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Entwurf und prototypische Realisierung einer künstlichen Intelligenz zur Steuerung einer Papierschneidemaschine

Entwurf und prototypische Realisierung einer künstlichen Intelligenz zur Steuerung einer Papierschneidemaschine
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Bastian Schindler
  • Abgabedatum: November 2005
  • Umfang: 86 Seiten
  • Dateigröße: 4,0 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9549-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9549-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9549-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schindler, Bastian November 2005: Entwurf und prototypische Realisierung einer künstlichen Intelligenz zur Steuerung einer Papierschneidemaschine, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: neuronal, Generalisierung, CIP3, SNNS, Netz

Diplomarbeit von Bastian Schindler

Einleitung:

Die Entwicklung von Software für Papierschneidemaschinen (PSM) begann bei der Firma MCS MICRONIC Computer Systeme schon vor über 15 Jahren. Die Technik verbesserte sich im Laufe der Zeit, ebenso die Visualisierung und Usability für den Benutzer. Eines hat sich jedoch nicht geändert: es wird immer noch ein kundiger Beschneider, also der Bediener der Maschine, benötigt, um die schnellste und wirtschaftlichste Schnittabfolge zu erstellen. Die Idee zu einer Software, die selbstständig sinnvolle Schnittfolgen generiert, entstand in Gesprächen mit meinem Erstbetreuer Professor Heßling und stieß sowohl bei MCS als auch bei Perfecta, einem Hersteller von PSM, auf reges Interesse.

Das Beschneiden von großformatigen Papierbögen aus Druckereien erfordert einen geeigneten Beschneider, der auf Grund seiner Erfahrung eine effektive und ressourcenschonende Schnittfolge gewährleistet. Ziel dieser Arbeit soll demnach sein, die Möglichkeiten zur Ermittlung eines sinnvollen Schnittes, abhängig von der jeweiligen Situation, zu untersuchen, die eine künstliche Intelligenz (KI) auf Basis eines neuronalen Netzes (NN) bietet. Außerdem soll das Schnittgut mit allen Nutzen und möglichen Schnitten visualisiert werden. Die Visualisierung und Bedienung der Benutzeroberfläche ist intuitiv zu gestalten, um das Arbeiten an der PSM auch ungelernten Kräften zu ermöglichen. Unter Umständen besteht die Chance, einen kundigen Beschneider durch einen weniger versierten Bediener zu ersetzen.

Die Abschlussarbeit wird von MCS MICRONIC Computer Systeme GmbH begleitet, da potentielles Interesse am zukünftigen Einsatz und der Vermarktung des erarbeiteten Prototyps besteht. Die vorliegende Diplomarbeit mit dem Titel „Entwurf und prototypische Realisierung einer künstlichen Intelligenz zur Steuerung einer Papierschneidemaschine“ untersucht, inwieweit sich eine KI auf Grundlage eines NN zur Generierung von sinnvollen Schnittvorschlägen bei einer Software für PSM eignet.

Dazu werden zunächst die Grundlagen in den Bereichen KI und NN erarbeitet, anschließend die Kriterien für den zu entwickelnden Prototyp aufgezeigt und die Aufgaben genauer spezifiziert. Danach folgt eine Beschreibung der Entwurfsphase. Erläuterungen der einzelnen Programmteile und -abläufe führen schließlich zu umfangreichen Tests über die Korrektheit, Leistungsfähigkeit und dem Innovationspotential der KI sowie der Qualität der Benutzeroberfläche. Abschließend werden die erarbeiteten Ergebnisse zusammengefasst, um mögliche Ausblicke für die Weiterentwicklung zu geben.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 5
2. Grundlagen 6
2.1 Einführung künstliche Intelligenz 6
2.2 Künstliche neuronale Netze 7
2.2.1 Einführung 7
2.2.2 Natürliche und künstliche Neuronen 8
2.2.3 Aufbau neuronaler Netze 13
2.2.4 Eigenschaften neuronaler Netze 13
2.2.5 Netzarchitekturen 15
2.2.6 Lernen 16
2.2.7 Netzgrößen und Generalisierungsfähigkeit 18
2.2.8 Schematischer Überblick über neuronale Netze 19
3. Analyse 21
3.1 Ausgangssituation und Problembeschreibung 21
3.2 Papierschneidemaschinen in der Praxis 22
3.2.1 Schneiden mit Schnellschneidern oder Planschneidern 22
3.2.2 Profil der beteiligten Firmen Perfecta und MCS 25
3.2.3 Schnellschneider der Firma Perfecta 26
3.3 Dateiformate und –standards 28
3.3.1 JDF, CIP3 und CIP4 28
3.3.2 Schnittprogramme 28
3.3.3 SNNS Netzdateien und Trainingsmusterdateien 29
4. Anforderungsdefinition 30
4.1 Zielsetzung der Arbeit und Eingrenzung des Themas 30
4.2 Pflichtenheft 31
5. Design 37
5.1 Benutzerführung 37
5.2 Model View Controller 38
5.3 Prototyping 39
5.4 Unified Modeling Language 40
6. Implementierung 43
6.1 Das Entwicklungsumfeld 43
6.1.1 Stuttgarter Neuronale Netz Simulator 43
6.1.2 Entwicklungsumgebung Microsoft .net 44
6.2 Strukturierung und Workflow des Prototyps 44
6.2.1 Look ’n Feel und Workflow der GUI 44
6.2.2 Workflow der Core 48
6.2.3 Künstliche Intelligenz des Prototyps 49
6.2.4 Kommunikation des Programms mit dem Netz 50
6.3 Beschreibung besonderer Codefragmente 51
7. Untersuchungen 53
7.1 Erfüllung der Randbedingungen 54
7.1.1 Kontrolle: Benutzerfreundlichkeit der GUI 54
7.1.2 Kontrolle: Ausgabewerte des NN im Vergleich zum SNNS 54
7.1.3 Kontrolle: Koordinatenunabhängigkeit des Prototyps 55
7.1.4 Kontrolle: Wiedergabe einer erlernten Schnittabfolge 56
7.1.5 Kontrolle: Wiedergabe zweier erlernter Schnittabfolgen 57
7.1.6 Kontrolle: Wiedergabe fünf erlernter Schnittabfolgen 58
7.2 Denkbares Innovationspotential des Prototyps 58
7.2.1 Untersuchung: Übertragbarkeit von Wissen auf andere Konstellationen I 58
7.2.2 Untersuchung: Übertragbarkeit von Wissen auf andere Konstellationen II 59
7.2.3 Untersuchung: notwendige Größe der Zwischenschicht 60
7.2.4 Untersuchung: Wiederholung 7.2.2 mit Zwischenschichtgröße aus 7.2.3 61
7.2.5 Untersuchung: Übertragbarkeit von Wissen auf andere Konstellationen III 61
7.2.6 Untersuchung: Aussagekraft 7.2.5 62
8. Ergebnis und Zusammenfassung 63
8.1 Zusammenfassung 63
8.2 Bewertung und Fazit 64
8.3 Software anderer Hersteller im Vergleich zum Prototyp 65
8.4 Ausblick und Ideen 66
9. Quellenverzeichnis 68
10. Abbildungsverzeichnis 70
11. Abkürzungsverzeichnis 71
12. Glossar 72
13. Anhang 77

Automatisiert erstellter Textauszug:

Prototyping beschreibt im Vergleich zur Gesamtlaufzeit eines Softwareprojekts die rasche und undetaillierte Erstellung evolutionärer Beispielsysteme. Die mit dieser Arbeit entstandene Software ist als Prototyp zu verstehen. Sie dient der Untersuchung an Teilproblemen, ob und in wieweit ein NN für die Steuerung einer PSM prinzipiell eingesetzt werden kann. Die Anzahl der Nutzen bezüglich der Verarbeitung innerhalb des NN ist auf maximal 5 in horizontaler und ebenso 5 in vertikaler Anordnung beschränkt. Es wird davon ausgegangen, dass sich dieser Verschnitt sowohl zwischen den einzelnen Nutzen, als auch an den Außenrändern befindet. Die Einschränkungen der Nutzenanzahl gelten schlussendlich für die Nutzung des Prototyps, sind jedoch auf den Programmteil des NN beschränkt. Dies beruht auf der starren Größe des NN, welches eine feste Anzahl an Neuronen in den einzelnen Schichten aufweist. Die Größe des NN wurde für die Untersuchungen im Rahmen des Prototyps aus Gründen der Überschaubarkeit beschränkt. Der Visualisierungs- und Berechnungsteil des Prototyps ist hingegen allgemein gehalten. Das Lernen des NN wird im Rahmen des Prototypings auf den SNNS ausgegliedert. Diese Maßnahme schränkt nicht die Funktionsfähigkeit des Prototyps ein. Zukünftig ist das Lernen in die Software zu integrieren. [...]

Das Wurzelelement bildet die DrupaKI. Ihr angegliedert sind die DrupaKI.Core, DrupaKI.GUI und DrupaKI.NN, welche im Folgenden kurz erläutert werden. DrupaKI.Core In der DrupaKI.Core sind die Methoden der Berechnungen außerhalb des NN enthalten. Dort werden unter anderem die Part- und CutBlock-Objekte gefüllt, absolute in relative Koordinaten umgewandelt, die Neuberechnungen nach einem Schnitt getätigt und Schnittlinien deklariert. DrupaKI.Core.Model DrupaKI.Core.Model Core. In diesem der DrupaKI.Core untergeordneten Namensraum sind Part und CutBlock Objekttypen enthalten. DrupaKI.GUI Die DrupaKI.GUI enthält alle Methoden der Visualisierung, zum Beispiel das Füllen des Baumes mit Schnitten und die Aktualisierung der Grafik des Schnittguts DrupaKI.NN In diesem Namensraum befinden sich alle Methoden für den Umgang mit dem NN. Hier werden die Berechnungen für die Weiterleitung von Erregungen der Neuronen ausgeführt, wie die logistische Funktion zur Ermittlung des Aktivierungszustandes des Neurons oder das Aufaddieren der Eingangssignale eines Neurons. [...]

Bei der Visualisierung des Schnittguts wurde die natürliche Umwelt, also der Schneidtisch, zum Vorbild genommen. Um die einzelnen Elemente von einander unterscheiden zu können, sind sie unterschiedlich gefärbt. Die Nutzen sind rot, da sie das wichtigste Element der Software sind und dem Benutzer durch die Signalwirkung der Farbe sofort aufzufallen haben. Der Teil des Schnittguts, der nicht zu den Nutzen gehört, also Verschnitt ist, wird weiß dargestellt, da es sich in der Realität auch um einfaches, weißes und unbedrucktes Papier handelt. Freiliegende Flächen, auf denen sich kein Papier mehr befindet, sind durch das Grau der metallischen Oberfläche eines Schneidtisches nachempfunden. Die möglichen Schnittlinien sind schwarz und durchgängig, wobei die gerade ausgewählte Linie gestrichelt und breiter dargestellt wird. [...]

Arbeit zitieren:
Schindler, Bastian November 2005: Entwurf und prototypische Realisierung einer künstlichen Intelligenz zur Steuerung einer Papierschneidemaschine, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
neuronal, Generalisierung, CIP3, SNNS, Netz

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