Neue Entwicklungen im Bereich interaktives Fernsehen (iTV) als Herausforderung für einen Wireless Application Service Provider
Unternehmensszenarien und zukunftsrobuste Unternehmensplanung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Janis Faenger
- Abgabedatum: Januar 2006
- Umfang: 161 Seiten
- Dateigröße: 2,2 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW), Standort Gütersloh Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9528-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9528-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9528-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Faenger, Janis Januar 2006: Neue Entwicklungen im Bereich interaktives Fernsehen (iTV) als Herausforderung für einen Wireless Application Service Provider, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Mobile Messaging, Mobilfunk, Szenario-Technik, Mobile TV, Mobile Dienste
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Diplomarbeit von Janis Faenger
Zusammenfassung:
Viele Unternehmen sehen große Potenziale in der möglichen Entwicklung des interaktiven Fernsehens und hoffen, durch die neu geschaffenen technologischen Voraussetzungen am Erfolg teilzuhaben. Es besteht geradezu eine Euphorie unter den potenziellen Marktteilnehmern, da jedes Unternehmen der Ansicht ist, dass interaktives Fernsehen neue Kundengruppen erschließen kann und erfolgreiche Produkte verspricht. So auch Stefan Liebig, Senior Manager Network Development bei MTV:
„Wir glauben, dass intelligent gemachtes interaktives Fernsehen den bestehenden TV-Markt weiterentwickeln und einen riesigen Markt eröffnen wird.“ Es ist aber eher unwahrscheinlich, dass der gesamte Markt vom interaktiven Fernsehen profitieren wird. Es werden sich einige Geschäftsfelder herausstellen, die durch individuelle Produkte und Dienstleistungen einen Mehrwert für Konsumenten schaffen und neue Zielgruppen erschließen können.
Zentrales Element des interaktiven Fernsehens werden zweifelsohne die TV-Sender sein, die darüber entscheiden, in welcher Ausprägung Interaktivität Einzug in deutsche Fernsehformate hält und welche Produkte und Dienstleistungen eingesetzt werden. TV-Sender werden daher stark auf die Wertschöpfungskette wirken und beeinflussen, wie einzelne Marktteilnehmer profitieren können.
Eine wichtige Rolle nehmen gegenwärtig auch die ‚Wireless Application Service Provider’ ein, die als Anbieter von mobilen Diensten die Fernsehformate erweitern und einen bezahlfähigen Rückkanal zur Verfügung stellen, mit dem kostenpflichtige Angebote ermöglicht werden und erstmals neben Gewinnspielen und Abstimmungen per Telefon, auch Anwendungen, wie beispielsweise das Einsenden von Grüßen oder Meinungen auf dem Fernsehbild für eine breite Zuschauergruppe ermöglicht wird und TV-Sendern Erlöse erzielen lässt. Das ist bis heute, aufgrund proprietärer Lösungen und wenig praktikablen Bezahlverfahren der Rückkanäle, für das interaktive Fernsehen nicht realisierbar. Daher stellt sich in diesem Zusammenhang den ‚Wireless Application Service Providern’ eine zentrale Frage:
‚Wie können sie in Zukunft vom Fernsehmarkt profitieren und welche Chancen und Risiken erschließt die weitere Entwicklung des interaktiven Fernsehens?’.
Demzufolge besteht die Herausforderung des ‚Wireless Application Service Provider’ in der Erarbeitung einer Strategie, mit der das Unternehmen auf zukünftige Entwicklungen reagieren und agieren kann und sich dadurch eine Marktposition innerhalb der Wertschöpfungskette erarbeitet, mit dem sie die Wettbewerbsfähigkeit aufrecht erhalten.
Unternehmen, in diesen von Unsicherheiten, aber auch Chancen gekennzeichnetem Marktumfeld, sollten demnach bestrebt sein verschiedene Visionen und Strategien zu verfolgen, die nicht ausschließlich auf den Erwartungen und Wünschen beruhen. Durch diesen fehlenden Weitblick, indem nur Faktoren unmittelbar im Unternehmen und innerhalb der Zielsetzung betrachtet werden, wird das Fortbestehen und das Wachstum des Unternehmens gefährdet und ferner das Erschließen von weiteren Märkten verwehrt.
Um die Divergenz zu überwinden, sollten Unternehmen äußere Indikatoren in den Entscheidungsprozess einfließen lassen und vermehrt versuchen, vielfältige Perspektiven zu erarbeiten, die das gesamte Umfeld der Branche einbeziehen. Auf diese Weise können erste Tendenzen einer Marktänderung früher wahrgenommen und vom Management in den Strategieprozess implementiert werden.
Eine mögliche Vorgehensweise ist die Integration eines Planungsinstruments, das Unternehmen ermöglicht, zukünftige Strategien zu entwickeln, die äußeren Faktoren einzubeziehen, und so die Zukunft eines Unternehmens planbarer und voraussehbarer zu gestalten sowie zukünftige Geschäftssegmente zu erarbeiten, die nachhaltigen Wachstum versprechen.
Das Ziel dieser Diplomarbeit ist daher, die Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich des interaktiven Fernsehens für ‚Wireless Application Service Provider’ anhand von Handlungsalternativen zu identifizieren. Es sollen aus den gewonnenen Erkenntnissen Chancen und Risiken für ‚Wireless Application Service Provider’ aufgezeigt werden und Handlungsempfehlungen erarbeitet werden, die es ihnen ermöglicht, an der zukünftigen Entwicklung des interaktiven Fernsehens zu partizipieren. Die größte Aufgabe besteht dabei in der Eruierung von alternativen Entwicklungsmöglichkeiten, die auf unterschiedliche Einflüsse des interaktiven Fernsehens angepasst sind.
Im Rahmen dieser Arbeit wird zunächst in die Thematiken des interaktiven Fernsehens (Kapitel 2), des Mobilfunks sowie des Tätigkeitsfeldes des ‚Wireless Application Service Provider’ (Kapitel 3) eingeführt. Es werden Begrifflichkeiten, Technologien und Anwendungen bzw. Dienste dargestellt, die die fachliche Grundlage für die Arbeit schaffen.
Nachdem die technologische Grundlage geschaffen wurde, wird in Kapitel 4 die Szenario-Technik vermittelt, das die Ausgangsbasis für die nachfolgenden Kapitel bildet. In diesem Kapitel werden die einzelnen Phasen erläutert und der Themenbereich durch eine Beschreibung der gängigen Instrumente in der Szenario-Technik abgeschlossen.
In Kapitel 5 wird auf Basis des erarbeiteten Grundsteins ein ‚Wireless Application Service Provider’ im Umfeld des interaktiven Fernsehens, in seiner momentanen Situation beschrieben, um später einen Vergleich zwischen der gegenwärtigen Situation und den beschriebenen Entwicklungsmöglichkeiten herzuleiten. Dazu wird auf eine Wertekettenanalyse und SWOT-Analyse zurückgegriffen.
Das Kapitel 6 wird Handlungsalternativen für einen ‚Wireless Application Service Provider’ im interaktiven Fernsehmarkt erarbeiten.
Daran anschließend befasst sich das Kapitel 7 mit dem Transfer der beschriebenen Szenarien in die Unternehmensprozesse am Beispiel des Unternehmens conVISUAL und führt Handlungsempfehlungen für die zukunftsrobuste Unternehmensplanung auf.
Das abschließende Kapitel (Kapitel 8) wird kritisch die Szenario-Technik hinterfragen und die vorliegende Diplomarbeit abschließen.
Inhaltsverzeichnis:
| INHALTSVERZEICHNIS | I | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | III | |
| TABELLENVERZEICHNIS | IV | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | VI | |
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 2. | NEUE ENTWICKLUNGEN IM BEREICH DES INTERAKTIVEN FERNSEHENS | 3 |
| 2.1 | Begriffsbestimmungen und Grundlagen des interaktiven Fernsehens | 3 |
| 2.2 | Technologien und Rückkanäle | 6 |
| 2.2.1 | Rundfunktechnologien für das interaktive Fernsehen per Mobiltelefon | 6 |
| 2.2.2 | Technologien für den Rückkanal | 11 |
| 2.3 | Bestehende technische Lösungen für das interaktive Fernsehen | 14 |
| 2.3.1 | Zusammenfassung | 18 |
| 2.4 | Internationale Entwicklungen – Eine gegenwärtige Marktbetrachtung des interaktiven Fernsehens in ausgewählten Ländern | 19 |
| 2.4.1 | Gegenwärtige Marktbetrachtung | 19 |
| 2.4.2 | Erkenntnisse aus den Marktbetrachtungen | 22 |
| 3. | MOBILE KOMMUNIKATION IM UMFELD DES INTERAKTIVEN FERNSEHENS | 24 |
| 3.1 | Grundlegender Themenüberblick und Einführung | 24 |
| 3.2 | Technologien im Mobilfunk | 25 |
| 3.3 | Mobile Mehrwertdienste für Fernsehformate | 27 |
| 3.4 | Wireless Application Service Provider – Tätigkeitsfeld und bisherige Geschäftsmodelle | 30 |
| 4. | SZENARIO-TECHNIK | 33 |
| 4.1 | Einführung in die Unternehmensplanung mit Szenarien | 33 |
| 4.2 | Die Phasen des Szenario-Managements | 35 |
| 4.2.1 | Szenario-Vorbereitung | 35 |
| 4.2.2 | Szenariofeld-Analyse | 38 |
| 4.2.3 | Szenario-Prognostik | 39 |
| 4.2.4 | Szenario-Bildung | 41 |
| 4.2.5 | Szenario-Transfer | 44 |
| 4.3 | Methoden im Szenario-Management | 47 |
| 4.3.1 | Überblick | 47 |
| 4.3.2 | SWOT-Analyse | 47 |
| 4.3.3 | Einflussanalyse | 50 |
| 4.3.4 | Konsistenzanalyse | 53 |
| 4.3.5 | Clusteranalyse | 54 |
| 4.3.6 | Auswirkungsanalyse | 57 |
| 4.3.7 | Marktattraktivitäts-Wettbewerbs-Portfolio | 58 |
| 4.3.8 | Eventualstrategien | 61 |
| 5. | DIE ROLLE DES WIRELESS APPLICATION SERVICE PROVIDER IM MARKT FÜR INTERAKTIVES FERNSEHEN | 63 |
| 5.1 | Marktveränderungen für Wireless Application Service Provider | 63 |
| 5.2 | Zusammenarbeit von Wireless Application Service Providern und TV-Sendern | 64 |
| 5.3 | Die Wertschöpfungskette aus Sicht des Wireless Application Service Provider | 67 |
| 5.3.1 | Übersicht der Wertschöpfungskette | 67 |
| 5.3.2 | Marktposition der Wireless Application Service Provider innerhalb der Wertschöpfungskette | 69 |
| 5.3.3 | Zusammenfassung | 70 |
| 6. | DIE UNTERNEHMENSSZENARIEN FÜR EINEN WIRELESS APPLICATION SERVICE PROVIDER IM INTERAKTIVEN FERNSEHEN AM BEISPIEL DES UNTERNEHMENS CONVISUAL | 71 |
| 6.1 | Vorbreitung des Szenario-Projektes | 71 |
| 6.2 | Charakteristische Schlüsselfaktoren | 73 |
| 6.3 | Zukunfsprojektionen – Entwicklungsmöglichkeiten für einen Wireless Application Service Provider | 78 |
| 6.4 | Unternehmensszenarien | 83 |
| 7. | STRATEGISCHE ERFOLGSPOTENZIALE ZUR ZUKUNFTSROBUSTEN UNTERNEHMENSPLANUNG FÜR WIRELESS APPLICATION SERVICE PROVIDER ANHAND DES UNTERNEHMENS CONVISUAL | 89 |
| 7.1 | Die zukünftigen Herausforderungen für das Unternehmen conVISUAL | 89 |
| 7.2 | Handlungsempfehlungen zur zukunftsrobusten Unternehmensplanung | 91 |
| 8. | KRITISCHE BETRACHTUNG DES EINSATZES VON SZENARIEN IN DER STRATEGISCHEN UNTERNEHMENSPLANUNG | 96 |
| ANHANGSVERZEICHNIS | 97 | |
| QUELLENVERZEICHNIS | 146 | |
| EHRENWÖRTLICHE ERKLÄRUNG | 155 |
Die Konsistenzanalyse 215 wird im Szenario-Projekt erstmals zu Beginn der Projektionsbündelung in der Szenario-Bildung durchgeführt, um widerspruchsfreie Projektionsbündel zu erhalten. Im weiteren Verlauf wird die Konsistenzanalyse erneut im Szenario-Transfer eingesetzt, um Maßnahmenkombinationen zu bewerten. Die Aufgabe der Konsistenzanalyse besteht darin, die Glaubwürdigkeit für einzelne Elemente wie zum Beispiel Zukunftsprojektionen oder Maßnahmen, die zu Paaren verbunden werden sollen, festzustellen. Dafür müssen die Zukunftsprojektionen zueinander passen. Dazu wird eine paarweise Konsistenzbewertung, mithilfe einer Konsistenzmatrix, durchgeführt, in der die Konsistenz, d. h. die Widerspruchsfreiheit der Paare ermittelt wird. Die Fragestellung ‚Wie verträgt sich Zukunftsprojektion A mit Zukunftsprojektion B?’ wird anhand einer Bewertungsskala, die von ‚totaler Inkonsistenz’ bis ‚sehr starke gegenseitige Unterstützung’ reicht, einsortiert: • Eine totale Inkonsistenz bedeutet, dass die beiden Zukunftsprojektionen sich gegenseitig absolut ausschließen. Würden die beiden Projektionen zusammen in einem Szenario verwendet werden, wäre das nicht glaubhaft. Wird ein Projektionspaar mit einer partiellen Inkonsistenz bewertet, sind diese gemeinsam nicht glaubwürdig und widersprechen sich. Ein Projektionspaar, das sich weder positiv noch negativ beeinflusst, ist ein neutrales oder voneinander unabhängiges Projektionspaar. Eine gegenseitige Begünstigung drückt aus, dass das Projektionspaar in einem Szenario gemeinsam auftreten kann, da sie glaubwürdig sind. Die stärkste Konsistenz wird mit der Bewertung eines Projektionspaars als starke gegenseitige Unterstützung ausgedrückt. Tritt eine Zukunftsprojektion ein, ist auch mit dem Eintreten der anderen zu rechnen. Der Vorgang ist in nachstehender Tabelle 4-3 dargestellt. [...]
Die Passivsumme wird auf der Abszisse und die Aktivsumme auf der Ordinate eingetragen. Zusätzlich wird die mittlere Aktivsumme und Passivsumme dargestellt, wie auch in der Abbildung zu erkennen. Der Vorgang, um Dynamik- und Impuls-Index einzuzeichnen, erfordert einen etwas höheren Aufwand: • Der Impuls-Index besteht aus Skalenwerten von 0,25 bis 4, wobei 0,25 eine Aktivität des Einflussfaktors aufweist, die ein Viertel der Passivität beträgt. Demnach beträgt der Impuls-Index eines Schlüsselfaktors den Wert 4, wenn die Aktivität viermal größer ist als die Passivität. Das Minimum und Maximum der Skalenwerte für den Dynamik-Index werden aus der Einflussmatrix abgelesen und sind individuell zu bestimmen. Die Skalenwerte gleichen bei den Dynamik-Indizes Hyperbeln. [...]
Aus dieser Einflussmatrix, die in der obigen Tabelle dargestellt ist, können für jeden Einflussfaktor die Passiv- (PS) und Aktivsumme (AS) berechnet werden, anhand derer die Schlüsselfaktoren bestimmt werden können. Weitere Kennwerte die sich aus diesen beiden Summen ergeben ist der Impuls-Index und der Dynamik-Index. Der Impuls-Index (IPI) wird berechnet, indem die Aktivsumme durch die Passivsumme dividiert wird. Der DynamikIndex (DI), indem die Aktivsumme mit der Passivsumme multipliziert wird. Die Aktivsumme ist dabei ein Maß für die Stärke, auf die ein Einflussfaktor auf andere Einflussfaktoren wirkt. Die Passivsumme drückt aus, wie stark andere Einflussfaktoren den Faktor beeinflussen. Der Dynamik-Index ist eine Kennzahl für die Einbindung des Einflussfaktors in das Gesamtsystem und ermittelt den Vernetzungsgrad unter den Einflussfaktoren. Der Impuls-Index misst die Einflüsse, die ohne Veränderung des Einflussfaktors, von ihm ausgehen. Aus diesen vier Kennwerten werden Auswahlkriterien formuliert, mit denen die Einflussfaktoren, mit besonderer Bedeutung für das Szenariofeld, ausgewählt werden können. Die Auswahl des geeigneten Kriteriums entscheidet sich nach der Szenarioform und dem Zeithorizont, wie die folgende Tabelle 4-2 aufführt. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832495282
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Faenger, Janis Januar 2006: Neue Entwicklungen im Bereich interaktives Fernsehen (iTV) als Herausforderung für einen Wireless Application Service Provider, Hamburg: Diplomica Verlag
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