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Erarbeitung eines Inplacementkonzepts, dargestellt am Beispiel der Informationstechnik- und Telekommunikationsbranche (ITK)

Erarbeitung eines Inplacementkonzepts, dargestellt am Beispiel der Informationstechnik- und Telekommunikationsbranche (ITK)
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Nicole Blum
  • Abgabedatum: September 2009
  • Umfang: 107 Seiten
  • Dateigröße: 674,1 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: AKAD-Fachhochschule Stuttgart Deutschland
  • Bibliografie: ca. 51
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-3744-2
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Blum, Nicole September 2009: Erarbeitung eines Inplacementkonzepts, dargestellt am Beispiel der Informationstechnik- und Telekommunikationsbranche (ITK), Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Inplacement, Integration, Organisationale Sozialisation, Mitarbeitermotivation, Führung

Diplomarbeit von Nicole Blum

Einleitung:

Die meisten Unternehmen schenken der Beschaffung und Auswahl von neuen Mitarbeitern große Aufmerksamkeit und investieren hierfür viel Zeit und Geld. Es wird auf eine bedarfsgerechte Wahl der Beschaffungswege Wert gelegt, man nutzt zielgruppenspezifische Instrumente, um die potentiellen Bewerber anzusprechen (beispielsweise Karrieremessen zur Rekrutierung von Fach- und Führungsnachwuchskräften) und auch die Auswahl wird meist sehr sorgfältig durchgeführt. So müssen die Kandidaten nicht nur in Bewerbungsgesprächen überzeugen, sondern werden häufig auch Eignungstests unterzogen. Das können Persönlichkeitstests, Fähigkeitstests oder immer häufiger auch mehrtägige Assessment Center sein. Geht es dann aber um die Einarbeitung und Integration dieser sorgfältig ausgewählten neuen Mitarbeiter, muss man feststellen, dass diese häufig weit weniger Beachtung finden. Nicht selten haben neue Mitarbeiter nach der Vertragsunterzeichnung das Gefühl, der neue Arbeitgeber habe das Interesse an ihnen verloren.

Dieses Problem ist nicht neu: Schon Mitte der 60iger Jahre befassten sich Autoren (wie beispielsweise Robert Fischer in seinem Werk „Einführung neuer Mitarbeiter“ aus dem Jahr 1965) mit der Eingliederung neuer Mitarbeiter ins Unternehmen. In Deutschland populär wurde das Thema vor allem durch die Feldstudie von Alfred Kieser et al., deren Ergebnisse und Handlungsempfehlungen erstmalig 1985 publiziert wurden und auf die noch heute in zahlreichen Veröffentlichungen Bezug genommen wird. Obwohl zwischenzeitlich eine Reihe von Literatur zu dem Thema erschienen ist – in jüngerer Zeit unter dem Begriff Inplacement - in der alle Autoren auf die Wichtigkeit und Bedeutung der Einführung und Integration neuer Mitarbeiter hinweisen, scheint es immer noch Defizite bei der Eingliederung zu geben. Zumindest zeigen dies eigene Erfahrungen und Beobachtungen der Autorin dieser Arbeit. Es gibt immer noch Firmen, in denen der neue Mitarbeiter am ersten Arbeitstag ins Unternehmen kommt und nahezu nichts ist für ihn und niemand wirklich auf ihn vorbereitet.

Diese Missstände bei der Eingliederung, die nicht selten eine Demotivierung des Neueinsteigers und im schlimmsten Fall sogar seine Kündigung zur Folge haben, veranlassten die Verfasserin dazu, sich mit der Thematik eingehend auseinander zu setzen.

Inhaltsverzeichnis:

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
ABBILDUNGSVERZEICHNIS IV
TABELLENVERZEICHNIS V
1. EINLEITUNG 1
1.1 Motiv für die Themenauswahl 1
1.2 Problemstellung 2
1.3 Zielsetzung der Arbeit 3
1.4 Vorgehensweise 4
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN 5
2.1 Begriffsbestimmungen und Definitionen 5
2.1.1 Inplacement 5
2.1.2 Integration 7
2.1.3 Organisationale Sozialisation 7
2.2 Ebenen des Inplacements .8
2.2.1 Fachliche Einarbeitung .8
2.2.2 Soziale Integration 8
2.2.3 Werteorientierte Integration 9
2.3 Der Integrationsprozess als Phasenmodell 9
2.3.1 Multiples Modell organisationaler Sozialisation von D. C. Feldman 10
2.3.2 Modell nach Kieser et al. 11
2.4 Einflussfaktoren auf die Integration und damit verbundene Probleme 14
2.4.1 Verhalten des Vorgesetzten 14
2.4.2 Stellenanforderungen und Aufgaben 16
2.4.3 Unternehmenskultur 17
2.4.4 Arbeitsgruppe 18
2.4.5 Persönlichkeitsfaktoren des neuen Mitarbeiters 19
2.5 Die Rolle der Personalabteilung im Integrationsprozess 20
2.6 Ziele und Nutzen eines erfolgreichen Inplacements 20
2.7 Auswirkungen einer misslungenen Mitarbeiterintegration 23
2.7.1 Folgen für das Unternehmen 23
2.7.2 Auswirkungen für den Mitarbeiter 25
3. IST-ANALYSE ZUR EINGLIEDERUNG NEUER MITARBEITER INS UNTERNEHMEN 26
3.1 Darstellung der Vorgehensweise 26
3.2 Durchführung der Ist-Analyse 27
3.2.1 Analyse der Aberdeen-Studie „Fully On-Board“ 27
3.2.1.1 Rahmendaten und Methodik 27
3.2.1.2 Ergebnisse der Studie 28
3.2.2 Online-Befragung von Unternehmen der ITK-Branche zur Mitarbeitereinführung und -integration 35
3.2.2.1 Rahmendaten der Befragung 35
3.2.2.2 Vorgehensweise bei der Datenerhebung 36
3.2.2.3 Darstellung der Ergebnisse 37
3.3 Bewertung und Interpretation der Ergebnisse 45
4. KONZEPT FÜR EINE SYSTEMATISCHE UND ZIELGERICHTETE INTEGRATION NEUER MITARBEITER 48
4.1 Ziele des Konzepts 48
4.2 Darstellung des Konzepts 50
4.2.1 Rekrutierungsphase 50
4.2.1.1 Anforderungsprofil und Stellenbeschreibung 51
4.2.1.2 Rekrutierungswege 53
4.2.1.3 Bewerbungsgespräch 55
4.2.2 Phase vor Arbeitsaufnahme 55
4.2.2.1 Aktive Betreuung und Kontakt 56
4.2.2.2 Bereitstellung von Informationsmaterial 57
4.2.2.3 Erstellung Einarbeitungsplan 58
4.2.2.4 Ankündigung des neuen Mitarbeiters 59
4.2.2.5 Vorbereitung des Arbeitsplatzes und der Arbeitsmittel 59
4.2.3 Zu Arbeitsbeginn 60
4.2.3.1 Empfang durch den Vorgesetzten 60
4.2.3.2 Einführungs.und Orientierungsgespräch 60
4.2.3.3 Begrüßungspräsent 61
4.2.3.4 Einführungsveranstaltung 61
4.2.4 Nach Arbeitsbeginn 62
4.2.4.1 Seminare und eLearning-Programme 62
4.2.4.2 Patensystem 64
4.2.4.3 Einsatz von Mentoren 66
4.2.4.4 Zielvereinbarungen und regelmäßige Feedbackgespräche 66
4.2.4.5 Projektarbeit 68
4.2.4.6 Newcomer-Stammtisch 68
4.3 Implementierung des Inplacement-Konzepts 69
4.3.1 Individuelle Erarbeitung eines optimalen Instrumentenmix 69
4.3.2 Handlungsschritte zur Umsetzung 71
4.3.3 Kosten-/Nutzenanalyse 72
5. KRITISCHE WÜRDIGUNG 74
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 75
ANLAGEN I
LITERATURVERZEICHNIS XVI
QUELLENVERZEICHNIS XXI

Textprobe:

Kapitel 2.4.4, Arbeitsgruppe:

Speziell in modernen, spezialisierten Branchen wie der ITK-Branche sind die Aufgaben in der Regel so komplex und umfangreich, dass sie größtenteils nur im Team bewältigt werden können. Eine Arbeitsgruppe zeichnet sich dadurch aus, dass mehrere Personen über längere Zeit in direkter Interaktion zusammenarbeiten, wobei sie die vorgesehenen Rollendifferenzierungen beachten und sich an gewisse Normen und Werte halten müssen.

Nach seinem Eintritt in das Unternehmen muss der neue Mitarbeiter seinen Platz in der Arbeitsgruppe finden. Die meisten Neuen haben weniger Sorge, den fachlichen Anforderungen gerecht zu werden, als von der Arbeitsgruppe aufgenommen zu werden. Denn nicht selten kommen sie in ein seit Jahren bestehendes, eingespieltes Team, in dem Neueinsteiger zunächst als Eindringlinge betrachtet werden.

Die Arbeitsgruppe spielt im Rahmen der Einarbeitung und Integration eines neuen Mitarbeiters eine wichtige Rolle, denn sie verfügt über die notwendigen, für den Neuen wertvollen Informationen und kann ihm in den ersten Wochen mit Rat und Tat zur Hilfe stehen. Vor allem für informelle Informationen sowie Tipps und Tricks im Umgang mit dem Vorgesetzten ist die Arbeitsgruppe sehr wichtig. Zudem kann sie das Bedürfnis nach sozialen Kontakten und sozialer Anerkennung befriedigen.

Die Integration in die Arbeitsgruppe gelingt dem neuen Mitarbeiter leichter, wenn ihn die Teamkollegen spüren lassen, dass sie sich über sein Kommen freuen und ihm offen und aufgeschlossen begegnen. Kommt er dagegen in ein eingeschworenes Team, dass in dem Neuen eine unerwünschte Bedrohung ihrer Positionen und Rollen sieht, kann es für ihn sehr schwierig und kräftezehrend werden. Starke Konflikte innerhalb der Gruppe erschweren ebenfalls eine Eingliederung, da der Neueinsteiger in einen für ihn noch nicht zu überblickenden Machtkampf hineingezogen wird. Auch Verschwörungen der Gruppe – beispielsweise gegen den Vorgesetzten – können für den neuen Mitarbeiter zum Problem werden und ihn in einen Loyalitätskonflikt stürzen.

Arbeit zitieren:
Blum, Nicole September 2009: Erarbeitung eines Inplacementkonzepts, dargestellt am Beispiel der Informationstechnik- und Telekommunikationsbranche (ITK), Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Inplacement, Integration, Organisationale Sozialisation, Mitarbeitermotivation, Führung

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