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Entwicklung der Steuereinheit eines einphasigen Frequenzumrichters

Entwicklung der Steuereinheit eines einphasigen Frequenzumrichters
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Roland Zavaczki
  • Abgabedatum: März 2005
  • Umfang: 104 Seiten
  • Dateigröße: 1,6 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule Heilbronn Deutschland
  • Bibliografie: ca. 20
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0816-9
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Zavaczki, Roland März 2005: Entwicklung der Steuereinheit eines einphasigen Frequenzumrichters, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Steuerungstechnik, Frequenzumrichter, Mikrocontroller, programmierbare Logik, Hardwarebeschreibungssprachen

Diplomarbeit von Roland Zavaczki

Problemstellung:

Im Rahmen dieser Diplomarbeit soll eine Steuereinheit, basierend auf einem Mikrocontroller und einem programmierbaren Logikbaustein, zur Ansteuerung und Überwachung der Leistungsschalter eines einphasigen Frequenzumrichters entwickelt werden.

Ein Frequenzumrichter dient zur Frequenzumformung von Wechselspannungen. Er enthält Ventile, die in genau definierter Abfolge geschaltet werden müssen. Die Signale für diese Ventile sind in ihrer Form vordefiniert und enthalten variable Parameter.

Ziel dieser Arbeit war es, eine Steuereinheit zur Ansteuerung und Überwachung der Leistungsschalter eines einphasigen Frequenzumrichters zu entwickeln.

Erst wurde die synchrone serielle Kommunikation zwischen CPU und CPLD verifiziert. Es hat sich herausgestellt, daß eine schnelle Synchronisation nur über die Verwendung des CLK-Pins am CPLD möglich ist. Dann können Informationen mit akzeptabler Geschwindigkeit zwischen CPU und CPLD ausgetauscht werden.

Im CPLD wurden zwei Vollbrückenansteuerungen untergebracht, wobei die eine nur als Halbbrückenansteuerung verwendet wird. Somit kann ein B6 Ventilbrückenmodul komplett angesteuert werden.

Die Form des Steuersignals kann in einer Stufung von einem Grad variiert werden. Zwischen Halb- und Vollbrücke kann eine Phasenverschiebung von 0 bis 180 Grad, ebenfalls in einer Stufung von einem Grad, eingestellt werden. Außerdem ist ein Parameter vorhanden, über welchen Gleichspannungsanteile der Last kompensiert werden können.

Die Einstellung der Frequenz übernimmt ein DDS-IC mit theoretisch 2 hoch 27 Frequenzstufen. Die CPU kann ihm diese Genauigkeit nicht übermitteln. Daher kann die Frequenz bei manueller Eingabe nur in 0.625Hz Stufen im Bereich von 0.625Hz bis 10.24kHz eingegeben werden. Die Frequenz kann auch über einen externen Frequenzgenerator mit derselben Genauigkeit von 112.5Hz bis 10.24kHz eingespeist werden.

Alle Parameter sowie die Frequenz können auf einem LCD-Display angezeigt werden.

In einer Fortführung des Projektes muß untersucht werden, welche Auswirkung Parameteränderungen auf die Wirkleistung in der Last haben. Dann kann man ein Regelsystem aufbauen, das die maximal mögliche Wirkleistung in der Last hervorruft. Die Wirkleistung ist also die Regelgröße. Nun muß man noch diese Regelgröße erfassen und einem Regler zuführen, der die optimalen Stellgrößen (a,b,c) berechnet und diese der CPU übermittelt. Die CPU wurde bereits so ausgelegt, daß die Stellgrößen über eine zweite Schnittstelle empfangen werden können. Das Stellglied ist also bereits vorhanden.

Weiterhin könnte man den CPLD durch einen FPGA ersetzen und die Funktion der CPU und des DDS-ICs auch in ihm implementieren. Eine Implementation des DDS ist bereits in dieser Arbeit beschrieben worden.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 6
2. Konzeption 8
3. Pflichtenheft 9
3.1 Externes Pflichtenheft 9
3.1.1 Aufgabenstellung 9
3.1.2 Pulsmuster am Ausgang des Frequenzumrichters 9
3.1.3 Realisierung 10
3.1.4 Betriebsarten 11
3.1.5 Umschaltung zwischen den Betriebsarten 11
3.1.6 Pulsmustertabelle 11
3.2 Internes Pflichtenheft 12
3.2.1 Voraussetzungen 12
3.2.2 Hardware 13
3.2.3 Software 16
4. Der Frequenzumrichter 23
4.1 Prinzip des Frequenzumrichters 23
4.2 Beschreibung des verwendeten Umrichtertyps 23
4.2.1 Der Gleichrichter 24
4.2.2 Der Zwischenkreis 24
4.2.3 Der Wechselrichter 24
4.2.4 Die Steuerung 25
5. Beschreibung der Ansteuerung als Lösung der Aufgabenstellung 26
5.1 CPU-Baugruppe 26
5.1.1 Überblick über den verwendeten Controller 26
5.1.2 Programmierumgebung 26
5.1.3 Entwicklungsumgebung für AVR-Prozessoren 27
5.1.4 JTAG-Interface 27
5.1.5 Programmbeschreibung 29
5.1.6 Speicherplätze der globalen Variablen 32
5.1.7 Pseudocode 33
5.2 Externe Frequenzmessung 41
5.2.1 Berechnungen zur Meßgenauigkeit der CPU 42
5.2.2 Reduktion der Genauigkeit durch die CPU 45
5.2.3 Berechnung der Meßgenauigkeit der schnellen Meßmethode 46
5.2.4 Zusammenfassung der Möglichkeiten, die Frequenz eines externen Triggersignals auszumessen 47
5.3 CPLD-Baugruppe 48
5.3.1 Vorteile beim Einsatz von Hardwarebeschreibungssprachen 48
5.3.2 Auswahl des Entwicklungssystems 49
5.3.3 Der Entwicklungsprozeß von Lattice ispLEVER für CPLDs 50
5.3.4 Beschreibung des verwendeten CPLDs 51
5.3.5 Der Block ‚Shifter’ 52
5.3.6 Der Block ‚Bitmuster’ 53
5.3.7 Der Block ‚Shutter’ 60
5.3.8 Auswirkung von Parameteränderungen während des Betriebs 60
5.3.9 Überlegungen zur Taktung des CPLDs 62
5.3.10 Überlegungen zur Signalkontinuität: 63
5.3.11 Verifikation der Funktion des CPLDs mit ispLEVER 64
5.3.12 Fitting 68
5.3.13 Timing Analyse des CPLDs 70
5.4 Direkte Digitale Frequenzsynthese 71
5.4.1 Der programmierbare Funktionsgenerator 71
5.4.2 Funktion einer einfachen direkten digitalen Synthese (DDS) 72
5.5 Der Leistungstransistorentreiber 76
5.5.1 Beschreibung des Blockdiagramms des IR2130 76
5.5.2 Übersicht der Bootstrap-Schaltung 78
5.6 Verifikation der Ausgangssignale 79
5.6.1 Verifikation der zwei Frequenzmeßmethoden und der Triggerung 82
5.6.2 Schwebung 83
6. Literaturverzeichnis 84
7. Anhang 86
7.1 Preprozessorkonfiguration in CVAVR 86
7.2 Konfiguration der seriellen Schnittstelle und HyperTerminal 87
7.3 Kurzübersicht über die VHDL-Sprache 88
7.3.1 VHDL Syntax 88
7.3.2 VHDL-Beschreibung eines NAND-Gatters 89
7.4 Methoden zur Optimierung von VHDL-Code 90
7.5 Kurzanleitung zur Verwendung von ispLEVER für CPLDs 91
7.6 Checkliste-µC-Entwicklung 97
7.7 Checkliste CPLD-Entwicklung 98
7.8 Checkliste Gesamtsystem-Entwicklung 99
7.9 Schaltplan 100
7.10 CD-ROM 106
8. Eidesstattliche Erklärung 107

Textprobe:

Kapitel 4, Der Frequenzumrichter:

Ein Frequenzumrichter dient zur Frequenz- und Spannungsumformung von Wechselspannungen. Er kann ansatzweise in vier Hauptbestandteile unterteilt werden:

Umrichter I: Gleichrichter, Zwischenkreis, Steuerung, Umrichter II: Wechselrichter (Voll- oder Halbbrücke).

Kapitel 4.1, Prinzip des Frequenzumrichters: Die genaue Beschreibung der verschiedenen Umrichter sowie weitere Möglichkeiten des Aufbaus von Umrichtern sind der Literatur zu entnehmen.

In dieser Arbeit wird ein Puls-Weiten-modulierter Umrichter verwendet. Er besteht aus einem ungesteuerten Gleichrichter, einem Spannungszwischenkreis und einem gesteuerten Wechselrichter.

Kapitel 4.2, Beschreibung des verwendeten Umrichtertyps: Der ungesteuerte Gleichrichter wandelt die Wechselspannung in Gleichspannung um und speist damit den Zwischenkreis. Der Zwischenkreis bewirkt die Entkopplung vom Netz. Die Information der Frequenz geht durch ihn (im Idealfall) verloren. Der nachfolgende Wechselrichter verwendet die Gleichspannung des Zwischenkreises als Energiequelle. Aus der Gleichspannung wird über Schalter eine Wechselspannung erzeugt. Die Steuerung schaltet die Halbleiter des Wechselrichters ein und aus. Dadurch entsteht ein Ausgangssignal mit einer variierbaren Frequenz und Spannung. Der Wirkungsgrad bei dieser Signalumformung ist sehr hoch, da die umgeformte Energie kaum durch die Schaltverluste im Umrichter verringert wird. Im Folgenden wird näher auf die Funktion der Baugruppen des verwendeten Umrichtertyps eingegangen.

Kapitel 4.2.1, Der Gleichrichter:

Die Spannungsversorgung ist eine Dreiphasen-Wechselspannung mit fester Frequenz.

Der Gleichrichter ist netzgeführt. Der Stromfluß durch die Dioden kann also nicht gesteuert werden. Die Ausgangsspannung des Gleichrichters ist eine pulsierende Gleichspannung.

Kapitel 4.2.2, Der Zwischenkreis: Er besteht aus zwei in Reihe geschalteten Kondensatoren und stellt einen Zwischenspeicher dar, der seine Energie dem Wechselrichter zur Verfügung stellt. Es handelt sich um einen Spannungszwischenkreis. Er sorgt bei induktiver Last dafür, daß infolge des Rückspeisestroms die Zwischenkreisspannung nicht zu stark ansteigt.

Kapitel 4.2.3, Der Wechselrichter: Der Wechselrichter besteht aus Halbbrückenzweigen mit je zwei Dioden und zwei Leistungstransistoren (siehe Abb. 3.2). Die Vollbrücke entspricht zwei Halbbrücken. Der Wechselrichter generiert das Pulsmuster (siehe Abb.3.1) der Ausgangsspannung des Frequenzumrichters. Das Pulsmuster der Ausgangsspannung wird variiert, indem die Leistungstransistoren über längere oder kürzere Zeit eingeschaltet werden. Die Periodendauer der einzelnen Pulse kann also variiert werden. Diese Änderung der Pulsweiten wird als Puls-Weiten-Modulation bezeichnet. Die maximale Frequenz liegt bei diesem Aufbau bei 10kHz. Bei der Halbbrücke wird die halbe Zwischenkreisspannung über die Leistungstransistoren ein- und ausgeschaltet, bei der Vollbrücke die volle Zwischenkreisspannung.

Kapitel 4.2.4, Die Steuerung: Die Steuerung schaltet die einzelnen Leistungstransistoren. Sie kann die Ausgangsspannung des Wechselrichters an die Belastungsbedingungen anpassen, indem die Parameter des Steuersignals (siehe Abb.3.1) geändert werden. Auch Gleichstromanteile in der Last können durch Variation des Parameters y kompensiert werden.

Für die Ansteuerung der Leistungstransistoren ist zu beachten, daß Leistungstransistoren eines Halbbrückenzweigs nicht zeitgleich eingeschaltet werden dürfen, da sonst die Kondensatoren kurzgeschlossen werden. Zur Sicherung werden Stromsensoren als Überlastschutz eingesetzt, die der Steuerung einen Überstrom melden und dadurch eine schnelle Abschaltung der Leistungstransistoren bewirken.

Arbeit zitieren:
Zavaczki, Roland März 2005: Entwicklung der Steuereinheit eines einphasigen Frequenzumrichters, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Steuerungstechnik, Frequenzumrichter, Mikrocontroller, programmierbare Logik, Hardwarebeschreibungssprachen

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