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Entwurf und Berechnung von Stahl- und Stahlverbundkonstruktionen unter besonderer Berücksichtigung des baulichen Brandschutzes

Entwurf und Berechnung von Stahl- und Stahlverbundkonstruktionen unter besonderer Berücksichtigung des baulichen Brandschutzes
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Heike Kallert
  • Abgabedatum: August 2007
  • Umfang: 582 Seiten
  • Dateigröße: 14,5 MB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Dresden Deutschland
  • Originaltitel: Entwurf und Berechnung von Stahl- und Stahlverbundkonstruktionen unter besonderer Berücksichtigung des baulichen Brandschutzes
  • Bibliografie: ca. 39
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0893-0
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kallert, Heike August 2007: Entwurf und Berechnung von Stahl- und Stahlverbundkonstruktionen unter besonderer Berücksichtigung des baulichen Brandschutzes, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Heissbemessung, Stahlbau, Brandschutz, Eurocode, Stahlverbundbau

Diplomarbeit von Heike Kallert

Einleitung:

Für den Stahlbau bringen Anforderungen hinsichtlich der Feuerwiderstandsfähigkeit zwei entscheidende Wettbewerbsnachteile. Zum einen kann dem Wunsch vieler Architekten nach sichtbaren, ästhetisch ansprechenden stählernen Tragkonstruktionen wegen nachträglich anzuordnenden Brandschutzbekleidungen nicht gefolgt werden. Zum zweiten führen Brandschutzbekleidungen – gleich welcher Feuerwiderstandsklasse – zu erheblichen Mehrkosten, die in der Größenordnung der Materialkosten für den Baustahl selbst liegen.

Verschiedene Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet des baulichen Brandschutzes auf nationaler und internationaler Ebene tragen in letzter Zeit Früchte in Normen und Vorschriften für die brandschutztechnische Bemessung von Bauteilen. Dazu zählen vor allem die Brandschutzteile der Eurocodes, die auch für den Stahl- und Stahlverbundbau eine brandschutztechnische Bemessung auf Basis rechnerischer Nachweisverfahren ermöglichen.

Diese Entwicklung gibt den Stahlbauunternehmen Hoffnung zukünftig in verschiedenen Marktsegmenten wieder zu einer besseren Wettbewerbssituation gegenüber dem Massivbau zu gelangen.

Nachfolgend werden im Anschluss an die Stellung des Brandschutzes im Bau-ordnungsrecht mögliche brandschutztechnische Bemessungsverfahren im Stahlbau und im Stahlverbundbau vorgestellt.

Die Grundlagenermittlung wird mit der Bearbeitung verschiedener Brandsimulationsmodelle und Brandszenarien in Abhängigkeit von der Gebäudenutzung abgerundet.

Das Optimierungspotential, das durch eine Heißbemessung erzielt werden kann, und dessen objektive Bewertung, wird an typischen Fallbeispielen und an einem konkreten Beispiel eines Parkhauses detailliert herausgearbeitet.

Da diese Arbeit auch als kleiner Leitfaden für den Alltag im Ingenieurbüro dienen soll, wird der Beschreibung der brandschutztechnischen Nachweisverfahren und der Ermittlung der temperaturbedingten Einwirkungen besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 7
2. Brandschutz im Bauordnungsrecht 8
2.1 Entwicklung der Musterbauordnung 9
2.2 Struktur der bauordnungsrechtlichen Brandschutzvorschriften 9
2.2.1 Gesetz 9
2.2.2 Verordnungen und Richtlinien 9
2.2.3 Eingeführte Technische Baubestimmungen und Bauregellisten 10
2.2.4 Allgemein anerkannte Regeln der Technik 10
2.2.5 Brandschutzregeln außerhalb des Bauordnungsrechts 11
2.3 Brandschutzkonzept der MBO und bauaufsichtliche Verfahren 12
2.4 Elemente des Brandschutzkonzeptes der MBO 2002 13
2.4.1 Gebäudeklassen 13
2.4.2 Schutzziele der Einzelanforderungen 13
2.4.3 Anforderungen an Bauteile und Baustoffe 14
2.4.4 Anforderungen an Rettungswege 15
2.5 Europäische Harmonisierung im Brandschutz 16
2.5.1 Bauproduktenrichtlinie 16
2.5.2 Prüfung und Klassifizierung im Brandschutz 16
2.5.3 Brandschutzbemessung nach den Eurocodes 17
2.5.4 Europäische Klassifizierung im bauaufsichtlichen Verfahren 18
2.5.5 Europäische Klassifizierung in der Praxis 19
2.6 Methoden des Brandschutzingenieurwesens im Kontext mit dem Bauordnungsrecht 20
2.6.1 Überblick 20
2.6.2 Brandsimulationsmodelle zur Bestimmung der erforderlichen Feuerwiderstandsdauer 20
3. Brandschutztechnische Bemessungsverfahren im Stahlbau 23
3.1 Mögliche Nachweisverfahren 23
3.2 Klassifizierung bzw. Bemessung mit tabellarischen Daten 25
3.2.1 Anwendungsmöglichkeiten und -grenzen, bauordnungsrechtliche Aspekte 25
3.2.2 Grundlagen 25
3.2.3 Vorgehensweise beim Nachweis, Erläuterung der wichtigsten Schutzsysteme 25
3.3 Nachweis mit dem vereinfachten Rechenverfahren 26
3.3.1 Anwendungsmöglichkeiten und -grenzen, bauordnungsrechtliche Aspekte 26
3.3.2 Grundsätzliche Möglichkeiten der Nachweisführung 26
3.3.3 Erläuterung der Nachweisverfahren 30
3.3.3.1 Einwirkungen im Brandfall 30
3.3.3.1.1 Thermische Einwirkung 30
3.3.3.1.2 Mechanische Einwirkungen 31
3.3.3.2 Temperaturabhängige Werkstoffkennwerte 33
3.3.3.3 Berechnung der Temperatur im Stahlbauteil 36
3.3.3.3.1 Allgemeines 36
3.3.3.3.2 Ungeschützte Stahlkonstruktion im Gebäudeinneren 36
3.3.3.3.3 Bekleidete Stahlkonstruktion im Gebäudeinneren 40
3.3.3.4 Nachweis auf Temperaturebene 44
3.3.3.5 Nachweis auf Tragfähigkeitsebene 46
3.3.3.5.1 Zugbeanspruchte Bauteile 46
3.3.3.5.2 Druckbeanspruchte Bauteile mit Querschnitten der Klasse 1, 2 oder 3 47
3.3.3.5.3 Träger mit Querschnitten der Klasse 1 und 2 48
3.3.3.5.4 Balken mit Querschnitten der Klasse 3 50
3.3.3.5.5 Auf Biegung und axialen Druck beanspruchte Bauteile der Querschnittsklassen 1, 2 oder 3 51
3.4 Nachweis mit dem allgemeinen ( genauem) Rechen-verfahren 52
3.4.1 Anwendungsmöglichkeiten und -grenzen, bauordnungsrechtliche Aspekte 52
3.4.2 Bestandteile des Nachweisverfahrens 52
3.4.3 Thermische Analyse 53
3.4.3.1 Allgemeines 53
3.4.3.2 Thermische Einwirkungen 53
3.4.3.3 Temperaturentwicklung im Bauteil 53
3.4.4 Mechanische Analyse 54
3.4.4.1 Allgemeines 54
3.4.4.2 Mechanische Einwirkungen 55
3.4.4.3 Temperaturabhängige Werkstoffkennwerte 55
4. Brandschutztechnische Bemessungsverfahren im Stahlverbundbau 56
4.1 Mögliche Nachweisverfahren 56
4.2 Klassifizierung bzw. Bemessung mit tabellarischen Daten 56
4.2.1 Anwendungsmöglichkeiten und -grenzen, Grundlagen 56
4.2.2 Vorgehensweise beim Nachweis 57
4.2.3 Verbundträger mit ausbetonierten Kammer 58
4.2.4 Verbundstützen 60
4.2.4.1 Allgemeines 60
4.2.4.2 Verbundstützen mit vollständig einbetoniertem Stahlquerschnitt 60
4.2.4.3 Verbundstützen mit Kammerbeton 62
4.2.4.4 Verbundstützen aus betongefüllten Hohlprofilen 63
4.3 Nachweis mit dem vereinfachten Rechenverfahren 65
4.3.1 Anwendungsmöglichkeiten und -grenzen, bauordnungsrechtliche Aspekte 65
4.3.2 Werkstoffeigenschaften 65
4.3.2.1 Allgemeines 65
4.3.2.2 Baustahl 66
4.3.2.2.1 Mechanische Eigenschaften 66
4.3.2.2.2 Thermische Eigenschaften 67
4.3.2.3 Beton 69
4.3.2.3.1 Mechanische Eigenschaften 69
4.3.2.3.2 Thermische Eigenschaften 70
4.3.2.4 Betonstahl 72
4.3.2.4.1 Mechanische Eigenschaften 72
4.3.2.4.2 Thermische Eigenschaften 72
4.3.3 Verbunddecken 73
4.3.3.1 Ungeschützte Verbunddecken 73
4.3.3.1.1 Allgemeines 73
4.3.3.1.2 Beanspruchbarkeit – Berechnungsgrundlagen 73
4.3.3.1.3 Berechnung der positiven Momententragfähigkeit Mfi,Rd+ 74
4.3.3.1.4 Berechnung der negativen Momententragfähigkeit Mfi,Rd- 75
4.3.3.2 Geschützte Verbunddecken 76
4.3.4 Verbundträger 76
4.3.4.1 Verbundträger ohne Betonüberdeckung des Stahlquerschnitts 76
4.3.4.1.1 Allgemeines 76
4.3.4.1.2 Erwärmung des Querschnitts 76
4.3.4.1.3 Tragverhalten - Modell der kritischen Temperatur 77
4.3.4.1.4 Tragverhalten - Modell der Momententragfähigkeit 77
4.3.4.1.5 Nachweis der Dübeltragfähigkeit 79
4.3.4.2 Verbundträger mit kammerbetonierten Stahlträgern 80
4.3.4.2.1 Allgemeines 80
4.3.4.2.2 Erwärmung des Querschnitts 81
4.3.4.2.3 Tragverhalten 81
4.3.4.2.4 Positive Momententragfähigkeit Mfi,Rd+ 82
4.3.4.2.5 Negative Momententragfähigkeit Mfi,Rd- 85
4.3.5 Stahlträger mit Kammerbeton 87
4.3.6 Verbundstützen 88
4.3.6.1 Allgemeines zum Tragverhalten 88
4.3.6.2 Stahlquerschnitte mit Kammerbeton 89
4.3.6.2.1 Allgemeines 89
4.3.6.2.2 Flansche des Stahlquerschnitts 90
4.3.6.2.3 Steg des Stahlquerschnitts 91
4.3.6.2.4 Kammerbeton 91
4.3.6.2.5 Bewehrungsstäbe 92
4.3.6.3 Ungeschützte betongefüllte Hohlprofile 93
4.3.6.3.1 Allgemeines 94
4.3.6.3.2 Temperaturfeld 94
4.3.6.3.3 Spannungs- Dehnungsbeziehung für Baustahl 94
4.3.6.3.4 Spannungs- Dehnungsbeziehung für Betonstahl 95
4.3.6.3.5 Spannungs- Dehnungsbeziehung für Beton 95
4.3.6.3.6 Bemessungswert der Grenznormalkraft unter zentrischem Druck 96
4.3.6.3.7 Exzentrizität der Belastung 96
4.3.6.4 Geschützte betongefüllte Hohlprofile 98
4.4 Nachweis mit dem allgemeinen ( genauem) Rechenverfahren 99
4.4.1 Anwendungsmöglichkeiten und -grenzen, bauordnungsrechtliche Aspekte 99
4.4.2 Bestandteile des Nachweisverfahrens 99
4.4.3 Thermische Analyse 100
4.4.4 Mechanische Analyse 100
5. Brandsimulationsmodelle und Brandszenarien 101
5.1 Brandsimulationsmodelle 101
5.2 Bemessungsbrände für die Vollbrandphase 105
5.2.1 Allgemeines 105
5.2.2 Normbrände 105
5.2.3 Vereinfachtes Naturbrandmodell 106
5.2.3.1 Allgemeines 106
5.2.3.2 Anwendungsgrenzen und Bestimmung der parametrischen Temperaturzeitkurve nach EC 1-1-2, Anhang A 06
5.2.3.3 Anwendungsbeispiele mit variablen Eingangsparametern 111
5.2.3.4 Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse 115
5.2.4 Allgemeine Naturbrandmodelle 116
5.2.4.1 Allgemeines 116
5.2.4.2 Ermittlung der Temperaturzeitkurve mit Hilfe der Energiefreisetzungsrate nach EC 1-1-2, Anhang E
5.2.4.3 Anwendungsbeispiele mit variablen Eingangsparametern 123
5.2.4.4 Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse 129
5.2.5 Vergleich der Stahlerwärmung für verschiedene Temperaturzeitkurven in Abhängigkeit von der Nutzung 130
5.3 Lokale Brände 135
5.3.1 Allgemeines 135
5.3.2 Ermittlung der thermischen Einwirkung durch lokale Brände nach EC 1-1-2, Anhang C 135
5.3.3 Awendungsbeispiele 138
5.4 Bekannte Brandlasten und Brandszenarien für häufig vorliegende Gebäudetypen 140
5.4.1 Literaturrecherche 140
5.4.2 Beispiel Realbrandkonzept Parkgarage Tirol- Therme Längenfeld 141
5.5 Zusammenfassung 145
6. Anwendungsbeispiele für das vereinfachte und allgemeine Bemessungsverfahren 146
6.1 Vorbemerkungen 146
6.2 Stahlbau 146
6.2.1 Statisch bestimmte Beispiele 146
6.2.1.1 Einfeldträger - vereinfachtes Verfahren 146
6.2.1.2 Einfeldträger - allgemeines Verfahren 148
6.2.1.3 Einfeldträger mit höherer Stahlgüte - vereinfachtes Verfahren 148
6.2.1.4 Einfeldträger mit höherer Stahlgüte - allgemeines Verfahren 150
6.2.1.5 Einfeldträger, kippgefährdet - vereinfachtes Verfahren 150
6.2.1.6 Einfeldträger, kippgefährdet - allgemeines Verfahren 152
6.2.1.7 Einfeldstütze - vereinfachtes Verfahren 153
6.2.1.8 Einfeldstütze - allgemeines Verfahren 155
6.2.2 Statisch unbestimmte Beispiele 156
6.2.2.1 Dreifeldträger, kippgefärdet - vereinfachtes Verfahren 156
6.2.2.2 Dreifeldträger, kippgefährdet - allgemeines Verfahren 158
6.2.2.3 Zweigelenkrahmen - vereinfachtes Verfahren 160
6.2.2.4 Zweigelenkrahmen - allgemeines Verfahren 162
6.2.2.5 Zweifeldrahmen - allgemeines Verfahren, Fliesszonentheorie 164
6.2.2.6 Dreifeldstütze - vereinfachtes Verfahren 166
6.2.2.7 Dreifeldstütze - allgemeines Verfahren 167
6.2.2.8 Dreifeldstütze, nicht zwängungsfrei - allgemeines Verfahren 169
6.2.3 Aussteifende Systeme 171
6.2.3.1 Allgemeines 171
6.2.3.2 Aussteifung durch Rahmen, H- Kräfte nur in Hauptrahmenrichtung 172
6.2.3.3 Aussteifung durch Rahmen, H- Kräfte in beide Richtungen 176
6.2.4 Verbindungen 177
6.2.5 Zusammenfassende Bemerkungen 178
6.3 Stahlverbundbau 180
6.3.1 Allgemeines 180
6.3.2 Beispiele zu Stahlverbunddecken 181
6.3.2.1 Einfeldträger - vereinfachtes Verfahren 181
6.3.2.2 Zweifeldträger - vereinfachtes Verfahren 183
6.3.3 Beispiele zu Stahlverbundträgern mit Kammerbeton 186
6.3.3.1 Einfeldträger, S 235, schubfest angeschlossene Decke – vereinfachtes Verfahren 186
6.3.3.2 Einfeldträger, S 355, schubfest angeschlossene Decke - vereinfachtes Verfahren 188
6.3.3.3 Zweifeldträger, S235, schubfest angeschlossene Decke - vereinfachtes Verfahren 189
6.3.4 Beispiele zu Stahlstützen mit Kammerbeton 191
6.3.4.1 Einfeldstütze, S 235 - vereinfachtes Verfahren 191
6.3.4.2 Dreifeldstütze, S 235 - vereinfachtes Verfahren 193
6.3.5 Beispiele zu Verbundträgern ohne Betonüberdeckung des Stahlquerschnitts 193
6.3.5.1 Einfeldträger, S 235 - vereinfachtes Verfahren 193
6.3.5.2 Einfeldträger, S 355 - vereinfachtes Verfahren 195
6.3.5.3 Beidseits eingespannter Einfeldträger, S 355 - allgemeines Verfahren 196
6.3.6 Beispiele zu Verbundträgern als Riegel innerhalb eines Stahlrahmensystems - vereinfachtes Verfahren 197
6.3.6.1 Ebener eingespannter Stahlrahmen mit kalten Stielen und brandbeanspruchtem Verbundträger 197
6.3.6.2 Ebener gelenkig gelagerter Stahlrahmen mit kalten Stielen und brandbeanspruchtem Verbundträger 198
6.3.6.3 Ebener eingespannter Stahlrahmen mit brandbeanspruchten Stielen und einem Verbundträger als Rahmenriegel
6.3.6.4 Ebener gelenkig gelagerter Stahlrahmen mit brandbeanspruchten Stielen und einem Verbundträger als Rahmenriegel 199
6.3.6.5 Ergebniszusammenstellung des untersuchten Rahmens 199
6.3.7 Verbindungen 200
6.3.8 Zusammenfassende Bemerkungen 201
7. Praxisbeispiel Parkhaus 202
7.1 Vorbemerkungen 202
7.2 Heissbemessung mit einer Realbrandkurve 203
7.2.1 Naturbrandkonzept 203
7.2.2 Annahmen für die Berechnung 204
7.2.3 Modell 1: Ebene Betrachtung, Brandherd im Mittelfeld 206
7.2.4 Modell 2: Ebene Betrachtung, Brandherd im Randfeld 209
7.2.5 Modell 3: Räumliche Betrachtung, Brandherd im Randfeld 211
7.3 Heissbemessung unter Normbrandbeanspruchung 215
7.3.1 Normbrandbeanspruchung 215
7.3.2 Annahmen für die Berechnung 215
7.3.3 Ebenes Modell unter 800°C, Brandherd im Randfeld 216
7.3.4 Ebenes Modell unter 600°C, Brandherd im Randfeld 216
7.4 Zusammenfassung 217
8. Ergebnis und Ausblick 218
9. Literatur und Software 219
9.1 Normen, Vorschriften und Richtlinien 219
9.2 Literatur 221
9.3 Software 222

Textprobe:

Kapitel 4.4, Nachweis mit dem allgemeinen (genauem) Rechenverfahren:

Anwendungsmöglichkeiten und –grenzen, bauordnungsrechtliche Aspekte:

Das allgemeine Berechnungsverfahren nach Eurocode 4, Teil 1-2 kann für Einzelbauteile, Teil- und Gesamttragwerke mit beliebiger Querschnittsart und –form angewendet werden. Voraussetzung ist, dass die Dimensionierung im Gebrauchszustand (Kaltbemessung) nach Eurocode 4-1-1 erfolgt.

Die Bemessung kann mit einer beliebigen Aufheizkurve erfolgen.

Das Verfahren ist zwangsläufig anzuwenden, wenn Daten zur Spannungs- und Dehnungsentwicklung, Verformungen und/ oder Temperaturfelder erforderlich sind.

Es ist zu beachten, dass mögliche Versagensformen, die nicht durch das allgemeine Bemessungsverfahren erfasst werden, durch geeignete Maßnahmen ausgeschlossen werden. Bei den Versagensformen handelt es sich insbesondere um örtliches Beulen, ungenügende Rotationskapazität, Betonabplatzungen und Schubversagen.

Grundsätzlich ist eine Genehmigung durch die Bauaufsichtsbehörde erforderlich. Die Prüfung der Nachweise hat durch einen hierfür qualifizierten Prüfingenieur zu erfolgen.

In jedem Fall ist das allgemeine Berechnungsverfahren auf seine Gültigkeit hin zu überprüfen. Es muss eine Sensibilitätsstudie der kritischen Parameter durchgeführt werden, die eine Beurteilung ermöglicht, ob das Berechnungsverfahren mit vernünftiger Ingenieurpraxis übereinstimmt.

Bestandteile des Nachweisverfahrens:

Die Untersuchung sollte als Grundlage physikalische Gesetzmäßigkeiten berücksichtigen, die eine zuverlässige Annäherung an das erwartete Tragverhalten der Bauteile bieten, sodass eine wirklichkeitstreue Beschreibung des Tragwerks im Brandfall möglich ist.

Der brandschutztechnische Nachweis darf getrennt für die thermische und die mechanische Analyse geführt werden.

Thermische Analyse:

Die thermische Analyse muss auf anerkannten Prinzipien und Annahmen der Theorie der Wärmeübertragung basieren.

Ausgehend von den Heißgastemperaturen im Brandraum, die als thermische Einwirkung nach EC 1-1-2 vorgegeben werden, wird die Temperatur im Bauteilquerschnitt ermittelt. Um die Temperatur im Bauteil zu bestimmen, ist es selbstverständlich erforderlich die temperaturabhängigen thermischen Materialkennwerte des Bauteilquerschnitts und ggf. der Schutzschichten zu berücksichtigen Der Untersuchung des thermischen Materialverhaltens ist die Theorie der Wärmeübertragung zu Grunde zu legen. Die Einflüsse aus ungleichmäßiger Temperaturbeanspruchung und der Wärmetransport in angrenzende Bauteile darf ggf. berücksichtigt werden. Der günstige Einfluss des Feuchtegehalts im Beton und im Brandschutzmaterial darf vernachlässigt werden.

Mechanische Analyse:

Gegenstand der mechanischen Analyse ist die Untersuchung des Trag- und teilweise auch des Verformungsverhaltens der brandbeanspruchten Konstruktion.

Auf der Einwirkungsseite sind die Einflüsse aus der Belastung, der geometrischen Imperfektionen, der behinderten thermischen Verformungen ( Zwängungen) und ggf. nichtlinearer geometrischer Effekte einzubeziehen.

Auf Seiten des Bauteilwiderstandes sind die Einflüsse aus dem thermo- mechanischen nichtlinearem Baustoffverhalten und den thermischen Dehnungen zu berücksichtigen. Nicht beachtet zu werden braucht das sog. Hochtemperaturkriechen, sofern die Spannungs- Dehnungsbeziehungen nach ENV 1994-1-2, 3.2 der Berechnung zugrunde gelegt werden.

Die im Grenzzustand der Tragfähigkeit ermittelten Verformungen sind zu begrenzen, um das Zusammenwirken aller Tragwerksteile sicherzustellen.

Arbeit zitieren:
Kallert, Heike August 2007: Entwurf und Berechnung von Stahl- und Stahlverbundkonstruktionen unter besonderer Berücksichtigung des baulichen Brandschutzes, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Heissbemessung, Stahlbau, Brandschutz, Eurocode, Stahlverbundbau

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