Entwicklungsprozess eines neuen Produkts im Passivgeschäft einer Automotivebank
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Sebastian Veit
- Abgabedatum: April 2002
- Umfang: 61 Seiten
- Dateigröße: 927,1 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: VWA-Studienakademie (Berufsakademie) Stuttgart Deutschland
- Bibliografie: ca. 20
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0058-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8366-0058-3 P - ISBN (CD) :978-3-8366-0058-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Veit, Sebastian April 2002: Entwicklungsprozess eines neuen Produkts im Passivgeschäft einer Automotivebank, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Service Engeneering, Bank, Produktentwicklung, Prozess, Automotive
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Diplomarbeit von Sebastian Veit
Einleitung:
Die modernen Dienstleistungs-Produktentwicklungs-Ansätze, die zentrales Thema der vorliegenden Arbeit sind, befassen sich nicht nur ausschließlich mit Entwicklungsverfahren, sondern beschäftigen sich zumeist auch mit dem kompletten Entwicklungssystem, um dadurch umfassende Lösungskonzepte für die Entwicklung von Produkten im Dienstleistungssektor bereitstellen zu können. Dieser Ansatz gilt um so mehr für Service Engineering, da es sich hierbei für viele Unternehmen um gänzlich neue Aufgabenstellungen handelt und deshalb insbesondere die Einführung und Integration der Dienstleistungsentwicklung in Unternehmen mit einer Reihe von offenen Fragestellungen verbunden ist. Das Ziel dieser Arbeit soll sein, ein neues Produkt für den Einlagenbereich der DaimlerChrysler Bank als Finanzdienstleister zu entwickeln und das Konzeptdes Service Engineering, die Systematik sowie die geeignete Methodik und die einzelnen Prozessschritte zu erläutern. Das Produkt ist für den Einlagenbereich bzw. auch Passivbereich genannt, (fest- oder variabel verzinslich) bestimmt.
Zum besseren Verständnis des weiteren Textes soll an dieser Stelle der Begriff „Verzinsliche Wertpapiere“ definiert werden. Die Verzinslichen Wertpapiere, oft auch Anleihen, Renten, Bonds, oder Obligationen genannt, sind auf den jeweiligen Inhaber bestimmte Schuldverschreibung; d. h. der Käufer solcher Schuldverschreibung besitzt eine Forderung gegenüber dem Emitenten.
Gang der Untersuchung:
Die Arbeit gliedert sich in zwei Teile; der erste Teil befasst sich mit allgemeinen und grundsätzlichen Einordnungen. So wird die DaimlerChrysler Bank mit ihrer Produktpalette (insbesondere der Einlagenbereich) vorgestellt. Des weiteren wird ausgeführt, dass die Produktentwicklung ein Teilaspekt des Marketings ist; das Dienstleistungsmarketing und im speziellen das Bankenmarketing für den Einlagenbereich wird vorgestellt.
Im zweiten Teil wird auf die Thematik der Produktentwicklung im Dienstleistungsbereich eingegangen; vertieft wird die Thematik des Service Engineering. Im weiteren wird anhand eines ausgewählten Entwicklungsmodells dann ein neues Produkt für den Einlagenbereich der DaimlerChrysler Bank zur Marktreife entwickelt.
Die Thematik der Entwicklung neuer Dienstleistungen ist auch im Bereich der Dienstleistungsforschung lange Zeit ein weitgehend vernachlässigtes Feld. Zwar tauchen in der anglo-amerikanischen Literatur in den 70er- und 80er-Jahren eine Reihe erster wissenschaftlicher Arbeiten zu New Service Development auf, jedoch sind diese in ihrer Summe eher als rudimentär zu bezeichnen. Parallel zum amerikanischen New Service Development wurde Mitte der 90er-Jahre in Deutschland der Begriff Service Engineering geprägt.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Problemstellung | 2 |
| 2. | Grundlegendes und begriffliche Differenzierungen | 6 |
| 2.1 | Banken und Direktbanken | 6 |
| 2.2 | Die DaimlerChrysler Bank und ihre Einlagenprodukte | 9 |
| 2.3 | Begriff und Bedeutung des Marketing | 12 |
| 2.4 | Besonderheiten der Dienstleistung gegenüber Sachgütern | 15 |
| 2.5 | Marketingaspekte für Einlagenprodukte | 17 |
| 3. | Produktgestaltung bei Dienstleistungen | 22 |
| 3.1 | Organisation von Dienstleistungsmanagement | 22 |
| 3.2 | Methodik des Service Engineering | 25 |
| 3.3 | Vorgehensmodelle zur Produktentwicklung | 29 |
| 3.3.1 | Rahmenparameter für das Passivprodukt. | 34 |
| 3.3.2 | Ideenfindungsprozess | 36 |
| 3.3.3 | Prototypingprozess | 41 |
| 3.4 | Ausstattungsmerkmale des neuen „Elegance 3 Plus“ | 46 |
| 3.5 | Fazit | 48 |
| Anhang | 50 | |
| 1. | DaimlerChrysler Bank Tagesgeldkonto | 50 |
| 2. | Mercedes-Benz Vaneo Sparplan | 52 |
| 3. | DaimlerChrysler Bank Sparplan (Spareinlage nach RechKredV) | 56 |
| Ausschlussprozess | 57 | |
| Literaturverzeichnis | 60 | |
| Selbständigkeitserklärung | 63 |
Textprobe:
Kapitel 3.3.3, Prototypingprozess: Das Modell des Prototypings setzt direkt auf einer Produktidee auf. Ziel ist es, einen Entwurf des Produktes zu entwickeln, d. h. die Details und Implementierungsschritte fehlen. Die vorangegangene Rahmenparameterbestimmung sowie die Abprüfung der Produkte haben allerdings schon eine Umsetzbarkeits-Klausel enthalten, d. h. prinzipiell ist es möglich das Produkt über die DaimlerChrysler Bank zu vertreiben. Bzgl. der Zielgruppenidentifikation wird auf das Lebensphasenmodell, dargestellt unter 2.5. verwiesen. Es ist davon auszugehen, dass die Zielgruppen sich in entsprechender Lebensphase befinden, in der sie ein Produkt der DaimlerChrysler Bank wünschen. D. h. Berufstätige, wie Mitarbeiter von DaimlerChrysler und natürlich anderer Unternehmen, Familien, sowie vor allen Dingen Firmenkunden und Freiberufler sind primäre Zielgruppe der DaimlerChrysler Bank. Als sekundär sind junge Berufsanfänger und Senioren zu sehen.
Da dies aber ein wesentlicher Aussagefaktor ist, wird mit der Annahme gearbeitet, dass das Produkt ein günstiges Kosten-Gewinn Verhältnis hat. Diese Behauptung wird durch eine Kostenübernahme des Autobonus von max. € 700,00 durch die DaimlerChrysler Vertriebsorganisation gestützt. Dies ist somit eine wesentliche Spezifikation des Entwicklungsprozesses für ein Produkt einer Automotive Bank.
Das Produkt Nummer 8. „ Kombiprodukt aus Garantiefond und Sparplan für Sonderausstattungspaket, mit Autobonus“, besteht aus drei Komponenten (Garantiefond, Sparplan sowie Autobonus) und zwei Stufen. Im Folgenden wird zuerst auf die Komponenten eingegangen, dann wird der Stufenplan erläutert.
Die Komponente des Garantiefond: Neu hinzugekommen sind in den letzten Jahren Fonds, die dem Kunden eine bestimmte Garantie geben, die z.B. aus einem Mindest-Rücknahmepreis bei Laufzeitende bestehen kann. Dadurch wird das eingesetzte Eigenkapital des Kunden gesichert. Die vorzeitige Liquidierung eines solchen Fonds ist nicht sehr einfach, da der garantierte Rücknahmepreis sich auf das Laufzeitende bezieht, d. h. bei vorzeitiger Kündigung können erhebliche Verluste realisiert werden, wenn der Fond ggf. unter dem Ausgabekurs notiert. Diese Art von Fonds kann nur begrenzt gezeichnet werden, d. h. in einem gewissen Zeitfenster (meist drei Monate) hat der Kunde die Möglichkeit, den Fond zu kaufen (dies würde von der DaimlerChrysler Bank übernommen werden).
Der Fond wird dann geschlossen, da sich sonst die Garantie des Rücknahmepreises nicht mehr realisieren ließe. Ein Garantiefond ist längerfristig angelegt, d. h. die Laufzeiten sind zwischen drei und fünf Jahren. Diese Spezifikationen und Restriktionen unterscheidet den Garantiefond daher erheblich vom normalen Aktienfonds. Garantie kostet, daher ist die Performance von Garantiefonds geringer, als bei ungesicherten Aktienfonds. Trotzdem ist die Gewinnerwartung höher wie bei Rentenpapieren; der Garantiefond ist ein sicheres Aktieninvestment und daher für das neue Produkt der DaimlerChrysler Bank geeignet. Sollte es jedoch auf Grund der kurzen Laufzeit (im Bereich von 24-36 Monaten) nicht möglich sein, einen Garantiefond zu bekommen, kann auch auf einen Rentenfond zurückgegriffen werden.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836600583
Arbeit zitieren:
Veit, Sebastian April 2002: Entwicklungsprozess eines neuen Produkts im Passivgeschäft einer Automotivebank, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Service Engeneering, Bank, Produktentwicklung, Prozess, Automotive



