Entwicklung einer Methode zur Zielgruppenbeschreibung mittels Fotografie im Bereich musikalischer Veranstaltungen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Claudia Rauschenbach
- Abgabedatum: Juli 2002
- Umfang: 199 Seiten
- Dateigröße: 12,2 MB
- Note: 1,5
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Merseburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6115-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6115-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6115-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Rauschenbach, Claudia Juli 2002: Entwicklung einer Methode zur Zielgruppenbeschreibung mittels Fotografie im Bereich musikalischer Veranstaltungen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Lebensstil, Konzert, Kultur, Analyse, Leipzig
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Diplomarbeit von Claudia Rauschenbach
Einleitung:
Ziel der Arbeit ist es, der Frage nachzugehen, ob Zielgruppen mittels Fotografie untersucht und analysiert werden können, beziehungsweise welche Vorteile und Informationen sich für Sponsoren daraus ergeben könnten.
Erweist sich die Fotografie als neues Instrument in der Praxis als anwendbar, könnten Sponsoren in Zukunft die gewünschte Zielgruppe und die damit in Verbindung stehenden Veranstaltungshäuser und Musikveranstaltungen an Hand der Fotos auswählen und sponsern. Durch das Erreichen der gewünschten Zielgruppe, wird ein zielgerichtetes und damit optimales Sponsoring möglich.
Gang der Untersuchung:
Die Diplomarbeit ist in drei Abschnitte gegliedert. Im ersten Teil werden soziologische Grundlagen, soziokulturelle Komponenten und der Stand der Forschung bezüglich verschiedener Lebensstiluntersuchungen angesprochen. Weiterhin werden im theoretischen Teil geläufige Untersuchungsmethoden der empirischen Sozialforschung beleuchtet und auf ihre Eignung zur Zielgruppenbeschreibung geprüft. Daraus ergibt sich der Bedarf einer neuen Untersuchungsmethode und die Definition eigener Zielgruppen.
Im zweiten Teil dieser Arbeit wird die empirische Vorgehensweise sowie die Umsetzung der neuen Untersuchungsmethode dargestellt. Der Konzertmarkt Leipzigs, die zu untersuchenden Veranstaltungshäuser und ihre besonderen fotografischen Gegebenheiten werden vorgestellt.
Die Untersuchungsergebnisse der einzelnen Konzerte werden ausgewertet, zusammen gefaßt und mit der Publikumseinschätzung des Veranstaltungshauses verglichen.
Der dritte Teil dieser Arbeit beschäftigt sich mit der Anwendbarkeit der neuen Methode in der Praxis und geht auf mögliche Fehlerquellen und deren Reduktion ein.
Inhaltsverzeichnis:
| Tabellenverzeichnis | 8 | |
| Abbildungsverzeichnis | 11 | |
| Theoretischer Teil | 15 | |
| I. | Einleitung | 15 |
| II. | Soziologische Grundlagen | 17 |
| II.1 | Einführung | 17 |
| II.2 | Begriff Soziologie | 17 |
| II.3 | Lebensstilforschung als soziologisches Element des Marketings | 18 |
| II.4 | Theoriegeschichte der Soziologie von Lebensstilen | 18 |
| II.5 | Soziokulturelle Komponenten | 20 |
| II.5.1 | Begriffe | 20 |
| II.5.2 | Milieu | 20 |
| II.5.3 | Lebensstil | 21 |
| II.5.4 | Zielgruppe | 22 |
| II.5.4.1 | Begriffserklärung | 22 |
| II.5.4.2 | Segmentierung von Zielgruppen | 22 |
| II.5.5 | Zusammenfassung | 24 |
| III. | Stand der Forschung empirischer Lebensstiluntersuchungen | 24 |
| III.1 | Soziologische Untersuchungen | 24 |
| III.2 | Lebensstilforschung durch Pierre Bourdieu | 25 |
| III.2.1 | Inhalt der Studie | 25 |
| III.2.2 | Klassenfraktionen | 26 |
| III.3 | Lebens- und Freizeitstile nach Peter Gluchowski | 26 |
| III.3.1 | Inhalt der Datenerhebung | 26 |
| III.3.2 | Lebens- und Freizeitstile | 27 |
| III.4 | Kulturschemata, Milieustruktur und Untersuchung nach Gerhard Schulze | 28 |
| III.4.1 | Inhalt der Untersuchung | 28 |
| III.4.2 | Schemata | 29 |
| III.4.3 | Milieus | 29 |
| III.5 | Die Sinus-Forschung und das erste gesamtdeutsche Modell der Sinus-Milieus | 30 |
| III.5.1 | Grundlagen des Milieuansatzes | 30 |
| III.5.2 | Die Sinus-Milieus | 31 |
| III.5.2.1 | Gesellschaftliche Leitmilieus | 32 |
| III.5.2.2 | Traditionelle Milieus | 33 |
| III.5.2.3 | Mainstream-Milieus | 34 |
| III.5.2.4 | Hedonistische Milieus | 34 |
| III.5.3 | Zusammenfassung | 35 |
| III.6 | Pierre Bourdieus Auswertungsplan als Grundlage für die Analyse der Fotos | 35 |
| III.7 | Soziale Gruppen und Szenen in den Veranstaltungshäusern | 36 |
| III.7.1 | Grundlagen | 36 |
| III.7.2 | Definition von sozialen Gruppen und Szenen | 36 |
| III.8 | Vergleich der sozialen Gruppen und Szenen mit den Sinus-Milieus | 38 |
| III.8.1 | Grundlegende Betrachtung | 38 |
| III.8.2 | Gegenüberstellung | 39 |
| III.9 | Zusammenfassung | 42 |
| IV. | Geläufige Methoden zur Zielgruppenbestimmung und ihre Anwendbarkeit | 43 |
| IV.1 | Grundüberlegung | 43 |
| IV.2 | Die Befragung | 44 |
| IV.2.1 | Begriffserklärung | 44 |
| IV.2.2 | Das Interview | 44 |
| IV.2.2.1 | Begriffserklärung | 44 |
| IV.2.2.2 | Vorteile | 44 |
| IV.2.2.3 | Nachteile | 45 |
| IV.2.3 | Die schriftliche Befragung | 46 |
| IV.2.3.1 | Begriffserklärung | 46 |
| IV.2.3.2 | Vorteile | 46 |
| IV.2.3.3 | Nachteile | 47 |
| IV.3 | Die Beobachtung | 48 |
| IV.3.1 | Begriffserklärung | 48 |
| IV.3.2 | Vorteile | 49 |
| IV.3.3 | Nachteile | 49 |
| IV.4 | Zusammenfassung der bisherigen Methoden | 50 |
| IV.4.1 | Anwendbarkeit der Methoden zur Zielgruppenbeschreibung | 50 |
| IV.4.2 | Bedarf einer neuen Untersuchungsmethode – Möglichkeit der Zielgruppenbeschreibung mittels Fotografie? | 51 |
| Empirischer Teil | 54 | |
| V. | Vorgehensweise der Untersuchung | 54 |
| V.1 | Methode und Ziel der Untersuchung | 54 |
| V.2 | Vorstellung des Konzertmarktes Leipzig | 55 |
| V.3 | Vorstellung der zu untersuchenden Häuser | 55 |
| V.3.1 | Veranstaltungshäuser | 55 |
| V.3.2 | Moritzbastei | 56 |
| V.3.3 | Werk II | 57 |
| V.4 | Fotografische Gegebenheiten | 57 |
| V.4.1 | Vorüberlegungen | 57 |
| V.4.2 | Equipment und Standpunkt des Fotografen | 58 |
| V.4.2.1 | Vorbereitungen und Standortwahl | 58 |
| V.4.2.2 | Standort in der Moritzbastei | 59 |
| V.4.2.3 | Standort im Werk II | 59 |
| V.5 | Zusammenfassung | 60 |
| Untersuchungsergebnisse | 61 | |
| VI. | Auswertung der Fotos und Einordnung der Konzertbesucher in soziale Gruppen und Szenen | 61 |
| VI.1 | Voruntersuchung | 61 |
| VI.2 | Auswahl der zu analysierenden Personen | 61 |
| VI.2.1 | Auswertungsgrundlagen | 61 |
| VI.2.2 | Rahmen der Auswertung | 62 |
| VI.3 | Auswertung der Fotos von Konzerten in der Moritzbastei | 62 |
| VI.3.1 | Auswertungsbeispiel – Konzert der Band „Elvira“ | 62 |
| VI.3.2 | Auswertung des Konzertes der Band „Garmania“ | 68 |
| VI.3.2 | Auswertung des Konzertes der Band „The Galan Pixs“ | 69 |
| VI.3.4 | Auswertung des Konzertes von „Silje Nergaard & Band“ | 70 |
| VI.3.5 | Auswertung des Konzertes der „Techeles Klezmer Company“ | 72 |
| VI.3.6 | Auswertung des Konzertes der Band „Seabound“ | 74 |
| VI.3.7 | Auswertung des Konzertes der Band „RPWL“ | 75 |
| VI.4 | Auswertung der Fotos von Konzerten im Werk II | 77 |
| VI.4.1 | Auswertung des Konzertes der Band „H-Blockx“ | 77 |
| VI.4.2 | Auswertung des Konzertes der Band „Mesh“ | 78 |
| VI.4.3 | Auswertung des Konzertes der Sängerin „Sarah Connor“ | 80 |
| VI.5 | Zusammenfassung der Konzerte | 81 |
| VI.5.1 | Kriterien der Zusammenfassung | 81 |
| VI.5.2 | Zusammenfassung der Konzerte in der Moritzbastei | 82 |
| VI.5.3 | Zusammenfassung der Konzerte im Werk II | 89 |
| VI.6 | Vergleich des Fragebogens und der Zielgruppen – Nutzen für das Veranstaltungshaus | 95 |
| VI.6.1 | Vergleichende Betrachtung | 95 |
| VI.6.2 | Moritzbastei | 96 |
| VI.6.3 | Werk II | 99 |
| Resümee und Ausblick | 102 | |
| VII. | Anwendbarkeit der Methode in der Praxis | 102 |
| VII.1 | Praxistauglichkeit | 102 |
| VII.2 | Mögliche Fehlerquellen der Methode | 103 |
| VII.3 | Möglichkeiten der Fehlerreduktion | 104 |
| VII.4 | Zusammenfassung der Methode | 105 |
| VII.5 | Schlußwort | 107 |
| Anhang | 110 | |
| Literaturverzeichnis | 195 | |
| Versicherung der selbständig verfaßten Arbeit | 197 |
Persönliche Präferenzen des Beobachters sowie die Gefahr der Verallgemeinerung oder subjektiven Einschätzung der Beobachtung können die Ergebnisse ebenfalls verfälschen. Eine fehlerfreie Beobachtung ist durch die hohe Anzahl der möglichen Beobachtungsfehler fast unmöglich. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß die Beobachtung zwar ein hohes Fehlerpotential aufweist, jedoch durch die Einfachheit und Direktheit der Methode für die spätere Untersuchung in Betracht kommen kann. IV.4 IV.4.1 Zusammenfassung der bisherigen Methoden Anwendbarkeit der Methoden zur Zielgruppenbeschreibung In den vorigen Punkten wurden geläufige Methoden der empirischen Sozialforschung auf ihre Anwendbarkeit zur Zielgruppenbeschreibung untersucht. Bei allen drei genannten Methoden überwiegen jedoch die Nachteile. Allein die Beobachtung wäre auf Grund ihrer relativ einfachen Durchführung und Auswertung eine mögliche, jedoch nicht optimale Methode zur Zielgruppenbeschreibung. Aus diesem Grund soll nun versucht werden eine neue Methode zu entwickeln, die ebenso unkompliziert wie die Beobachtung ist, jedoch weniger Fehler verursacht. [...]
Gleich dem Zahlenbeispiel in Punkt IV.2.2.3 müßten bei einer Konzertveranstaltung mit 500 Besuchern mehr als 50 Fragebögen zur schriftlichen Befragung verteilt werden, da die Rücklaufquote selten 100 % beträgt. Ob die Konzertbesucher bereit sind, den Fragebogen am Konzertabend auszufüllen beziehungsweise wie gewissenhaft sie dies tun, kann im Vorhinein schlecht eingeschätzt werden. Um das Interesse der Probanden zu wahren und um Fehler beim Ausfüllen des Bogens zu vermeiden, sollte sich der Fragebogen auf ein bis zwei Seiten beschränken. Daraus ergibt sich der Nachteil, daß nur die wesentlichsten Punkte abgefragt werden können. Eine weitere Möglichkeit, den Fragebogen zugänglich zu machen, ist die Zusendung per Post. Dazu müßten die Konzertbesucher bereit zur Mithilfe sein sowie Namen und Adresse hinterlassen. Auf Grund der fraglichen Rücklaufquote sollten deutlich mehr als 50 Personen angeschrieben werden. Dabei ist das Porto für die Rückantwort zu berücksichtigen. Bei größeren postalischen Umfragen kann das jeweils doppelte Porto schnell zu hohen Kosten führen. Um Fehler beim Ausfüllen des Fragebogens durch das Konzertpublikum zu vermeiden, müssen die Fragen vor allem eindeutig, kurz und präzise gestellt werden. [...]
Für eine Zielgruppenbeschreibung eignet sich die Methode des Interviews nicht optimal, da sie zu zeitaufwendig ist. Um sich ein objektives Bild der Konzertbesucher machen zu können, bedarf es einer repräsentativen Untersuchungsmenge. Bei der im empirischen Teil folgenden Untersuchung soll diese zehn Prozent, mindestens jedoch 15 Besucher pro Konzert betragen. Die Besucherzahlen der einzelnen Konzerte werden schätzungsweise zwischen 20 und 500 Personen liegen. Sollen die Zielgruppen eines Konzertes mit 500 Besuchern definiert werden, müßten 50 Besucherinterviews durchgeführt, transkribiert und ausgewertet werden. Das hierfür notwendige Personal würde enorme Kosten verursachen. Ein weiterer Punkt, der gegen das Interview als Methode zur Zielgruppenbeschreibung spricht, sind die räumlichen Gegebenheiten bei Konzertveranstaltungen. Vor, während oder nach einem Konzert sind diese für die Durchführung eines Interviews ungünstig. Am Veranstaltungsort müßten Räumlichkeiten zur Interviewdurchführung zur Verfügung gestellt werden. Je nach Umfang der Untersuchung beträgt die Interviewzeit zwischen 30 und 90 Minuten. Es ist zweifelhaft, ob von 500 Konzertbesuchern tatsächlich 50 bereit wären, an einem Interview teilzunehmen. Daher würde es sich empfehlen, die Konzertbesucher langfristig über das Vorhaben zu informieren und um ihre Mithilfe zu bitten. Name und Adresse der zukünftigen Besucher wären notwendig, um mit ihnen in Kontakt treten zu können. Auf Grund der Anonymität ist dies fast unmöglich. Auch bei langfristigen Kartenvorverkäufen verfügt der Veranstalter oder die Kartenvorverkaufsstelle nicht über diese notwendigen Informationen. Als dritter Punkt spricht die Fülle von Interviewinformationen gegen das Interview als Methode zur Zielgruppenbeschreibung. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832461157
Arbeit zitieren:
Rauschenbach, Claudia Juli 2002: Entwicklung einer Methode zur Zielgruppenbeschreibung mittels Fotografie im Bereich musikalischer Veranstaltungen, Hamburg: Diplomica Verlag
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Lebensstil, Konzert, Kultur, Analyse, Leipzig



