Entwurf und prototypische Implementierung einer Sprachdialog-Schnittstelle für ein E-Government Informationssystem
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Thomas Schwanzara-Bennoit
- Abgabedatum: April 2004
- Umfang: 146 Seiten
- Dateigröße: 2,5 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Brandenburgische Technische Universität Cottbus Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9414-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9414-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9414-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schwanzara-Bennoit, Thomas April 2004: Entwurf und prototypische Implementierung einer Sprachdialog-Schnittstelle für ein E-Government Informationssystem, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Sprachdialog, Voice-XML, HTML, Java, MYSQL
In den Warenkorb
74,00 €
Diplomarbeit von Thomas Schwanzara-Bennoit
Einleitung:
Im Zeitalter des E-Commerce stellt ein Großteil der Unternehmen weltweit ihren Kunden Möglichkeiten zur Nutzung verschiedenster Dienste mittels automatisierter Kundendienstsysteme rund um die Uhr bereit. Grafisch basierte Kommunikations- und Informationsdienste haben jedoch den Nachteil, dass dieser Service nur den Webbrowser-Nutzern vorbehalten ist.
Bedingt durch diese technische Hürde der internet-basierten Kunden- bzw. Benutzeraktion wird von den Unternehmen das Telefon für Self-Service Anwendungen zunehmend wieder entdeckt. Auf dem deutschen Markt werden bereits vielfältige sprachbasierte Kundendialogsysteme parallel zu den existierenden Diensten angeboten und erweitern somit die Interaktion durch natürliche Sprache und DTMF per Telefon.
Mit Sprachtechnologien lassen sich Internetanwendungen so ergänzen, dass die Dienste auch über das Telefon oder andere Geräte abgerufen werden können. Mittels CTI-Technologie (Computer Telefon Integration) wird das Telefon dabei so in einen offenen, flexiblen Informationskanal verwandelt. Alles, was der Benutzer braucht, ist seine Stimme, sein Gehör und eine tolerante Einstellung gegenüber dem IT-System. Systemseitig wurde VoiceXML als eine flexible Sprachdialogschnittstelle auf die Anforderungen der CTI entwickelt und im Februar 2003 in der Version 2.0 vom W3C (World Wide Web Konsortium) verabschiedet. Neben E-Commerce eröffnen natürlichsprachliche Dialogsysteme auch dem E-Government neue Möglichkeiten zur Kommunikation zwischen Politikern, Verwaltungsangestellten und Bürgern. Die Vorteile – Senkung der Kosten bei gleichzeitiger Verbesserung des Service – liegen auf der Hand.
Nach einer Untersuchung der Gartner Group (http://www.gartner.com) erfolgen 92% aller Kundenkontakte über das Telefon. Nur Sprachapplikationen können die Sprachinteraktionen durch Agenten bzw. Personen effektiv und kostengünstig minimieren und gleichzeitig Informationsdienste wie Nachrichten anbieten.
SeSAM (System zur einfachen Speicherung, Abfrage und Modifikation von Daten) ist eine Anwendung der SINAPSYS (System für das Informationsmanagement in Arbeitsgruppen und -prozessen) Lösung und wird am Lehrstuhl für Technologie der Informationssysteme der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel speziell nach den Anforderungen der Stadt Cottbus als E-Government Pilotierungsprojekt entwickelt. Das System ist zum einen als Informations- und Kommunikationsdienst für den interessierten Bürger je nach Informations- und Kommunikationsbedarf geplant. Auf der anderen Seite ist SeSAM als Dienst für die Erleichterung der Arbeit der Mitglieder von Gremien (Stadtverordnete, Abgeordnete, Politiker, Verwaltung) mit einer spezifischen Unterstützung der entsprechenden Prozesse geplant.
Das SeSAM-System soll unterschiedliche Ausgabeformen unterstützen: von der grafischen HTML-Oberfläche (Internet) bis zu der in dieser Arbeit zu entwickelnden sprachbasierten Ausgabe. In dieser Diplomarbeit wird eine Machbarkeitstudie einer natürlichsprachlichen Dialogschnittstelle für das E-Government System SeSAM durchgeführt. Ziel dieser Arbeit ist somit ein prototypisches System, welches einen Sprachdialog mit der EGovernment Umgebung SeSAM erlaubt.
Ein Sprachschnittstelle besteht meist aus einem Voice Browser, welcher ähnlich wie ein HTML (HyperText Markup Language) Browser per http (HyperText Transfer Protocol) mit einem entsprechenden Webserver kommuniziert.
In dieser Arbeit werden die Grundlagen, Standards und Technologien für ein natürlichsprachliches Dialogsystem für die Zielanwendung E-Government diskutiert. Darauf aufbauend wird die Zielanwendung in einer konzeptionellen Analyse untersucht und geeignete Anwendungsfälle für den natürlichsprachlichen Dialog bestimmt.
In der Bachelorarbeit von Udo Krautz wurde die Struktur und Funktionalität einer bestehenden Perl-basierten E-Government analysiert und eine objektorientierte Anwendung spezifiziert. Diese Arbeit diente als Basis und Leitfaden für die Entwicklung, Architektur und Implementierung der zu entwickelnden Anwendung. Im Verlauf dieser Diplomarbeit wurde von Gunar Fiedler sowie von Thomas Schwanzara-Bennoit, dem Autor dieser Arbeit, ein objektorientierter SeSAM Java-Prototyp konzipiert, entwickelt und getestet. Für die Sprachschnittstelle werden die Anwendungsfälle Termine, Nachrichten sowie Gruppenund Personeninformationen prototypisch entworfen, implementiert und simuliert. Die Sprachschnittstelle nutzt dabei die Geschäftsobjekte von SeSAM und wurde durch Java Servlets, Java Server Pages, Java-Tomcat-Applikationsserver, JDBC, MySQL und VoiceXML realisiert. Zur Simulation der Anwendung wird nicht die echte Zielumgebung (CTI-System, VoiceXMLGateway) verwendet, sondern der flexible Dialoginterpreter OptimTalk. Der Prototyp dieser Arbeit unterstützt Spracherkennung (Mikrophon), DTMF sowie Sprachaufnahmen als Eingaben und synthetischer Sprachausgabe (Lautsprecher) oder aufgenommene Audio-Wav Dateien als Output.
Das wichtigste Kommunikationsmittel ist die gesprochene Sprache. Der Wunsch ist daher nahe liegend, auch mit dem Computer über Sprache zu kommunizieren. Das Erkennen gesprochener Sprache gehört aber zu den schwierigsten Aufgaben der Signalverarbeitung. Unter Sprachtechnologien fasst man die Aufzeichnung, die Erkennung und die Ausgabe oder Wiedergabe von Wörtern oder Sätzen zusammen. Die Sprachtechnologie ist ein schnell wachsender Bereich und stellt die zukünftige Benutzerschnittstelle von fortgeschrittenen Telefonapplikationen dar.
Eine treibende Kraft für den verstärkten Einsatz von Sprachanwendungen ist die Miniaturisierung mobiler Geräte. Ein besonders attraktives Einsatzfeld erwartet man heute beim sprachaktivierten Internet. Mit Hilfe von Sprachtechnologien lassen sich Informationen aus dem Internet auch über das mobile Telefon, PDA oder im Auto abrufen. Hier soll künftig VoiceXML für eine standardisierte Sprachunterstützung sorgen. Die Navigation innerhalb der Webseiten erfolgt ebenfalls per Sprache. Die Ausgabe erfolgt entweder in Sprachform oder als Anzeige auf einem Display. Als besonders zukunftsträchtig wird die Möglichkeit angesehen, mit diesen Diensten einen personalisierten Zugang zum Internet und zu Informationen mittels Voice Portalen zu schaffen.
Ein wichtiger Antrieb für die Entwicklung liegt natürlich bei den optimistischen Markteinschätzungen und den ökonomischen Erwartungen. Die Integration von Sprachanwendungen im Internet ist eine logische Weiterentwicklung der Desktopanwendungen. Aufgrund der notwendigerweise geringen Abmessungen der Geräte und der damit verbundenen Einschränkungen drängt sich die Nutzung der Sprache zur Anwendungssteuerung geradezu auf.
Gang der Untersuchung:
Kapitel 2 erläutert zuerst die Grundlagen des E-Government, welches das Einsatzgebiet des zu entwickelnden Prototyps ist. Dann werden die linguistischen Grundlagen sprachgesteuerte Informationssysteme wie menschliche Sprache, Kommunikation, Dialoge und die unterschiedlichen Sprachsysteme klassifiziert. Darauf aufbauend werden Spracherkennung, Sprachausgabe und -synthese sowie Dialogmanager vorgestellt und auf Punkte wie Grundlagen, Technologie sowie Anbieter analysiert. Diese bilden die Kernkomponenten der anschließend vorgestellten Sprachsystemarchitekturen, welche Sprachapplikationen per CTI oder auf dem PC implementieren und so dem Anrufer als Sprachdienst anbieten.
Kapitel 3 beschreibt die konzeptionelle Entwicklung der Anwendung. Zuerst werden der Entwicklungsprozess und die Spezifikationsmethoden beschrieben. Außerdem erfolgt eine Analyse der Geschäftsprozesse im Bereich Kommunalpolitik der Stadt Cottbus, da SeSAM als Anwendung für diese E-Government-Umgebung geplant ist. Die konzeptionelle Modellierung der Anwendungsfälle des Zielsystems erfolgt mittels UML. Die Use Cases werden gemäß der Aufgabenstellung auf Machbarkeit bezüglich einer Sprachschnittstelle analysiert. Die Navigation der Dialogschritte in den (geeigneten) Anwendungsfällen wird per FSM-Automaten spezifiziert und dient als Grundlage für die gesamte Applikation. Die FSM werden in HTML transformiert und durch Satzstrukturen individuell ausgeschmückt. Dynamische Abfragen werden durch Objekte und Methoden hinzugefügt.
Das Ergebnis der konzeptionellen Modellierung sind UML-Anwendungsfälle, Automaten für die Navigation sowie ein statischer HTML-Prototyp der Sprachanwendung für die Dialogschrittbeschreibung.
Kapitel 4 beschreibt die komplexe Architektur der SeSAM-Sprachdialogschnittstelle. Zunächst die Implementierung- und Simulationsarchitektur der in der Diplomarbeit verwendeten Umgebung beschrieben. Außerdem werden die einzelnen Module bzw. Geschäftsobjekte der SeSAM-Kernapplikation mit ihren Methoden beschrieben. Die Kernapplikation nutzt ein offenes, flexibles Datenbankmodul, welches prinzipiell mit allen bekannten DBMS per JDBC zusammenarbeiten kann. Zudem wird gezeigt, wie sich Mehrsprachigkeit sowie spätere Anpassbarkeit hinsichtlich neuer Benutzungsszenarien realisieren lassen.
Kapitel 5 beschreibt die Implementierung des Prototyps für jeden implementierten Anwendungsfall. Prinzipiell stehen verschiedene Sprachen für die objektorientierte Programmierung zur Auswahl. In dieser Arbeit wurden für die dynamischen Ausgaben innerhalb der Sprachdialoge Java Servlets mit JSP-Seiten gewählt. Am Ende wird auf die Simulation der Software sowie auf Dokumentation eingegangen. Die Dokumentation der Quelltexte befindet sich auf der mitgelieferten CD-ROM in Form von javadoc-generierten HTML-Dokumenten.
Kapitel 6 vergleicht die entwickelte Sprachdialogschnittstelle mit den existierenden grafischen Schnittstellen. Die Ergebnisse der Arbeit, eine Sprachdialogschnittstelle für das E-Government System SeSAM sowie der systematische Softwareentwicklungsprozess für Sprachdialoganwendungen, werden zusammengefasst und gewertet. Schließlich wird auf offene Forschungspunkte und Fragen eingegangen.
Inhaltsverzeichnis:
| DIPLOMARBEIT | 1 | |
| SELBSTSTÄNDIGKEITSERKLÄRUNG | 5 | |
| EINVERSTÄNDNISERKLÄRUNG | 5 | |
| DANKSAGUNGEN / WIDMUNGEN | 7 | |
| INHALTSVERZEICHNIS | 9 | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | 13 | |
| TABELLENVERZEICHNIS | 15 | |
| LISTINGVERZEICHNIS | 17 | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | 19 | |
| 1. | EINLEITUNG | 21 |
| 1.1 | MOTIVATION | 21 |
| 1.2 | VORSTELLUNG SESAM | 22 |
| 1.3 | STAND DER FORSCHUNG & ENTWICKLUNG | 24 |
| 1.4 | GLIEDERUNG DER ARBEIT | 26 |
| 2. | GRUNDLAGEN | 29 |
| 2.1 | E-GOVERNMENT INFORMATIONSSYSTEME | 29 |
| 2.1.1 | E-Government | 29 |
| 2.1.2 | Balanced E-Government | 32 |
| 2.1.3 | Klassifizierung von Internet-Informationsdiensten | 34 |
| 2.1.4 | Web-Applikationen | 35 |
| 2.1.5 | Dokumenten-Management-Systeme | 36 |
| 2.1.6 | Groupware, Workflow Management und Workgroup Systeme | 37 |
| 2.1.7 | Content-Management-Systeme | 38 |
| 2.1.8 | Standards und Architekturen für E-Government-Anwendungen | 40 |
| 2.2 | SPRACHGESTEUERTE INFORMATIONSSYSTEME | 42 |
| 2.2.1 | Menschliche Sprache | 42 |
| 2.2.2 | Klassifikation der Sprachkommunikation | 44 |
| 2.2.3 | Klassifikation Spracherkennungungssysteme | 45 |
| 2.2.4 | Realisierung von Telefondiensten | 48 |
| 2.2.5 | Kriterien für automatisierte Sprachdienste | 53 |
| 2.3 | SPRACHERKENNUNG | 53 |
| 2.3.1 | Motivation, Begriffe und Konzepte | 53 |
| 2.3.2 | Bewertung der Komplexität und Aufwändigkeit | 55 |
| 2.3.3 | Spracherkennung in einer Telefonumgebung | 56 |
| 2.3.4 | Ablauf des Erkennungsprozesses | 57 |
| 2.3.5 | Hersteller von Spracherkennung | 59 |
| 2.4 | SPRACHAUSGABE UND –SYNTHESE | 59 |
| 2.4.1 | Prosodie | 59 |
| 2.4.2 | Motivation | 60 |
| 2.4.3 | Methoden der Sprachsynthese | 61 |
| 2.4.4 | Hersteller von Sprachausgabesoftware | 63 |
| 2.4.5 | Produktion von Audio-Daten | 63 |
| 2.5 | DIALOGMANAGEMENT | 64 |
| 2.5.1 | Einführung | 64 |
| 2.5.2 | VoiceXML | 65 |
| 2.5.3 | SALT | 68 |
| 2.5.4 | Vergleich VoiceXML/SALT | 69 |
| 2.5.5 | VoiceXML Systeme | 70 |
| 2.6 | ARCHITEKTUREN FÜR SPRACHAPPLIKATIONEN | 70 |
| 2.6.1 | SAPI | 71 |
| 2.6.2 | ASP.NET | 72 |
| 2.6.3 | Java-Servlets, JSPs, Server, JDBC | 75 |
| 2.6.4 | Voice-Web-Applikationen | 79 |
| 2.6.5 | Voice Application Plattforms und Voice Portale | 80 |
| 2.6.6 | Application Service Provider (T-COM, …) | 83 |
| 3. | KONZEPTIONELLE ENTWICKLUNG | 87 |
| 3.1 | EINFÜHRUNG | 87 |
| 3.1.1 | Dialogmodellierung | 87 |
| 3.1.2 | Modellierungstechniken | 88 |
| 3.1.3 | Entwicklungsprozesse dieser Diplomarbeit | 89 |
| 3.1.4 | Entwicklungsleitfaden für interaktive VoiceXML Informationsdienste | 91 |
| 3.2 | KOMMUNALPOLITIK IN COTTBUS | 92 |
| 3.2.1 | Geschäftsprozesse | 92 |
| 3.2.2 | Motivation Kommunalpolitik Cottbus | 93 |
| 3.2.3 | Beteiligte Personen und Gruppen | 94 |
| 3.2.4 | Dokumente der Kommunalpolitik | 96 |
| 3.3 | APPLIKATIONSANALYSE | 100 |
| 3.3.1 | Applikationsbeschreibung | 100 |
| 3.3.2 | Allgemeine Storybeschreibung SeSAM | 100 |
| 3.3.3 | Der SeSAM Perl-Prototyp | 100 |
| 3.3.4 | Technische Anforderungen | 101 |
| 3.4 | ANWENDUNGSFÄLLE UND BENUTZERROLLEN | 102 |
| 3.4.1 | Usebility Kriterien | 102 |
| 3.4.2 | Auswahl geeigneter Anwendungsfälle | 103 |
| 3.4.3 | Rollen und Rechte | 104 |
| 3.4.4 | Gruppen- und Benutzerverwaltung | 105 |
| 3.4.5 | Informationen abrufen | 106 |
| 3.4.6 | Kommunizieren | 107 |
| 3.4.7 | Koordinieren | 108 |
| 3.4.8 | Dokumentenverwaltung | 109 |
| 3.5 | NAVIGATIONSSPEZIFIKATION | 110 |
| 3.5.1 | Szenario Mitgliederinformationen | 111 |
| 3.5.2 | Szenario Kommunikation | 111 |
| 3.5.3 | Szenario Termine und Koordinierung | 112 |
| 3.5.4 | Szenario Tagesordnungen | 112 |
| 3.6 | DEFINITION DER DIALOGSCHRITTE | 113 |
| 4. | ARCHITEKTUR | 117 |
| 4.1 | SYSTEMARCHITEKTUR | 117 |
| 4.1.1 | Integration von Sprachtechnologie und SeSAM | 117 |
| 4.1.2 | Integration von Telefonie und SeSAM | 118 |
| 4.1.3 | Implementierungsplattform | 118 |
| 4.2 | SESAM-ARCHITEKTUR | 120 |
| 4.2.1 | Geschäftsobjekte | 120 |
| 4.2.2 | SeSAM-Architektur | 121 |
| 4.2.3 | SeSAM Module | 123 |
| 4.2.4 | Geschäftsobjekte in den Anwendungsfällen | 123 |
| 4.3 | DATENBANK-ARCHITEKTUR | 126 |
| 4.3.1 | Datenbankmodellierung | 126 |
| 4.3.2 | Kapselung der DBMS | 127 |
| 4.3.3 | DB-Schemas der Anwendungsfälle | 129 |
| 5. | IMPLEMENTIERUNG | 133 |
| 5.1 | MOTIVATION | 133 |
| 5.1.1 | Implementierung von Sprachanwendungen | 133 |
| 5.1.2 | Co-Design Entwicklung HTML/VoiceXML | 134 |
| 5.1.3 | MVC-Pattern | 135 |
| 5.1.4 | Implementierung der Geschäftsobjekte für einen Anwendungsfall | 136 |
| 5.2 | IMPLEMENTIERUNG DER ANWENDUNGSFÄLLE | 136 |
| 5.2.1 | Servlet-Übersicht | 136 |
| 5.2.2 | Gruppen- und Benutzerinformation | 139 |
| 5.2.3 | Kommunikation und Nachrichten | 140 |
| 5.2.4 | Terminschnittstelle | 141 |
| 5.3 | SIMULATION/TEST DER ANWENDUNGSFÄLLE | 142 |
| 5.4 | DOKUMENTATION | 144 |
| 6 | BEWERTUNG UND AUSBLICK | 147 |
| 6.1 | USEBILITY BETRACHTUNG DER BENUTZERSCHNITTSTELLEN | 147 |
| 6.2 | ERGEBNISSE DIESER DIPLOMARBEIT | 148 |
| 6.2.1 | Geführter natürlichsprachlicher Dialog für das E-Government System SeSAM | 148 |
| 6.2.2 | Softwareentwicklungsprozess für geführte natürlichsprachliche Dialoge | 148 |
| 6.3 | WEITERE FORSCHUNGSPUNKTE | 149 |
| LITERATUR- UND REFERENZVERZEICHNIS | 153 | |
| ANHANG | 157 |
JavaServer-Pages kombiniert mit JavaServlets haben eine Anzahl von Vorteilen gegenüber den entsprechenden Alternativen: Alternative Vorteile von JSP gegenüber der Alternative ASP Dynamische Teile in Java implementiert (kein VBScript), wieder verwendbare Komponenten, Portabilität, keine Windows/IIS-Abhängigkeit PHP, Perl Datentypen, Threads anstelle von Prozessen Pure Trennung von HTML und Funktionalität, ein Servlet verwaltet mehrere JSPs Servlets JavaScript Keine Client-Auslegung, Netzwerkprogrammierung, … Tabelle 6: Vorteile von JSPs Die Sprache Java erfüllt die genannten Voraussetzungen. Sie beruht auf der Interpretation von plattformunabhänigigen Bytecodes durch eine virtuelle Maschine und ist für viele Betriebssystemumgebungen und Rechnersysteme verfügbar. Sun verzeichnet auf ihrer Web-Seite http://java.sun.com/products/servlet/industry.html eine Liste von Servlet-fähigen Servern. Ein Server ist genau dann Servlet-fähig, wenn er die Java-Servletund JavaServer-Pages (JSP)-Spezifikation erfüllt. Der Ursprung dynamischer Web-Seiten geht auf die Zeit zurück, als das JDK noch unter 1.0 ausgeliefert wurde. Sun nannte das Paket mit den Klassen und Programmen für die ServletUmgebung anfangs Java Servlet Development Kit (JSDK). Das Paket wurde bis zur Version 2.1 gepflegt. Da allerdings das alte JDK (Java Development Kit) in Java 2 Software Development Kit (J2SDK) umbenannt wurde, bestand eine Verwechslungsgefahr mit dem JSDK, so dass Sun das JSDK in Java Server Web Development Kit (JSWDK) umbenannte. Zusätzlich nahmen die Entwickler noch Java Server Pages auf. Das JSWDK begann in der Nummerierung wieder bei 1.0. Die Servlet-Komponente kann integraler Bestandteil eines Servers oder auch ein Zusatz sein, der nachträglich zu installieren ist. Die wichtigsten Server sind: 1. Apache Tomcat: Tomcat ist die offizielle Referenzimplementierung. Zum Testen von Servlets und JSP kann Tomcat sowohl als Stand-alone-Applikation eingesetzt oder als Ergänzung zum Apache Server eingebunden werden. Tomcat ist ebenso wie Apache frei und findet sich unter http://jakarta.apache.org/tomcat 2. Macromedia JRun: JRun kann als Plugin in den Enterprise/FastTrack von Netscape, Microsoft IIS, Personal Web Server und weiteren, weniger verbreiteten Servern eingesetzt werden. Die Software ist kommerziell, eine eingeschränkte Version mit maximal fünf offenen Verbindungen ist frei. Mehr Informationen gibt es unter http://www.macromedia.com/software/jrun/ 3. New Atlanta's ServletExec: ServletExec kann als Zusatz in die meisten Web-Server unter Solaris, Windows, MacOS, HP-UX und Linux eingebunden werden. Die Nutzung ist frei, Administrations-Tools sind jedoch kostenpflichtig. Die Firma New Atlanta hat ebenfalls einen freien Servlet-Debugger im Angebot, der sich in die meisten IDEs einklinken lässt, siehe unter: http://www.newatlanta.com/ 4. Jetty: Ein weiterer freier Open-Source-HTTP-Server und Servlet-Container findet sich unter http://jetty.mortbay.org/jetty/. Gute Performance. Der Web-Server von Sun (Sun's Java Web Server), eine Implementierung vollständig in Java, war der erste Servlet-Server. Mittlerweile hat Sun die Entwicklung eingestellt. Die Entwicklung wird unter dem Netscape/I-Planet-Server fortgesetzt. Weitere Informationen, die Sun zu Servlets bietet, finden sich unter http://java.sun.com/products/servlet/resources.html Nach langer interner Entwicklung hat Sun den Quellcode für das JSWDK der Apache-Gruppe übergeben, so dass die Implementierung jetzt Open Source ist. Die Apache-Gruppe entwickelte 76 [...]
Die in dieser Diplomarbeit verwendete Architektur besteht aus einem Java Applikationsserver, welcher mittels Java-Geschäftsklassen, Servlets sowie JSPs (Java Server Pages) mit einem VoiceXML Browser kommuniziert und dabei Daten von einer Datenbank abfragt. Idealerweise sollte die Entscheidung für die Implementierungssprache erst zu Beginn der Implementierungsphase getroffen werden. Leider beeinflusst die Wahl der Programmiersprache aber auch maßgeblich das Design des Programms, da zum Beispiel Rücksicht auf verschiedene Bibliotheken zu nehmen ist, die nicht für alle Programmiersprachen in derselben Form existieren. Aus diesem Grund also zunächst Überlegungen zum Auffinden der „richtigen“ Sprache. Bestimmend für diese Entscheidung sind in erster Linie die in der Einfahrung genannten Kriterien für die Bewertung der Qualität. Um eine möglichst gute Übereinstimmung mit den Kriterien der Betriebssystem-, Plattform- und Werkzeugunabhängigkeit zu erreichen, empfiehlt sich die Verwendung einer Sprache, für die es Compiler mit einem plattformunabhängigen Binärformat gibt. Die Sprachwahl betrifft auch die Anpassungsfähigkeit der Sprachdialogsoftware. Je verbreiteter eine Sprache ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man den Programmieraufwand durch die Verwendung von existierenden Bibliotheken reduzieren kann und dies auch in Zukunft können wird. In diesem speziellen Fall sollte es Software geben, die dem Benutzer ermöglicht, per Telefon mit einem System zu telefonieren und Informationsdienste abzufragen. Das Ergebnis der Entwicklungsarbeit, die Sprachdialogsoftware, bleibt aber nur solange anpassungsfähig, wie es seine einzelnen Bestandteile sind. 75 [...]
Durchsatz: Die Anzahl der Anforderungen, die eine Webanwendung pro Zeiteinheit verarbeiten kann. Dies wird oft in Anforderungen pro Sekunde gemessen. Der Durchsatz kann in Abhängigkeit von der Belastung des Servers (Anzahl der Clientthreads) variieren. Er wird meist als die wichtigste zu optimierende Leistungseinheit betrachtet. Antwortzeit: Die Zeitdauer zwischen dem Ausgeben einer Anforderung und dem ersten vom Server an den Client zurückgegebenen Byte. Dies ist für den Clientbenutzer oft der am einfachsten wahrzunehmende Leistungsaspekt. Wenn eine Anwendung zum Antworten lange Zeit benötigt, kann der Benutzer ungeduldig werden und zu einer anderen Site wechseln. Die Antwortzeit einer Anwendung kann unabhängig von der Durchsatzrate oder sogar gegenläufig zu dieser variieren. Ausführungszeit: Die Zeitdauer für das Verarbeiten einer Anforderung. Diese wird meist zwischen dem ersten und dem letzten Byte gemessen, das vom Server an den Client zurückgegeben wird. Die Ausführungszeit beeinflusst die Berechnung des Durchsatzes direkt. Skalierbarkeit: Das Maß der Fähigkeit einer Anwendung, eine höhere Leistung zu erbringen, wenn ihr mehr Ressourcen (Arbeitsspeicher, Prozessoren oder Computer) zugewiesen sind. Oft kann sie als Änderungsrate des Durchsatzes hinsichtlich der Anzahl der Prozessoren gemessen werden. [...]
In den Warenkorb
74,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832494148
Arbeit zitieren:
Schwanzara-Bennoit, Thomas April 2004: Entwurf und prototypische Implementierung einer Sprachdialog-Schnittstelle für ein E-Government Informationssystem, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Sprachdialog, Voice-XML, HTML, Java, MYSQL



