Entwicklung einer mobilen, energieautarken, kontinuierlich arbeitenden und telemetrisch betreuten Ozonimmissionsmeßstation in "low cost"-Ausführung und Erprobung ihrer Einsatzfähigkeit
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jochen Herrig
- Abgabedatum: März 1997
- Umfang: 169 Seiten
- Dateigröße: 3,9 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität Trier Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4526-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4526-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4526-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Herrig, Jochen März 1997: Entwicklung einer mobilen, energieautarken, kontinuierlich arbeitenden und telemetrisch betreuten Ozonimmissionsmeßstation in "low cost"-Ausführung und Erprobung ihrer Einsatzfähigkeit, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Immissionsmessung, Lufthygiene, Meßstation, Photosmog
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Diplomarbeit von Jochen Herrig
Einleitung:
Bisher wurden die Ozonimmissionen mit einer geringen räumlichen Auflösung kontinuierlich durch die Immissionsmessnetze von Bund und Ländern erfasst, wobei jedoch bei der Standortwahl in erster Linie die Messung der primären Luftschadstoffe und eine möglichst gute Infrastrukturanbindung der Messstation ausschlaggebend waren. Der sekundäre Luftschadstoff Ozon wird daher selten an repräsentativen Standorten ermittelt. Zudem sind die eingesetzten Ozonimmissionsmessgeräte auf der Basis der UV-Photometrie oder des Chemilumineszens-Verfahrens sehr teuer. Räumlich hochauflösende Sondermessnetze der lufthygienischen Forschung oder für klimatologische Planungsgutachten setzen dagegen kostengünstigere Messverfahren (SAM) ein und liefern eine hohe räumliche Auflösung der Ozonimmissionsstruktur. Diese Sondermessnetze können aber nur eine unzureichende zeitliche Auflösung bieten, da bisher aus Kostengründen keine automatisierten, kontinuierlichen Messverfahren eingesetzt wurden.
Zielsetzung dieser Arbeit ist es gewesen, eine telemetrisch betreute und kontinuierlich arbeitende Ozonmessstation in „low cost”-Ausführung zu entwickeln, um mit vertretbarem finanziellen Aufwand ein sowohl räumlich als auch zeitlich hochauflösendes Ozonimmissionsmessnetz realisieren zu können. Da die geplante Ozonmessstation möglichst unabhängig von der Infrastrukturausstattung eines Messstandortes eingesetzt werden soll, wurden hohe Anforderungen an die Mobilität der Messstation gestellt und eine energieautrakte Stromversorgung angestrebt.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einführung und Zielsetzung | 1 |
| 2. | Kontinuierliche Ozonmeßmethoden | 5 |
| 2.1 | UV-Photometrie | 6 |
| 2.2 | Chemilumineszenz-Verfahren | 8 |
| 2.3 | Ozonsensoren auf Halbleiterbasis | 10 |
| 2.4 | Elektrochemische Ozonsensoren | 14 |
| 2.4.1 | Elektrolytwechselnde Messverfahren | 15 |
| 2.4.2 | Nicht elektrolytwechselnde Messverfahren | 18 |
| 2.5 | Zusammenfassung | 21 |
| 3. | Der elektrochemische Ozonsensor der Messstation | 24 |
| 3.1 | Aufbau des elektrochemischen Ozonsensors | 24 |
| 3.2 | Funktionsweise des elektrochemischen Ozonsensors | 26 |
| 3.3 | Eigenschaften des elektrochemischen Ozonsensors | 29 |
| 3.3.1 | Kennlinie und Signalverhalten | 29 |
| 3.3.2 | Anstiegszeit und Erholzeit | 32 |
| 3.3.3 | Querempfindlichkeiten | 33 |
| 3.4 | Funktionskontrolle des elektrochemischen Ozonsensors | 40 |
| 3.5 | Der automatische Messablauf | 42 |
| 3.6 | Zusammenfassung | 43 |
| 4. | Aufbau und Funktionsweise der Ozonmessstation | 45 |
| 4.1 | Messverstärker für den Ozonsensor | 47 |
| 4.2 | Automatische Offsetkorrektur | 47 |
| 4.3 | Messung von Lufttemperatur und Luftdruck | 50 |
| 4.4 | Messung der Messzellentemperatur | 53 |
| 4.5 | Messwerterfassung und -speicherung | 54 |
| 4.6 | Stromversorgung | 54 |
| 4.7 | Telemetrie | 55 |
| 4.7.1 | Telemetrie-Hardware für das D-Netz | 60 |
| 4.7.2 | Konfiguration der Hardware | 65 |
| 4.8 | Kosten | 70 |
| 4.9 | Zusammenfassung | 71 |
| 5. | Messfehler | 72 |
| 5.1 | Querempfindlichkeiten | 72 |
| 5.2 | Quantisierungsfehler | 74 |
| 5.3 | Druck- und Temperatureinfluss | 76 |
| 5.4 | Ozonverluste | 77 |
| 5.5 | Gesamtfehler der Ozonimmissionsmessung | 77 |
| 5.6 | Zusammenfassung | 78 |
| 6. | Praktische Erprobung der Ozonimmissionsmessstation | 80 |
| 6.1 | Datenauswertung und Datenanalyse | 81 |
| 6.2 | Messungen unter Laborbedingungen | 84 |
| 6.3 | Feldversuche | 95 |
| 6.4 | Betriebserfahrungen | 102 |
| 6.5 | Zusammenfassung | 103 |
| 7. | Diskussion der Untersuchungsergebnisse | 105 |
| 7.1 | Ergebnisse der praktischen Erprobung | 105 |
| 7.2 | Optimierungsvorschläge für das elektrochemische Ozonmessverfahren | 108 |
| 7.3 | Zusammenfassung | 110 |
| 8. | Zusammenfassung und Ausblick | 111 |
| 8.1 | Zusammenfassung | 111 |
| 8.2 | Anwendungsmöglichkeiten | 113 |
| Literaturverzeichnis | 118 | |
| Anhang |
Besondere Beachtung ist dem seriellen Datenaustausch über die Kabelverbindung Datenlogger-DSA-Box zu widmen. Für die Verbindung Datenlogger-Rechner wird ein serielles Standardkabel verwendet. Wie bei jeder DTE-DCE7-Verbindung wird hierbei Pin zu Pin verbunden (siehe Abb. 40a). Bei der Verbindung DSA-Box-Datenlogger handelt es sich jedoch um eine Verbindung zweier DCE-Geräte. In diesem Fall muß ein Nullmodem-Kabel verwendet werden, da sonst u.a. Sendedaten (TxD) des einen Geräts zu TxD des anderen geschickt werden und dort natürlich nicht verstanden werden, da hier ebenfalls auf derselben Leitung versucht wird ein Signal zu senden. Dieses Problem betrifft auch die übrigen RS-232-Signale. Insgesamt werden bei der seriellen Datenübertragung über eine RS-232-Schnittstelle mit Hardware-Handshaking folgende Signale benötigt: [...]
Die zweite Bauform des GSM-Adapters wird als DSA-Box (Daten-Service-Adapter-Box) bezeichnet und besitzt als Schnittstelle für das Datenendgerät eine V.24-Schnittstelle und einen analogen Fax-Ausgang. (SIEMENS 1994a, S. 5-7) Die V.24-Schnittstelle überträgt digitale Daten seriell nach einem einfachen Übertragungsprotokoll, das auch von dem verwendeten Datenlogger unterstützt wird. Daher wurde der GSM-Adapter in der Bauform DSA-Box gewählt. Eine weitere wichtige Systemkomponente ist der Kfz-Einbausatz Komfort. Der Einsatz dieser Baugruppe wurde notwendig, da das Handy für einen kontinuierlichen Betrieb in der Meßstation extern mit Strom versorgt werden muß und gleichzeitig einen Anschluß für den GSM-Adapter und die externe Antenne benötigt. Ein herkömmlicher Kfz-Adapter kann diese Funktionen nicht bieten, sondern ermöglicht lediglich den Anschluß einer externen Antenne und der Stromversorgung. Deshalb mußte auf den Kfz-Einbausatz Komfort zurückgegriffen werden, der zusätzlich die nicht benötigte Funktion „Freisprechen“ beinhaltet (Anschluß für 61 [...]
Inzwischen entwickelte sich der GSM-Standard zum Weltstandard, so daß nun das Kürzel GSM für Global System for Mobile Communication steht. Heute kann man bereits mit einem GSM-Handy in über 80 Ländern mobil telefonieren. Entsprechende Kooperationsverträge zwischen den verschiedenen nationalen Netzbetreibern ermöglichen in vielen Fällen ein problemloses internationales Roaming. (GÖTTERT 1996b, S. 68-69) Die Netzstruktur und -organisation der rein digital arbeitenden GSM-Netze ist im wesentlichen mit denen des C-Netzes vergleichbar. Auf diese Weise werden die Vorteile des analogen Vorläufers, wie zellulare Netzstruktur, unterbrechungsfreies Handover und Roaming, Teilnehmeridentifikation durch Chipkarte, von den neuen GSM-Netzen übernommen. Zusätzlich bietet die neue Digitaltechnik eine Vielfalt neuer Zusatzdienste. Ihr wichtigster Zusatzdienst ist der Datenübertragungsdienst mit bis zu 9600 bit/s. (KERLER 1994, S. 11-13) Die digitalen D- und E-Netze sind die Mobilfunknetze der Zukunft und verzeichnen einen rapide zunehmenden Marktanteil auf dem Kommunikationsmarkt. Der Marktanteil des analogen C-Netzes wird dagegen nach Einschätzungen des Münchner Marktforschers Matthias Plica bis zur Jahrtausendwende auf unter fünf Prozent gefallen sein. (GÖTTERT 1996a, S.12) Aufgrund der nahezu flächendeckenden Versorgung, der Möglichkeit der Datenübertragung und des akzeptablen Preis-Leistungsverhältnisses, eigenen sich die Mobilfunknetze C, D1 und D2 sehr gut für den telemetrischen Betrieb einer Meßstation. Zudem ist eine Datenfernübertragung per Mobiltelefon genehmigungstechnisch unproblematisch. Diese Verfahrensweise hat sich bereits bei ähnlichen Anwendungen bewährt6. Hier wurde jedoch ausschließlich das CNetz für die Datenübertragung verwendet. Geeignete C-Netz-Telefone haben jedoch eine deutlich höhere Stromaufnahme als D-Netz-Handys. Zudem basiert das C-Netz auf einer veralteten Technologie, die für langfristige Telemetrie-Vorhaben nicht geeignet erscheint. Die Wahl fiel daher auf das D1-Netz. Der Netzbetreiber bietet auf dem Gebiet der Bundesrepublik eine nahezu flächendeckende Funkversorgung. 4.7.1 Telemetrie-Hardware für das D-Netz Bei der Mobilfunk-Hardware fiel die Wahl auf eine Mobilfunkanlage von Siemens, bestehend aus dem datenfähigen Handy S3-com und dem zugehörigen GSM-Adapter (s. Abb. 38). Der GSM-Adapter übernimmt diejenigen Funktionen im digitalen GSM-Netz, die im analogen Festnetz das Modem erfüllt. Dieser spezielle Adapter ist notwendig, da im GSM-Netz [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832445263
Arbeit zitieren:
Herrig, Jochen März 1997: Entwicklung einer mobilen, energieautarken, kontinuierlich arbeitenden und telemetrisch betreuten Ozonimmissionsmeßstation in "low cost"-Ausführung und Erprobung ihrer Einsatzfähigkeit, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Immissionsmessung, Lufthygiene, Meßstation, Photosmog



