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Entwicklung Neuronaler Algorithmen zur Extraktion von 3D-Strömungsfeldern aus Holografischen PIV-Feldern

Entwicklung Neuronaler Algorithmen zur Extraktion von 3D-Strömungsfeldern aus Holografischen PIV-Feldern
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Roman Krepki
  • Abgabedatum: Januar 2000
  • Umfang: 90 Seiten
  • Dateigröße: 939,5 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3038-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3038-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3038-2 CD
  • Sprache: Englisch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Krepki, Roman Januar 2000: Entwicklung Neuronaler Algorithmen zur Extraktion von 3D-Strömungsfeldern aus Holografischen PIV-Feldern, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Deterministic Annealing, Neuronale Algorithmen, PIV, Strömungsfeld, EM-Optimization

Diplomarbeit von Roman Krepki

Problemstellung:

Die Untersuchung turbulenter Strömungen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Aktuelle Einsatzgebiete sind die Aerodynamik, die Untersuchung von Strömungen in hydraulischen Systemen und die Analyse und Behandlung von Strömungen des menschlichen Blutgefäßsystems, einschließlich des Herzens. Probleme, die in solchen Systemen auftreten sind unter anderem:

Kavitation; aufgrund zu hoher Drücke, kann diese zu Materialabtragung oder zum Platzen von Blutgefäßen führen.

Zu hohe Drücke können durch starke Scherströmungen entstehen, z.B. an Schiffsschrauben oder Pumpen oder in Leitungen bei sehr hohen Strömungsgeschwindigkeiten.

Totwassergebiete, die sich in Blutgefäßen in der Nähe von Wirbeln bilden, können zur Trombosenbildung führen.

Die Untersuchung von Strömungen in Flüssigkeiten ist dabei einfacher als die Untersuchung von Gasen, da die Flüssigkeiten im Normalfall nahezu unkomprimierbar sind und so wesentlich Glattheitsbedingungen auf das Strömungsfeld angewendet werden können. Eine verlässliche Strömungsmesstechnik ist einerseits wichtig um Strömungen, für die heutzutage noch keine analytische Beschreibung möglich ist, untersuchen zu können, und andererseits um neugewonnene Theoretische Erkenntnisse mit praktisch ermittelten Messwerten belegen zu können. Die derzeitig zur Verfügung stehenden Messverfahren lassen sich in punktuelle, planare und räumliche Messverfahren unterteilen.

Die bekanntesten punktuellen Verfahren sind die „Hot Wire Anemometry“ (HWA) und die „Laser Doppler Anemometry“ (LDA). Beide Verfahren lassen eine sehr genaue Messung der lokalen Geschwindigkeit zu. Ihr Hauptnachteil liegt in der nicht vorhandenen räumlichen Auflösung der Messung. So ist es mit diesen Verfahren nahezu unmöglich, instationäre Vorgänge zu untersuchen. Die „Hot Wire Aneometry“ hat den weiteren Nachteil, dass durch den in die Strömung einzubringenden Draht, die Strömung selbst beeinflusst werden kann.

Flächige Verfahren, die die gleichzeitige Messung innerhalb einer Ebene des Strömungsfeldes gestatte, beruhen meistens auf dem Verfahren, Aufnahmen von in das Strömungsfeld eingebrachten Partikeln oder Farbstoffen zu machen, die von einem Lichtschnitt beleuchtet werden. Die Farbstoffmethode dient jedoch hauptsächlich der qualitativen Sichtbarmachung von Strömungen, quantitative Aussagen lassen sich nur mit sehr hohem Aufwand realisieren. Bei den auf Partikeln basierenden Verfahren („Particle Image Velocimetry“, PIV) werden zwei oder auch mehr Aufnahmen in kurzen Zeitabständen gemacht. Aus der Verschiebung der Inhalte der beiden Aufnahmen zueinander können dann Rückschlüsse auf das lokale Strömungsfeld gewonnen werden. Für diese Meßverfahren ist es wichtig, dass die Hauptströmungsrichting innerhalb der Ebene des Lichtschnittes liegt. Da sonst keine eindeutige Zuordnung beider Aufnahmen zueinander möglich ist. Wird die Strömungsgeschwindigkeit nicht aus der Verschiebung von Bildbereichen berechnet, sondern aus der Verschiebung der Koordinaten einzelner Partikel, deren Koordinaten zuvor bestimmt werden müssen, so spricht man von „Particle Tracking Velocimetry“ (PTV).

Räumliche Verfahren befinden sich gerade am Beginn der Entwicklung, da die Messtechnik dafür sehr aufwendig ist. Die beiden zur Zeit bekanntesten räumlichen Verfahren nutzen stereoskopische und holographische Bildaufnahmetechniken, um Bilderserien von in das Strömungsfeld eingebrachten Partikeln zu machen. Die Auswertungsverfahren sind dabei sehr stark an die der planaren Verfahren angelehnt.

In dieser Arbeit soll nun ein neues PTV Verfahren, der „Particle Matching Algorithm“ vorgestellt werden, welches auf Methoden aus der statistischen Physik beruht, und mit bestehenden klassischen und hybriden Verfahren verglichen wird. Das zur Zeit wohl meist verbreitetes klassisches PIV-Verfahren ist die Korrelationsmethode, das PTV-Verfahren – „Nearest Neighbour Search“, kürzlich wurde ein neues hybrides Verfahren vorgestellt, daß zwar auf der Theorie der Korrelationstechnik basiert, jedoch auf zuvor extrahierten Partikelkoordinaten arbeitet ist das sogenannte Verfahren der „Glaubwürdigen Kreuzkorrelation“ oder „Concise Cross Correlation“ (CCC). Im Vergleich zu den anderen Verfahren liefert der „Particle Matching Algorithm“ nicht nur Verschiebungsvektoren für die einzelne Beteiche (Untersuchungsfenster), wie die klassischen PIV Methoden, und die Partikelzuordnungen, aus denen sich Verschiebungsvektoren für die einzelnen Partikel berechnen lassen, wie die klassischen PTV Methoden, sondern ist auch in der Lage, Rotation und Scherung innerhalb begrenzter Bereiche oder die gesamte Matrix einer affinen Transformation zu schätzen. Der Vergleich der Verfahren erfolgt sowohl mit künstlichen als auch mit realen Daten. Dabei kann jedoch nur für die Experimente mit künstlichen Daten ein objektives Fehlermaß angegeben werden.

Bei dem Vergleich zeigt sich, dass der „Particle Matching Algorithm“ im Vergleich zu den Korrelationsverfahren, nicht nur eine höhere räumliche Auflösung besitzt, sondern auch genauere und robustere Ergebnisse liefert. Zusätzlich ist der „Particle Matching Algorithm“ entscheidend günstiger, in den Rechnerressourcen Speicherplatz und Rechenzeit als das Verfahren der konventionellen Kreuzkorrelation. Auch im Vergleich zu beiden anderen PTV Verfahren liefert die hier vorgestellte Untersuchungsmethode die besseren Ergebnisse.

Für die Extraktion der Partikelkoordinaten wird das vorgestellte „Particle Reconstruction by Edge Detection - Verfahren“ (PRED) verwendet.

Table of Contents:

I. INTRODUCTION 1
II. STATE OF THE ART 4
1. PIV vs. PTV 4
2. Holographic PIV Technique 6
a) recording 8
b) reconstruction 9
III. PREPROCESSING PROCEDURES FOR PTV 12
1. The CLEAN Algorithm 12
2. Particle Reconstruction by Edge Detection (PRED) 13
a) Detecting 2D boundaries of particle images 14
b) Volume rendering 14
3. Particle Finding and Centroid Coordinates Extraction 15
4. Sub-Pixel Estimation Technique 16
IV. INTERROGATION PROCEDURES 18
1. Cross-Correlation 18
2. Nearest Neighbor Search 20
3. Super-Resolution Technique for Cross-Correlation 20
4. Concise-Cross-Correlation (CCC) 21
V. POSTPROCESSING PROCEDURES 23
1. Particle Pairing 23
2. Grid Approximation 24
VI. THE PARTICLE MATCHING ALGORITHM 25
1. Particle Correspondence Matrix 25
2. Transformations and Parameterizations 26
a) translation only 27
b) rotation and translation 27
c) affine transformation 28
d) explosion, implosion and shearing 29
3. The Cost Function 31
4. The Optimization Algorithm 32
a) deterministic annealing 32
b) EM-technique 34
5. Analytical Expressions for Parameter Determination 39
a) translation only 39
b) rotation and translation 40
c) affine transformation 41
6. Parameter of Particle Matching 43
a) optimal parameter values 44
VII. RESULTS 45
1. Benchmark Results for Artificial Data 45
a) acquisition noise 47
b) positional noise 49
c) out-of-spot noise due to translation 51
d) the rotation parameter 53
e) particle density 55
2. Results for artificial Flow Structures 57
a) laminar flow 57
b) vortex flow 59
c) cylinder flow-around 61
3. Simulation Results on Real-World-Data 64
a) laminar flow 64
b) turbulent flow 65
4. Computational Complexity and Speed 66
a) cross-correlation 67
b) nearest neighbor search 67
c) concise cross-correlation 68
d) particle matching 68
VIII. CONCLUSIONS 72
IX. REFERENCES 74

Arbeit zitieren:
Krepki, Roman Januar 2000: Entwicklung Neuronaler Algorithmen zur Extraktion von 3D-Strömungsfeldern aus Holografischen PIV-Feldern, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Deterministic Annealing, Neuronale Algorithmen, PIV, Strömungsfeld, EM-Optimization

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