Entwicklung eines Werkzeugs zur Modellierung von Geschäftsprozessen und mikropolitische Analyse von Prozessen und Problemen des Qualitätsmanagements
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Christian Stark
- Abgabedatum: November 2003
- Umfang: 110 Seiten
- Dateigröße: 3,9 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Bayerische Hochschule Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7636-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7636-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7636-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Stark, Christian November 2003: Entwicklung eines Werkzeugs zur Modellierung von Geschäftsprozessen und mikropolitische Analyse von Prozessen und Problemen des Qualitätsmanagements, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Visio, Qualität, Geschäftsablauf, Mikropolitik, Management
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Diplomarbeit von Christian Stark
Einleitung:
Betrachtet man Veröffentlichungen in der Produktionstechnik und im Qualitätsmanagement, so kann festgestellt werden, dass Begriffe wie „Prozess“, „Geschäftsprozess“ oder „Prozessorientierung“ eine immer größere Beachtung finden. Die Qualität der Prozesse eines Unternehmens wird dabei als ein zentraler Wettbewerbsfaktor angesehen. Damit verbundene Strategien und Maßnahmen sind aber nur so gut wie die Mitarbeiter, welche diese umsetzen. Veränderungen, die die Interessen der beteiligten Personen übersehen oder übergehen, werden in vielen Fällen deren Ignoranz und Widerstand hervorrufen.
Gang der Untersuchung:
Es ist zunächst Intention dieser Diplomarbeit, einen Ansatz vorzustellen und zu implementieren, mit dem Geschäftsprozesse methodisch dargestellt werden und damit zur Qualitätsverbesserung in einem Unternehmen beitragen können. Qualitätsmanagement wird im Rahmen dieser Arbeit unter der ganzheitlicheren Perspektive des Total Quality Management (TQM)-Ansatzes betrachtet, der den Mitarbeiter eines Unternehmens in den Mittelpunkt stellt und eine einseitige Fixierung auf prozessorientiertes Denken als unzureichend erachtet. Daraus ergibt sich einerseits die Frage, wodurch eine derartige Akteursperspektive eingenommen werden kann und andererseits, welche zusätzlichen Erkenntnisse daraus gewonnen werden können. In den Kapiteln 2.1-2.4 werden zunächst die Grundlagen des Semantischen Objektmodells (SOM) beschrieben. Durch diesen Ansatz werden methodische Grundlagen zur Darstellung und Implementierung von Geschäftsprozessen erläutert. Aufbauend darauf werden in Kapitel 2.5 die Anforderungen, welche sich aus den Sichten des SOM-Geschäftsprozessmetamodells ergeben, abgeleitet. Danach wird in Kapitel 3 das Programm Microsoft Visio vorgestellt, mit Hilfe dessen das Werkzeug zur Modellierung der Geschäftsprozessebene des SOM-Ansatzes und damit zur Realisierung der definierten Anforderungen entwickelt werden soll. Nach Vorstellung und Bewertung der Ergebnisse dieser ersten Themenstellung in Kapitel 4 erfolgt ein Übergang zum soziologischen Teil dieser Diplomarbeit. In ihm wird der aus der Organisationssoziologie stammende mikropolitische Ansatz verwendet, um Prozesse und Probleme des Qualitätsmanagements zu analysieren. Die damit verbundenen Ziele werden in Kapitel 5 vorgestellt. Wurden bereits im ersten Teil dieser Arbeit mehrere Beispiele aus dem Bereich des Qualitätsmanagements angeführt, so werden dessen zentrale Konzepte in Kapitel 6 erläutert. Ebenso ist es notwendig, dem Leser die begrifflichen und konzeptuellen Grundlagen des mikropolitischen Ansatzes zu vermitteln, was in Kapitel 7 erfolgen soll. Daran anschließend wird in Kapitel 8 die bereits angesprochene, mikropolitische Analyse des Qualitätsmanagements durchgeführt. Am Ende dieser Arbeit wird in Kapitel 9 gezeigt, wie die Ergebnisse beider Themenstellungen zusammengeführt werden können.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Das Semantische Objektmodell | 3 |
| 2.1 | Die Architektur des SOM-Ansatzes | 3 |
| 2.1.1 | Der Unternehmensplan | 3 |
| 2.1.2 | Die Geschäftsprozessebene | 4 |
| 2.1.3 | Die Anwendungssystemebene | 6 |
| 2.2 | Das Vorgehensmodell des SOM-Ansatzes | 6 |
| 2.3 | Das Aufgabenkonzept im SOM-Ansatz | 7 |
| 2.3.1 | Die Innen- und Außensicht einer Aufgabe | 7 |
| 2.3.2 | Abgrenzungskriterien für Aufgaben | 8 |
| 2.3.2.1 | Abgrenzung hinsichtlich ihres Lösungsverfahrens | 8 |
| 2.3.2.2 | Abgrenzung hinsichtlich ihres Automatisierungsgrades | 9 |
| 2.4 | Erfordernisse zur Modellierung der SOM-Geschäftsprozessmodellebene | 9 |
| 2.4.1 | Anforderungen aus den Sichten des Metamodells | 9 |
| 2.4.1.1 | Metamodell Geschäftsprozessebene: Interaktionssicht | 10 |
| 2.4.1.2 | Metamodell Geschäftsprozessebene: Ablaufsicht | 11 |
| 2.4.2 | Anforderungen aus den Produktionsregeln | 12 |
| 2.4.3 | Die Ableitung der Ablauf- aus der Interaktionssicht | 13 |
| 2.4.4 | Erweiterte semantische Anforderungen | 14 |
| 2.4.5 | Die Definition von IAS-Zerlegungsstufen | 14 |
| 2.5 | Bewertung des SOM-Ansatzes | 15 |
| 3. | Microsoft Visio | 16 |
| 3.1 | Gründe für den Einsatz von Microsoft Visio | 16 |
| 3.2 | Die wichtigsten Elemente von Microsoft Visio | 17 |
| 3.2.1 | Visio Shapes | 17 |
| 3.2.1.1 | Techniken zur Erstellung komplexer Shapes | 17 |
| 3.2.1.2 | 1-D und 2-D Shapes | 17 |
| 3.2.2 | Das Visio ShapeSheet und seine Struktur | 18 |
| 3.2.2.1 | Wichtige Abschnitte im ShapeSheet | 19 |
| 3.2.2.2 | Wichtige Funktionen innerhalb des ShapeSheets | 20 |
| 3.2.4 | Beispiel eines „SmartShapes“ | 21 |
| 3.2.5 | Bewertung des ShapeSheets | 22 |
| 3.3 | Der Aufbau einer Visio-Lösung | 22 |
| 3.4 | Programmierung in Visio | 23 |
| 3.4.1 | Das Visio-Objektmodell | 23 |
| 3.4.2 | Die integrierte Entwicklungsumgebung VBA | 23 |
| 3.4.2.1 | Visual Basic for Applications | 23 |
| 3.4.2.2 | Zugriff auf Zellen des ShapeSheet mit VBA | 25 |
| 3.4.2.3 | Performanceorientierte VBA-Programmierung | 25 |
| 3.4.3 | Visio-Ereignisprogrammierung | 27 |
| 3.4.4 | Die Darstellung der Visio-Modelle im Web | 27 |
| 3.4.5 | Visio und Microsoft .Net | 28 |
| 3.4.6 | Visio Add-ons und Add-ins | 29 |
| 4. | Realisierung der SOM-Geschäftsprozessmodellebene mit Visio | 29 |
| 4.1 | Die Vorgehensweise beim Entwurf der Visio-Lösung | 29 |
| 4.2 | Auswahl und Gestaltung geeigneter Shapes | 30 |
| 4.2.1 | Stencils zur Bereitstellung der Elemente | 30 |
| 4.2.2 | Shapes zur Repräsentation der Elemente | 31 |
| 4.2.2.1 | Diskurswelt- und Umweltobjektshape | 31 |
| 4.2.2.2 | Leistungstransaktions- und Transaktionsshape | 31 |
| 4.2.2.3 | Optimierung des Verbindungsverhaltens zwischen Objekten und Transaktionen | 31 |
| 4.2.2.4 | Aufgabenshapes | 32 |
| 4.2.2.5 | Shapes zur Darstellung der Ereignisse | 32 |
| 4.2.3 | Die Typisierung der Metaobjekte | 33 |
| 4.2.4 | Das Anlegen von Notizen an Modellelemente | 33 |
| 4.3 | Die Umsetzung der Produktionsregeln | 34 |
| 4.3.1 | Die Funktionsweise der entworfenen Masken | 34 |
| 4.3.2 | Transaktionszerlegung | 34 |
| 4.3.3 | Objektzerlegung | 35 |
| 4.3.4 | Spezialisierung von Diskurswelt-, Umweltobjekten und Transaktionen | 35 |
| 4.3.5 | Sequentielle und parallele Zerlegung von Transaktionen | 36 |
| 4.3.6 | Realisierung der Mehrstufigkeit | 36 |
| 4.4 | Die Definition und Behandlung von IAS-Zerlegungsstufen | 36 |
| 4.4.1 | Bewertung der Darstellung von Beziehungen durch Hyperlinks | 37 |
| 4.4.2 | Herstellung einer Beziehung zwischen IAS-Zerlegungsstufen | 38 |
| 4.4.3 | Diskussion der Konsistenz einer IAS-Zerlegungsstufe | 39 |
| 4.5 | Der Einsatz von Ereignissen | 40 |
| 4.5.1 | Ereignisorientierte Konsistenzprüfung beim Löschen von Transaktionen | 40 |
| 4.5.2 | Ereignisorientierte Konsistenzsicherung zwischen IAS-Zerlegungsstufen beim Löschen eines Modellelements | 40 |
| 4.5.3 | Ereignisorientierung beim Hinzufügen von Modellelementen | 41 |
| 4.5.4 | Konsistenzverletzung zwischen IAS-Zerlegungsstufen durch Anwendung von Produktionsregeln | 41 |
| 4.5.5 | Ereignisorientierte Prüfung von Verbindungsereignissen | 42 |
| 4.5.6 | Ereignisorientierte Prüfung auf eindeutige Namen | 42 |
| 4.6 | Das Vorgangsereignisschema | 43 |
| 4.6.1 | Der Aufbau des VES | 43 |
| 4.6.2 | Automatisches Hinzufügen und Benennen von Transaktionsereignissen | 44 |
| 4.6.3 | Diskussion der Automatisierbarkeit der Ablaufsicht | 44 |
| 4.6.4 | Die Behandlung von Aufgaben und Zielen | 46 |
| 4.6.5 | Beschreibung der Automatisierung von Transaktionsereignissen | 47 |
| 4.7 | Programmierung eines Visio Add-ons in C# | 47 |
| 4.8 | Überlegungen zu den einzelnen Seiten der Visio-Lösung | 48 |
| 4.9 | Bewertung der Visio-Lösung hinsichtlich der erzielten Ergebnisse | 49 |
| 4.9.1 | Schwachstellen in der Visio-Lösung | 50 |
| 4.9.2 | Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Visio-Lösung | 50 |
| 5. | Ziele einer mikropolitischen Analyse des Qualitätsmanagements | 52 |
| 5.1 | Erreichung einer realistischeren Betrachtungsweise | 52 |
| 5.2 | Darstellung des Einsatzes von Macht als natürliches Mittel zur Durchsetzung von Interessen | 54 |
| 5.3 | Ziele bezüglich des Qualitätsmanagements | 55 |
| 5.3.1 | Die Analyse der Formalisierungsprozesse in einer Organisation durch das Qualitätsmanagement | 55 |
| 5.3.2 | Analyse der Beziehungen funktionaler Gruppen einer Organisation | 55 |
| 5.3.3 | Analyse der Kommunikation des Unternehmens mit seiner Umwelt beim Prozess der Zertifizierung | 55 |
| 5.3.4 | Analyse der Ziele des Managements bezüglich TQM | 56 |
| 6. | Kennzeichen von Total Quality Management | 56 |
| 6.1 | Die ISO 9000 Norm | 58 |
| 6.2 | Das Qualitätshandbuch zur Darlegung der ISO 9000 Norm | 58 |
| 6.3 | Die Qualitätstechnik FMEA | 59 |
| 6.4 | Die Zertifizierung | 60 |
| 6.4.1 | Ziele einer Zertifizierung | 60 |
| 6.4.2 | Der Ablauf einer Zertifizierung | 60 |
| 7. | Mikropolitik | 61 |
| 7.1 | Crozier/Friedberg als Auslöser einer mikropolitischen Wende | 61 |
| 7.2 | Die politische Perspektive | 62 |
| 7.3 | Macht in der mikropolitischen Perspektive | 62 |
| 7.3.1 | Die Beherrschung der Unsicherheitsquelle | 63 |
| 7.3.2 | Typen von Macht in Organisationen | 65 |
| 7.4 | Mikropolitik als Spiel | 67 |
| 7.4.1 | Die Spielmetapher | 67 |
| 7.4.2 | Routine- und Innovationsspiele | 68 |
| 7.5 | Strategien und Taktiken in Organisationen | 70 |
| 7.5.1 | Die strategische Orientierung des Akteurs | 70 |
| 7.5.2 | Offensive und defensive Strategie | 71 |
| 7.5.3 | Mikropolitische Taktiken | 71 |
| 7.6 | Die Beziehungen zur Umwelt | 72 |
| 8. | Mikropolitische Analyse des Total Quality Managements | 73 |
| 8.1 | Die Spielarena des TQM | 74 |
| 8.1.1 | Spiel-Kontext | 74 |
| 8.1.2 | Spieler | 74 |
| 8.1.3 | Spiel-Ziele | 75 |
| 8.1.4 | Spiel-Einsatz und Spiel-Gewinne | 76 |
| 8.1.5 | Spiel-Material und Spiel-Regeln | 77 |
| 8.2 | Strategien, Taktiken in der Arena des TQM | 77 |
| 8.2.1 | Spiel-Strategien | 77 |
| 8.2.1.1 | Formalisierungsprozesse durch die ISO 9000 Norm | 78 |
| 8.2.1.2 | Job-Enrichment und Job-Enlargement: High-Trust Strategien | 79 |
| 8.2.2 | Spiel-Taktiken | 80 |
| 8.2.2.1 | Das kontinuierliche Verbesserungsmanagement | 80 |
| 8.2.2.2 | Kommunikationstaktiken | 81 |
| 8.2.2.2.1 | Das Erlernen von Techniken des Qualitätsmanagements | 81 |
| 8.2.2.2.2 | Der Einsatz von Plänen durch TQM-Promotoren | 81 |
| 8.2.2.2.3 | Die Kommunikation der Qualitätsstrategie | 82 |
| 8.2.2.3 | Taktiken bei der Zertifizierung | 83 |
| 8.2.2.4 | Manipulation als Verhinderungstaktik | 84 |
| 8.2.2.5 | Taktiken zwischen Vorgesetzten und Unterstellten hinsichtlich der Bewertung der Arbeitsqualität | 86 |
| 8.2.2.6 | Taktiken zwischen Management, Qualitätssicherung und Marketing | 87 |
| 8.3 | Aspekte einer empirischen Überprüfung | 90 |
| 9. | Zusammenführung und Anwendung der Ergebnisse hinsichtlich des Qualitätsmanagements | 92 |
| Abkürzungsverzeichnis | 95 | |
| Abbildungsverzeichnis | 96 | |
| Literaturverzeichnis | 97 | |
| Verzeichnis der URL | 101 | |
| URL von Microsoft | 101 | |
| Sonstige URL | 102 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832476366
Arbeit zitieren:
Stark, Christian November 2003: Entwicklung eines Werkzeugs zur Modellierung von Geschäftsprozessen und mikropolitische Analyse von Prozessen und Problemen des Qualitätsmanagements, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Visio, Qualität, Geschäftsablauf, Mikropolitik, Management



