Das Entwicklungs- und Substitutionspotenzial des Segway Personal Transporters mit Schwerpunkt auf dem innerbetrieblichen Transport von Waren
- Art: MA-Thesis / Master
- Autor: Christian Dorn
- Abgabedatum: Mai 2010
- Umfang: 115 Seiten
- Dateigröße: 4,9 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule für Wirtschaft und Technik Wiener Neustadt Österreich
- Bibliografie: ca. 38
- ISBN (eBook): 978-3-8366-4953-7
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Dorn, Christian Mai 2010: Das Entwicklungs- und Substitutionspotenzial des Segway Personal Transporters mit Schwerpunkt auf dem innerbetrieblichen Transport von Waren, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Segway, innerbetrieblicher Warentransport, Technologieplanung, Substitution, Personal
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MA-Thesis / Master von Christian Dorn
Einleitung:
Der Transport von Waren in Betrieben kann auf viele Arten und Weisen geschehen. Letztlich ist dies von mehreren Faktoren abhängig: die Größe des Betriebs, der Art der Waren, der Unternehmenspolitik und vieles mehr. Daher ist auch die Auswahl der entsprechenden Hilfsmittel für den Transport sehr weit gefächert und eine Auswahl des passenden Transportmittels kann schwierig werden.
Relevanz des Themas:
Diese Masterarbeit soll vor allem Unternehmen von Nutzen sein, die selbst Interesse an alternativen Methoden für den innerbetrieblichen Warentransport haben. Allen voran für jene, die bereits Interesse am Segway Personal Transporter gezeigt haben. Zu diesem Zweck erfolgen eine themenbezogene Veranschaulichung des Fahrzeugs und eine Beantwortung folgender Frage:
Forschungsfrage: Welches Potenzial hat der Segway Personal Transporter als Fahrzeug für den innerbetrieblichen Warentransport?
Gang der Untersuchung:
Zunächst wird der Personal Transporter noch allgemein betrachtet und vorgestellt. Später wird vermehrt auf den Einsatz für den innerbetrieblichen Warentransport eingegangen, da dies die Kernfrage dieser Arbeit darstellt und diese anhand der Fallstudie mit dem Unternehmen Franz Hofbauer Automobile GmbH & Co. KG (kurz „Opel Hofbauer“) beantwortet wurde. Ebenfalls wird der Substitutionsplanungsprozess aus Sicht des Unternehmens Urban Mobility Germany, Authorized SEGWAY Distributor GmbH (kurz „SEGWAY Deutschland“) durchgeführt, um das Potenzial des PTs für diesen Bereich festzustellen und aufzuzeigen, was dafür nötig wäre. Um allerdings die notwendigen Voraussetzungen schaffen zu können, behandelt der Theorieteil zunächst den Stand der Technik, also eine allgemeine Beschreibung des Fahrzeugs. In weiterer Folge werden technologiestrategische Grundlagen, die heute bereits realisierten Anwendungen des Fahrzeugs im Personen- und Warentransportbereich, mögliche zukünftige Anwendungen sowie das Distribution Center Reference Model behandelt.
Für den praktischen Teil der Arbeit wurde dem Teilezentrum des Unternehmens Opel Hofbauer von der Firma ST-Solutec GmbH ein Segway Personal Transporter i2 (inklusive ST-Lastentransporter) eine Woche lang zur Verfügung gestellt, um diesen für Kommissionszwecke nutzen zu können. Die Bearbeitungszeiten einiger mit dem DCRM-Modells aufgeschlüsselten Prozessen konnten damit durch mehrere gemessene Testfahrten quantifiziert werden und die gewonnenen Erfahrungen aus diesen mit einem qualitativen Leitfadeninterview erfasst werden. Nach der Darstellung der Ergebnisse bei Opel Hofbauer kann der Planungsprozess fertiggestellt und eine Aussage über das Entwicklungs- und Umsetzungspotenzial getroffen werden.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 7 |
| 1.1 | Relevanz des Themas | 7 |
| 1.2 | Vorstellung der Firma Franz Hofbauer Automobile GmbH & Co. KG | 9 |
| 2. | Stand der Technik | 10 |
| 2.1 | Meilensteine des Erfinders Dean Kamen und der Firma Segway | 10 |
| 2.2 | Der Segway Personal Transporter | 12 |
| 2.3 | Die Versionen | 14 |
| 3. | Technologie und strategisches Technologiemanagement | 17 |
| 3.1 | Klassifizierung von Technologien und Technologielebenszyklus | 17 |
| 3.1.1 | Technologieklassen nach A.D. Little | 18 |
| 3.1.2 | Lebenszyklusphasen nach A.D. Little | 21 |
| 3.1.3 | Lebenszyklusphasen nach Fort und Ryan | 21 |
| 3.1.4 | Technologieportfolio zum Ableiten von Normstrategien | 24 |
| 3.2 | Technologielebenszyklusbetrachtung zur Technologieanalyse | 26 |
| 3.3 | Strategische Technologieentscheidung | 29 |
| 3.4 | Technologische Substitution | 31 |
| 4. | Exkurs: Distribution Center Reference Model (DCRM) | 36 |
| 5. | Diversifikation | 38 |
| 5.1 | Transportsuchfeld | 38 |
| 5.2 | Heutige Anwendungsgebiete | 43 |
| 5.3 | Künftige Anwendungsgebiete | 45 |
| 6. | Substitutionsplanungsprozess für SEGWAY Deutschland | 52 |
| 6.1 | Zielbestimmung der Substitution | 52 |
| 6.2 | Vernetzung von Technologie, Markt und Produkt | 54 |
| 6.3 | Entwicklungsanalyse der Substitution | 56 |
| 6.3.1 | Entwicklungspotenzial des PTs | 56 |
| 6.3.2 | Technologieattraktivität des PTs | 58 |
| 6.3.3 | Technische Überprüfung des PTs | 60 |
| 6.3.4 | Entwicklungsanalyse | 64 |
| 6.4 | Case Study mit der Firma Opel Hofbauer | 65 |
| 6.4.1 | Teilezentrum Hofbauer | 66 |
| 6.4.2 | Prozesse | 68 |
| 6.4.3 | Aktivität „Besorgen der Kleinteile mittels Greifer“ | 71 |
| 6.4.4 | Darstellung der Ergebnisse | 73 |
| 6.4.5 | Nutzen der Investition | 76 |
| 6.4.6 | Technologiestrategie | 80 |
| 6.4.7 | Umsetzbarkeit | 81 |
| 6.4.8 | Substitution der Schubwägen durch den Segway | 85 |
| 6.5 | Strategiekonzeption | 92 |
| 6.6 | Reaktion auf Substitution | 94 |
| 7. | Fazit und Ausblick | 95 |
| 8. | Abkürzungsverzeichnis | 97 |
| 9. | Abbildungsverzeichnis | 98 |
| 10. | Tabellenverzeichnis | 99 |
| 11. | Quellenverzeichnis | 100 |
| Anhänge | 104 |
Textprobe:
Kapitel 6.3, Entwicklungsanalyse der Substitution:
Ziel: Analyse der markt- und strukturbezogenen Leistungspotenziale der Technologien.
Kernfragen:
- Welche Marktleistungen sind mit den Technologiefunktionen möglich?
- Welche technologische Differenzierungsmöglichkeit besteht gegenüber Konkurrenten?
- Welche Innovationsstärke des Unternehmens steht den technologischen Leistungspotenzialen gegenüber?
Zunächst wird das Entwicklungspotenzial des PTs ermittelt, danach die Attraktivität der Technologie analysiert und zuletzt, anhand unabhängiger Studien, eine Verifizierung der Leistung vollzogen. Dies dient zur Veranschaulichung der potenziellen Marktleistungen, die erbracht werden können. Letztendlich werden diese mittels einer Entwicklungsanalyse der Innovationsstärke des Unternehmens gegenübergestellt.
Entwicklungspotenzial des PTs:
Wie im theoretischen Teil beschrieben, gibt die Technologielebenszyklusbetrachtung Aufschluss über Chancen und Risiken, die mit einem Technologiefeld verbunden sind und ermöglicht so ein Herleiten von Aussagen über die Technologieattraktivität.
Zunächst erfolgt eine Analyse des Entwicklungspotenzials des PTs. Dies geschieht über den aktuellen Stand im Technologielebenszyklus. Um diesen zu ermitteln, werden die Merkmale der einzelnen Phasen betrachten und auf den Segway umgewälzt (vergleiche Tabelle 3: Technologieklassen und Eigenschaften).
Im Allgemeinen wird dieser Technologie oftmals sicherheitsbezogene Skepsis entgegen gebracht. Es existiert in der Regel also noch eine mittlere Unsicherheit hinsichtlich der technischen Leistungsfähigkeit. Diese Skepsis äußert sich im Unternehmen auch dadurch, dass die Hauptzugangsbarrieren dieser Technologie noch das Personal und die Entscheidungsträger sind. Doch Personen, die sich mit dem Fahrzeug beschäftigen oder es bereits benutzt haben, vertrauen in der Regel dem Gerät sehr rasch und werden auch von der technischen Leistungsfähigkeit überzeugt. Eine kraftvolle Beschleunigung, die Bewältigung von Steigungen bis zu 20 % sowohl auf Asphalt als auch auf Schotter und das sichere Bremsen auf nassen Fahrbahnen werden von dem Gerät problemlos ermöglicht.
Wie erwähnt gibt es bereits einige Nischen, in denen das Fahrzeug Einzug gefunden hat (siehe heutige Anwendungsgebiete). Doch gibt es auch weitaus mehr Anwendungsmöglichkeiten, bei denen der Gebrauch des PTs sinnvoll wäre. Dem Anhang 5 können bspw. einige Ideen entnommen werden, wie man das Fahrzeug anderweitig nutzen kann. Somit ist die Breite der potenziellen Einsatzgebiete sehr hoch, die der bereits etablierten hingegen bleibt überschaubar. Eben diese geringe Integration in bestehende Prozesse ermöglicht dem Einsatz dieser Technologie große Wettbewerbsvorteile, da das Wettbewerbspotenzial noch nicht ausgeschöpft ist. So eröffnet sich die Chance, durch die Prozessoptimierung mittels Segway ein maximales Kosten-Leistungsverhältnis zu schaffen. War dies vor 2005 aufgrund der Verfügbarkeit beinahe noch unmöglich, hat sich bereits ein breites Händlernetz etabliert und der Grad der Technologieausbreitung wächst sowohl im gewerblichen als auch im privaten Gebrauch. Nahezu all diese Faktoren klassifizieren den Segway zu einer typischen Schrittmachertechnologie mit einem durchaus positiven Entwicklungspotenzial.
Technologieattraktivität des PTs:
Nachdem der Segway gemäß dem Technologielebenszyklus klassifiziert wurde, erfolgt nun eine Ermittlung der Attraktivität der Technologie. Wie erwähnt liegt hier das Hauptaugenmerk auf den Patentkennzahlen, da diese einen direkten Rückschluss auf die Attraktivität einer Technologie zulassen. Der sogenannte Patentanmeldezyklus entspricht daher in etwa der gleichlaufenden Form des Technologielebenszyklus. So entsprechen beispielsweise viele Patentanmeldungen einer hohen Attraktivität einer Technologie.
SEGWAY Inc. selbst meldete im Zeitraum vom Mai 1994 bis April 2004 hierbei etwa 53 Patente an. Doch um eine Aussage über die Patentanmeldungen rund um dieses Fahrzeug und dessen Technologie treffen zu können, muss eine umfassende Patentrecherche erstellt werden, in der auch andere Patenteinreicher berücksichtigt werden. Hierzu wurden die Patentdatenbanken „United States Patent and Trademark Office” , „Software for Intellectual Property” und das „US-Patentamt“ genutzt. Die Wahl der Suchbegriffe gestaltete sich etwas schwer, da Begriffe wie „dynamische Stabilisierung”, „selbst balancierend“, „Elektroroller“, „Elektromobilität“ und ähnliche nicht unbedingt mit dem PT in Verbindung gebracht werden. Somit musste bei jedem Patent entschieden werden, ob es dem Fahrzeug zugeordnet werden kann oder nicht. Als fixer Suchbegriff wurde „Segway“ verwendet. Als weitere Datenquelle wurden die Patentziffern aus dem Handbuch recherchiert.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836649537
Arbeit zitieren:
Dorn, Christian Mai 2010: Das Entwicklungs- und Substitutionspotenzial des Segway Personal Transporters mit Schwerpunkt auf dem innerbetrieblichen Transport von Waren, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Segway, innerbetrieblicher Warentransport, Technologieplanung, Substitution, Personal



