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Entwicklung eines Modells zur Beobachtung der unterrichtlichen nonverbalen Lehrerkommunikation von Erwartungshaltungen gegenüber Schülern

Entwicklung eines Modells zur Beobachtung der unterrichtlichen nonverbalen Lehrerkommunikation von Erwartungshaltungen gegenüber Schülern
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Yvonne Höppner
  • Abgabedatum: Januar 2000
  • Umfang: 165 Seiten
  • Dateigröße: 9,4 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Humboldt-Universität zu Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2200-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2200-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2200-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Höppner, Yvonne Januar 2000: Entwicklung eines Modells zur Beobachtung der unterrichtlichen nonverbalen Lehrerkommunikation von Erwartungshaltungen gegenüber Schülern, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kommunikation, implizite Persönlichkeitstheorie, Personwahrnehmung, Erwartungshaltungen, nonverbale Kommunikation

Diplomarbeit von Yvonne Höppner

Einleitung:

In allen sozialen Situationen nehmen Menschen ihren Mitmenschen gegenüber bestimmte Erwartungshaltungen ein, welche den gegenseitigen Umgang dieser Personen entscheidend mitprägen. Dieser Umgang seinerseits resultiert aus einer Vielzahl zwischenmenschlicher Kommunikations- und Interaktionsprozesse. Damit liegt der Schluß nahe, daß soziale Erwartungshaltungen den Ablauf dieser sozialen Kommunikations- und Interaktionsprozesse beeinflussen. Die Gestaltung dieser Prozesse wiederum wirkt sich auf die Entwicklung und damit auch auf das Wesen und die Persönlichkeit der jeweils beteiligten Individuen aus. Im Bildungsbereich gestaltet sich dieser Zusammenhang derart, daß Lehrer aufgrund ihrer Erwartungshaltungen Schülern gegenüber schülerspezifische Verhaltensweisen annehmen und damit schließlich großen Einfluß auf die Lern- und Lebenschancen der Schülern ausüben.

Im Rahmen dieser Arbeit möchte ich der Frage nachgehen, inwieweit sich unterschiedliche Erwartungshaltungen von Lehrern ihren Schülern gegenüber in der unterrichtlichen nonverbalen Lehrerkommunikation bemerkbar machen. Sollten Unterschiede in den nonverbalen Verhaltensweisen von Lehrkräften beobachtbar sein, stellt sich als weitere Frage, ob die Beobachtung und Interpretation nonverbaler Kommunikationssignale des Lehrers in dyadischen Lehrer-Schüler-Interaktionen Rückschlüsse auf die (vor allem leistungsbezogenen) Erwartungshaltungen dieses Lehrers dem jeweiligen Schüler gegenüber erlaubt. Da diese Fragen bislang kaum zum Untersuchungsgegenstand einschlägiger Forschungsarbeiten erklärt wurden, möchte ich mit dieser Arbeit einen Beitrag zur Entwicklung eines Modells leisten, daß der Beobachtung unterrichtlicher nonverbaler Lehrerkommunikation von Erwartungshaltungen gegenüber Schülern dienen soll.

Gang der Untersuchung:

Dazu ist es vorab erforderlich, die theoretischen Grundlagen der Phänomene Kommunikation und Nonverbale Kommunikation aufzuarbeiten (Kapitel 2 und 3). Darüber hinaus werde ich Ausführungen darüber machen, welche kognitiven Prozesse Menschen durchlaufen, um schließlich Erwartungshaltungen gegenüber Mitmenschen entwickeln zu können. Dazu werden die Prozesse der Personenwahrnehmung und der damit verbundenen sozialen Urteilsbildung erläutert. Da implizite Persönlichkeitstheorien bei der Bildung von Erwartungen gegenüber Personen von besonderer Bedeutung sind, werde ich auf dieses Phänomen, vor allem bezüglich der impliziten Persönlichkeitstheorie von Lehrern, ausführlich eingehen. Es wird zu zeigen sein, wie Lehrer ihre Erwartungen gegenüber Schülern bilden und wie sich diese Erwartungen auf die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler auswirken. Dazu werden Befunde vorgestellt, die belegen, welchen Einfluß Erwartungshaltungen auf die Gestaltung dyadischer Kommunikations- und Interaktionsprozesse zwischen Lehrern und Schülern haben können (Kapitel 4).

Kapitel 5 befaßt sich schließlich mit der Kommunikation bzw. nonverbalen Kommunikation von Erwartungshaltungen. In diesem Zusammenhang werde ich auch zwei ältere wissenschaftliche Modelle zur Analyse unterrichtlicher Interaktionsprozesse vorstellen. Im Zuge einer Gesamtschau der in den Kapiteln 2, 3 und 4 diskutierten Phänomene, Prozesse und Erkenntnisse werde ich darüber hinaus meine Überlegungen zur Entwicklung eines Modells zur Bobachtung unterrichtlicher nonverbaler Lehrerkommunikation von Erwartungshaltungen gegenüber Schülern vorstellen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung und Problemstellung 3
2. Kommunikation 7
2.1 Begriffe und Gegenstand 8
2.1.1 Versuch einer Definition 8
2.1.2 Kommunikation und Interaktion 10
2.2 Ein Modell zur Kommunikation 11
2.2.1 Das Kommunikationsmodell nach SHANNON und WEAVER 11
2.2.1.1 Elaboration des Modells 12
2.2.1.2 Reziprozität und wechselseitige Kontingenz des Verhaltens 13
2.2.1.3 Ko-orientierung 15
2.2.1.4 Elemente und Wirkgrößen im Kommunikationsprozeß 16
2.3 Botschaften einer Nachricht 20
2.3.1 Die Inhalts- und Beziehungsaspekte der Kommunikation: der Ansatz von WATZLAWICK, BEAVIN und JACKSON 21
2.3.2 Die vier Seiten einer Nachricht: der Ansatz von SCHULZ VON THUN 23
2.4 Materielle Analyse der Kommunikation 25
2.4.1 Verbale Sprache 27
2.4.2 Nichtverbale Sprache 28
2.4.2.1 Paralinguistische Signale 29
2.4.2.2 Nonverbale Signale 31
2.5 Kommunikation im Unterricht 32
2.5.1 Die Grundfunktionen unterrichtlicher Kommunikation 32
2.5.2 Die Verteilung unterrichtlicher Kommunikationsmodalitäten 33
3. Nonverbale Kommunikation 35
3.1 Funktionen nonverbaler Kommunikation 35
3.1.1 Kommunikationsbegleitende Funktionen nonverbaler Ausdrucksmittel 37
3.1.1.1 Redundanz 37
3.1.1.2 Ergänzung 37
3.1.1.3 Betonung als parasyntaktische bzw. paralinguistische Funktion 38
3.1.2 Kommunikationssteuernde Funktionen nonverbaler Ausdrucksmittel 39
3.1.2.1 Koordination als dialogische Funktion 39
3.1.2.2 Substitution als parasemantische Funktion 39
3.2 Das Repertoire nonverbaler Ausdrucksmittel 41
3.2.1 Embleme 41
3.2.2 Illustratoren 42
3.2.3 Regulatoren 44
3.2.4 Affektdarstellungen 45
3.2.5 Adaptoren 46
3.3 Ausgewählte Aspekte der Bedeutung nonverbaler Kommunikation 48
3.4 Widersprüche 51
3.4.1 Ursachen widersprüchlicher Mitteilungen 51
3.4.2 Einige empirische Befunde 53
3.5 Verschiedene Verwendungsbereiche nichtverbaler Kommunikationsmittel 54
3.5.1 Äußerung von Gefühlen 55
3.5.1.1 Klassifizierung von Gefühlen 56
3.5.1.2 Das Enkodieren und Senden von Gefühlsäußerungen 56
3.5.1.3 Dekodieren und Empfangen von Gefühlsbotschaften 58
3.5.2 Äußern von interpersonalen Einstellungen 59
3.5.2.1 Klassifizierung interpersonaler Einstellungen 60
3.5.2.2 Enkodieren und Senden interpersonaler Einstellungen 60
3.5.2.3 Dekodieren und Empfangen von nonverbalen Signalen für interpersonale Einstellungen 62
3.5.3 Mitteilungen über die eigene Persönlichkeit 63
3.5.3.1 Nonverbale Signale, welche Hinweise über die Persönlichkeit geben 63
3.5.3.2 Wahrnehmung einer Persönlichkeit mittels nonverbaler Signale 64
3.6 Der Mikro-Aspekt: das einzelne nonverbale Signal 65
3.6.1 Der Gesichtsausdruck 65
3.6.1.1 Bedeutung und Herkunft mimischen Verhaltens 65
3.6.1.2 Gesichtsausdrücke für Gefühle und interpersonale Einstellungen 67
3.6.1.3 Gesicht und Persönlichkeit 68
3.6.2 Das Blickverhalten 69
3.6.2.1 Allgemeine Bedeutung 70
3.6.2.2 Interpersonale Einstellungen und Blickverhalten 70
3.6.2.3 Aussagen des visuellen Verhaltens über die Persönlichkeit 72
3.6.2.4 Ausdruck von Emotionen über das visuelle Verhalten 72
3.6.3 Gesten und Körperbewegungen 73
3.6.3.1 Das Sprechen begleitende Gesten und Körperbewegungen 73
3.6.3.2 Konventionelle und symbolische Gesten und Körperbewegungen 74
3.6.3.3 Gefühle, interpersonale Einstellungen und Gesten 74
3.6.4 Körperhaltung und Körperorientierung 75
3.6.4.1 Die Körperhaltung als Indikator für interpersonale Einstellungen 76
3.6.4.2 Körperhaltungen und Aussagen über Gefühle und die Persönlichkeit 77
3.6.4.3 Körperhaltung beim Sprechen 79
3.6.5 Verhalten im Raum und interpersonale Distanz 79
3.6.5.1 Soziale Distanz, interpersonale Einstellungen und Persönlichkeit 80
4. Personwahrnehmung, implizite Persönlichkeitstheorien, Urteils- und Erwartungsbildung gegenüber Personen 82
4.1 Bedeutung der Personwahrnehmung 82
4.2 Die Subjektivität von Personwahrnehmung und -beurteilung 82
4.3 Der Prozeß der Personwahrnehmung 84
4.4 Wahrnehmungsverzerrungen 88
4.5 Implizite Persönlichkeitstheorie 90
4.5.1 Implizite Persönlichkeitstheorie als Bestandteil der naiven Verhaltenstheorie 91
4.5.2 Definition der impliziten Persönlichkeitstheorie 93
4.5.3 IPT des Lehrers 96
4.5.3.1 Einfluß der Rolle des Lehrers in der Schule auf seine IPT 96
4.5.3.2 Die Wirkungsweise der Lehrer-IPT 98
4.5.3.3 Dimensionalität und Differenziertheit der IPT des Lehrers 100
4.5.3.4 Die Erwartungsbildung beim Lehrer 102
4.5.3.5 Lehrertypen 108
4.5.4 Schülerkategorisierung 111
5. Kommunikation von Erwartungshaltungen 115
5.1 Einfluß von schülerspezifischen Erwartungshaltungen des Lehrers auf die Lehrer-Schüler-Interaktion 115
5.2 Nonverbale Kommunikation von Erwartungshaltungen 116
5.2.1 Überblick 116
5.2.2 Ein Modell zur Beobachtung unterrichtlicher nonverbaler Lehrerkommunikation von Erwartungshaltungen gegenüber Schülern 119
5.2.2.1 Ein forschungsgeschichtlicher Rückblick: Interaktionsanalyse als Feedback-System - das Unterrichtsbeobachtungsschema nach FLANDERS 120
5.2.2.2 Untersuchung der Interaktion im Englischanfangsunterricht und deren Wirkung auf die Lernleistungen der Schüler: die Studie von WIENOLD, ACHTENHAGEN, VAN BUER u.a. 122
5.2.3 Methodologische Vorüberlegungen zur Entwicklung eines Beobachtungsmodells für die unterrichtliche nonverbale Lehrerkommunikation 123
5.2.4 Technisches Vorgehen 126
5.2.5 Einige Anmerkungen zur Auswertung gewonnener Beobachtungsdaten 134
6. Zusammenfassung 139
6.1 Ergebnisse 139
6.2 Ausblick 141
Abbildungen 143
Literatur 144

Arbeit zitieren:
Höppner, Yvonne Januar 2000: Entwicklung eines Modells zur Beobachtung der unterrichtlichen nonverbalen Lehrerkommunikation von Erwartungshaltungen gegenüber Schülern, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kommunikation, implizite Persönlichkeitstheorie, Personwahrnehmung, Erwartungshaltungen, nonverbale Kommunikation

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