Erarbeiten einer Entscheidungshilfe für Unternehmen zur Auswahl des optimalen Verpflegungssystems in Abhängigkeit der Mitarbeiterzahl durch Kostenvergleich
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Andreas Klebs
- Abgabedatum: Dezember 2003
- Umfang: 120 Seiten
- Dateigröße: 1,2 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Technische Fachhochschule Wildau Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7867-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7867-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7867-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Klebs, Andreas Dezember 2003: Erarbeiten einer Entscheidungshilfe für Unternehmen zur Auswahl des optimalen Verpflegungssystems in Abhängigkeit der Mitarbeiterzahl durch Kostenvergleich, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Verpflegungssysteme, Küchenplanung, Kosten, Großküchen, Betriebsverpflegung
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Diplomarbeit von Andreas Klebs
Einleitung:
Im Jahr 2003 gibt es in der Bundesrepublik Deutschland etwa 39.000 Betriebe mit jeweils mehr als 100 Beschäftigten. Davon offerieren ca. 14.000 Unternehmen ihren Mitarbeitern eine warme Mahlzeit. Zwei Drittel davon bewirtschaften eine eigene Küche, die übrigen lassen sich das Essen anliefern, warm oder tiefgekühlt, in sehr seltenen Fällen im Cook-&-Chill-Verfahren. Je größer das Unternehmen, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Mitarbeiter verpflegt werden. Größere Betriebe sind auch eher bereit und in der Lage, das Essen zu bezuschussen.
Die Frage nach der Betriebsform, in der die Verpflegung organisiert ist, Eigenregie, Catering oder Pacht, gehört seit langem zu den zentralen Fragen in der Gemeinschaftsverpflegung. Letzte Schätzungen ergaben, dass die Catering-Quote bei etwa 25 % liegt. Der größte Teil der Betriebsgastronomie in Deutschland ist im Unterschied zu den meisten anderen europäischen Ländern mit 57 % immer noch Sache der Unternehmen selbst. Der Rest liegt in den Händen von kleinen und mittelständigen Pächtern.
Jedes Unternehmen das sich neu gründet, umstrukturiert oder auch verkleinert steht vor der Frage, welches Verpflegungssystem für seinen Betrieb als günstigstes zum Einsatz kommen kann. Die Qualität der Versorgung spielt natürlich eine entscheidende Rolle; aber auch betriebswirtschaftliche Erwägungen sind zu betrachten.
Vergleiche in der Literatur zwischen den einzelnen Versorgungsformen sind sehr schwer, wenn überhaupt nicht zu finden, da jeder Betrieb seine eigene Struktur hat. Viele Geschäftsführungen, die ihre Mitarbeiter optimal verpflegen wollen glauben, durch eine eigene Großküche, mit eigenem Personal das bestmögliche zu erreichen. Sehr häufig gehen diese Küchen nur kurz oder gar nicht in Betrieb. In der Praxis sind sehr viele solcher „Investruinen“ bekannt, die in bester Absicht gebaut und eingerichtet, aber aufgrund zu hoher Folgekosten wieder geschlossen wurden. Falsche Beratungen waren nicht selten der Grund dafür. Am stärksten hiervon betroffen sind Unternehmen zwischen 100 und 600 Mitarbeiter.
Ziel der Arbeit:
Ziel dieser Arbeit ist es, aus betriebswirtschaftlicher Sicht einen Vergleich anzustellen, der den Unternehmer, bevor er überhaupt Investitionen tätigt, in die Lage versetzt, sein optimales System der betrieblichen Gemeinschaftsverpflegung zu finden.
Beispielrechnungen mit 25 bis 500 Essenteilnehmern der Systeme Eigenregie, Voll- und Teilcatering und Tiefkühlküchen sollen verdeutlichen, wie groß die finanzielle jährliche oder monatliche Belastung für das Unternehmen ist.
Da man Qualität schwer messen kann, soll sie in dieser Arbeit etwas in den Hintergrund treten. Vorausgesetzt wird, dass alle beschriebenen Verpflegungssysteme eine optimale Qualität erreichen. Aus diesem Grund bleibt auch eine reine Anlieferung von Mittagsmenüs durch eine Fernküche, mit Standzeiten des Essens von einer bis drei Stunden unberücksichtigt, da von Qualität nicht mehr die Rede sein kann.
Um eine bestmögliche Vergleichbarkeit zu erreichen, muss ein einheitlicher Vier-Wochenspeiseplan erstellt werden, welcher die Grundlage für alle Systeme bildet. Ein gleichartiges Zwischenverpflegungsangebot und einheitliche Abgabepreise sind Voraussetzungen für die Berechnungen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | 3 | |
| 1. | Einleitung | 4 |
| 2. | Verpflegungssysteme | 6 |
| 2.1 | Eigenregie | 6 |
| 2.2 | Service GmbH | 7 |
| 2.3 | Catering | 8 |
| 2.3.1 | Vollcatering | 8 |
| 2.3.2 | Teilcatering | 10 |
| 2.4 | Tiefkühlmenü | 10 |
| 2.4.1 | Mehrportionsgebinde | 11 |
| 2.4.2 | Einzelportionsschale | 12 |
| 2.5 | Pacht | 12 |
| 3. | Küchentypen | 13 |
| 3.1 | Vollküche | 14 |
| 3.2 | Zubereitungsküche (Eigenregie, Vollcatering) | 14 |
| 3.3 | Mischküche (Teilcatering ) | 15 |
| 3.4 | Regenerierküche (Tiefkühlkost) | 15 |
| 3.5 | Ausgabeküche | 15 |
| 4. | Kostenermittlung, Kostenrechnung | 16 |
| 4.1 | Zubereitungsküche Eigenregie | 20 |
| 4.1.1 | 500 Essenteilnehmer | 20 |
| 4.1.2 | 300 Essenteilnehmer | 22 |
| 4.1.3 | 150 Essenteilnehmer | 24 |
| 4.2 | Zubereitungsküche Vollcatering | 26 |
| 4.2.1 | 500 Essenteilnehmer | 26 |
| 4.2.2 | 300 Essenteilnehmer | 28 |
| 4.2.3 | 150 Essenteilnehmer | 29 |
| 4.3 | Mischküche Teilcatering | 31 |
| 4.3.1 | 300 Essenteilnehmer | 31 |
| 4.3.2 | 150 Essenteilnehmer | 33 |
| 4.3.3 | 75 Essenteilnehmer | 34 |
| 4.4 | Regenerierküche Tiefkühlmenü Mehrportionsschale | 36 |
| 4.4.1 | 300 Essenteilnehmer | 36 |
| 4.4.2 | 150 Essenteilnehmer | 38 |
| 4.4.3 | 75 Essenteilnehmer | 39 |
| 4.5 | Regenerierküche Tiefkühlmenü Einzelportionsschale | 41 |
| 4.5.1 | 75 Essenteilnehmer | 41 |
| 4.5.2 | 25 Essenteilnehmer | 42 |
| 5. | Ergebnis, Auswertungsübersicht | 44 |
| 5.1 | Vergleich Verpflegungssysteme 500 Essenteilnehmer | 44 |
| 5.2 | Vergleich Verpflegungssysteme 300 Essenteilnehmer | 45 |
| 5.3 | Vergleich Verpflegungssysteme 150 Essenteilnehmer | 45 |
| 5.4 | Vergleich Verpflegungssysteme 75 Essenteilnehmer | 46 |
| 5.5 | 25 Essenteilnehmer | 46 |
| 5.6 | Gesamtübersicht, Zusammenfassung | 47 |
| Literatur- und Quellenverzeichnis | 49 | |
| Anlagenverzeichnis | 52 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 118 |
Alle 7 Küchenkräfte arbeiten in Vollzeit, entsprechen des jeweiligen Tarifgebietes. Personalkosten ergeben sich in Höhe von 252.926,40 €. Aus der geplanten Musterküche32 sind die abzuschreibenden Geräte ersichtlich. Bei einer Kapazität von 300 Essenteilnehmern rechnet man mit AfA- Kosten in Höhe von 32.109,00 €. Sonstige Kosten werden nach einem umsatzabhängigen Schlüssel berechnet. Bei 300 Essenteilnehmer sind 10 % vom Umsatz geplant. 300m² Küchenfläche werden benötigt und mit 5 € /m² bewertet. Für den Speisesaal (in dem Beispiel nicht enthalten) sollte man mit 150 m² rechnen. Medienkosten fallen portionsabhängig mit 0,20 € an. Daraus ergeben sich die sonstigen Kosten in Höhe von 48.696,12 €. 250 Versorgungstage liegen auch den Erlösen zugrunde. Bei denen im Wareneinsatz genannten Mengen rechnet man bei 300 Essenteilnehmern Gesamterlöse für die Mittags- und Zwischenversorgung in Höhe von 186.961,21 €. [...]
4.1.2 300 Essenteilnehmer31 Bei einer Größe von 300 Essenteilnehmern liegt die durchschnittliche Gesamtmitarbeiterzahl bei 500 bis 700. Täglich werden 240 komplette Mittagsmenüs verabreicht. Dazu kommen 30 große Salate und aus dem Zwischenverpflegungsangebot 30 Portionen. Hieraus ergibt sich die Gesamtesserzahl von 300. 15 kleine Salate, 30 Suppen und 50 Desserts vervollständigen das mittägliche Angebot. Aus der Frühstücksversorgung kommen 50 Einheiten hinzu. Bei 250 Essenstagen errechnet sich ein Wareneinsatz von 97.312,50 €. Küchenpersonal kommt wie folgt zum Einsatz: ein Betriebs-/Küchenleiter für die allgemeine Küchenführung, Abrechnung, Planung und Leitung der täglichen Küchenaufgaben ein Koch drei Beiköche zwei Küchenhilfen für die Produktion, Ausgabe, Reinigung usw. [...]
eine Vergleichbarkeit für alle Verpflegungsformen zu gewährleisten sind diese Angaben auch auf die Eigenregie übertragen worden. Für die Küche wurde eine Fläche von 375 m² verplant. Auf den Speisesaal wurde wie auch in allen anderen Vergleichsrechnungen verzichtet. In der Praxis rechnet man mit 1,5m² pro Platz. Bei einem dreifachen Platzwechsel hieße das z.B. 250 m² Raumbedarf für die 500er Küche. Für die Raummiete ist einheitlicher Betrag von 5 € pro m² festgelegt. Für Medienkosten kommen pauschal 0,20 € pro Portion hinzu. Hieraus ergibt sich eine Summe der sonstigen Kosten von 79.327,59 €. Die Erlöse beinhalten 250 Versorgungstage und die schon bei dem Wareneinsatz genannten Mengen. Pro Jahr ergeben sich in der Mittags- und Zwischenversorgung Gesamterlöse in Höhe von 306.896,55 €. Aus den Einzelpositionen erhält man für die Eigenregie-Küche mit 500 Essenteilnehmern folgende Gesamtrechnung: Wareneinsatz Personalkosten Abschreibung Sonstige Kosten KOSTEN gesamt ERLÖSE GESAMTERGEBNIS pro Jahr GESAMTERGEBNIS pro Monat 158.875,00 € 327.828,82€ 41.767,00 € 79.327,59 € 607.798,41 € 306.896,55 € - 300.901,86 € 25.075,16 € [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832478674
Arbeit zitieren:
Klebs, Andreas Dezember 2003: Erarbeiten einer Entscheidungshilfe für Unternehmen zur Auswahl des optimalen Verpflegungssystems in Abhängigkeit der Mitarbeiterzahl durch Kostenvergleich, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Verpflegungssysteme, Küchenplanung, Kosten, Großküchen, Betriebsverpflegung



