Neue Entwicklungen im Werbecontrolling unter besonderer Berücksichtigung der Balanced Scorecard
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jochen Luft
- Abgabedatum: April 2003
- Umfang: 110 Seiten
- Dateigröße: 619,4 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Wiesbaden Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7094-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7094-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7094-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Luft, Jochen April 2003: Neue Entwicklungen im Werbecontrolling unter besonderer Berücksichtigung der Balanced Scorecard, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Werbeerfolgskontrolle, Werbemanagement, Werbewirkung, Direktmarketing, Performance Prisma
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Diplomarbeit von Jochen Luft
Zusammenfassung:
Besonders in Zeiten lahmender Konjunktur entsteht eine höhere Kostensensibilität und die Notwendigkeit Ausgaben effizienter zu gestalten. Zum einen nehmen die Marketingbudgets der Unternehmen in fast allen Branchen einen bedeutenden Teil der Gesamtkosten in Anspruch, zum anderen setzen sich viele Markenartikelhersteller, infolge stetig ansteigender Werbebudgets, mit der Überprüfung des Erfolgs ihrer Werbeinvestitionen auseinander. Hilfestellung zur Lösung dieser Ansätze kann das Controlling geben, das als Werbecontrolling dazu beitragen soll, die Effizienz und Effektivität der Werbung zu erhöhen.
Diese Aussagen sind die Gründe für die folgende Arbeit mit dem Thema:“ Neue Entwicklungen im Werbecontrolling unter besonderer Berücksichtigung der Balanced Scorecard.“ Diese Arbeit soll Erkenntnisse darüber liefern wie notwendig und sinnvoll ein Werbecontrolling, insbesondere im Bereich der klassischen Werbung, für Unternehmen ist und welche Rolle die Balanced Scorecard einnehmen kann.
Im ersten Teil wird zunächst der Begriff des Werbecontrollings erläutert. Es wird auf die Eingliederung der klassischen Werbung im gesamten Unternehmen eingegangen. Die Anforderungen an ein Werbecontrolling werden herausgestellt und der Prozess der klassischen Werbung wird in einzelne Ebenen unterteilt. Entlang dieser Ebenen wird auf die grundlegenden Aufgaben des Werbecontrollings ein-gegangen und schließlich werden die Probleme und Herausforderungen, die sich dem Controlling der klassischen Werbung stellen, zusammenfassend aufgezeigt.
Im zweiten Teil der Arbeit werden bereits bestehende Ansätze des Werbecontrollings diskutiert. Es sollen Schwierigkeiten, welche sich bei der Messung von Daten aus der Werbung ergeben können, aufgezeigt werden, sowie bereits vorhandene Lösungsvorschläge dargestellt werden. Hierbei werden die bestehenden Ansätze untersucht, in wie weit sie für einen ganzheitlichen Werbecontrolling- Ansatz nützlich sind und welche Erkenntnisse aus den Ansätzen gewonnen werden können.
Im dritten Teil der Arbeit wird auf die neuen Entwicklungen im Werbecontrolling eingegangen. Es wird die Funktion und die Aufgabe des Werbecontrollings ent-lang des Werbemanagementprozesses untersucht. Neue Instrumente des Werbecontrollings werden vorgestellt. Weiterhin werden dort die Besonderheiten, die sich beim Direktmarketing ergeben, dargestellt. Bereits bestehende Ansätze zur Messung der Effektivität und Effizienz der klassischen Werbung, als auch des Direktmarketings sowie dazugehörige Kennzahlen werden aufgezeigt.
Im vierten Teil der Arbeit wird auf eine mögliche Rolle der Balanced Scorecard eingegangen, die als integriertes Management Tool ebenfalls in den Prozess des Werbecontrollings mit einbezogen werden kann. Dabei wird besonders die Möglichkeit aufgezeigt, wie eine Integration der Balanced Scorecard in der Praxis umgesetzt werden kann und welche Gestaltungsalternativen sich ergeben. Außerdem werden die neueren Entwicklungen, die sich aus der Balanced Scorecard, vor allem im Bereich von Performance Measurement Systemen ergeben, kurz dargestellt und mit den Eigenschaften der Balanced Scorecard verglichen.
Inhaltsverzeichnis:
| Vorwort | I | |
| Inhaltsverzeichnis | III | |
| Abbildungsverzeichnis | VII | |
| Abkürzungsverzeichnis | VIII | |
| 1. | Definitionen und Grundlagen | 1 |
| 1.1 | Das Werbecontrolling | 1 |
| 1.2 | Anforderungen an das Werbecontrolling | 2 |
| 1.3 | Aufgabenbereiche des Werbecontrollings | 3 |
| 1.3.1 | Die Entscheidungsebene | 3 |
| 1.3.2 | Die Wirkungsebene | 5 |
| 1.3.3 | Die Erfolgsebene | 6 |
| 1.4 | Problemstellung des Werbecontrollings | 7 |
| 2. | Bestehende Ansätze im Werbecontrolling | 8 |
| 2.1 | Die Werbezielplanung | 8 |
| 2.2 | Die Budgetierung | 9 |
| 2.2.1 | Methoden der Budgetierung | 10 |
| 2.2.1.1 | Planungskennziffern-Methode | 10 |
| 2.2.1.2 | Ziel- und Aufgabenmethode | 11 |
| 2.2.1.3 | Konkurrenzbezogener Ansatz | 11 |
| 2.2.1.4 | Planungskennwerte | 12 |
| 2.2.1.5 | Multiple Regressionsansätze und dynamische Responsefunktionen | 12 |
| 2.2.1.6 | Erfahrungswert-Methoden | 13 |
| 2.2.2 | Die Budgetverteilung | 13 |
| 2.2.3 | Probleme der Budgetierung | 14 |
| 2.3 | Erfolgskontrolle der Werbung | 14 |
| 2.3.1 | Ökonomischer Werbeerfolg | 15 |
| 2.3.1.1 | Statische Modellkonzeption | 16 |
| 2.3.1.2 | Dynamische Modellkonzeption | 16 |
| 2.3.1.3 | Verknüpfungskette | 16 |
| 2.3.2 | Außerökonomischer Werbeerfolg | 17 |
| 2.3.2.1 | Gedächtniswirkung | 17 |
| 2.3.2.1.1 | Wiedererkennungsverfahren | 17 |
| 2.3.2.1.2 | Erinnerungsverfahren | 18 |
| 2.3.2.2 | Einstellungswirkung | 18 |
| 2.3.2.3 | Multidimensionale Messansätze | 18 |
| 2.3.3 | Bestehende Ansätze von Kennzahlen und Kennzahlensystemen | 19 |
| 2.3.4 | Probleme der Erfolgskontrolle | 21 |
| 2.4 | Fazit | 22 |
| 3. | Neue Entwicklungen im Werbecontrolling | 24 |
| 3.1 | Der Werbemanagementprozess | 24 |
| 3.1.1 | Die Werbezielplanung | 25 |
| 3.1.2 | Die Planung der Entscheidungsebene | 27 |
| 3.1.2.1 | Die Intermediaselektion | 28 |
| 3.1.2.2 | Die kreative Umsetzung | 28 |
| 3.1.2.3 | Die Werbemittelgestaltung | 28 |
| 3.1.2.4 | Die Planung taktischer Entscheidungen | 29 |
| 3.1.2.5 | Die Funktion des Controllings auf der Entscheidungsebene | 29 |
| 3.1.3 | Werbeeffizienzmessung / Werbeeffektivitätsmessung | 30 |
| 3.1.3.1 | Die Werbewirkungsmessung | 31 |
| 3.1.3.1.1 | Die Kontaktwirkung | 32 |
| 3.1.3.1.1.1 | Die Reichweiten | 32 |
| 3.1.3.1.1.2 | Der Affinitätsindex | 33 |
| 3.1.3.1.1.3 | Der Gross Rating Point | 33 |
| 3.1.3.1.2 | Die Bekanntheitswirkung | 34 |
| 3.1.3.1.3 | Die Einstellungswirkung | 35 |
| 3.1.3.2 | Die Werbeerfolgsmessung | 35 |
| 3.1.3.2.1 | Die Werbekostenrechnung | 36 |
| 3.1.3.2.2 | Die Werbeerlösrechnung | 36 |
| 3.1.3.2.3 | Kennzahlen der Werbeerfolgsrechnung | 37 |
| 3.1.3.3 | Ein werbebezogenes Kennzahlensystem | 38 |
| 3.1.4 | Die Informationsversorgung im Werbemanagementprozess | 40 |
| 3.1.4.1 | Der Informationsversorgungsprozess | 40 |
| 3.1.4.2 | Das Berichtswesen | 41 |
| 3.1.5 | Die Koordination des Werbemanagementprozesses | 42 |
| 3.2 | Das Advertising Benchmarking | 43 |
| 3.2.1 | Das 5-Phasen Modell des Benchmarking | 44 |
| 3.2.2 | Die Kernfragen des Advertising Benchmarking | 45 |
| 3.3 | Der Brand-Screen-Ansatz | 46 |
| 3.4 | Die Besonderheiten im Direktmarketing | 47 |
| 3.4.1 | Die Instrumente im Direktmarketing | 47 |
| 3.4.2 | Das E-Mail-Marketing | 48 |
| 3.4.3 | Die Erfolgsmessung im E-Mail Marketing | 49 |
| 3.4.4 | Direktmarketingcontrolling vs. Werbecontrolling | 50 |
| 3.5 | Fazit | 51 |
| 4. | Werbecontrolling mit der Balanced Scorecard | 53 |
| 4.1 | Die Balanced Scorecard | 53 |
| 4.1.1 | Grundlagen des Konzeptes der Balanced Scorecard | 53 |
| 4.1.2 | Die vier Perspektiven der Balanced Scorecard | 55 |
| 4.1.2.1 | Die finanzwirtschaftliche Perspektive | 55 |
| 4.1.2.2 | Die Kundenperspektive | 56 |
| 4.1.2.3 | Die interne Prozessperspektive | 56 |
| 4.1.2.4 | Die Lern- und Entwicklungsperspektive | 57 |
| 4.2 | Die Balanced Scorecard im Unternehmen | 57 |
| 4.3 | Die Balanced Scorecard als Werbecontrolling-Instrument | 59 |
| 4.3.1 | Anforderung an die Balanced Scorecard | 59 |
| 4.3.2 | Die vier Perspektiven | 60 |
| 4.3.2.1 | Die finanzwirtschaftliche Perspektive | 60 |
| 4.3.2.2 | Die Kundenperspektive | 62 |
| 4.3.2.3 | Die interne Prozessperspektive | 63 |
| 4.3.2.4 | Die Lern- und Entwicklungsperspektive | 64 |
| 4.3.3 | Der Nutzen der Balanced Scorecard | 65 |
| 4.4 | Die Kommunikationsperspektive | 66 |
| 4.4.1 | Anforderung an die Kommunikationsperspektive | 66 |
| 4.4.2 | Der Inhalt der Kommunikationsperspektive | 66 |
| 4.4.3 | Die Eingliederung der Kommunikationsperspektive | 68 |
| 4.4.4 | Nutzen der Kommunikationsperspektive | 69 |
| 4.5 | Neue Entwicklungen der Balanced Scorecard | 69 |
| 4.5.1 | Der GOPE Ansatz | 70 |
| 4.5.2 | Das Performance Prisma | 71 |
| 4.5.3 | Das ABACUS System | 72 |
| 4.6 | Fazit | 73 |
| 5. | Zusammenfassung und Ausblick | 74 |
| Anhang | 76 | |
| Anhangsverzeichnis | 77 | |
| Literaturverzeichnis | 95 | |
| Internetverzeichnis | 98 | |
| Versicherung | 100 |
3.1.4.2 Das Berichtswesen Das Berichtswesen umfasst im allgemeinen alle Einrichtungen, Mittel und Maßnahmen eines Unternehmens zur Erarbeitung, Weiterleitung und Verarbeitung von Informationen aus internen und externen unternehmensrelevanten Quellen. Es umfasst die Fragen, wozu, was, wer, wem und wann berichtet werden soll. Das Berichtswesen kann hierbei grundsätzlich als Brücke zwischen strategischem Werbecontrolling und operativem Werbecontrolling angesehen werden. Im Hinblick auf die Informationsverwendung im Planungs- und Kontrollprozess der Werbung werden drei Arten von Berichtsformen unterschieden:82 Standardberichte: Diese Berichte basieren auf meist einmalig ermittelten Informationsbedürfnissen einzelner Stellen und Abteilungen. Sie bestehen aus umfassenden Einzelpostendarstellungen, wobei der Berichtsempfänger die notwendigen Informationen selbst erkennen und auswählen muss. Die Erstellung erfolgt zu bestimmten Terminen und aufgrund bestimmter standarisierter Regeln. [...]
Aus den bisherigen Kapiteln geht hervor, dass durchaus sowohl Planungsschemata als auch Kennzahlen bestehen, die den Werbemanagementprozess strukturieren und systematisieren. Man kann die Werbeplanung, basierend auf die Zielplanung, anhand von Planungsschemata realisieren und diese Maßnahmen mit Hilfe von Kennzahlen oder Audits sowohl einer Ergebniskontrolle als auch einer Prozesskontrolle unterziehen. Diese führen im Rahmen der Steuerung zu Abweichungsanalysen und Korrekturmaßnahmen im Werbemanagementprozess. In Kapitel 3.1.2.5 wurde bereits die Servicefunktion des Werbecontrollings angesprochen. Diese Serviceaufgabe ergibt sich aus der Führungsunterstützungsaufgabe des Werbecontrollings. Das Werbecontrolling hat die Aufgabe, das Werbemanagement bei seinen umfangreichen und komplexen Aufgaben entlang des Werbemanagementprozesses zu unterstützen, zu beraten, anzuregen und zu motivieren.80 Im folgenden soll nun darauf eingegangen werden, wie und welche Informationsversorgungsaufgaben das Werbecontrolling im Unternehmen zu erfüllen hat. 3.1.4.1 Der Informationsversorgungsprozess Im werblichen Managementprozess werden Informationen in jeder Phase benötigt und verarbeitet. Anhand eines Informationsversorgungsprozesses kommt das Werbecontrolling seiner Aufgabe nach, durch zielgerichtetes, systematisches Handeln dafür zu sorgen, das allen beteiligten Entscheidungsträgern im Werbebereich zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Informationen in der richtigen Form zur Verfügung steht. Entlang dieses Informationsprozesses wird von der Analyse ausgehend, über die Phasen der Bewertung, der Beschaffung, der Aufbereitung und Speicherung dem Werbemanagement problemorientierte, entscheidungsträgerorientierte und zeitpunktorientierte Informationen durch das Werbecontrolling zur Verfügung gestellt. Diese Übermittlung erfolgt im Rahmen eines internen werblichen Berichtsystems an alle Entscheidungsträger im Rahmen des Werbemanagementprozesses. [...]
reits aus der Zieldefinition und umfassen die ökonomischen Ziele der Werbung wie z.B. Umsatzsteigerung, Marktanteilserhöhung oder Gewinnmaximierung. Jedoch entsteht bei der Erfassung dieser Größen insbesondere die Problematik auf die Zurechenbarkeit und Isolierbarkeit der Größen im Hinblick auf die Werbung. So ist die Zuordnung der Kommunikation/ Werbung innerhalb des Marketing-Mix problematisch. Es ist nicht bekannt aufgrund welcher Marketingparameter ein ökonomischer Erfolg genau zustande gekommen ist und welchen Anteil die Kommunikation/ Werbung daran trägt. Die zeitliche Abgrenzung der Werbung ist problematisch, denn es ist nicht bekannt, wann genau die Initiierung für ein Werbeerfolg stattgefunden hat, der sich irgendwann im Verhalten des Konsumenten äußert, das Produkt bzw. die Marke zu kaufen. Ebenso ist die räumliche Abgrenzung problematisch, wo genau die Werbung, die für einen Image oder Absatzerfolg als ursächlich anzusehen ist, stattgefunden hat. Weiterhin ist neben der Abgrenzung der Werbung im Kommunikations-Mix, die Isolierung gegenüber informeller Kommunikation (Mund-zu-Mund-Propaganda) problematisch. Des weiteren wird der eigene Werbeerfolg auch immer von erfolgreichen oder erfolglosen Aktivitäten der Mitbewerber beeinflusst und von der autonomen Einstellungsänderung der Abnehmer.76 Unter Kapitel 2.3.1 wurden bereits Methoden dargestellt, die versuchen diese Problematiken zu berücksichtigen, diese jedoch nur teilweise ausschalten können. Dennoch liefern Werbeerfolgskennzahlen zumindest ein Gespür dafür inwieweit überhaupt ein gleichgerichteter Zusammenhang zwischen Ergebnis und Kosten besteht. 3.1.3.2.3 Kennzahlen der Werbeerfolgsrechnung Aus der Werbekostenrechnung und den Werbeerlösen lassen sich wichtige Größen ableiten, die als Kennzahlen zur Analyse des Werbeerfolgs und somit zur Messung der Werbeeffizienz beitragen: Aus der Kostenrechnung sind dies z.B. die Gemeinkosten der Werbeabteilung, die gesamten Werbekosten, die Schaltkosten, die Gestaltungskosten oder die Beratungshonorare. Aus den Erlösen z.B. die Umsatzhöhe, der Marktanteil, die Anzahl der Erstkäufer oder der Deckungsbeitrag. Als Verhältniszahlen sind dies z.B.: [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832470944
Arbeit zitieren:
Luft, Jochen April 2003: Neue Entwicklungen im Werbecontrolling unter besonderer Berücksichtigung der Balanced Scorecard, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Werbeerfolgskontrolle, Werbemanagement, Werbewirkung, Direktmarketing, Performance Prisma



