Regierungsentwurf zur Neuregelung der Erbschaftsteuer (vom 22.5.1996) wird den Forderungen nach einer erbschaftsteuerlichen Privilegierung des betrieblich gebundenen Vermögens Rechnung getragen. Die vorgesehenen Gesetzesänderungen werden in der Analyse aufgegriffen und kurz erläutert. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die vorliegende Ausarbeitung mit der Analyse verschiedener Instrumente und Gestaltungsmöglichkeiten, die zu einer Verminderung der Schenkung- bzw. Erbschaftsteuer bei der Übertragung von Betriebsvermögen herangezogen werden können.

Die im Folgenden diskutierten Gestaltungsparameter werden auf ihre Vorteilhaftigkeit zur Erreichung einer liquiditätsschonenden Unternehmensübertragung untersucht. Zur Abgrenzung der Thematik wird das folgende Prämissengefüge unterstellt:

- Es werden nur Unternehmensübertragungen betrachtet, für die das deutsche Erbschaftsteuerrecht uneingeschränkt anwendbar ist.

- Die Untersuchungen beschränken sich auf die Vermögensübertragung in Einzelunternehmungen und nicht publikumsfähigen Personengesellschaften.

- Der gesicherte Fortbestand der Unternehmung steht bei der Analyse immer im Vordergrund, die Auswirkungen und Möglichkeiten einer vollständigen oder teilweisen Liquidation werden nicht behandelt.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 1
Abbildungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Einführung in die Thematik 1
1.2 Aufbau der Arbeit 2
2. Einführung in das Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht und Analyse der Steuerwirkungen auf die Unternehmung 4
2.1 Einführung in das Erbschaftsteuergesetz 4
2.1.1 Steuersystematische Einordnung der Erbschaftsbesteuerung 4
2.1.2 Zur Rechtfertigung der Erbschaftsteuer 5
2.1.3 Steuerpflichtige Übertragungsvorgänge nach dem ErbStG 7
2.1.3.1 Erwerb von Todes wegen 7
2.1.3.2 Schenkung unter Lebenden 8
2.1.3.3 Zweckzuwendungen 8
2.1.4 Bemessungsgrundlage und Tarifstruktur der Erbschaftsteuer 9
2.1.5 Besteuerung von Betriebsvermögens 12
2.2 Auswirkungen der Besteuerung auf die Unternehmensfortführung 15
2.2.1 Im Fall einer Einzelunternehmung 15
2.2.2 Im Fall einer Personengesellschaft 17
2.3 Notwendigkeit der Erbschaftsteuerplanung 18
3. Analyse der Gestaltungsmöglichkeiten zur Vermeidung bzw. Verminderung der Besteuerung von Betriebsvermögen 19
3.1 Gestaltung der Vermögensstruktur 19
3.2 Zeitliche Spreizung als Gestaltungsinstrument 21
3.2.1 Die vorweggenommene Erbfolge 21
3.2.1.1 Schenkung unter Lebenden 21
3.2.1.2 Schenkung unter Auflage und gemischte Schenkung 23
3.2.1.3 Schenkung unter Nießbrauchsvorbehalt 26
3.2.2 Schenkung unter freiem Widerruf 28
3.2.3 Übernahme der Schenkungsteuer durch den Schenker 29
3.3 Personelle Spreizung als Gestaltungsinstrument 32
3.3.1 Ausgangssituation: Das Berliner Testament 32
3.3.2 Vertragliche Güterstandsregelung bei Unternehmerehen.: 34
3.3.2.1 Gesetzlicher Güterstand 34
3.3.2.2 Gütertrennung und Gütergemeinschaft 36
3.3.2.3 Modifizierte Zugewinngemeinschaft 38
3.3.3 Ausgestaltung des Unternehmertestaments 40
3.3.3.1 Die gesetzliche Erbfolge 40
3.3.3.2 Die gewillkürte Erbfolge 42
3.3.4 Ausschlagung der Erbschaft als Gestaltungsalternative 45
3.3.4.1 Ausschlagung als Instrument zur Teerminderung der Erbschaftsteuer 45
3.3.4.2 Ausschlagung gegen Barabfindung 48
3.3.4.3 Ausschlagung gegen Nießbrauchsabfindung 50
3.3.5 Anzahl und Verwandtschaftsgrad der Erwerber als Gestaltungsparameter 50
3.4 Gesellschaftsrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten bei Personengesellschaften 53
3.4.1 Vorüberlegungen für die Übertragung von Gesellschaftsanteilen 53
3.4.2 Die Fortsetzungs- oder Übernahmeklausel 55
3.4.3 Die einfache Nachfolgeklausel 55
3.4.4 Die qualifizierte Nachfolgeklausel 56
3.4.5 Die Eintrittsklausel 58
3.4.6 Bewertung der Nachfolgeklauseln aus erbschaftsteuerlicher Sicht 58
3.4.7 Vermeidung der Realisierung stiller Reserven des Sonderbetriebsvermögens 59
3.5 Die Errichtung einer Stiftung als Gestaltungsalternative 61
3.5.1 Begriff und Rechtsgrundlage der Stiftung 61
3.5.2 Absicherung des Betriebsvermögens durch Stiftungskonstruktion 62
4. Schlußbetrachtung 65
Literaturverzeichnis 67
Verzeichnis der geführten Fachgespräche 84
Verzeichnis der verwendeten Rechtsquellen 85
Lebenslauf 86
Eidesstattliche Erklärung 88

Arbeit zitieren:
Schwarz, Frank September 1996: Erbschaft- und schenkungsteuerliche Gestaltungsmöglichkeiten beim Übergang von Betriebsvermögen in Einzelunternehmen und Personengesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Betriebsvermögen, Gestaltung, Nachfolgeregelung, ESZ, Schenkungssteuer

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