Entwicklung der wertorientierten Berichterstattung im Jahresabschluss von Kapitalgesellschaften
Dargestellt an Beispielen der Praxis
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Tihomir Susak
- Abgabedatum: Januar 2003
- Umfang: 100 Seiten
- Dateigröße: 748,6 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Düsseldorf Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6685-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6685-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6685-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Susak, Tihomir Januar 2003: Entwicklung der wertorientierten Berichterstattung im Jahresabschluss von Kapitalgesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Value Reporting, Steuerungskonzepte
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Diplomarbeit von Tihomir Susak
Zusammenfassung:
Aus Sicht der Kapitalmärkte ist eine wertorientierte Berichterstattung notwendig geworden, da die zur Verfügung stehenden traditionellen Berichterstattungsformen den modernen Anforderungen der Kapitalmarktkommunikation und Information nicht mehr entsprechen.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Entwicklung und den Stand der wertorientierten Berichterstattung anhand von Geschäftsberichten ausgesuchter Kapitalgesellschaften darzustellen.
Für die Darstellung und den Stand der wertorientierten Berichterstattung in der Praxis wurden folgende Unternehmen ausgewählt und ausgewertet:
- Deutsche Bank AG.
- Lufthansa AG.
- Metro AG.
- ThyssenKrupp AG.
- Wella AG.
Gang der Untersuchung:
Die vorliegende Arbeit gliedert sich in 6 Kapitel. In dem ersten Kapitel wird das Ziel sowie der Aufbau dieser Arbeit erläutert.
Das zweite Kapitel beschreibt die Zielsetzung einer wertorientierten Berichterstattung (Value Reporting) sowie die Unterschiede zu einer traditionellen Berichterstattung. Neben einer Behandlung möglicher Vorteile, die sich durch die Anwendung wertorientierter Berichterstattung ergeben und einer Stellungnahme zu möglichen Vorurteilen seitens der Unternehmen, wird auch eine Identifikation möglicher Adressaten vorgenommen. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit einer möglichen Ausgestaltung einer wertorientierten Berichterstattung und der Vorstellung eines konzeptionellen Rahmens. Ein solch konzeptioneller Rahmen soll die wertorientierte Berichterstattung inhaltlich in eine Berichterstattung über den absolut erzielten Ertrag aus Aktionärssicht (Shareholder Return Reporting), über die absolute Wertentwicklung eines Unternehmens (Value Added Reporting) und eine voraussichtliche zukünftige Wertentwicklung (Strategic Advantage Reporting) unterteilen.
In dem vierten Kapitel erfolgt eine kurze Betrachtung und Darstellung der von den Unternehmen verwendeten Steuerungskonzepte, die für eine wertorientierte Unternehmensführung unabdingabr sind. Ebenso werden Nachteile herkömmlicher traditioneller Kennzahlen und ihre Auswirkung als Ursprung der Mergers & Acquisitions-Welle in den Vereinigten Staaten der achtziger Jahre erläutert.
Das fünfte Kapitel stellt den Schwerpunkt dieser Arbeit dar. Es basiert auf den theoretischen Grundlagen der Ausgestaltung einer wertorientierten Berichterstattung und beinhaltet die empirischen Ergebnisse sowie deren Bewertung. Die Arbeit endet mit einer zusammengefassten Darstellung und Auswertung der ermittelten empirischen Ergebnisse.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Ziel und Zweck der Arbeit | 1 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 1 |
| 2. | Value Reporting - Wertorientierte Berichterstattung | 3 |
| 2.1 | Begriff wertorientierte Berichterstattung | 3 |
| 2.2 | Unterschiede zur traditionellen Berichterstattung | 3 |
| 2.3 | Adressaten und Interessen einer wertorientierten Berichterstattung | 5 |
| 2.4 | Kommunikationslücken als Ursache einer Unterbewertung | 6 |
| 2.5 | Vorteile einer wertorientierten Berichterstattung | 8 |
| 2.5.1 | Steigerung von Vertrauen und Glaubwürdigkeit des Managements | 9 |
| 2.5.2 | Stabilisierung des Börsenkurses durch Langfristinvestoren | 12 |
| 2.5.3 | Stärkere Aufmerksamkeit bei Analysten | 13 |
| 2.5.4 | Senkung Kapitalkosten durch Zugang zu neuem Kapital | 13 |
| 2.5.5 | Erhöhung des Aktienwertes | 14 |
| 2.6 | Einwände gegen Value Reporting | 14 |
| 3. | Gestaltung einer wertorientierten Berichterstattung | 17 |
| 3.1 | Shareholder Return Reporting | 17 |
| 3.2 | Value Added Reporting | 19 |
| 3.2.1 | Steuerungskonzeption | 19 |
| 3.2.2 | Wertorientierte Vergütungssysteme | 20 |
| 3.3 | Strategic Advantage Reporting | 20 |
| 3.3.1 | Strategie | 20 |
| 3.3.1.1 | Risikomanagement | 21 |
| 3.3.2 | Externe Marktübersicht | 22 |
| 3.3.3 | Wertpotentiale | 22 |
| 3.3.3.1 | Innovationen/Prozessoptimierungen | 23 |
| 3.3.3.2 | Mitarbeiter | 23 |
| 3.3.3.3 | Kunden | 25 |
| 4. | Steuerungskonzepte | 26 |
| 4.1 | Schwächen traditioneller Kennzahlen | 26 |
| 4.2 | M&A-Welle als Ursache wertorientierter Unternehmensführung | 28 |
| 4.3 | Steuerungskonzepte | 29 |
| 4.3.1 | Economic Value Added (EVA) | 29 |
| 4.3.1.1 | Market Value Added (MVA) | 30 |
| 4.3.1.2 | Return on Capital Employed (ROCE) | 31 |
| 4.3.2 | Cash Value Added (CVA) | 31 |
| 5. | Empirische Ergebnisse | 33 |
| 5.1 | Shareholder Return Reporting | 33 |
| 5.1.1 | Allgemeine Entwicklung | 35 |
| 5.1.2 | Dokumentation der letztjährigen Entwicklung | 36 |
| 5.1.2.1 | Korrelation Aktienkursentwicklung – Ursachen | 37 |
| 5.1.2.2 | Terroranschläge und Auswirkungen auf dem Börsenkurs | 39 |
| 5.1.3 | Shareholder Return | 40 |
| 5.1.4 | Investor Relations | 44 |
| 5.2 | Value Added Reporting | 48 |
| 5.2.1 | Wertorientierte Vergütungssysteme | 52 |
| 5.3 | Strategic Advantage Reporting | 55 |
| 5.3.1 | Gesellschaft/Soziales/Umwelt | 55 |
| 5.3.2 | Wertpotentiale | 57 |
| 5.3.2.1 | Innovation und Prozessoptimierung | 57 |
| 5.3.2.2 | Mitarbeiter | 60 |
| 5.3.2.3 | Kunden | 64 |
| 5.3.3 | Externe Marktübersicht | 66 |
| 5.3.4 | Strategie | 68 |
| 6. | Schlussbetrachtung | 70 |
| Anlage 1 | Shareholder Value Reporting | 75 |
| Anlage 2 | Value Added Reporting | 85 |
| Anlage 3 | Strategic Advantage Reporting | 89 |
| Anlage 4 | Korrelation Aktienkursentwicklung – Ursache | 91 |
| Quellenverzeichnis | 92 | |
| Eidesstattliche Versicherung | 96 |
Anlegermessen oder spezielle Betreuungsprogramme für Privatanleger. Es erfolgt vielmehr ein Verweis auf die eigenen eingerichteten Investor Relations -Seiten im Internet und die Bekanntgabe einer Hot-Mail-Adresse, unter der eventuelle Fragen von Anlegern zum Unternehmen und der Aktienkursentwicklung beantworten werden sollen. Sehr schwach ausgeprägt ist der Bereich der externen Bewertung und seine Darstellung. So gibt nur die Wella AG Analysteneinschätzungen, die während des Jahres getätigt wurden, wieder. Diese enthalten neben einer Empfehlung auch die Angabe eventueller Kursziele und den Namen des Wertpapierhandelshauses, das die Empfehlung ausgesprochen hat. Während nur die Deutsche Bank AG 1996 bereits eine Rating-Bewertung von Moody’s und Standard Poors bietet, zeigt diese die Lufthansa AG seit 1998 mit einer Unterbrechung im Geschäftsbericht 2000 an. Die Metro AG kommuniziert seit 1999 und die ThyssenKrupp AG die Bewertungen der Rating-Agenturen seit dem Geschäftsbericht 2000/01. Der Geschäftsbericht der Wella AG gibt hierzu keine Auskunft. Eine zum Verständnis schaffende Erläuterung, die eine Bewertung oder die Angabe möglicher Konsequenzen wie eine verteuerte Kapitalaufnahme bei einer Herabstufung enthält, wird von keinem untersuchten Unternehmen angezeigt. Ein ähnliches Bild bietet sich bei der Darstellung der Aktionärsstruktur. Eine Aktionärsstruktur, die in ihrer Zusammensetzung in der Form abgebildet wird, dass neben der Nennung der Großaktionäre ebenfalls eine genaue Angabe der prozentualen Anteile der investierten Fonds und Banken namentlich erfolgt, wird bei keinem untersuchten Unternehmen durchgeführt. Selbst eine regelmäßige Unterteilung und Abbildung einer Aktionärsstruktur nach institutionellen Anlegern und Privatanlegern wird nur von der Deutschen Bank AG im [...]
Bewertungsmetriken entwickelt werden. Eine solche Kennzahl stellt das KursGewinn-Verhältnis (KGV) oder Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) dar. Beide Kennzahlen erstellen eine Relation, indem sie den vorliegenden Kurs in Bezug zu einer internen Größe setzen. Beim KGV ist es der Gewinn und beim KBV der Buchwert des Vermögens. Eine so ermittelte Kennzahl ermöglicht den direkten Vergleich zwischen Unternehmen verschiedener Branche und gibt Auskunft über eine ‚Günstigkeit’ der bewerteten Aktie. Je niedriger der Wert ist, desto günstiger ist auch die Aktie und die Möglichkeit einer Kurssteigerung für die Aktionäre. Durchgehend gibt diese Kennzahl nur die Wella AG an. Zum Ende wies die Wella AG ein KGV von 34,66 auf. Sehr überraschend hingegen ist die Tatsache, dass die Deutsche Bank AG ein KGV zum ersten Mal in ihrem Geschäftsbericht 2001 mit 294,07 veröffentlichte. Die Lufthansa AG und ThyssenKrupp AG geben überhaupt keine Auskunft zu diesem Tatbestand, während die Thyssen AG die Veröffentlichung 1998 einstellte. Eine andere Kennzahl, das Kurs-BuchwertVerhältnis (KBV), gibt die Metro AG bis auf das Jahr 2000 kontinuierlich an. Die Aussagekraft dieser Kennzahl ist allerdings eingeschränkt, da sie mit steigenden Buchwerten auch einen geringeren Kennzahlenwert ausweist. Nicht nur eine schwache Bereitschaft eine solche Kennzahl zu nennen ist zu verzeichnen, sondern auch der absolut fehlende Wille diese Kennzahl einem Vergleich mit Konkurrenten oder dem Gesamtmarkt zu unterziehen und so dem Anleger eine mögliche Wertentwicklung für das folgende Jahr aufzuzeigen. Die Möglichkeit einen aussagekräftigeren Vergleich zu bieten, als die bloße prozentuale [...]
Branchenindex durchgeführt. Unterschiedlich ist hierbei auch die Jahresbasis, auf welche sich die Unternehmen beziehen. So weist die Deutsche Bank AG mit 1980 ein weiter zurückliegendes Basisjahr auf als die Wella AG für 1983 oder gar die Metro AG für 1998. Da die jetzige Metro AG erst durch einen Zusammenschluss der Unternehmen Metro AG, Asko Holding und Kaufhof AG 1996 entstanden ist, ist die Aussagekraft der angegebenen langfristigen Wertentwicklung noch starken Schwankungen unterworfen und daher als sehr gering zu bezeichnen. Dem Anteilseigner oder Interessenten eine mögliche Rendite-Risiko-Prognose zu ermöglichen, ist auch bei der Angabe wertorientierter Kennzahlen das Ziel. Alle Unternehmen weisen das Ergebnis je Aktie und einen Jahresvergleich oder Zeitreihenvergleich aus, der es ermöglicht die Entwicklung nachzuvollziehen. Da allerdings dieser Ausweis für nach IAS und US-GAAP bilanzierende Unternehmen zwingend vorgeschrieben ist, wird der Wille zur Transparenzschaffung relativiert. 53 Die Angabe einer zweiten wertorientierten Kennzahl in Form des Cash Flow`s je Aktie und eines Zeitreihenvergleichs wird nur von der Metro AG und von der Wella AG kontinuierlich durchgeführt. Die Bereitschaft eine solche Angabe zu tätigen, schwand hingegen bei der Thyssen AG 1998 und bei der Lufthansa AG bereits 1997, während sich die Deutsche Bank AG einer solchen Angabe vollkommen enthielt. Indem insgesamt die Bereitschaft zur Darstellung wertorientierter Kennzahlen eher gering ist, wird dem externen Betrachter im Geschäftsbericht vorzugsweise die Dividendenrendite als Erfolgsausweis dargebracht. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832466855
Arbeit zitieren:
Susak, Tihomir Januar 2003: Entwicklung der wertorientierten Berichterstattung im Jahresabschluss von Kapitalgesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Value Reporting, Steuerungskonzepte



