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Entwicklung und Konzeption des E-Learning Moduls "Recruiting" für den Fachbereich BWL

Ein strategisches Pilot-Projekt der FH Koblenz

Entwicklung und Konzeption des E-Learning Moduls "Recruiting" für den Fachbereich BWL
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Evelyn Hohlbein
  • Abgabedatum: Juni 2005
  • Umfang: 100 Seiten
  • Dateigröße: 824,2 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Koblenz Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8965-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8965-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8965-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hohlbein, Evelyn Juni 2005: Entwicklung und Konzeption des E-Learning Moduls "Recruiting" für den Fachbereich BWL, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Blended Learning, Multimedia, virtuell, Personalentwicklung, Online-Studium

Diplomarbeit von Evelyn Hohlbein

Einleitung:

Der Einsatz von Computern als Instrument in der Lehre ist keine Neuerscheinung. Schon in den 1950er Jahren wurde das Konzept der "Computer-assisted Instruction" (CAI) entwickelt und Anfang der 1970er Jahre in Deutschland unter der Bezeichnung des "Computergestützten Unterrichts" eingeführt. Erst durch die Entwicklung von Multi-Media Computern in den 1990er Jahren und die Verbreitung des Internets kam es zu einem neuen Boom in der Wissensvermittlung durch Neue Medien, der seit Anfang des 21. Jahrhunderts mit dem Begriff "E-Learning" bezeichnet wird.

Durch die Entwicklung und die Konzeption von Medien und Instrumenten, die neue Wege der Kommunikation und Information eröffnen, entstehen auch immer wieder neue Möglichkeiten für die Lehre und das Lernen. Auch die schnelle Verbreitung von leistungsfähigeren Computern und die weltweite Vernetzung durch das Internet haben bei der Aus- und Weiterbildung ernorm an Bedeutung gewonnen.

Entgegen allen Erwartungen und Annahmen der Forschung und der Lehre nutzen jedoch bisher die Studierenden die virtuellen Lehrangebote nicht zum Erwerb von neuem Wissen, sondern vor allem zur gezielten Suche nach Informationen sowie zur Wiederholung und zur Überprüfung des eigenen Wissens. Dies zeigen auch die geringen Nutzungszeiten von häufig weniger als zehn Minuten pro Sitzung, wie die Evaluation des virtuellen Lernmoduls "Virtus" der Universität Köln ergab.

Hier stellt sich die Frage, warum die sonst recht innovativ denkenden und handelnden Studierenden im Hinblick auf das Lernen mit dem Zukunftsmedium Internet eher zurückhaltend sind. Ein Grund dafür könnte das bisher noch recht unattraktive und unflexible Angebot von E-Learning Kursen sein.

Um Studierende vom Lernen durch Online-Module zu überzeugen und das Nutzungsverhalten diesbezüglich zu verändern, ist es wichtig, aktive E-Learning Module zu entwickeln. Also nicht nur Texte im Internet zum Selbstausdrucken und E-Mail Kontakt zu den Professoren anstelle von Sprechstunden, sondern die Einbindung von praktischen Übungen und Projektarbeiten, die die Teilnehmer eines E-Learning Kurses individuell oder in Projektteams bearbeiten müssen sowie die Integration von interaktiver Kommunikation zwischen Studierenden, Tutoren und externen Experten.

Auch bietet E-Learning für Hochschulen eine Möglichkeit, dem immer größer werdenden Konkurrenzdruck entgegenzuhalten und die Wettbewerbsfähigkeit untereinander durch innovative Lehrprozesse und individuell angepasste Medien und Instrumente zu gewährleisten.

Interaktiv gestaltete Module ermöglichen zudem eine größere Interdisziplinarität und Internationalität. Unterschiedliche Fachbereiche verschiedener Länder bzw. Hochschulen können durch E-Learning leichter zusammenarbeiten und voneinander bzw. miteinander lernen. Durch diese Entwicklung internationaler Hochschul-Netzwerke erhält die Hochschullehre die Chance, größere Qualität und Attraktivität für die Studierenden zu erhalten und zudem die internationale Zusammenarbeit im Hinblick auf Forschung und Entwicklung auszubauen.

Gang der Untersuchung:

Die Aufgabenstellung dieser Diplomarbeit beinhaltet die Entwicklung und die Konzeption des E-Learning Moduls "Recruiting" am Fachbereich Betriebswirtschaft der Fachhochschule Koblenz.

Das Modul bildet einen Teilbereich des Schwerpunktes Personal- und Bildungswesen ab, welcher den ganzheitlichen Prozess der Personalbeschaffung umfasst. Zudem bietet das Online-Modul die Möglichkeit, durch die Konzeption und Entwicklung weiterer E-Learning Module, den Schwerpunkt Personal- und Bildungswesen zu ergänzen und zu vervollständigen.

Neben dem ganzheitlichen Konzept für das E-Learning Modul "Recruiting", auf das der Fokus dieser Diplomarbeit gerichtet ist, sollen innerhalb der Arbeit die grundlegenden Aspekte des E-Learning erläutert werden, die einzusetzenden Instrumente des Moduls und der chronologische Ablauf dargestellt sowie das ganzheitliche Erscheinungsbild des Moduls entworfen werden.

Die Zielsetzung dieser Arbeit ist die Entwicklung eines interaktiven Lernmoduls für die Studierenden des Studienschwerpunktes Personal- und Bildungswesen unter Einbezug aller Möglichkeiten und Potentiale, die das Medium Internet bietet. Dabei wird besonderer Wert auf die Interaktivität und die Dynamik des Moduls gelegt, denn Texte und Bilder, die selbst auf einer graphisch sehr ansprechenden Plattform angeboten werden, stellen doch nur Texte und Bilder dar. Mit diesen kann der Studierende ebenso gut oder schlecht lernen wie durch Bücher oder ausgedruckte Vorlesungsskripte. Erst die Interaktivität des Mediums Internet soll das Lernen unterhaltsamer, interessanter und auch effektiver gestalten.

Die Nutzer des Moduls "Recruiting" sollen demzufolge nicht nur entscheidende Kenntnisse und Fähigkeiten aus dem Themenbereich der Personalbeschaffung erhalten, sondern auch eine neue Art des Lernens erleben.

Durch die Integration von Multimedia in den Lehrbetrieb soll zusätzlich eine Verbesserung der Qualität des Lernens und der Lehre erreicht werden und damit einhergehend eine Verbesserung der Qualität des Studiums an der Fachhochschule.

Ein weiteres Ziel für die Entwicklung des E-Learning Moduls "Recruiting" ist ein hoher praktischer Anteil an Beispielen und Aufgabenstellungen zum Bereich der Personalbeschaffung. Die Studierenden sollen nicht nur ein umfassendes theoretisches Wissen über den Themenbereich Recruiting erhalten, sondern auch einen praktischen Bezug zur Anwendung und Umsetzung der Theorie in der Wirtschaft bekommen. Durch das unmittelbare Feedback, das die Studierenden auf ihre Lösungsvorschläge der Wochenaufgaben in den Präsenzphasen erhalten, soll zudem der direkte Dialog zwischen den Teilnehmern und den Dozenten unterstützt und gefördert werden.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS I
ABBILDUNGSVERZEICHNIS IV
ANLAGENVERZEICHNIS V
1. Lernen im 21. Jahrhundert - die virtuelle Hochschule 1
2. Aufgabenstellung und Zielsetzung 3
3. Aspekte des E-Learning 5
3.1 Begriffsdefinitionen und Abgrenzung 5
3.1.1 E-Learning 5
3.1.2 Blended Learning 7
3.2 Dimensionen zur Klassifizierung von E-Learning 8
3.2.1 Zeitlicher Aspekt 9
3.2.2 Örtlicher Aspekt 10
3.2.3 Steuernder Aspekt 10
3.3 Hochschulspezifische Aspekte 11
3.4 Didaktische Aspekte 12
3.5 Problemfelder beim Einsatz von E-Learning 13
4. Rahmenbedingungen für die Konzeption des Lehrmoduls 16
4.1 Zielsetzungen des Lehrmoduls 16
4.1.1 Zielgruppe 16
4.1.2 Lernziele 17
4.2 Chronologischer Ablauf des Lehrmoduls 18
4.2.1 Selbststudium 18
4.2.2 Präsenzphasen 19
4.2.3 Teletutoring 20
4.3 Ganzheitliches Erscheinungsbild des Moduls 22
4.3.1 Bildschirmaufteilung 22
4.3.2 Navigation und Orientierung 24
4.3.3 Graphisches Design 25
4.4 Instrumente des Moduls 26
4.4.1 Navigationsinstrumente 27
4.4.1.1 Inhalt 28
4.4.1.2 Notizen 29
4.4.1.3 Lesezeichen 29
4.4.1.4 Drucken 30
4.4.1.5 Glossar 30
4.4.1.6 Hilfe 31
4.4.1.7 Home 32
4.4.1.8 Vor- und Zurück Button 32
4.4.2 Kommunikationsinstrumente 33
4.4.2.1 Diskussionsforen 34
4.4.2.2 Chats 35
4.4.2.3 E-Mail 37
4.4.3 Archiv 38
5. Ganzheitliches Konzept des E-Learning Moduls 39
5.1 Einführende Präsenzphase 39
5.1.1 Kennen lernen der Teilnehmer 40
5.1.2 Einführung in das Lehrmodul 41
5.1.3 Bildung von Projektgruppen 43
5.1.4 Einführung in den Themenbereich Recruiting 44
5.2 Erste Phase des Online-Studiums 45
5.2.1 Theoretischer Inhalt 45
5.2.2 Methoden zur Umsetzung der Inhalte 46
5.2.3 Fallstudienarbeit in Projektgruppen 48
5.3 Zweite Präsenzphase 50
5.3.1 Präsentation der Ergebnisse 50
5.3.2 Gastvortrag 51
5.4 Zweite Phase des Online-Studiums 52
5.4.1 Theoretischer Inhalt 52
5.4.2 Methoden zur Umsetzung der Inhalte 53
5.4.3 Praktische Übung der Teilnehmer 56
5.5 Abschließende Präsenzphase 57
5.5.1 Präsentation der Ergebnisse 57
5.5.2 Evaluation des Moduls 58
6. Fazit und Ausblick 60
Anhang 64
LITERATURVERZEICHNIS 90
QUELLENVERZEICHNIS 91

Automatisiert erstellter Textauszug:

Diskussionsforen, in der Literatur teilweise auch als Newsgroups bezeichnet, ermöglichen einen asynchronen, zeitlich recht flexiblen Informationsaustausch auf fachlicher und auch auf privater Basis. Die Diskussionsbeiträge, auch „Postings“ genannt, werden von den Teilnehmern des Online-Moduls nicht nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wahrgenommen, sondern können auch zeitlich versetzt gelesen und beantwortet werden. Diskussionsforen können sowohl für den gesamten Kurs als auch für festgelegte Projektgruppen eingerichtet werden. Im Diskussionsforum können zum Beispiel Thesen und Kommentare der einzelnen Teilnehmer veröffentlicht werden, die sich jeweils thematisch aufeinander beziehen. Die Studierenden können somit in den Diskussionsforen eigene Einträge veröffentlichen oder bereits vorhandene Einträge ergänzen oder an bestehenden Diskussionen teilnehmen.31 Der Einsatz von Diskussionsforen in virtuellen Lernsituationen muss jedoch gezielt erfolgen. Foren, die wenig besucht werden und die deshalb wenig lebendig oder durch einen unstrukturierten Aufbau [...]

Für aktives E-Learning stehen den Lernenden inzwischen unterschiedliche technische Kommunikationsinstrumente zur Verfügung, die die synchrone und asynchrone Kommunikation ermöglichen. Diese Instrumente unterstützen nicht nur die Kommunikation zwischen Studierenden und Tutoren, sondern ermöglichen auch die Durchführung der Arbeit örtlich getrennter Projektgruppen. Da die Kommunikation eine wichtige Rolle im Lernprozess spielt und die Teilnehmer eines E-Learning Moduls größtenteils ortsverteilt arbeiten, muss der virtuelle Lernraum verschiedene Möglichkeiten für Kommunikation und Kooperation intensiv unterstützen. In virtuellen Lernräumen wird die Kommunikation und Kooperation jedoch sichtlich dadurch erschwert, dass Gestik, Mimik und gemeinsames Hintergrundwissen fehlen und dass es leichter zu Missverständnissen durch die schriftliche Kommunikation kommen kann. Um diese Probleme auszuschalten, sollen zukünftig verschiedene Werkzeuge (Lernnetze, Lernprotokolle und Maßnahmen zur Gruppenwahrnehmung) eingerichtet werden, die sich zurzeit jedoch noch im Entwicklungsprozess befinden.30 [...]

Die Notizen bieten den Teilnehmern des E-Learning Moduls die Möglichkeit, Anmerkungen und Fragen zu einem bestimmten Lerninhalt bzw. zu einem Kapitel direkt im Modul zu speichern und dort auch erneut aufzurufen. Beim Aufrufen dieser Funktion, die sich im linken Bereich der Navigationsleiste befindet, öffnet sich ein separates Fenster. Die Notizen, die der Anwender des Moduls dort hinterlegt, sind wie das Inhaltsverzeichnis des Moduls aufgebaut. Dies stellt zum einen die Übersichtlichkeit aller Einträge sicher und hat zudem den Vorteil, dass sich der Anwender schon an die Struktur des Inhaltsverzeichnisses und damit auch an den Aufbau der Notizen gewöhnt hat. Dies ermöglicht eine einfache und strukturierte Anwendung dieser Funktion. [...]

Arbeit zitieren:
Hohlbein, Evelyn Juni 2005: Entwicklung und Konzeption des E-Learning Moduls "Recruiting" für den Fachbereich BWL, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Blended Learning, Multimedia, virtuell, Personalentwicklung, Online-Studium

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