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Entwurf und Aufbau einer digitalen Strom- und Drehzahlregelung für eine permanentmagneterregte Synchronmaschine

Entwurf und Aufbau einer digitalen Strom- und Drehzahlregelung für eine permanentmagneterregte Synchronmaschine
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Rüdiger Kusch
  • Abgabedatum: September 1998
  • Umfang: 270 Seiten
  • Dateigröße: 1,7 MB
  • Note: 0,7
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2620-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2620-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2620-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kusch, Rüdiger September 1998: Entwurf und Aufbau einer digitalen Strom- und Drehzahlregelung für eine permanentmagneterregte Synchronmaschine, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: feldorientierte Regelung, Drehmomentwelligkeit, Mikroprozessor, permanenterregte Synchronmaschine, Rotorkoordinate

Diplomarbeit von Rüdiger Kusch

Beinleitung:

ei der Konzeption und Auslegung eines elektrischen Antriebssystems müssen im wesentlichen Punkte wie Oberwellengehalt, Pendelmomente, Schaltverluste, Regeldynamik und Verhalten bei nicht-stationärem Betrieb untersucht werden. Diese Arbeit hat auf Basis eines konfigurierbaren Mikrocontrollers die Grundlage hierfür geschaffen. Der elektrische Antrieb ist eine Synchronmaschine mit permanenterregtem Axialfeld und Ringkernwicklung (SPARK). Um beim verwendeten spannungseinprägenden Zwischenkreisumrichter die bestmögliche Ausnutzung zu erwirken, wird die Raumzeiger-Pulsweitenmodulation verwendet. Die Regelung ist als feldorientierte Regelung in rotorbezogenen (d,q)-Koordinaten realisiert.

Gang der Untersuchung:

Der erste Teil der Arbeit bestand darin, die vorhandenen Hardwarekomponenten an das SAB80C167-Evaluation Board anzupassen. Aus den Phasenströmen (LEM-Module) und der absoluten Rotorlage (Resolver) wurde ein Pulsmuster generiert, das einen 3-phasigen Brückenwechselrichter ansteuert. Die Stromsignale sind sinusförmige Signale und werden über ein Eingangsfilter der Analogeinheit zugeführt.

Im zweiten und umfangreicheren Teil wurden die C-Routinen für die feldorientierte Regelung implementiert und optimiert. Mit Hilfe des Satzes nichtlinearer Differentialgleichungen, die die Synchronmaschine beschreiben, wurde der geschlossene Regelkreis entwickelt. Somit entstand die bekannte kaskadenförmige Reglerstruktur mit PI-Stromregler, I-Drehzahlregler und P-Lageregler. Um für den Stromregelkreis eine Zykluszeit von 400µs erreichen zu können, ist das Zahlenformat durchgängig Integer. Die bezüglich der Verarbeitungsgeschwindigkeit erzielten Ergebnisse sind im Vergleich zu bisherigen DSP-basierende Lösungen recht zufriedenstellend. Benötigte mathematische Funktionen sind als Iterationen bzw. als eine LUT (look-up table) realisiert. Es wurde eine angemessene Skalierung der Größen vorgenommen, damit der sich fortpflanzende Fehler möglichst gering bleibt. Der Mikroprozessor 80C167 besitzt einige Funktionen, die für embedded control Anwendungen von Interesse sind. Hierbei sind beispielsweise die A/D-Wandlung mittels PEC Pipeline, die fast external Interrupts, die „on-the-fly“ einstellbare PWM-Einheit und nicht zuletzt das CAN-Bus Modul zu nennen. Die betriebene Maschine läßt sich in Strom und Drehzahl regeln, bei zu wählender Schaltfrequenz zwischen 1kHz und 14kHz. Der Regelmodus, der Sollwert und die maschinenabhängigen Parameter werden über die serielle Schnittstelle heruntergeladen. Ferner ist ein Steuermodus für eine Asynchronmaschine realisiert, in dem ein Betragszeiger mit einer festen Umlaufgeschwindigkeit eingeprägt wird. Der Betriebsmodus und die Betriebsparameter werden auf einem LCD-Display ausgegeben.

Den Abschluss der Arbeit bildete die Messung der Stromrippel bei unbelasteter und belasteter Maschine, des Stromverlaufs und des Verhaltens beim Reversiervorgang und Sollwertsprung.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Maschinenmodell in Pollagekoordinaten 3
2.2 Transformation der Phasenströme (3 -> 2) 11
2.3 Transformation in Rotorkoordinaten (a,b) -> (d,q) 11
2.4 Transformation in Statorkoordinaten (d,q) ->(a,b) 12
2.5 Das Prinzip der feldorientierten Regelung 12
2.6 Maschinenparameter 13
2.7 Mikrorechner für die digitale Regelung 13
2.8 Realisierung der mathematischen Funktionen 15
2.8.1 Die Quadratwurzeliteration 15
2.8.2 Reihenentwicklung der Funktion arctan(x) 16
2.8.3 Interpolation der Funktion arctan(x) 17
2.9 Das Shannonsche Abtasttheorem 21
2.10 Ansätze bei der Reglerauswahl 22
2.10.1 Beschreibung der zeitdiskreten Regelstruktur 24
2.10.2 Auslegung der Regler 24
2.10.3 Zeitverhalten der Regelung 26
2.11 Verluste im Wechselrichter 26
3. Die Hardware
3.1 Die Architektur des C167 27
3.1.1 Übersicht 27
3.1.2 Speicherorganisation 28
3.1.3 Das externe Bus-Interface 30
3.1.4 Konfiguration des Externen Bus Controllers (EBC) 33
3.1.5 Registerbänke 36
3.1.6 Speichermodelle 37
3.1.7 Anbindung externer Speicherbausteine 38
3.2 Das Entwicklungsboard 40
3.2.1 Der RAM-Monitor 40
3.2.2 Programmdownload ins Flash 41
3.2.3 Verwendete Hardware 42
3.2.4 Jumperkonfigurationen 43
3.2.5 Firmware / Technische Daten 46
3.2.6 Speicherverwendung 47
3.2.7 Das serielle Interface 47
3.2.8 Pinbelegung 48
3.2.9 Anbindung externer Hardware 49
3.2.10 Verwendung der Timer/Counter für die Positionserfassung und Geschwindigkeitsmessung 54
3.2.11 Die Resolver-Gebersignale 57
3.2.12 Das Resolverkabel 58
3.2.13 Das LCD-Display 58
3.2.14 Die Schnittstelle zum Umrichter 61
4. Steuerverfahren
4.1 Einleitung 66
4.2 Prinzip der Raumzeigermodulation 67
5. Softwarebeschreibung
5.1 Einleitung 74
5.2 Der Keil Compiler V3.11 75
5.2.1 Compiler- und Linkeroptionen 75
5.2.2 Die Datentypen 77
5.3 Präprozessoranweisungen für das bedingte Übersetzen 79
5.4 Modulare Programmierweise 81
5.5 PEC Transfers 82
5.6 Die A/D-Wandlung 85
5.7 Die A/D-Wandlung mit PEC-Kanal 2 86
5.8 Die Pulsweitenmodulation (PWM) 88
5.9 Die Verwendung der Timer und Counter 89
5.10 Die Geschwindigkeitsmessung 91
5.10.1 Vorabbetrachtungen 91
5.10.2 Die CAPREL-Einheit 92
5.10.3 Fehlerbestimmung 100
5.11 Probleme beim bedingten Initialisieren der PEC Transfers 101
5.12 Messen der Zwischenkreisspannung 102
5.13 Serielles Lesen des Polradwinkels 103
5.14 Die Stringausgabe auf die serielle Schnittstelle 104
5.15 Zeichenausgabe auf das LCD-Display 105
5.16 Die Strommessung 107
5.16.1 Synchronisation der Strommessung 110
5.17 Die Run-Time-Library 111
5.18 Verwendete Funktionen 112
5.19 Die serielle Kommunikation (RS232) 115
5.19.1 Einstellen der Baudrate 115
5.19.2 Ändern der Schaltfrequenz f PWM 116
5.19.3 Einstellen des Betriebsmodus' 116
5.19.4 Schnelle Datenanforderung 117
5.20 Beschreibung der Betriebsmodi 118
5.20.1 Der Monitormodus 118
5.20.2 Abgleich der Nullposition Rotorfeld / Statorfeld 119
5.20.3 Der Steuermodus 121
5.20.4 Der Betrieb mit/ohne Wicklungsdrossel 125
5.20.5 Der Stromregelmodus 125
5.20.6 Der Drehzahlregelmodus 131
5.20.7 Der Fehlermodus 134
5.21 Systemparameter 136
5.22 Realisierung der Regler 138
5.22.1 Der I-Regler 139
5.22.2 Der PI-Regler 140
5.22.3 Der P-Regler 140
5.23 Wahl der Skalierungsfaktoren 140
5.23.1 Skalierungsfaktoren bei der Multiplikation von Zahlen im long-Format 144
5.24 Überstrom-Schutzmaßnahmen 144
5.24.1 Diskrete Realisierung der Überstromabschaltung 147
5.25 Probleme während der Erprobung 148
6. Messergebnisse
6.1 Die Phasenströme 151
7. Zusammenfassung
7.1 Ausblick 163
A. Sourcecode und Platinenlayout
A.1 Liste erstellter Dateien 164
A.2 Input-Platine 167
A.2.1 Bestückungsplan 167
A.2.2 Layout Bestückungsseite 168
A.2.3 Layout Lötseite 169
A.2.4 Teileliste 170
A.3 Das LCD-Display 171
A.3.1 Bestückungsplan 171
A.3.2 Layout Bestückungsseite 172
A.3.3 Layout Lötseite 173
A.3.4 Teilelisten 174
A.4 Phytec kitCON-167 - Platine 174
A.4.1 Verwendete Signale 174
A.5 GAL-Gleichungen 176
Literaturverzeichnis 178

Automatisiert erstellter Textauszug:

Der C167 verfugt uber vier unabh¨ngige PWM Kan¨le, die in verschiedenen Modi betrieben a a ¨ ¨ werden konnen. Detaillierte Beschreibungen sind in [13] zu finden. Fur die PWM zur Wechsel¨ ¨ richteransteuerung eignet sich gut die symmetrische Pulsweitenmodulation, wie sie vom C167 unterstutzt wird. Im Kern besteht die PWM-Einheit aus vier unabhangigen 16 Bit PWM¨ ¨ Timern (PTx), je einem Komparator, vier Shadow-Registern, vier Periodenregistern (PPx) und den zugehorigen Werteregistern (PWx). Der Wert in dem Werteregister PWx, welches ¨ die aktuelle Pulsweite enthalt, wird in das Shadow-Register geladen und mit dem aktuellen ¨ Counterstand (PTx) verglichen. Wenn der Counterstand einen Wert erreicht hat, der gleich oder großer dem des Shadow-Registers ist, so wird der entsprechende Ausgangspin auf ’High’ ¨ gesetzt. ¨ Anlich ist die Arbeitsweise fur die Einstellung der Zyklusperiode. Der im Periodenregister ¨ (PPx) abgelegte Wert wird ebenfalls in ein Shadow-Register geladen. Stellt der Comparator eine Gleichheit zwischen diesem Wert und dem aktuellen Counterstand fest, so wird in diesem Modus die Zahlrichtung des Counters ungedreht. Nachteilig ist, daß fur kleine Schaltfrequen¨ ¨ zen die Auflosung kleiner wird. ¨ Alle Referenztimer sind mit dem CPU-Takt fCP U = 20 MHz getaktet, so daß sich eine Timerauflosung von 50ns ergibt. Mit der gewuschten PWM-Frequenz fP W M ergibt sich der Wert im ¨ ¨ Periodenregister fur den Mode 1 (maximale PWM-Periode ist das 2-fache der Timerperiode) ¨ somit zu < P P x >= 1 20M Hz · − 1. 2 fP W M (5.1) [...]

Die Funktion IO GetADC(n), die den 10 Bit Wert der A/D-Wandlung des Kanals n zuruckgibt, kann somit verkurzt werden auf ¨ ¨ WORD IO_GetADC(BYTE ch_nr) { return(ADC_val[ADC_CNT-1-ch_nr] &= 0x03FF); } Der ausgewahlte Kanal wird aus dem Zielarray herausgesucht und die oberen 6 Bits werden ¨ abgeschnitten. ADC CN T ist die Anzahl der ausgewerteten Analogkanale und ch nr ist ¨ die ubergebene Kanalnummer (0..ADC CNT-1). Mit Hilfe eines PEC Services ist es nun ¨ moglich, einen neuen Analogwert nach 2,1µs zu bekommen. Die meiste Zeit entf¨llt hiera ¨ bei auf den Sprung und Rucksprung in die Funktion IO GetADC(n). Eine beschleunigte ¨ Abarbeitung konnte hier erreicht werden, indem die Zeile an der entsprechenden Stelle im ¨ Quelltext direkt fur jeden einzelnen Kanal eingefugt wird. An dieser Stelle sei angemerkt, daß ¨ ¨ die A/D-Wandlung selbst nicht beschleunigt werden kann. Die Wandelzeit dauert immer noch tc = 9, 7µs. Jedoch kann durch Nutzung der PEC Resourcen die Zeit zwischen dem Beginn der Wandlung und Abschluß des letzten Kanals fur die Programmabarbeitung genutzt werden. ¨ Es muß praktisch nur noch auf eine Interruptanforderung reagiert werden, im Gegensatz zu vier einzelnen Anforderungen. [...]

Das bisher verfolgte Konzept, daß die A/D-Wandlung im injection mode bei Aufruf der Funktion IO GetADC(n) durchgefuhrt wird, soll nun durch einen PEC Service beschleunigt ¨ werden. Dazu wird der PEC Transfer in Kanal 2 vier mal ausgefuhrt. Ausgelost wird der ¨ ¨ PEC Transfer durch die Anforderung eines ADC-Interrupts nach Abschluß einer Wandlung. Die A/D-Wandlung geschieht im Modus auto scan continous conversion. Damit nicht standig ¨ gewandelt wird, sondern nur dann, wenn ein neues Ergebnis gewunscht ist, wird in einer Task ¨ die Wandlung durch setzen von ADST=1 gestartet. Sind die vier PEC Transfers abgearbeitet, wird in einer ISR die Wandlung gestoppt und der PEC Kanal auf einen neuen Transfer vorbereitet. Der unten gezeigte Auszug aus dem Quelltext zeigt die Umsetzung. #pragma PECDEF (2) // Kanal 2 reservieren [...]

Arbeit zitieren:
Kusch, Rüdiger September 1998: Entwurf und Aufbau einer digitalen Strom- und Drehzahlregelung für eine permanentmagneterregte Synchronmaschine, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
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