Erarbeitung eines Segmentierungsansatzes für internetbasierte Dienstleistungen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Stephan Wrage
- Abgabedatum: April 2000
- Umfang: 139 Seiten
- Dateigröße: 798,7 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Technische Universität Dresden Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3197-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3197-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3197-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Wrage, Stephan April 2000: Erarbeitung eines Segmentierungsansatzes für internetbasierte Dienstleistungen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Marktsegmentierung, Konsum, Start-up, Dienstleistung
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Diplomarbeit von Stephan Wrage
Einleitung:
Diese Arbeit widmet sich der Marktsegmentierung im Internet. Die Internet-Ökonomie wird in allen Bereichen unserer informationsintensiven Gesellschaft radikale Veränderungen mit sich bringen. Im Rahmen dieser Entwicklung werden elektronischen Märkte für die Volkswirtschaften weltweit starke Bedeutung gewinnen. Als Konsequenz wird die Nachfrage nach Informationen über diese Märkte in Zukunft stark zunehmen.
In der traditionellen Ökonomie ist die Marktsegmentierung eine geeignete Methode, um den Informationsstand der Unternehmung über sein Marktumfeld zu erhöhen und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. Die Entwicklung der Konsumgütermärkte im allgemeinen und der elektronischen Märkte im besonderen ist durch sich immer schneller ändernde Trends gekennzeichnet. Die Dynamik im Wandel der Rahmenbedingungen der Internet-Ökonomie ist hoch.
Mit Blick auf diese Sachverhalte stellt sich die Frage, in wie weit die Instrumente der Marktsegmentierung für elektronische Märkte geeignet sind.
Zur Beantwortung dieser Frage werden zunächst die Grundlagen der traditionellen Marktsegmentierung erläutert. Im Anschluss daran werden die Besonderheiten der Internet-Ökonomie und die daraus erwachsenden Konsequenzen für die Unternehmen dargelegt. Insbesondere wird auf die neuen Marktmechanismen, Wertschöpfungsformen und Problemfelder, sowie den Zusammenhang zwischen allgemein zu beobachtenden Konsumtrends und dem Internet eingegangen. Auf dieser Basis wird die Eignung der traditionellen Marktsegmentierung für elektronische Märkte kritisch beleuchtet und der Ansatz der lebensstilorientierten Marktsegmentierung detailliert beschrieben.
Die Arbeit wird mit dem Vorschlag einer Vorgehensweise zur Segmentierung elektronischer Märkte fortgeführt. In Zusammenfassung der Ergebnisse werden dabei die bewährten Grundlagen der traditionellen Marktsegmentierung mit den besonderen Anforderungen und Möglichkeiten des Internets verbunden. Zum Schluss wird ein Ausblick auf die Konsequenzen, die aus den aufgezeigten Entwicklungen elektronischer Märkte für Forschung und Praxis im Bereich der Marktsegmentierung erwachsen, gegeben.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungs- und Tabellenverzeichnis | I | |
| Abkürzungsverzeichnis | II | |
| Vorwort | III | |
| 1. | Zielsetzung und Gang der Untersuchung | 1 |
| 2. | Grundlagen der Marktsegmentierung | 3 |
| 2.1 | Definition und Aufgaben | 3 |
| 2.2 | Marktsegmentierung und Konsumentenverhalten | 7 |
| 2.2.1 | Definition und Abgrenzung | 8 |
| 2.2.2 | Erklärungsansatz nach Kroeber-Riel | 11 |
| 2.2.3 | Erkenntnisgewinn für die Marktsegmentierung | 20 |
| 2.3 | Ablauf der Marktsegmentierung | 22 |
| 2.3.1 | Markterfassung | 23 |
| 2.3.2 | Marktbearbeitung | 35 |
| 2.4 | Einordnung der Marktsegmentierung in das System der Unternehmung | 39 |
| 3. | Marktsegmentierung und Internet-Ökonomie | 43 |
| 3.1 | Besonderheiten der elektronischen Märkte | 43 |
| 3.1.1 | Das Internet als Konvergenzmedium | 43 |
| 3.1.2 | Neues Marktumfeld | 51 |
| 3.2 | Eignung der Marktsegmentierung für elektronische Märkte | 74 |
| 3.2.1 | Kritik an der Marktsegmentierung | 74 |
| 3.2.2 | Marktsegmentierung und elektronische Märkte | 76 |
| 3.3 | Lebensstilorientierte Marktsegmentierung | 80 |
| 3.3.1 | Definition und Entstehung | 80 |
| 3.3.2 | Einfluss des Lebensstils auf das Konsumentenverhalten | 83 |
| 3.3.3 | Lebensstiltheoretische Modellbildung | 85 |
| 3.3.4 | Typologien der Praxis | 89 |
| 3.3.5 | Kritische Betrachtung der Lebensstilforschung | 98 |
| 4. | Schlussfolgerung und Ausblick | 101 |
| 4.1 | Zusammenfassung der Erkenntnisse | 101 |
| 4.2 | Vorgehensweise zur Segmentierung elektronischer Märkte | 105 |
| 4.2.1 | Makrosegmentierung | 106 |
| 4.2.2 | Mikrosegmentierung | 106 |
| 4.2.3 | Kritische Betrachtung | 115 |
| 4.3 | Ausblick | 116 |
| Anhang 1: Die Geschäftsidee „gainzone.com“ | 118 | |
| Anhang 2: Die Geschäftsidee „SimSurf.com“ | 119 | |
| Anhang 3: Quellen | 120 | |
| Bibliographie | 121 |
Positive Feedback-Loops Des weiteren sind internetbasierte Dienstleistungen im hohen Maße von dem Gesetz des positiven Feedbacks gekennzeichnet, wodurch die Konkurrenzverhältnisse verändert, steigende Erträge83 möglich und starke Kundenbindung nötig wird. Verursacht werden die positiven Feedback-Loops durch das Zusammenwirken der in dieser Arbeit schon beschriebenen Gesetze von Moore und durch die besonderen Eigenschaften von Informationen84 sowie dem Gesetz von Metcalfe.85 Nach diesem Gesetz steigt der Wert eines Netzwerkes mit jedem neuen Nutzer der entsprechenden Technologie exponentiell. Am Beispiel des Telefaxgerätes ist dies leicht nachzuvollziehen: Hat nur ein Nutzer ein Telefaxgerät, ist es wertlos, da er mit dem Gerät nicht kommunizieren kann. Jeder neue Nutzer der Technologie wird zum potentiellen Kommunikationspartner und der Wert des Netzwerkes steigt. „Ein Nutzer kauft nicht mehr nur das physische Produkt, sondern vielmehr den Zugang zu diesem Netzwerk, den er durch das Produkt erhält. Der derivative Nutzen, das heißt die Größe des Netzwerkes, überlagert als entscheidendes Kaufkriterium den generischen Produktnutzen.“86 Aus diesem Sachverhalt resultiert, dass der Anbieter, der sein Produkt zuerst etabliert, aufgrund der exponentiell zunehmenden Wertigkeit des von ihm geschaffenen Netzwerkes einen, von der Konkurrenz kaum einzuholenden Vorsprung hat. Gelingt es diesem Anbieter, die Kunden durch Lock-In-Effekte dauerhaft zu binden, so hat er sehr gute Chancen, das betreffende Marktsegment alleine zu beherrschen. Eindrucksvoll deutlich wird dies durch den in den USA Microsoft anhängigen Kartellprozess, in dem ein Gericht jüngst den Missbrauch von Marktmacht durch Microsoft feststellte.87 [...]
Auf Grundlage der Theorien von Coase kann von einer der Wirtschaft bevorstehenden Umwälzung ausgegangen werden: Er zog aus seiner Betrachtung der Transaktionskosten den Schluss, dass Unternehmen nur aus einem einzigen Grund existieren:82 Sie organisieren Transaktionen effizienter als der Markt mit seinen freien Akteuren. Folgerichtig werden Unternehmen so lange expandieren, bis die Kosten für die Organisation einer weiteren Transaktion durch das eigene Unternehmen den Kosten des Marktes entspricht. In der Vergangenheit begünstigten die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien das Wachstum von Unternehmen: Sie waren in der Anschaffung relativ teuer, hatten jedoch große Einsparungen im Unternehmen zur Folge. Die Nutzung war aufgrund des hohen Eingangspreises für Individuen nicht rentabel. In der heutigen Situation, folgt man der Argumentation von Coase, werden die Unternehmen schrumpfen, da die Transaktionskosten auf dem freien Markt sinken. Diese Entwicklung kann, nach Ansicht des Autors, als ein dramatischer Umbruch beschrieben werden, der sich in der Stärkung des Internet-Sektors der Volkswirtschaften und dem Umbruch der traditionellen Wertschöpfungsketten manifestieren wird. [...]
Das Medium Internet besitzt durch Verbesserung der Markttransparenz ein großes Potential zur Senkung der Transaktionskosten und der Transaktionszeiten: • Die Suchkosten und Informationskosten für Anbieter und Konsumenten sinken, da das Internet zunehmend ausgefeiltere Suchmechanismen zur Verfügung stellt, die Informationen automatisch und kostengünstig liefern.76 • Die Verhandlungskosten sinken erheblich, da Verhandlungen via Internet auf sogenannten virtuellen Marktplätzen – teilweise sogar automatisiert77 – kostengünstig abgewickelt werden können. • Die Entscheidungskosten für den Konsumenten fallen, da die erhöhte Markttransparenz entscheidungsrelevante Informationen offen legt – als Beispiel seien Erfahrungsberichte über Produkte von Konsumenten für Konsumenten genannt.78 • Die Verfahrenskosten für Konsumenten und Anbieter werden auf ein Minimum gesenkt, da durch die Medienintegration die Informationen aus den Kaufverhandlungen sofort in der Abwicklung des Auftrags genutzt werden können.79 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832431976
Arbeit zitieren:
Wrage, Stephan April 2000: Erarbeitung eines Segmentierungsansatzes für internetbasierte Dienstleistungen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Marktsegmentierung, Konsum, Start-up, Dienstleistung



