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Entwicklung einer Methode zur Cashflow Analyse bei Projektfinanzierungsratings auf Basis eines Copula-Ansatzes

Entwicklung einer Methode zur Cashflow Analyse bei Projektfinanzierungsratings auf Basis eines Copula-Ansatzes
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andriy Hvozdetskyy
  • Abgabedatum: Februar 2010
  • Umfang: 168 Seiten
  • Dateigröße: 3,9 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Darmstadt Deutschland
  • Bibliografie: ca. 50
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-4626-0
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hvozdetskyy, Andriy Februar 2010: Entwicklung einer Methode zur Cashflow Analyse bei Projektfinanzierungsratings auf Basis eines Copula-Ansatzes, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Rating, Copula, Projektfinanzierung, Faltung, Zufallsvariable

Diplomarbeit von Andriy Hvozdetskyy

Einleitung:

Problemstellung:

In einem Artikel des Handelsblatts ‘Projektfinanzierungen: Der Markt bricht ein’ vom 09.06.2009 ließt man: ‘Nach dem Rekordjahr 2008 hat die Finanzkrise nun den Markt für Projektfinanzierungen erfasst. Das Finanzierungsvolumen für Großprojekte wie Autobahnen, Staudämme, Petrochemieanlagen und Solarparks bricht drastisch ein. Viele Spieler ziehen sich zurück, der Markt ist im Umbruch’. Für eine Bank bedeutet dies einen Risikoanstieg und damit einen Anstieg der eigenen Kosten. Hat eine Bank die Finanzierungen eines Projektes übernommen, so muss sie mit dem hohen Risiko kalkulieren. Das Risiko und damit die Vorkalkulation kann mittels Erstellung eines Ratings erfasst werden. Somit besteht ein Anpassungsbedarf der Ratingmodelle.

Unter Projektfinanzierung werden Finanzierungen großer Projekte wie etwa Windkraftanlagen oder Autobahnbau verstanden. Charakteristisch für diese Art von Finanzierungen ist, dass keine anderen Vermögenswerte zur Bedienung des Kapitaldienstes zur Verfügung stehen als die Cashflows aus dem Projekt selbst. Wird ein Ratingsystem mittels eines Experten-Cashflow-Modells aufgebaut, muss davon ausgegangen werden, dass die Cashflows aus dem Projekt nicht vorher bekannt sind, sondern zukunftorientiert geschätzt werden müssen, und somit als Zufallsvariablen angesehen werden müssen. Aber wie kann man das Zusammenspiel zwischen Zufallsvariablen eines Cashflow-Modells in einem Ratingsystem erfassen? Wie kann man ein Ratingsystem bauen? Wie können die Zusammenhänge zwischen den Zufallsvariablen bei der Berechnung eines Ratings berücksichtigt werden?

Zielsetzung:

Aufgrund des Mangels an Daten ist die statistische Analyse der beschreibenden Statistik kein angemessenes Werkzeug für den Aufbau eines Ratings für die Projektfinanzierung. Weiter führt die Wahrscheinlichkeitsanalyse, die sich mit möglichen Sachverhalten und der Quantifizierung ihrer Ungewissheit durch Wahrscheinlichkeiten beschäftigt. Die einer Cashflowanalyse zugrunde liegenden Prozesse sind stark vom Zufall beeinflusst, was zur Unklarheit darüber führt, welche Ereignisse überhaupt möglich sind, und zur Unsicherheit darüber, mit welchen davon man in welchem Ausmaß rechnen kann.

Zurzeit besteht die Problematik beim Projektfinanzierungsrating darin, dass man im Experten-Cashflow-Modell die Eingangszufallsvariablen nur mit Normalverteilungen modellieren kann. Dies liegt darin begründet, dass es nicht möglich ist, komplexe Verteilungen der Eingangsgrößen zu koppeln und daher eine Normalverteilungsannahme für die Eingangsgrößen treffen muss. Diese Arbeit geht der Frage nach, wie man ein Experten-Cashflow-Modell mit nicht normalverteilten Eingangszufallsvariablen konstruieren kann. Insbesondere liegt der Fokus auf der Problematik der Kopplung zweier Zufallsvariablen unter Berücksichtigung der Abhängigkeit. Das Ziel ist also, beliebige Verteilungen mit einer einfachen Korrelation koppeln zu können. Es wird eine Methode zur Cashflow Analyse entwickelt und umgesetzt, mit der man zwei beliebig verteilte Zufallsvariablen addieren bzw. subtrahieren kann, die miteinander gemäß Spearmans Korrelationskoeffizienten korreliert sind. Anschließend wird ein Projektfinanzierungsrating für das quantitative Modul mittels eines Experten-Cashflow-Modells aufgebaut. Die in dieser Arbeit vorgeschlagene Methode zur Cashflow Analyse ist eine neue Methode in dem Projektfinanzierungsrating.

Aufbau der Arbeit:

Kapitel 2 stellt die Grundlagen der Projektfinanzierung vor und bildet somit eine Ausgangsbasis für weitere Ausführungen. Das Kapitel 2 beschäftigt sich mit den Grunddefinitionen, der Struktur, einem Experten-Cashflow-Modell einer Projektfinanzierung sowie mit dem Aufbau eines Projektfinanzierungsratings.

Im folgenden Kapitel wird sehr ausführlich der mathematische Hintergrund beschrieben. An dieser Stelle wollen wir den Leser darauf hinweisen, dass diese Arbeit stark Praxis bezogen ist und sich an einen breiten Leserkreis richtet. Daher enthält diese Arbeit sehr viele Beispiele und es wird u.a. ausführlich auf Grunddefinitionen ausgegangen und bis in die Materie herangegangen. Der Fokus und Kernpunkt der Arbeit liegt in Teilkapitel 4.3. Dort wird der für das Projektfinanzierungsrating neue Ansatz zur Experten-Cashflow-Modell Analyse mittels Copula präsentiert und ausführlich beschrieben.

Im 5. Kapitel findet die Implementierung eines Experten-Cashflow-Modells statt, wie sie bei Projektfinanzierungen zum Einsatz kommen. Zusätzlich erfolgt eine Gegenüberstellung von Vergleich zwischen zwei Ansätzen.

Das letzte Kapitel beinhaltet eine zusammenfassende Schlussfolgerung und einen Ausblick.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis 4
Abbildungsverzeichnis 5
Tabellenverzeichnis 8
1. Kapitel: Einführung 12
1.1 Problemstellung 12
1.2 Zielsetzung 13
1.3 Aufbau der Arbeit 14
1.4 Verfügbarkeit der Daten auf CD-ROM 14
2. Kapitel: Projektfinanzierung 15
2.1 Einführung 15
2.2 Projektfinanzierung 16
2.2.1 Definition 16
2.2.2 Projektfinanzierungsprozess 20
2.2.3 Finanzierungsinstrumente bei Projektfinanzierungen 22
2.3 Entwicklung einer Methode für das Projektfinanzierungsrating 24
2.3.1 Das qualitative Modul 26
2.3.2 Das quantitative Modul 28
2.3.3 Experten-Cashflow-Modell 32
3. Kapitel: Mathematischer Hintergrund 38
3.1 Einführung 38
3.2 Grundbegriffe aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung 38
3.3 Eindimensionale Zufallsvariable 42
3.4 Mehrdimensionale Zufallsvariablen 48
3.4.1 Faltungsansatz 57
3.5 Funktionen von Zufallsvariablen 62
3.5.1 Pearson- und. Spearmans Korrelationskoeffizienten 69
4. Kapitel: Entwicklung eines Copula-Anssatzes 79
4.1 Einführung 79
4.2 Copula 80
4.2.1 Satz von Sklar 81
4.2.2 Normalcopula 85
4.2.3 Parameter einer Normalcopula 87
4.2.4 Konstruktion einer zweidimensionalen Dichtefunktion 90
4.3 Eine Methode für Bestimmung einer Dichte der Differenz zweier beliebig verteilten Zufallsvariablen 107
5. Kapitel: Implementierung 110
5.1 Einführung 110
5.2 Annahmen und Bemerkungen 110
5.3 Projektfinanzierungsrating anhand des Experten-Cashflow-Modells 113
5.3.1 Toy-Cashflow-Modell 114
5.3.2 Berechnung der Parameter für die Lognormalverteilung 116
5.3.3 Gemeinsame Dichtefunktion 117
5.3.4 Dichte der resultierenden Zufallsvariable 117
5.3.5 Parameter einer Normalcopula 118
5.3.6 Erwartungswert der DSCR 119
5.3.7 Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit 119
5.3.8 Zuweisung einer Ratingnote 120
5.3.9 Vergleich von Copula- und Normalverteilung-Ansätzen 123
5.4 Interpretation der Ergebnisse 126
6. Kapitel: Zusammenfassende Schlussfolgerungen und Ausblick 136
Literaturverzeichnis 139
Anhang A: DSCR 144
Anhang B: Lognormalverteilung 147
Anhang C: R-Code für Implementierung 150
Anhang D: Masterskala 169

Eine Textprobe erhalten Sie auf Anfrage

Arbeit zitieren:
Hvozdetskyy, Andriy Februar 2010: Entwicklung einer Methode zur Cashflow Analyse bei Projektfinanzierungsratings auf Basis eines Copula-Ansatzes, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Rating, Copula, Projektfinanzierung, Faltung, Zufallsvariable

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