Entwicklung eines Modells zur quantitativen Nutzenbestimmung des B2C-Geschäfts eines Automobilherstellers
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Ole Tangermann
- Abgabedatum: Dezember 2002
- Umfang: 145 Seiten
- Dateigröße: 1,6 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Technische Universität Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6619-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6619-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6619-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Tangermann, Ole Dezember 2002: Entwicklung eines Modells zur quantitativen Nutzenbestimmung des B2C-Geschäfts eines Automobilherstellers, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Internet, Marketing, Nutzenanalyse, Controlling, E-Commerce
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Diplomarbeit von Ole Tangermann
Einleitung:
Die zunehmende Verbreitung des Internet hat die Marktbedingungen für viele Unternehmen verändert. Die Entwicklung von neuen Informations- und Kommunikationstechnologien, deren Integration in Unternehmensprozesse sowie eine veränderte Erwartung der Nachfrager hat dazu geführt, daß B2C-Applikationen zu einem bedeutenden strategischen Faktor für Unternehmen der Automobilbranche geworden sind. Aufgrund der hohen Investitionen in neue Geschäftsmodelle, der laufenden Kosten des Mediums Internet und der Bedeutung des strategischen Wettbewerbsfaktors Internet als Marketing- und Vertriebsinstrument wird ein Controlling der online-basierten Unternehmensfelder zunehmend wichtiger.
Die vorliegende Arbeit nimmt sich daher der Bewertung und Analyse des Nutzens von B2C-Anwendungen des Automobilherstellers DaimlerChrysler an. Nach einführender Darstellung der wissenschaftlichen Grundlagen aus Marketing und Controlling wird das B2C als Marketinginstrument diskutiert. Dabei werden theoretische Verfahren und praktische Ansätze der Nutzenanalyse dokumentiert. Die verschiedenen theoretischen Methoden der Nutzenanalyse und des Marketingcontrollings werden mit den praktisch messbaren Determinanten des B2C kombiniert und hinsichtlich ihres derzeitigen Erfolgsbeitrages sowie zukünftiger Potentiale untersucht. Auf den Erkenntnissen und Bewertungsmethoden aufbauend wird ein allgemeines Modell zur Nutzenanalyse des B2C-Geschäfts eines Automobilherstellers entwickelt. Das entwickelte Verfahren wird anschließend auf eine B2CAnwendung, den CarConfigurator, angewendet.
Die Untersuchungsergebnisse zeigen, daß die Herstellung von Ursache- Wirkungszusammenhängen im Marketing äußerst schwierig ist und in der Literatur noch nicht ausreichend geklärt wird. Auch die Bewertung der komplementär agierenden traditionellen und Internet-basierten Geschäftsfelder ist ein bisher nicht gelöstes Problem. Insbesondere mangelt es an der Operationalisierung und Quantifizierung bisher hauptsächlich auf qualitativer Ebene diskutierter Beobachtungen. Das entwickelte Modell trägt daher zur aktuellen Forderung der Wissenschaft nach operationalisierbaren Verfahren der Bewertung von Marketinginstrumenten bei.
Inhaltsverzeichnis:
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | IV | |
| TABELLENVERZEICHNIS | V | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | VI | |
| 1. | EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG | 1 |
| 1.1 | Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit | 2 |
| 1.2 | Bedeutung und Problematik der Nutzenbewertung von Marketinginstrumenten | 3 |
| 1.3 | Management der Informationsdistribution als Aufgabe der Logistik | 5 |
| 1.4 | Kurzportrait des betrachteten Unternehmens | 6 |
| 1.5 | Kurzportrait des Untersuchungsgegenstandes CarConfigurator | 7 |
| 1.6 | Stand der Nutzenbestimmung von Marketinginstrumenten bei dem betrachteten Unternehmen | 8 |
| 2. | GRUNDLAGEN DES MARKETING-CONTROLLING UND DER ERFOLGSMESSUNG VON MARKETINGAUFWENDUNGEN | 10 |
| 2.1 | Einordnung des Marketing in den Informations-, Entscheidungs- und Kaufprozeß des Kunden | 12 |
| 2.1.1 | Modelle der Kommunikationswirkung | 12 |
| 2.1.2 | Prozeß der Aufnahme von Werbung | 14 |
| 2.2 | Konzept des Customer Life Time Cycle – Marketing als Investition | 17 |
| 2.3 | Möglichkeiten und Grenzen der Messung von Werbeerfolg | 22 |
| 2.4 | Grundlagen der Nutzwertanalyse | 27 |
| 2.4.1 | Monetäre Nutzwertverfahren | 28 |
| 2.4.2 | Nicht-monetäre Nutzwertverfahren | 31 |
| 2.4.3 | Nutzenbestimmung mit dem Realoptionsansatz | 33 |
| 3. | EINORDNUNG DES B2C ALS MARKETINGINSTRUMENT | 36 |
| 3.1 | E-Commerce-Strategien und das Konzept des betrachteten Unternehmens | 38 |
| 3.2 | Besonderheiten des Marketing und des Nachfragegutes in der Automobilindustrie | 43 |
| 3.3 | Zielgruppe und Nutzerstruktur der Website und des Marketinginstruments | 45 |
| 3.4 | Spezielle Möglichkeiten der Website zur Interaktion mit dem Kunden | 49 |
| 3.5 | Rolle der Website als Kommunikationsinstrument im Zusammenwirken mit anderen Marketinginstrumenten | 51 |
| 3.5.1 | Kommunikationspolitik in der Automobilindustrie | 51 |
| 3.5.2 | Komplementarität der Website zu anderen Marketingkanälen | 53 |
| 3.5.3 | Kosten der Marketinginstrumente und Rationalisierungspotential | 55 |
| 3.5.4 | Eigenschaften der Website | 58 |
| 3.6 | Bedeutung und Nutzen der Website im Kaufentscheidungsprozeß | 59 |
| 3.7 | Entscheidungsproblematik | 62 |
| 4. | DETERMINANTEN DER NUTZENBEWERTUNG EINES MARKETINGINSTRUMENTS IM B2C E-COMMERCE | 66 |
| 4.1 | Controllingrelevante Kriterien im Ablaufmodell der marketingbedingten Kaufveranlassung | 67 |
| 4.2 | Allgemeiner Einsatz von Marketingkennzahlen | 70 |
| 4.3 | Nutzungsbasierte Bewertung anhand direkter nicht-monetärer Kriterien | 72 |
| 4.4 | Kosteneinsparungen durch B2C-Anwendungen | 75 |
| 4.4.1 | Prozeßkosten | 76 |
| 4.4.2 | Bestandskosten | 77 |
| 4.5 | Nutzen der Website als Informationsbeschaffungsmedium für das Unternehmen | 78 |
| 4.5.1 | Probleme der Informationsbeschaffung | 78 |
| 4.5.2 | Die Website als Marktforschungsinstrument | 80 |
| 4.5.3 | Die Website als Cross-Selling-Instrument | 82 |
| 4.5.4 | Die Website als Frühindikator für die Produktionsauslastung des Herstellers | 84 |
| 4.6 | Website als Marketinginvestition in den Customer Life Time Value und Markenwert | 86 |
| 4.7 | Opportunitätskostenbetrachtung aus Sicht des Unternehmens | 88 |
| 5. | ENTWICKLUNG EINES ALLGEMEINEN MODELLS ZUR NUTZENANALYSE EINES B2C-INSTRUMENTES | 90 |
| 5.1 | Verwendbarkeit der Methoden der Nutzenanalyse und Auswahl eines geeigneten Verfahrens | 90 |
| 5.2 | Beschreibung der Quantor-Methode | 92 |
| 5.3 | Festlegung der allgemeinen Determinanten des Nutzwerts | 95 |
| 5.4 | Semantische und arithmetische Verknüpfung der Determinanten in einem Modell | 97 |
| 5.5 | Diskussion der Gültigkeit und Anwendbarkeit des Modells | 103 |
| 6. | NUTZENANALYSE EINES MARKETINGINSTRUMENTES AM BEISPIEL DES CARCONFIGURATOR UNTER ANWENDUNG DES ENTWICKELTEN MODELLS | 105 |
| 6.1 | Die Rolle des CarConfigurator | 106 |
| 6.2 | Festlegung der CarConfigurator-spezifischen Determinanten des Nutzwerts | 107 |
| 6.3 | Semantische und arithmetische Verknüpfung der Determinanten in einem Modell | 109 |
| 6.4 | Diskussion der Gültigkeit und Anwendbarkeit des Modells im praktischen Einsatz | 110 |
| 6.5 | Kritische Würdigung der Vorgehensweise | 113 |
| 7. | SCHLUßBETRACHTUNGEN | 115 |
| 7.1 | Zusammenfassung | 115 |
| 7.2 | Ausblick | 116 |
| 8. | LITERATURVERZEICHNIS | I |
gibt den durch die Werbeaktion zusätzlich erzielten Marktanteil und dadurch den gesteigerten Umsatz an. Er kann als der monetär bemessene Erfolg einer Werbekampagne durch Steigerung des Marktanteils und damit des Umsatzes gesehen werden. Wie in den anderen Modellen, so bestehen auch hier Probleme bezüglich der Information und der Zurechenbarkeit von Werbeeinflüssen auf Umsätze. Das Modell versucht, diese Informationsprobleme durch eine globale Betrachtung des Gesamtmarktes und des Verhältnisses der Werbeausgaben des betrachteten Unternehmens zu den übrigen Unternehmen zu umgehen. Ein Teil des Informationsproblems wird dadurch auch bewältigt, und der Werbeerfolg läßt sich mittels der Kennzahl Marktanteilserfolg ablesen. Jedoch ist dieses Modell durch die globale Betrachtung des Gesamtmarktes anderen Einflüssen (wie z.B. der Konjunktur, dem Nachfrageverhalten, dem Verhalten der Konkurrenten etc.) unterworfen, die nicht oder nur schwer berücksichtigt werden können. Dennoch eignet es sich, um qualitative Aussagen zu treffen und die Auswirkungen der Determinanten zu veranschaulichen. In der Praxis gibt es diverse Methoden, um das Informationsproblem zu umgehen. So nutzt der Versandhandel bspw. die relativ einfach zu handhabende BuBaW117-Methode: der Kunde bestellt die Waren auf einem Bestellschein, der erkennen läßt118, auf welche Werbeaktion er reagiert. Damit läßt sich die Reaktionsquote einer Werbeaktion ermitteln und u.U. ein WerbeControlling durchführen. Die Anwendung der BuBaW-Methode führt allerdings zu Ungenauigkeiten, da Käufe unberücksichtigt bleiben, die unabhängig von der Werbung oder ohne Angabe des Werbekürzels erfolgen. Die Netapps-Methode119 erfordert ein umfangreicheres Verfahren120. Zur Ermittlung des direkten Verhältnisses von Werbeaufwand und Verkaufserfolg wird das Verhalten der Personen mit Werbekontakt mit dem der Personen ohne Werbekontakt verglichen. Für diese Gegenüberstellung werden zumeist in Panelbefragungen die Zahlen der Personen, die eine [...]
Die Marktanteilselastizität der Werbeausgaben drückt aus, wie elastisch sich der Marktanteil eines Unternehmens in Folge von Werbung desselben für diesen Teilmarkt unter der c.p. Annahme116 entwickelt. Erreicht die Marktanteilselastizität den Wert 1, so bedeutet dies, daß die relative Änderung des Marktanteils proportional zur relativen Änderung der Werbeausgaben verläuft. Ein höherer (niedrigerer) Wert drückt aus, daß der Marktanteil überproportional (unterproportianal) zu den Werbeausgaben steigt. Die hier entwickelte Kennzahl Marktanteilselastizität ist gegenüber der sonst in der Literatur verbreiteten Betrachtung der Werbeelastizität (Verhältnis aus relativer Änderung des Umsatzes zu relativer Änderung der Werbeausgaben) vorteilhaft, da sich die Werbeelastizität nur auf den Umsatz stützt und so z.B. bei einer positiven oder negativen Umsatzentwicklung der gesamten Branche verfälscht würde. Auch in einer Situation der umweltbedingten Umsatzveränderung kann eine marktanteilserhöhende Werbekampagne mittels der Marktanteilselastizität nachgewiesen werden. [...]
Erhebungen des Einkaufsverhalten und der Werbekonsumption durchführen (Haushaltspanels111, Handelspanels, Testmarktverfahren etc.). So kann z.B. in einem regional abgegrenzten Testmarkt eine spezifische Werbekampagne gesendet und deren Umsatzerfolg näherungsweise bestimmt werden. Diese Methoden eignen sich jedoch nur für Sonderuntersuchungen und lassen unter Zuhilfenahme der Untersuchungsergebnisse allgemeine Rückschlüsse auf die Werbeerfolgskontrolle zu. Um die Wirkungsgrößen dieser Modelle zu verdeutlichen, wird kurz und beispielhaft auf einen verhältnismäßig einfachen Ansatz112 eingegangen. Die Werbewert-Formel beschreibt den Marktanteil der aktuellen Periode in Abhängigkeit vom Anteil der Werbeaufwendungen einer Marke, vom Marktanteil der Vorperiode sowie einer möglichen Veränderung des Distributionsgrades. Der prozentuale Marktanteil in der Periode t wird bestimmt113 als MAt = (B t −1 ) [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832466190
Arbeit zitieren:
Tangermann, Ole Dezember 2002: Entwicklung eines Modells zur quantitativen Nutzenbestimmung des B2C-Geschäfts eines Automobilherstellers, Hamburg: Diplomica Verlag
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Internet, Marketing, Nutzenanalyse, Controlling, E-Commerce



