Die Entwicklung von Marketingkonzepten zur Optimierung von TV-Formaten im Privatfernsehen
Kommunikationspolitik als Sprachrohr des Marketings
- Art: MA-Thesis / Master
- Autor: Maxi Müller
- Abgabedatum: Januar 2004
- Umfang: 120 Seiten
- Dateigröße: 9,8 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Universität Kassel Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8273-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8273-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8273-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Müller, Maxi Januar 2004: Die Entwicklung von Marketingkonzepten zur Optimierung von TV-Formaten im Privatfernsehen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kommunikation, Werbung, Merchandising, Licensing, Productplacement
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MA-Thesis / Master von Maxi Müller
Einleitung:
Der Hauptfilm- und Fernsehmarkt liegt seit vielen Jahren unbestritten in den USA. Die Universal Studios, Paramount und Twentieth Century Fox haben die Amerikanisierung weltweit durchgesetzt. Deutschland stieg nach der Wiedervereinigung zum zweitgrößten TV-Markt auf. Große Zukunftschancen liegen jedoch direkt vor unserer Tür, der europäische Wachstumsmarkt. Der deutsche Film muss nach einem nationalen Erfolg in der zweiten Stufe den europäischen Markt erreichen. Warum in die USA gehen, wenn ein viel größerer Markt doch so nah ist? Des Weiteren dürfen die Ostmärkte nicht vergessen werden. Wir können stolz sein auf unseren so reichhaltigen und qualitativen Fernsehmarkt. Damit das so bleibt, gilt es diesen ständig zu verbessern.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Marketing, also der Entwicklung und dem Absatz filmischer Software unter Wettbewerbsbedingungen und geht dabei besonders auf die Kommunikationspolitik als Teil des Marketingmixes ein. Dabei werden grundlegenden sach-inhaltliche Grundfragen besonders des konzeptionellen Grundsteines der Kommunikationspolitik geklärt. Diese Ausarbeitung unterstreicht, dass klassische Werbung und Kommunikation zu kostenaufwendig sind und dass die Massenkommunikation auf einem veralteten Denkmuster beruht. Die Fernsehbranche hat es bei ihrer werblichen Kommunikation nicht immer leicht, da die Sender es in Deutschland generell mit einem werbefeindlichen Umfeld zu tun haben. Dieses gesamtgesellschaftliche negative werbliche Denken wurde seit den fünfziger Jahren in unseren Köpfen herangezüchtet mit dem Ausgangspunkt, dass Werbung etwas Anstößiges sei. Und natürlich hat sich die Werbung auch verändert. Neue Werbeformen werden ausprobiert und die Konkurrenz im Werbemarkt steigt stetig an.
Es hat sich nicht nur der publizistischer Wettbewerb, welcher die Beschaffung, Verbreitung und Nutzung von Programmen betrifft, verstärkt, sondern auch der ökonomische Wettbewerb, der sich besonders im Kampf um die Werbeeinnahmen zeigt. Durch diese zwei Wettbewerbsformen sind die Medien gezwungen, sich neue Wege zu suchen, um auf ihr Programm aufmerksam zu machen. Außerdem stehen sie vor einem erhöhten Finanzierungsbedarf, weil die stetig steigende Nachfrage nach Programmangeboten nicht mehr aus Werbe- und Gebühreneinnahmen gedeckt werden kann. Durch die Zunahme des Medienangebots hat die Konsumgüterindustrie wiederum mit einer Informations- und Werbeüberlastung der Konsumenten zu kämpfen. Weiterhin kommt für alle Branchen noch eine Marktsättigung in Verbindung mit einer wachsenden Uniformität der Produkte hinzu.
So stellt das zweite Kapitel die Basis dieser Arbeit dar, denn es gilt für die Sender in der Informationsflut zu überleben. Die aktuelle Situation auf dem Werbemarkt sowie die Veränderung der Werbelandschaft werden in Kapitel 3 beschrieben. Kapitel 4 symbolisiert den Übergang zur Praxis und beschäftigt sich ausführlich mit den einzelnen Komponenten des Marketingmix. Das Herz dieser Arbeit stellt das Kapitel 5 dar, welches alle für die Senderpolitik wichtigen Kommunikationsinstrumente beleuchtet. Wie die Sender es dann schaffen, ihre TV-Formate von der Konkurrenz abzuheben und wie die Umsetzung des Marketings im Privatfernsehen realisiert wird, erfährt der Leser im Kapitel 6. Die vorliegende Arbeit basiert auf einer ausführlichen und interdisziplinären Literaturrecherche akademischer sowie angewandter Forschung und versucht Ansatzpunkte für intelligente Strategien für eine erfolgreiche TV-Format Vermarktung aufzuzeigen. Dem Autor ist bewusst, dass dieses Thema in diesem Rahmen nur Ansatzweisen angeschnitten werden kann und ist daran interessiert einzelne Punkte in einer späteren Arbeit zu präzisieren.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Untersuchungsgegenstand und Marktsituation | 1 |
| 2. | Information overload | 3 |
| 2.1 | Informationsüberlastung | 3 |
| 2.2 | Markt- und Produktsättigung | 8 |
| 2.3 | Involvementmodell der Werbewirkung | 10 |
| 3. | Werbekrise | 15 |
| 3.1 | Aktuelle Werbesituation im Fernsehen | 15 |
| 3.1.1 | Sinkende Werbeinvestitionen | 15 |
| 3.1.2 | Werbung als soziales System | 20 |
| 3.2 | Veränderung der Werbelandschaft | 23 |
| 3.2.1 | Qualitative Zunahme | 23 |
| 3.2.2 | Spotebene: neue Werbestile und Werbeformen | 28 |
| 3.2.3 | Werbeblockebene: Ausstrahlungseffekte | 31 |
| 3.2.4 | Programmebene: Ausstrahlungseffekte | 32 |
| 4. | Operatives Marketing | 34 |
| 4.1 | Marketingmix | 34 |
| 4.1.1 | Kommunikationspolitik | 37 |
| 4.1.1.1 | Werbung | 37 |
| 4.1.1.2 | Public Relations | 42 |
| 4.1.1.3 | Verkaufsförderung | 43 |
| 4.1.2 | Life-Service und Mikro-Marketing | 46 |
| 5. | Instrumente der Kommunikationspolitik | 48 |
| 5.1 | Merchandising | 48 |
| 5.1.1 | Definition Merchandising | 48 |
| 5.1.2 | Geschichte des Merchandising/Licensing | 50 |
| 5.1.3 | Fernsehanstalten und Merchandising | 52 |
| 5.1.4 | Merchandising als Instrument im Medienmarketing | 54 |
| 5.1.5 | Kooperation von Medien und Industrie am Beispiel von Harry Potter | 57 |
| 5.2 | Licensing | 58 |
| 5.2.1 | Promotional Licensing | 62 |
| 5.2.2 | Promotional Tie-In | 62 |
| 5.2.3 | Corporate Licensing | 63 |
| 5.2.4 | Trademark Licensing | 63 |
| 5.2.5 | Personality Licensing | 65 |
| 5.2.6 | Character Licensing | 67 |
| 5.2.7 | Event Licensing/Music Licensing | 67 |
| 5.2.8 | Mischformen | 68 |
| 5.2.8.1 | TV Licensing | 68 |
| 5.2.8.2 | Movie Licensing | 69 |
| 5.3 | Productplacement | 69 |
| 5.3.1 | Generic Placement | 71 |
| 5.3.2 | Imageplacement | 72 |
| 5.3.3 | Verbal Placement | 72 |
| 5.3.4 | Tie-In | 72 |
| 5.3.5 | Warehouse | 73 |
| 5.4 | Weitere Below-the-line-Instrumente | 73 |
| 5.4.1 | Cross-Promotion | 73 |
| 5.4.2 | Programmsponsoring | 74 |
| 5.4.3 | Bartering | 75 |
| 5.4.4 | Programming | 76 |
| 5.4.5 | Kinopromotion | 76 |
| 5.4.6 | Audio, Video & Multimedia | 76 |
| 6. | Neue Wege der Sichtbarmachung von TV-Formaten | 77 |
| 6.1 | Marketingpolitische Handlungsoptionen | 77 |
| 6.1.1 | Differenzierung durch Kommunikation | 80 |
| 6.2 | Erlebnismarketing als Marketingansatz | 82 |
| 6.3 | Umsetzung des TV-Programm-Marketing im Privatfernsehen | 88 |
| 7. | Schluss | 90 |
| 8. | Literaturverzeichnis | 95 |
| 9. | Anhang | 99 |
Public Relations sind ein kommunikationspolitisches Instrument, welches in den Unternehmen oft noch unterschätzt wird. „Während Werbung und Verkaufsförderung auf die Profilierung und Aktivierung von Produkten (Leistungen) gerichtet sind, besteht die Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit darin, die ‚Öffentlichkeit’ über das Unternehmen zu informieren und auf diese Weise Vertrauensgrundlagen zwischen Unternehmen und Öffentlichkeit aufzubauen“ (Becker 600). Der spezifische Marketingansatz liegt in der Erkenntnis, dass Kunden nicht nur Produktsicherheit, sondern auch Sicherheit in das Unternehmen haben wollen. Die Öffentlichkeitsarbeit erfüllt somit eine komplementäre Aufgabe zur produktorientierten Werbung und Verkaufsförderung. Der offene Dialog mit der Öffentlichkeit bildet die Grundlage der Pressearbeit und spricht für eine gewachsene [...]
Hohe Kreativität zur Schaffung origineller Werbelösungen ist die Basis einer wirksamen Werbeaussagegestaltung. Ebenfalls kann „ … Werbung auch als angewandte Sozialtechnik angesehen werden, die sich die Einsichten angewandter Verhaltenswissenschaften zu Nutze macht“, wie Becker an einer anderen Stelle hervorhebt (570). Die Werbebotschaften an sich müssen bei der Zielgruppe einen kaufpsychologischen Prozess ausbilden und mit Hilfe der anderen Leistungen als Ergebnis zur Kaufhandlung führen. „Um einen werbepsychologischen Prozess auszulösen, der zu ziel-orientierten Aktualisierungen, Einstellungs- und Verhaltensänderungen (einschließlich Kauf bzw. – intensivierung) bei Zielgruppen führen soll, müssen Werbeaussagen (Werbebotschaften) konkret gestaltet werden“ (Becker 572). Dabei werden die drei Konkretisierungsebenen Gestaltungsart, Gestaltungsform und Gestaltungsmittel unterschieden. [...]
Unter Kommunikationspolitik versteht man Maßnahmen, die der Übermittlung von Informationen mit der finalen Absicht einer Beeinflussung von Wissen, Meinungen, Einstellungen, Verhaltensdispositionen und Verhalten der Konsumente auf der Grundlage kommunikativer Zielsetzungen dienen (Sjurts 153). Die Aufgabe der Kommunikationspolitik besteht in der Schaffung der notwendigen Profilleistung (Bekanntheitsgrad-/Imageleistung). „Für die Profilleistung ist es notwendig, gezielt in Kommunikation zu treten mit wichtigen Ziel- bzw. Anspruchsgruppen des Unternehmens, wie Endabnehmer, Absatzmittlern und Öffentlichkeit“ (Becker 565). Die Kommunikationspolitik wird auch als „Sprachrohr“ des Marketings bezeichnet. Da sich Produktleistungen auf dem Markt immer mehr angleichen, ist es oftmals die Aufgabe der Kommunikationspolitik, Produkte und Märkte zu differenzieren, auch psychologisch, um sich somit Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Das Ziel der Kommunikationspolitik ist es Kenntnisse, Einstellungen sowie Verhaltensweisen der entsprechenden Zielgruppe im Sinne der Unternehmensführung zu beeinflussen. Hierfür werden unterschiedliche Medien und heutzutage auch verstärkt die neue Kommunikationstechnologie (Internet) genutzt. Die Kommunikationspolitik besteht aus drei Basisinstrumente: [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832482732
Arbeit zitieren:
Müller, Maxi Januar 2004: Die Entwicklung von Marketingkonzepten zur Optimierung von TV-Formaten im Privatfernsehen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kommunikation, Werbung, Merchandising, Licensing, Productplacement



