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Entwicklung eines Stellgliedes zur Spannungs- und Drehzahlstellung von Drehfeldmaschinen auf Basis der Raumzeigermodulation

Graphische Programmierung der Zielplattform 'TMS320F2812' mit Matlab/Simulink unter Anwendung des Hardware-In-The-Loop-Verfahrens

Entwicklung eines Stellgliedes zur Spannungs- und Drehzahlstellung von Drehfeldmaschinen auf Basis der Raumzeigermodulation
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Steffen Mack
  • Abgabedatum: Juli 2006
  • Umfang: 196 Seiten
  • Dateigröße: 28,7 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule Heilbronn Deutschland
  • Bibliografie: ca. 13
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-3337-6
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Mack, Steffen Juli 2006: Entwicklung eines Stellgliedes zur Spannungs- und Drehzahlstellung von Drehfeldmaschinen auf Basis der Raumzeigermodulation, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Drehfeld, Raumzeigermodulation, Matlab/Simulink, Hardware-In-The-Loop, TMS320F2812

Diplomarbeit von Steffen Mack

Einleitung:

Drehfeldmaschinen wie beispielsweise Asynchron- und Synchronmotoren beruhen auf dem Prinzip eines umlaufenden magnetischen Feldes. Dieses umlaufende magnetische Feld resultiert aus der Maschinengeometrie sowie aus einem mehrphasigen, im Allgemeinen dreiphasigen, Spannungssystem. Die Drehfrequenz des umlaufenden Feldes und somit die Drehzahl der Drehfeldmaschinen sind direkt von der Frequenz des speisenden Spannungssystems abhängig. Da das Energieversorgungsnetz eine feste Frequenz besitzt, ist es z.B. im Hinblick auf regelungstechnische Aufgaben wünschenswert, ein Spannungssystem mit variabler Frequenz erzeugen zu können. Diese Forderung kann mit Frequenzumrichtern realisiert werden. Eine seit längerem bekannte theoretische Grundlage der Funktionsweise eines Frequenzumrichters bildet die Raumzeigermodulation. Sie beschreibt, wie aus einer Gleichspannungsquelle durch schnelles Schalten von Leistungshalbleitern ein umlaufendes magnetisches Feld mit variabler Drehfrequenz, und dadurch indirekt ein Drehspannungssystem variabler Frequenz, nachgebildet werden kann. Sie wird standardmäßig mit Mikrocontrollern realisiert, die in den Sprachen Assembler und C programmiert sind.

Der Trend in der Programmierung von Mikrocontrollern und digitalen Signalprozessoren geht jedoch weg von der textorientierten Programmierung (Schreiben von Quellcode) und hin zur graphischen Programmierung mit dem Einsatz des Hardware-In-The-Loop-Verfahrens (HIL-Verfahren).

Bei der graphischen Programmierung wird nicht mit Quelltext sondern mit graphischen Blöcken, z.B. dem Block mit Schaltzeichen eines UND-Gatters, gearbeitet. Anhand der Blockschaltbilder und Schaltzeichen kann schnell, auch ohne tiefer gehende Programmierkenntnisse, die Funktionsweise eines Modells erfasst werden. Aus dem erstellten Modell wird von der Entwicklungsumgebung automatisch der Quellcode für die entsprechende Zielplattform generiert.

Beim dem HIL-Verfahren wird ein Regelkreis, bestehend aus einem Regler und nachgebildeter Strecke, am PC modelliert, evaluiert und der Regler optimiert. Das bedeutet, dass die Regelstrecke mit einem mathematischen Modell nachgebildet wird und der entwickelte Regler an diesem Streckenmodell getestet und optimiert wird. Im nächsten Schritt wird der Regler auf die Zielplattform, z.B. einen Mikrocontroller oder Digitalen Signalprozessor, übertragen und die nachgebildete Strecke durch die reale Strecke ersetzt. Durch die Optimierung des Reglers anhand der Simulation kann Entwicklungszeit eingespart werden. Ein weiterer Vorteil des HIL-Verfahrens besteht darin, dass vor der Programmierung der Zielplattform die theoretischen Ansätze in der Simulation überprüft werden können. Bei der Entwicklung eines Systems ohne Einsatz des HIL-Verfahrens kann im Fehlerfall nicht ohne weiteres festgestellt werden, ob der Fehler im theoretischen Ansatz oder in der programmiertechnischen Umsetzung begründet liegt. Die Beweiskette beim HIL-Verfahren sieht folgendermaßen aus: Die theoretischen Ansätze werden durch die Simulation überprüft. Den Beweis für die Funktionsfähigkeit des Simulations-Modells liefert schließlich das Experiment.

Das Ziel dieser Diplomarbeit ist es, das HIL-Verfahren am Beispiel eines Stellgliedes zur Spannungs- und Drehzahlstellung von Drehfeldmaschinen zu demonstrieren. Dieses Stellglied soll nach der oben erwähnten Theorie der Raumzeigermodulation arbeiten. Als HIL-Programmierplattform soll „Matlab/Simulink“ des Herstellers „Mathworks“ eingesetzt werden. Die Zielplattform bildet der digitale Signalprozessor „TMS320F2812“ der Firma „Texas Instruments“.

Die Arbeit soll im Rahmen des Mechatronik-Labors der Reinhold-Würth-Hochschule als Grundlage für Labor-Versuche eingesetzt werden können. Bei den Versuchen handelt es sich unter anderem um übergeordnete Regelkreise von Drehfeldmaschinen, die zur Ansteuerung der Leistungselektronik das hier entwickelte Stellglied benutzen sollen. Daneben soll die Funktionsweise der Raumzeigermodulation anhand der Simulation und eines Experiments untersucht werden können.

Nach dem Prinzip des HIL-Verfahrens gliedert sich die vorliegende Arbeit in drei Teile. In Kapitel 2 wird die Theorie der Raumzeigermodulation erläutert. Die Simulation der Raumzeigermodulation wird in Kapitel 3 durchgeführt. In Kapitel 4 wird schließlich das Modell auf die Zielplattform transferiert, die simulierte Hardware durch reale Hardware ersetzt und die Funktionsfähigkeit des Systems im Experiment nachgewiesen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Theorie 3
2.1 Allgemeine Grundlagen 3
2.1.1 Dreiphasiges Spannungssystem 3
2.1.2 Drehfeldmaschinen 4
2.1.3 Berechnung des Raumzeigers in einer Drehfeldmaschine 7
2.2 Grundlagen zu Frequenzumrichtern 10
2.2.1 Grundlagen eines dreiphasigen U-Stromrichters 10
2.2.2 Berechnung der Spannungen eines dreiphasigen U-Stromrichters 12
2.2.3 Ermittlung der diskreten Spannungszeiger eines dreiphasigen U-Stromrichters mit Last in Sternschaltung 17
2.2.4 Ermittlung der diskreten Spannungszeiger eines dreiphasigen U-Stromrichters mit Last in Dreieckschaltung 22
2.3 Nachbildung eines Raumzeigers mit Hilfe der Raumzeigermodulation 24
2.3.1 Berechnung der Einschaltzeiten der Schaltzustände 26
2.3.2 Berechnung der maximalen Zeigerlänge 29
2.3.3 Schaltsequenzen 31
3. Modellbildung und Simulation 32
3.1 Entwicklung eines Matlab/Simulink-Modells 32
3.1.1 Grundlegendes Grob-Modell 32
3.1.2 Programmierung des Blocks: „Vorgabe Spannungssystem“ 34
3.1.3 Testen des Blocks: „Vorgabe Spannungssystem“ 36
3.1.4 Programmierung des Blocks „Berechnung Referenzzeiger“ 40
3.1.5 Testen des Block: „Berechnung Referenzzeiger“ 41
3.1.6 Programmierung des Blocks: „Ermittlung aktueller Sektor“ 43
3.1.7 Testen des Blocks: „Ermittlung aktueller Sektor“ 44
3.1.8 Programmierung des Blocks: „Projektion des Referenzzeigers auf die Elementarzeiger“ 47
3.1.9 Testen des Blocks: „Projektion des Referenzzeigers auf die Elementarzeiger“ 48
3.1.10 Programmierung des Blocks: „PWM-Zustände“ 51
3.1.11 Testen des Blocks: „PWM-Zustände“ 57
3.1.12 Programmierung des Blocks: „Ansteuerlogik“ 60
3.1.13 Testen des Blocks: „Ansteuerlogik“ 61
3.2 Simulation des Blockbetriebs 63
3.3 Simulation der Raumzeigermodulation 67
4. Experiment 71
4.1 Übertragung des Modells auf die Zielplattform 71
4.1.1 Anpassen des Modells an den DSP 71
4.1.2 Testen des DSP-Modells 78
4.1.3 Modell mit Benutzung der PWM-Einheiten des DSP 81
4.1.4 Testen des endgültigen DSP-Modells 90
4.2 Hardwareaufbau 92
4.2.1 Eingabeplatine 93
4.2.2 Treiber für Optokoppler 94
4.2.3 Anschlussbelegung des DSP-Boards 95
4.2.4 Treiberplatine mit IR2130 96
4.2.5 Leistungselektronik 96
4.2.6 Vollständiger Versuchsaufbau 97
4.3 Inbetriebnahme 98
4.4 Messungen an der Hardware 99
5. Zusammenfassung und Ausblick 101

Textprobe:

Eine Textprobe senden wir Ihnen unter Angabe der Studiennummer 13337 gerne zu.

Arbeit zitieren:
Mack, Steffen Juli 2006: Entwicklung eines Stellgliedes zur Spannungs- und Drehzahlstellung von Drehfeldmaschinen auf Basis der Raumzeigermodulation, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Drehfeld, Raumzeigermodulation, Matlab/Simulink, Hardware-In-The-Loop, TMS320F2812

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