Erarbeitung des Themas "Magnetismus" im Sachunterricht
- Art: Staatsexamensarbeit
- Autor: Anja Tegeler
- Abgabedatum: Juli 2001
- Umfang: 104 Seiten
- Dateigröße: 3,3 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Universität Bielefeld Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5898-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5898-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5898-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Tegeler, Anja Juli 2001: Erarbeitung des Themas "Magnetismus" im Sachunterricht, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Grundschule, Erdmagnetismus, Elektromagnetismus, Transrapid, Unterrichtsreihe
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Staatsexamensarbeit von Anja Tegeler
Einleitung:
Das Thema Magnetismus zeugt durch seine vielfältigen Anwendungsgebiete von einer nicht unerheblichen Bedeutung für das Grundschulkind. Um magnetische Phänomene reiht sich neben zuweilen schon recht klaren Vorstellungen eine gewisse Naivität des kindlichen Zugangs und Erklärungsansatzes. Die kindliche Vorstellung ähnelt in einigen Punkten dem überlieferten Aberglauben breiter Bevölkerungsschichten zur Wirkungsweise des Magnetismus. Ein Beispiel aus dem Mittelalter sei hier erwähnt, welches zeigt, wie die Wirkungsweise des Magnetismus überschätzt wurde:
Der Arzt Paracelsus (1493-1541) machte folgende Aussage:
„Der Magnet hat die Kraft, die Krankheiten in ihrem Zentrum zu fixieren, deswegen muß man ihn auch auf das Zentrum legen, von dem die Krankheiten ausgehen...
Der Magnet zieht den Bruch ein und heilt alle Rupturen bei alt und jung...
Magnetische Erscheinungen sind auch das Hinwenden der Sonnenblumen nach der Sonne und die Trübung des Weines zur Zeit der Weinblüte.“.
Auch Kinder beschreiben heutzutage in der Praxis Phänomene, die sie nicht erklären können, mit Hilfe des Magnetismus. Während meiner Unterrichtsreihe werde ich den Schülern einige Phänomene vorstellen und falsche Vorstellungen auszuräumen versuchen. Dabei hat es sich bewährt, dem Kind die Möglichkeit zu geben, Versuche mit Alltagsmaterialien selbständig durchzuführen. Diese Materialien motivieren die Kinder die Versuche auch einmal Zuhause auszuprobieren und das Thema Magnetismus nicht nur in der Schule zu lassen.
Insgesamt soll mit meiner Unterrichtsreihe ein Grundverständnis zum Thema Magnetismus erzielt werden. Ich werde darauf achten, das Verständnis der Kinder für das Wesentliche nicht durch einen zu hohen Detailierungsgrad des Unterrichtsstoffes zu verbauen.
Gang der Untersuchung:
Der erste Teil dieser schriftlichen Hausarbeit beschäftigt sich mit den Aufgaben der Grundschule sowie des Sachunterrichtes. Er wird die Frage aufgreifen, wie Grundschulkindern magnetische Phänomene grundsätzlich so vermittelt werden können, dass ein grundlegendes Verstehen ermöglicht wird.
Der zweite Teil bildet die Sachanalyse zum Thema des Magnetismus. Diese Analyse ist für Lehrpersonen gedacht, die sich über den fachlichen Hintergrund des Themas informieren möchten. Dabei ist bewußt nicht das gesamte Themengebiet des Magnetismus behandelt worden, sondern lediglich die wesentlichen Teilgebiete, die während der Unterrichtsreihe relevant sein könnten.
Im dritten Teil, der den Schwerpunkt meiner Arbeit darstellt, beschreibe ich die Schule, an der ich die Unterrichtseinheit durchgeführt habe und berichte anschließend von der Situation der Schulklasse. Die allgemeinen Lernziele meiner Unterrichtseinheit sollen erläutert werden. Ich schildere außerdem die Planung und Reflexion der einzelnen Unterrichtsstunden.
Inhaltsverzeichnis:
| Einleitung | ||
| Teil 1 | ||
| 1. | DIE AUFGABE DER GRUNDSCHULE | 8 |
| 2. | DAS GRUNDSCHULKIND AUF DEM WEG ZUR PHYSIK | 9 |
| 2.1 | DIE PHYSIK IST EINE NATURWISSENSCHAFT | 9 |
| 2.2 | LEBEN MIT DER PHYSIK | 10 |
| 2.3 | DIE PHYSIK UND DER SACHUNTERRICHT | 12 |
| 2.4 | DIE AUFGABEN UND ZIELE DES SACHUNTERRICHTES | 13 |
| 2.5 | FAKTOREN, DIE DEN ZUGANG ZUR PHYSIK BEGÜNSTIGEN | 14 |
| 3. | DER EINSATZ DER THEORIE IN DER SCHULPRAXIS | 17 |
| Teil 2 | ||
| 4. | FACHLICHER HINTERGRUND | 19 |
| 4.1 | DER GESCHICHTLICHE HINTERGRUND DES MAGNETEN | 19 |
| 4.2 | WAS IST EIN MAGNET? | 21 |
| 4.2.1 | Magnete haben Pole | 22 |
| 4.2.2 | Feldlinien | 23 |
| 4.2.3 | Magnetisieren | 24 |
| 4.2.4 | Entmagnetisieren | 25 |
| 4.3 | DIE ERDE ALS MAGNET | 26 |
| 4.3.1 | Geschichte des Erdmagnetismus | 26 |
| 4.3.2 | Erdmagnetismus | 26 |
| 4.3.3 | Deklination | 27 |
| 4.3.4 | Inklination | 29 |
| 4.3.5 | Der Magnet im Kompass | 30 |
| 4.3.5.1 | Die Geschichte des Kompasses | 30 |
| 4.3.5.2 | Der Aufbau des Kompasses | 31 |
| 4.3.5.3 | Die Wirkungsweise des Kompasses | 31 |
| 4.4 | ELEKTROMAGNETISMUS | 32 |
| 4.4.1 | Die Geschichte des Elektromagnetismus | 32 |
| 4.4.2 | Funktionsweise des Elektromagneten | 32 |
| 4.5 | BEISPIELE FÜR MAGNETISCHE PHÄNOMENE IN DER ALLTAGSWELT | 33 |
| 4.5.1 | Im Haushalt | 33 |
| 4.5.2 | Im Verkehr | 34 |
| 4.5.3 | In der Medizin | 37 |
| Teil 3 | ||
| 5. | GRUNDLAGEN FÜR DEN UNTERRICHTSABLAUF | 39 |
| 5.1 | DIE GRUNDSCHULE HEEPERHOLZ | 39 |
| 5.2 | BESCHREIBUNG DER SCHULKLASSE | 40 |
| 5.3 | ALLGEMEINE LERNZIELE DER UNTERRICHTSEINHEIT | 41 |
| 5.4 | KRITERIEN FÜR DIE AUSWAHL MEINER VERSUCHE | 41 |
| 6. | PLANUNG UND REFLEXION DERUNTERRICHTSSTUNDEN | 43 |
| 6.1 | DIE ERSTE UNTERRICHTSTUNDE | 43 |
| 6.1.1 | Planung | 43 |
| 6.1.2 | Lehr- und Arbeitsmittel | 47 |
| 6.1.3 | Reflexion | 50 |
| 6.2 | DIE ZWEITE UNTERRICHTSSTUNDE | 54 |
| 6.2.1 | Planung | 54 |
| 6.2.2 | Lehr- und Arbeitsmittel | 55 |
| 6.2.3 | Reflexion | 55 |
| 6.3 | DIE DRITTE & VIERTE UNTERRICHTSSTUNDE | 55 |
| 6.3.1 | Planung | 55 |
| 6.3.2 | Lehr und Arbeitsmittel | 55 |
| 6.3.3 | Reflexion | 55 |
| 6.4 | DIE FÜNFTE & SECHSTE UNTERRICHTSSTUNDE | 55 |
| 6.4.1 | Planung | 55 |
| 6.4.2 | Lehr- und Arbeitsmittel | 55 |
| 6.4.3 | Reflexion | 55 |
| 6.5 | DIE SIEBTE UNTERRICHTSSTUNDE | 55 |
| 6.5.1 | Planung | 55 |
| 6.5.2 | Lehr und Arbeitsmittel | 55 |
| 6.5.3 | Reflexion | 55 |
| 6.6 | DIE ACHTE UNTERRICHTSSTUNDE | 55 |
| 6.6.1 | Planung | 55 |
| 6.6.2 | Lehr- und Arbeitsmittel | 55 |
| 6.6.3 | Reflexion | 55 |
| 7. | SCHLUSSWORT | 55 |
| 8. | LITERATURVERZEICHNIS | 55 |
4. Sie sollten so gewählt werden, dass das Grundschulkind Freude an ihnen hat und Interesse daran entwickelt, das erworbene Wissen auch im privaten Bereich anzuwenden. 5. Dabei sollte der Aufwand und das Ergebnis in einer zweckmäßigen Relation zueinander stehen. 6. Sie sollten nicht zuviel Zeit in Anspruch nehmen. 7. Die Versuche sollten mit den Materialien der kindlichen Umgangswelt durchführbar sein. 8. Versuche der gleichen Problematik sollten zusammen ausgeführt werden, um eine optimale Analogiebildung zu ermöglichen. 9. Es muß experimentell belegt sein, dass alle Versuche, die im Unterricht angewendet werden, funktionieren. Das bedeutet, dass sie am Besten vorher getestet werden sollten. Dies gilt auch für die Versuche, die in Lehrbüchern beschrieben werden. Nur so kann sich die Lehrkraft von den Funktionsweisen überzeugen, sich mit ihnen vertraut machen und bei Fragen und Problemen gezielt Hilfestellung leisten. [...]
Die Schulklasse 4a, in der ich die Unterrichtseinheit durchgeführt habe, besteht aus 26 Kindern, davon 16 Jungen und 10 Mädchen. Der Anteil der Ausländer- bzw. Aussiedlerkinder liegt bei knapp 30%, die aber nur vereinzelt Sprachprobleme aufweisen. Aufgrund des recht hohen Anteils an Jungen im Vergleich zu den Mädchen, ist manchmal (nach Aussage der Lehrerin) ein gewisser Lautstärkepegel kaum zu unterschreiten. Der hohe Anteil der Jungen erwies sich meines Erachtens während des Unterrichtes nicht als Nachteil. Zwar mußte ich die Schüler mehrmals zur Ruhe ermahnen, auf der anderen Seite konnte ich aber gerade die Jungen mit Hilfe der technischen Versuche für das Thema Magnetismus begeistern. Während der Unterrichtsreihe ist mir stets die hohe Motivations- und Lernbereitschaft der Kinder aufgefallen. Die durchzuführenden Aufgaben wurden gewissenhaft und mit erkennbarer Freude erledigt. Die lebhafte Beteiligung trug dazu bei, dass die Kinder die unterschiedlichsten Theorien zu verschiedenen Themen vorzutragen hatten. Der Phantasie der Kinder waren keine Grenzen gesetzt. [...]
Neben dem Förderunterricht, der laut Stundenplan jeweils eine Stunde Mathematik und Deutsch pro Woche umfasst, ist das außerschulische Betreuungsangebot der Schule erwähnenswert. Während der Betreuung gibt es ein spezielles Angebot für Aussiedlerkinder, welches sich die Förderung der deutschen Sprache zur Aufgabe gemacht hat. Dieses wurde nötig, da in den letzten Jahren viele Aussiedlerhäuser bzw. –wohnungen im angrenzenden Wohngebiet errichtet worden sind. Aufgrund der Sprachschwierigkeiten haben diese Kinder zum Teil große Komplikationen, den Lernanforderungen gerecht zu werden. Die besondere Förderung soll die Schüler unterstützen. Ansonsten richtet sich das Betreuungsangebot an berufstätige Eltern, deren Kinder ab 7.30 bis 13.30 Uhr beaufsichtigt und beschäftigt werden können. Die meisten befassen sich hier mit Bastelarbeiten, Spielen oder dem Erledigen ihrer Hausaufgaben.62 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832458980
Arbeit zitieren:
Tegeler, Anja Juli 2001: Erarbeitung des Themas "Magnetismus" im Sachunterricht, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Grundschule, Erdmagnetismus, Elektromagnetismus, Transrapid, Unterrichtsreihe



