Entwicklungstendenzen im Internet-Commerce
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Berthold Glass
- Abgabedatum: November 1999
- Umfang: 116 Seiten
- Dateigröße: 2,6 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule München Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2232-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2232-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2232-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Glass, Berthold November 1999: Entwicklungstendenzen im Internet-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Internet, Onlineshop, Unternehmen, Marketing, E-Commerce
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Diplomarbeit von Berthold Glass
Einleitung:
Die Diplomarbeit "Entwicklungstendenzem im Internet-Commerce" ist nicht lediglich eine weitere theoretische Abhandlung zum Thema E-Commerce. Sie soll dem Leser vielmehr eine möglichst ganzheitliche und praxisnahe Betrachtung der Thematik bieten.
Die Arbeit entstand aus dem Zusammenspiel der theoretischen Grundlagen meines Marketingstudiums und der praktischen Arbeit meiner 1998 gemeinsam mit einem Kommilitonen gegründeten Marketing-Agentur, die sich auf Online-Marketing und E-Commerce im Internet spezialisiert hat.
Die Arbeit enthält neben einer Untersuchung der Rahmenbedingungen und derzeitigen Veränderungen des Internet vor allem konkrete Ansatzpunkte für das Marketing aus Unternehmenssicht. Des weiteren bietet sie einen Leitfaden für die Realisierung eines Internet-Commerce-Projektes in der Praxis und ein Fallbeispiel.
Alle Kapitel sind praxisnah geschrieben und anhand vieler farbiger Abbildungen und Screenshots erläutert. Damit hat die Diplomarbeit auch für die Arbeit im Alltag von Agenturen und Unternehmen einen hohen praktischen Nutzwert. Bei der Bewertung der Arbeit durch den Professor wurde der Praxisbezug der Arbeit besonders hervorgehoben.
Gang der Untersuchung:
Zunächst wird in Kapitel 2 die momentane Situation des Internet-Commerce unter dem Gesichtspunkt technischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen analysiert. Dazu gehören beispielsweise die Übertragungskapazitäten, das Käuferverhalten sowie die bisherige Einstellung des Management zum Medium Internet.
In Kapitel 3 werden momentane technische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen in ihrer Wechselwirkung mit dem Internet-Commerce untersucht. Derzeit stattfindende Entwicklungen werden dabei anhand konkreter Beispiele veranschaulicht und auf zukünftige Tendenzen extrapoliert.
Möglichkeiten eines Unternehmens, auf diese Rahmenbedingungen und Entwicklungen durch gezielte Marketingansätze einzugehen, werden in Kapitel 4 erläutert. Zum Teil werden auch hier veranschaulichende Beispiele vorgestellt.
In Kapitel 5 münden die Schlußfolgerungen der vorigen Abschnitte in einen praxisnahen Leitfaden zur Realisierung eines erfolgreichen Internet-Commerce-Projektes.
Anschließend wird in Kapitel 6 am Fallbeispiel Mileva GmbH die erfolgreiche Online-Promotion einer Website dargestellt.
Kapitel 7 faßt schließlich die grundlegenden Erkenntnisse des Zusammenspiels von Theorie und Praxis zusammen und bietet einen Ausblick auf die Zukunft des wirtschaftlich stark an Bedeutung gewinnenden Marktplatzes Internet.
Inhaltsverzeichnis:
| Vorwort | 1 | |
| 1. | Einleitung | 2 |
| 1.1 | Was ist Internet-Commerce | 2 |
| 1.2 | Fragestellung | 3 |
| 1.3 | Aktualität | 3 |
| 1.4 | Vorgehensweise | 4 |
| 2. | Rahmenbedingungen des Internet-Commerce | 6 |
| 2.1 | Technik und Internet | 6 |
| 2.1.1 | Bisherige Entwicklung des Internet | 6 |
| 2.1.2 | PC-Verbreitung | 8 |
| 2.1.3 | Übertragungskapazität | 8 |
| 2.2 | Gesellschaft und Konsumenten | 9 |
| 2.2.1 | Nutzerstrukturen im Internet | 9 |
| 2.2.2 | Kaufverhalten | 14 |
| 2.2.3 | Gesellschaftliche Schlüsseltrends und Veränderung des Verbraucherverhaltens | 17 |
| 2.2.4 | Gesellschaftliche Akzeptanz und Sicherheitsbedenken | 20 |
| 2.2.5 | Zahlungsmöglichkeiten | 21 |
| 2.2.6 | Rechtssicherheit von Online-Verträgen | 23 |
| 2.3 | Wirtschaft und Unternehmen | 23 |
| 2.3.1 | Formen von Internet-Auftritten | 23 |
| 2.3.2 | Inhalte und Ziele der Internet-Auftritte | 25 |
| 2.3.3 | Bildung firmeneigener Bereiche | 28 |
| 3. | Momentane Entwicklungen im Internet-Commerce | 29 |
| 3.1 | Technik und Internet | 29 |
| 3.1.1 | Preisentwicklung | 29 |
| 3.1.2 | Wachsende Bandbreiten | 30 |
| 3.1.3 | Neue Technologien Verschlüsselung und Abrechnung | 32 |
| 3.1.4 | Internet unabhängig vom PC | 35 |
| 3.2 | Gesellschaft und Konsumenten | 36 |
| 3.2.1 | Angebote erzeugen Nachfrage | 36 |
| 3.2.2 | Die Computer-Generation | 37 |
| 3.2.3 | Zunahme der Einflußfaktoren Convenience und Zeitknappheit | 37 |
| 3.3 | Wirtschaft und Unternehmen | 39 |
| 3.3.1 | Prozeß des Umdenkens im Mittelstand | 39 |
| 3.3.2 | Internet-Commerce in der Wertschöpfungskette | 40 |
| 3.3.3 | Einbeziehung des Kunden in die Leistungserstellung | 40 |
| 3.3.4 | Nutzung der virtuellen Realität | 46 |
| 3.3.5 | Neue Angebotsformen | 48 |
| 4. | Ansatzpunkte für das Marketing aus Unternehmenssicht | 55 |
| 4.1 | Besonderheiten des Internet-Marketing | 55 |
| 4.2 | Nutzung des Internet als Marketinginstrument | 56 |
| 4.3 | Der Geschwindigkeitswettbewerb | 57 |
| 4.4 | Ansatzpunkt - Positionierung | 57 |
| 4.5 | Ansatzpunkt - Database-Marketing | 58 |
| 4.6 | Ansatzpunkt - One-to-one-Kommunikation | 60 |
| 4.7 | Ansatzpunkt - Beschwerdemanagement | 61 |
| 4.8 | Ansatzpunkt - Customer Satisfaction | 63 |
| 4.9 | Ansatzpunkt - Kundenbindung | 64 |
| 4.10 | Ansatzpunkt - Diversifikation | 68 |
| 5. | Realisierung eines Internet-Commerce-Projektes in der Praxis | 69 |
| 5.1 | Anforderungen an das Unternehmen | 69 |
| 5.2 | Anforderungen an das Produkt | 70 |
| 5.3 | Überprüfung der Zielgruppe | 70 |
| 5.4 | Auswahl der Shop-Software | 71 |
| 5.5 | Installation des Backoffice | 73 |
| 5.6 | Aufbau der Shopstruktur | 74 |
| 5.7 | Erstellung der Storefront | 75 |
| 5.8 | Datenbankschnittstelle | 78 |
| 5.9 | Auswahl der angebotenen Zahlungsmöglichkeiten | 79 |
| 5.10 | Testphase | 79 |
| 5.11 | Werbung und Promotion | 79 |
| 5.11.1 | Online-Promotion | 80 |
| 5.11.2 | Offline-Promotion | 83 |
| 5.12 | Kundenbindung | 84 |
| 5.13 | Erfolgskontrolle | 85 |
| 6. | Fallbeispiel Mileva GmbH | 86 |
| 6.1 | Gästebuch und Mailingliste als Kundenbindungsmaßnahmen | 87 |
| 6.2 | Pressearbeit | 88 |
| 6.3 | Promotion der Website mittels eines Online-Gewinnspiels | 89 |
| 7. | Zusammenfassung und Ausblick | 93 |
| Abbildungsverzeichnis | I | |
| Tabellenverzeichnis | III | |
| Literaturverzeichnis | IV | |
| Glossar | IX | |
| Erklärungen zur Diplomarbeit | XV |
angesprochener Zielgruppe die richtige Mischung aus Information und Emotion bieten. Ein schnelles Laden der Seiten durch optimierte Grafikdateien und kleine Vorschaubilder, die erst auf Wunsch des Users eine große Produktansicht zeigen, sind ein Muß für jede Website. Eine klare Struktur und intuitiv bedienbare Navigationsmenüs erleichtern es dem User, sich auf einer fremden Site zurechtzufinden. Dabei kommt es auch auf die Reihenfolge und die Begriffe bei der Benennung der Menüpunkte an - zum Beispiel Homepage, Inhalt, Kontakt etc. Bei vielen Begriffen hat sich hier eine Quasi-Standardisierung durchgesetzt. Aufwendige Animationen sollten nur dann angewandt werden, wenn sie der Unterstützung der Produktdarstellung wirklich dienen oder die Zielgruppe (z.B. Teenager) dies verlangt. Darüber hinaus sollte den verschiedenen User-Typen Rechnung getragen werden. Ein Kompromiß muß gefunden werden zwischen den Gegensätzen Information und Unterhaltung. Der informationsorientierte Käufer erwartet eine möglichst schnelle und textorientierte Auswahl der Inhalte. Dem intuitiv agierenden Surfer, der ohne klar definiertes Ziel auf die Site stößt, sollte die Möglichkeit zur Unterhaltung und zum ‘Flanieren’ geboten werden. Dieser User braucht eine Art Ratgeber in Form von Vorschlägen, zum Beispiel das ‘Angebot der Woche’. Produktseiten Die Produktseiten werden dynamisch aus Vorlagen (sog. Templates83) erzeugt. In der Vorlage wir festgelegt, wie eine Produktliste oder eine Produktdetailansicht aussehen soll. Die eigentlichen Produktdaten werden dann in Echtzeit aus der Datenbank in diese Vorlage eingefügt. Dadurch können auch Produktlisten aus freien Suchkriterien generiert werden. Möchte der User zum Beispiel alle Bücher aus der Rubrik ‘Kochbücher’ zwischen DM 17.- und DM 23.- sehen, so wird diese Liste speziell für ihn erzeugt. Da immer eine Auswahlabfrage aus derselben einzigen Produktdatenbank getätigt wird, können die Artikeldaten einfach und zentral gepflegt werden. [...]
Lieferscheine und Rechnungen bis hin zur Kommissionierung, können automatisiert werden. Im Idealfall greift die Shop-Software auf das Warenwirtschaftssystem online zu. Dem User können so zum Beispiel Verfügbarkeit und vorrätige Mengen in Echtzeit angezeigt werden. Momentan nicht lieferbare Produkte werden entsprechend gekennzeichnet oder gar nicht erst angeboten. Das Warenwirtschaftssystem kann ohne Zutun des Shopbetreibers zur Neige gehende Artikel bei einem vorher definierten Bestellpunkt automatisch nachbestellen oder der Einkaufsabteilung eine entsprechende Email schicken. Manche Onlineshops sind sogar zur Gänze virtuell, das heißt, in dem anbietenden Unternehmen wird nichts produziert, auch die Produkte müssen die Firma nicht zwingend physikalisch durchlaufen. Das Stichwort hierzu heißt Outsourcing80. Die Produktion findet beispielsweise beim Hersteller statt, dort wird die bestellte Ware durch einen auf Versandhandel spezialisierten Dienstleister abgeholt und an den Kunden verschickt. Der Anbieter selber kümmert sich nur noch um das Marketing, und selbst dieses kann an spezielle Agenturen ausgelagert werden. Dabei kann die Betreiberfirma zum Beispiel in München sitzen, der Onlineshop läuft auf einem Server in Karlsruhe, die aus den USA importierte Kleidung wird im Hamburger Hafen abgeholt, in Dresden veredelt (z.B. bestickt) und an den Kunden in Köln ausgeliefert. [...]
Mietlösungen sind der ideale Einstieg in den E-Commerce, zum Testen des Marktes oder für Shops mit geringem bis mittlerem Volumen. Eine OnlineAnbindung an das Warenwirtschaftssystem ist meist nicht möglich. Auch lassen sich die Standardshops nur begrenzt an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Werden zusätzliche, weniger gängige Funktionen wie z.B. Multiwährungsfähigkeit, Cross-Selling, Produkte mit verschiedenen Größen oder Varianten benötigt, so stößt man hier schnell an die Grenzen der Standardshops. Der Vorteil liegt im geringen Risiko, da kaum Investitionen fällig werden, sowie in den allgemein niedrigen Kosten.75 Eine individuelle Shoplösung auf einem eigenen Server ist sehr viel teurer, bietet aber auch weitgehendere Möglichkeiten, die bei entsprechendem Umsatz im Back-Office wiederum Kosten einsparen können. Während bei Standardshops meist die Bestellung beim Anbieter per automatisierter EmailBenachrichtigung eingeht, können individuelle Shops direkt in das eigene Warenwirtschaftssystem integriert werden. Zu erwähnen ist noch die kostenlose Shop-Software, die im Internet vielerorts angeboten wird. Allerdings bedeutet kostenlos hier nicht umsonst, denn diese Shops müssen persönlich konfiguriert werden. Dies ist oft mit nicht unerheblicher Programmierarbeit verbunden. Auch bieten sie meistens nicht die über die Basisfunktionen hinausgehenden Leistungsmerkmale, wie sie von professionellen Internet-Commerce-Projekten häufig benötigt werden. Elektronische Assistenten oder Plug&Play76 Shopvorlagen stehen häufig nicht zur Verfügung. Für Shops mit einem programmierfreudigen Betreiber können sie dennoch eine Alternative bieten77. Allerdings mit oft nur geringen Einsparungen gegenüber inzwischen sehr günstig angebotenen Mietshops. So bietet z.B. der Berliner Provider STRATO einen Onlineshop mit unbegrenzter Artikelzahl seinen Kunden für unter DM 30.- monatlich an. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832422325
Arbeit zitieren:
Glass, Berthold November 1999: Entwicklungstendenzen im Internet-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Internet, Onlineshop, Unternehmen, Marketing, E-Commerce



