Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Entwicklung eines bauteilbezogenen Instandhaltungsmodells

Entwicklung eines bauteilbezogenen Instandhaltungsmodells
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Martin Fischer
  • Abgabedatum: September 2005
  • Umfang: 85 Seiten
  • Dateigröße: 739,6 KB
  • Note: 1,6
  • Institution / Hochschule: Bauhaus-Universität Weimar Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9079-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9079-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9079-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Fischer, Martin September 2005: Entwicklung eines bauteilbezogenen Instandhaltungsmodells, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Instandshaltungsstrategien, Facility Management, Lebenszykluskosten, TPM, Wartung

Bachelorarbeit von Martin Fischer

Zusammenfassung:

Die Lebenszykluskosten einer Immobilie beinhalten sämtliche Kosten von der Planung über die Errichtung, der Nutzung bis hin zum Abriss und der Entsorgung. Die Unterhaltungskosten, also alle Kosten die nach der Herstellung des Gebäudes anfallen, bilden mit ca. 75% den größten Anteil der Lebenszykluskosten. Es wird davon ausgegangen, dass nach ungefähr 5 -10 Jahren der Nutzung die Unterhaltungskosten den Level der Herstellkosten erreicht haben. Viele Studien beschäftigen sich mit der Thematik wie dieses immense Übergewicht der Unterhaltungskosten nachhaltig gemindert werden kann. Im Rahmen dieser Bachelorarbeit ist folgender Ansatz gewählt worden: Mit 8-10% der Unterhaltungskosten einer Immobilie stellen die Instandhaltungskosten einen beachtlichen Anteil und weisen gleichzeitig ein enormes Kostensenkungspotential auf. Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, den verschiedenen Gebäudeelementen die optimale Instandhaltungsstrategie zuzuweisen und am Ende Maßnahmen aufzuzeigen, die zur Reduzierung der instandhaltungsbedingten Lebenszykluskosten beitragen.

Zur Verdeutlichung des Sachverhaltes erfolgt die Unterteilung der Instandhaltung in ihre Teilgebiete Inspektion, Wartung und Instandsetzung nach der DIN 31051. Weiter wird durch die Ausführungen zur Abnutzung von Bauteilen und den Lebensdauern von Gebäuden die Notwendigkeit der Instandhaltung dargelegt.

Bevor ein ausführlicher Überblick über die Instandhaltungsstrategien (es wird zwischen klassischen und modernen Strategien differenziert) gegeben wird, erfolgt eine nähere Beleuchtung der durch die Instandhaltung verfolgten Ziele.

Um eine bauteilspezifische Zuweisung der Instandhaltungsstrategien zu ermöglichen, ist es zuvor unabdingbar, eine Immobilie und deren Gebäudetechnik explizit in ihre einzelnen Elemente zu zerlegen. Dazu wird sich an den Kostengruppen 300 und 400 der DIN 276 orientiert. Bezüglich jeder Kostengruppe erfolgen Erläuterungen zu deren Lebensdauern und Instandhaltungsbedarf.

Der vierte Abschnitt der Bachelorarbeit befasst sich mit der Instandhaltung von Bestandsimmobilien. Ferner wird hierbei das seit Jahren aufstrebende Geschäftsfeld des Facility Management mit in die Betrachtung eingebunden. Anschließend werden die klassischen Strategien, unter dem Aspekt der Senkung der instandhaltungsbedingten Lebenszykluskosten den in Kapitel 3 aufgeschlüsselten Gebäudeelementen zugeordnet. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Büroimmobilien.

Während in Kapitel 4 die reaktive Gestaltung der Instandhaltungsmaßnahmen beschrieben wird, sind in Kapitel 5 Vorschläge unterbreitet, wie die Instandhaltung frühzeitig in die Planungsphase einzubinden ist, um nachhaltig die Lebenszykluskosten auf ein niedrigeres Niveau abzusenken. Hierzu werden Maßnahmen aufgezeigt, wie instandhaltungsgerecht konstruiert werden kann ohne allerdings die Verfügbarkeit der Flächen sowie die Sicherheit und Qualität des Gebäudes zu mindern.

Abschließend wird ein kurzer Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Instandhaltung gegeben.

Abstract:

The life cycle costs of real estate combines the costs from planning the structure with the usage until destruction and recycling. The maintenance cost’s of 75% includes all the costs after building the structure, making up the largest portion of the life cycle. It will assume after using the structure for 5 to 10 years, the building price is equal the cost of maintenance. Several studies on this subject are being performed in correlation with immense over pricing combined with the cost of maintenance.

In the frame of this Bachelor project it will choose to use this scenario:

With 8 to 10% being maintenance costs of real estate, it reveals that up keep is a large portion of the total figure and with that, it shows the most potential for lowering costs. The aim of the Bachelor project is to conclude that the different building elements combined with the optimum up keep strategy, would result in reduction of the up keep in the life cycle of the building.

To make the thesis clear, the following subtitles in up keep are: material inspection, maintenance and repair. (In reference to: DIN 31051) In further detail, this Bachelor project will show that it is a necessity for maintenance due to the wear and tear of building materials and the life cycle of structures. Before this project specifies detailed explanation over maintenance strategy (differentiation between traditional and modern methods), it will give a closer look into the maintenance objectives.

In order to make a material specification assignment of maintenance strategy possible, it is necessary to divide the elements of real estate and technical installations into parts. (Reference orientation to cost category 300 and 400 of DIN 276) For each of the particular cost categories the project will follow with an analysis of the life cycle and maintenance demand. The forth section of the Bachelor project shows the maintenance of stock real estate. Furthermore, the project takes a glance at popular business field of facility management. From there, the project compares the traditional strategies under the scope of decreasing maintenance conditions and cost of living. (In reference to subdivision of the building elements in section 3) Special emphasis is put on the office real estate.

In section 5 the project will show that it is a necessity to consider maintenance in the planning phase for reducing the cost of living to minimum level.

In addition, the project shows measures how to give proper construction maintenance without compromising the availability of premises and technical installations and the safety and quality of the building.

The Bachelor project will conclude with a quick prospectus for the future development of maintenance.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort I
Abstract II
Summary III
Inhaltsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis VII
Tabellenverzeichnis VIII
Abkürzungsverzeichnis IX
1. GRUNDLAGEN 1
1.1 Wesen der Instandhaltung 1
1.1.1 Inspektion 1
1.1.2 Wartung 2
1.1.3 Instandsetzung 2
1.2 Notwendigkeit der Instandhaltung 3
1.2.1 Abnutzung 4
1.2.2 Lebensdauern von Gebäuden 5
1.2.3 Einflussfaktoren auf die Lebensdauer 6
1.3 Ziele und Aufgaben der Instandhaltung 8
2. ÜBERBLICK INSTANDHALTUNGSSTRATEGIEN 10
2.1 Klassische Instandhaltungsstrategien 10
2.1.1 Vorbeugende Instandhaltung - Präventivstrategie 11
2.1.2 Ausfallbedingte Instandhaltung - Korrektivstrategie 13
2.1.3 Zustandsbedingte Instandhaltung - Inspektionsstrategie 16
2.2 Moderne Instandhaltungsstrategien 19
2.2.1 Total Productive Maintenance - TPM 19
2.2.2 weitere moderne Strategien 20
3. INSTANDHALTUNGSGERECHTE GEBÄUDEEINTEILUNG 22
3.1 Baunutzungskosten im Hochbau nach DIN 18960 22
3.2 Unterteilung nach DIN 276 - Kosten im Hochbau 22
3.2.1 Kostengruppe 300 - Bauwerk-Baukonstruktionen 23
3.2.1.1 Kostengruppe 310 - Baugrube 23
3.2.1.2 Kostengruppe 320 - Gründung 23
3.2.1.3 Kostengruppe 330 - Außenwände 24
3.2.1.4 Kostengruppe 340 - Innenwände 25
3.2.1.5 Kostengruppe 350 - Decken 25
3.2.1.6 Kostengruppe 360 - Dächer 26
3.2.1.7 Kostengruppe 370 - Baukonstruktive Einbauten 27
3.2.1.8 Kostengruppe 390 - Sonstige Maßnahmen für Baukonstruktionen 28
3.2.1.9 Zusammenfassung Kostengruppe 300 28
3.2.2 Kostengruppe 400 - Bauwerk-Technische Anlagen 29
3.2.2.1 Kostengruppe 410 - Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen 30
3.2.2.2 Kostengruppe 420 - Wärmeversorgungsanlagen 31
3.2.2.3 Kostengruppe 430 - Lufttechnische Anlagen 32
3.2.2.4 Kostengruppe 440 - Starkstromanlagen 33
3.2.2.5 Kostengruppe 450 - Fernmelde- und informationstechnische Anlagen 33
3.2.2.6 Kostengruppe 460 - Förderanlagen 33
3.2.2.7 Kostengruppe 470 - Nutzerspezifische Anlagen 34
3.2.2.8 Kostengruppe 480 - Gebäudeautomation 34
3.2.2.9 Kostengruppe 490 - Sonstige Maßnahmen für technische Anlagen 35
4. INSTANDHALTUNG VON BESTANDSIMMOBILIEN 36
4.1 Facility Management 36
4.2 Zuordnung der Instandhaltungsstrategien auf die Gebäudeelemente 37
4.2.1 Zuordnung der Instandhaltungsstrategien auf die Bauteile 38
4.2.1.1 Gründung 38
4.2.1.2 Außenwände 39
4.2.1.3 Innenwände 40
4.2.1.4 Decken 41
4.2.1.5 Dächer 42
4.2.1.6 Baukonstruktive Einbauten 43
4.2.2 Zuordnung der Instandhaltungsstrategien auf die gebäudetechnischen Anlagen 43
4.2.2.1 Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen 43
4.2.2.2 Wärmeversorgungsanlagen 44
4.2.2.3 Lufttechnische Anlagen 45
4.2.2.4 Fernmelde- und informationstechnische Anlagen 45
4.2.2.5 Förderanlagen 46
4.2.2.6 Gebäudeautomation 47
5. INSTANDHALTUNG VON NEUBAUTEN 48
5.1 Berücksichtigung der Instandhaltung bei der Planung von Neubauten 48
5.2 Reduzierung von Instandhaltungskosten durch instandhaltungsgerechtes Konstruieren 50
6. AUSBLICKE / ZUSAMMENFASSUNG 53
6.1 Die Wertschätzung der Instandhaltung steigern 53
6.2 Zukünftige Entwicklung in der Instandhaltung 53
6.3 Zusammenfassung 55
Anhang X
Quellenverzeichnis XXIII
Index XXVI
Eidesstattliche Erklärung XXVII

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen grenzt den Begriff Rohbau folgendermaßen ab: „Der Rohbau umfasst alle Gewerke bis inklusive Dachstuhl. Dazu gehören Betonarbeiten, Mauerarbeiten, der Einbau von Betontreppen sowie das Errichten des Dachstuhls. …“ 49. Demnach sind sämtliche der angeführten Rohbauarbeiten der Kostengruppe 300 der DIN 276 zuzuordnen. Die in der Definition nicht berücksichtigten Gebäudeelemente bzw. die zur Erstellung von Gebäudeeinheiten erforderlichen Maßnahmen der Kostengruppe 300 sind folglich den Ausbauarbeiten unterzuordnen und für die weiteren Ausführungen ebenfalls strikt von den Rohbauarbeiten zu trennen. Die beabsichtigt späte Differenzierung der Begriffe Rohbau und Ausbau und deren Einordnung in die Kostengruppe 300 der DIN 276 erfolgt an dieser Stelle zur Verdeutlichung der Abbildung 8. Diese unterstreicht den immens hohen Anteil der Instandhaltungskosten des Ausbaus (mit ca. 31% gleichzeitig der größte Anteil) an den gesamten Instandhaltungskosten von Büroimmobilien. Hingegen werden die Instandhaltungskosten des Rohbaus lediglich mit rund 1% und die des Tiefbaus mit rund 2% beziffert. Die Vermutung des gravierenden Unterschieds hinsichtlich der Instandhaltungskosten von Roh- und Ausbauarbeiten ist daher nicht nur durch die gezogen Schlussfolgerungen aus den Angaben zu Lebenserwartung und Instandhaltungsaufwand belegt, sondern auch durch die graphische Darstellung nach BRAUN. Beabsichtigt man die Instandhaltungskosten zu reduzieren, so ist sich folglich zunächst auf die Ausbauelemente zu konzentrieren, ohne allerdings auf eine weitere Untersuchung des Instandhaltungserfordernisses zu verzichten. Denn nach Abbildung 8 werden zum Erhalt von Elektroanlagen 23%, Heizung-Klima-Lüftung 20%, Wasser- und Abwasseranlagen 14% sowie fördertechnische Anlagen ca. 8% der Instandhaltungsgelder von Büroimmobilien aufgewendet. Diese gebäudetechnischen Anlagen sind in der DIN 276 unter der Kostengruppe 400 Bauwerk – Technische Anlage zusammengefasst. Sie verursachen in der Summe etwa 65% der Instandhaltungskosten. Daraus leitet sich ab, dass die ausschließliche Betrachtung der Kostengruppe 300 zur Erfassung aller Gebäudebestandteile, welche Instandhaltungskosten hervorrufen, nicht ausreichend ist. [...]

Baukonstruktive Einbauten sind nach DIN 276 „mit dem Bauwerk fest verbundene Einbauten, jedoch ohne die nutzungsspezifischen Anlagen…, die … durch ihre Beschaffenheit und Befestigung technische und bauplanerische Maßnahmen erforderlich machen“ 46. Darunter sind z.B. Einbauschränke, Theken oder Labortische etc. zu verstehen. Die Widmung des Gebäudes begründet Art und Umfang der baukonstruktiven Einbauten. Art, Umfang und Qualität dieser Anlagen beeinflussen entsprechend ihren spezifischen Instandhaltungsanforderungen wiederum die Höhe der Baunutzungskosten. 47 Da es sich bei den Einbauten, wie der Name schon sagt, keineswegs um Rohbauelemente handelt, ist der Vermutung nach, die sich im Laufe der Betrachtung schon bestätigt hat, für diese Kostengruppe stets ein hoher Instandhaltungsaufwand einzukalkulieren. [...]

Die primäre Funktion des Daches ist der Schutz vor Witterungseinflüssen. Daraus ergibt die hauptsächliche Art der Beanspruchung. Zur Abwehr von Regen, Hagel, Schnee aber auch Sonneneinstrahlung ist nur ein intaktes Dach in der Lage. Zum Schutz der darunter liegenden Räume sind Inspektionen am Dachbelag und an den Schwachstellen des Daches, wie Dachfenster und -öffnungen, zur Erkundung möglicher undichter Stellen notwendig. Die beschrieben Einwirkungen sind ursächlich für die geringe Lebenserwartung und den hohen Instandhaltungsaufwand verantwortlich. Eventuelle Dachaufbauten oder Dachbegrünungen sind äußerst oft zu warten und daher ungemein kostenträchtig. 45 Um einen reibungslosen Abfluss des Regenwassers zu gewährleisten, müssen Dachrinnen und dazu gehörige Fallrohre zwar auf Verunreinigungen überprüft werden, sind aber aufgrund ihrer Beschaffenheit bezüglich der Instandhaltung unkom- [...]

Arbeit zitieren:
Fischer, Martin September 2005: Entwicklung eines bauteilbezogenen Instandhaltungsmodells, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Instandshaltungsstrategien, Facility Management, Lebenszykluskosten, TPM, Wartung

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren