Entwicklung des Güterverkehrs unter ökologischen Aspekten
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jürgen Stiegeler
- Abgabedatum: Januar 2006
- Umfang: 159 Seiten
- Dateigröße: 2,7 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität Augsburg Deutschland
- Bibliografie: ca. 112
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9881-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9881-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9881-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Stiegeler, Jürgen Januar 2006: Entwicklung des Güterverkehrs unter ökologischen Aspekten, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Güterverkehr, Logistik, Transport, Umwelt, Güterstruktureffekt
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Diplomarbeit von Jürgen Stiegeler
Einleitung:
Funktionierende Verkehrssysteme sind für die moderne Gesellschaft unverzichtbar geworden. Durch die räumliche Flexibilität, die zeitliche Autonomie sowie die soziale Unabhängigkeit werden ethische Werte wie Freiheit, Individualität und Lebensqualität gewährleistet. Zusätzlich bildet die Mobilität von Personen und Gütern die Basis von Wachstum und Beschäftigung.
In den Schwellen- und Entwicklungsländern hat das Wirtschafts- und damit auch das Verkehrswachstum gerade erst richtig begonnen. Ein Nachholen der industriellen Entwicklung kann diesen Ländern nicht verwehrt werden.
Gleichzeitig wächst das Problembewusstsein der Bevölkerung infolge des zunehmenden Verkehrs. Die Auswirkungen auf Mensch und Natur werden immer deutlicher. Anwohner von Verkehrswegen haben mit Gesundheitsproblemen zu kämpfen und die Klimareaktionen bestimmen die Nachrichten. Lange Zeit wurde eine gedankenlose Verkehrsnutzung zum eigenen Wohle toleriert. Als Konsequenz ist die heutige Organisation des Personen- und Güterverkehrs mehr denn je zu hinterfragen.
Dabei stellt sich auf der einen Seite der Personenverkehr als weitaus umfangreicher und damit effektvoller auf die Umweltwirkungen dar. Auf der anderen Seite ist dem Güterverkehr eine wesentlich höhere Intensität der Verkehrs- und Umweltfolgen anzulasten. Da der Güterverkehr überproportional gegenüber dem Personenverkehr anwächst, steht gerade er im Fokus der nachhaltigen Verkehrs- und Umweltpolitik.
Gang der Untersuchung:
Gemäß den ökologischen Problemen soll es Ziel dieser Arbeit sein, die Entwicklung des Güterverkehrs in Deutschland anhand seinen ökologischen Auswirkungen zu untersuchen. Durch eine Analyse der Ursachen und Umweltfolgen können abschließend Handlungsalternativen aufgezeigt werden, die einen erforderlichen Wandel in der Verkehrs- und Umweltpolitik unterstützen.
Zu diesem Zweck gliedert sich die Arbeit in drei Teile:
Im ersten Teil (Kapitel 2) wird zunächst die aktuelle Ist-Situation sowie der bisherige Entwicklungsverlauf des Güterverkehrs beschrieben. Neben der Gesamtentwicklung wird dabei insbesondere auf die unterschiedlichen Verläufe bei den folgenden Verkehrsträgern näher eingegangen: Straßen- und Schienengüterverkehr, Binnenschifffahrt sowie Luftverkehr. Im Mittelpunkt stehen die relevanten Maßgrößen Verkehrsaufkommen, Verkehrsleistung sowie Fahrleistung, die ergänzt um den Modal Split ein aufschlussreiches Bild über die jeweiligen zeitlichen Prozesse geben. Am Ende wird eine zusammenfassende Trendabschätzung für die weitere Entwicklung vorgenommen werden.
Mit den Ursachen, die zu den im ersten Teil beschriebenen Strukturen in der Güterverkehrsbranche geführt haben, beschäftigt sich der zweite Teil (Kapitel 3). Zu diesen zählen die Effekte der Gütermengen, Güterstruktur, Logistik sowie die der Entgeltentwicklung. Darüber hinaus sind bestehende externe Effekte sowie verkehrsträgerspezifische Verkehrswertigkeiten von Bedeutung. Die Rahmenbedingungen werden durch politisch-rechtliche, infrastrukturelle und technische sowie sozio-kulturelle Faktoren gesetzt. Abgeschlossen wird dieser Teil mit einem Überblick über die wesentlichen Ursachen sowie einem Ausblick auf die dadurch zu erwartenden Weiterentwicklungen.
Die ökologischen Auswirkungen des Güterverkehrs sind Bestand des dritten Teils (Kapitel 4). Zunächst soll der Blick auf die für Mensch und Natur bedeutsamen Kohlenstoffdioxid- und Schadstoffemissionen gerichtet werden. Mit dem Verbrauch von natürlichen Ressourcen und Flächen sowie der Emission von Lärm werden weitere Beeinträchtigungen festgestellt. Letztlich kann eine Bewertung der einzelnen Verkehrsträger bezüglich ihrem Anteil an den ökologischen Folgen vorgenommen werden.
Im vierten Teil (Kapitel 5) werden die Handlungsalternativen aufgezeigt, welche einen Richtungswechsel in der Güterverkehrsentwicklung initiieren können. Diese werden gemäß den Leitbildern von Vermeidung, Verlagerung und optimierter Fahrzeugeffizienz in hierarchischer Reihenfolge untersucht und bewertet.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | 1 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 3 | |
| Abbildungsverzeichnis | 4 | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Einführung und Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung und Vorgehensweise | 2 |
| 1.3 | Begriffsbestimmungen | 4 |
| 2. | Ist-Situation und Entwicklung des Güterverkehr | 7 |
| 2.1 | Gesamtentwicklung | 7 |
| 2.2 | Straßengüterverkehr | 11 |
| 2.3 | Schienengüterverkehr | 19 |
| 2.4 | Binnenschifffahrt | 21 |
| 2.5 | Luftverkehr | 22 |
| 2.6 | Fazit | 23 |
| 3. | Ursachen für diese Entwicklung | 26 |
| 3.1 | Gütermengeneffekt | 28 |
| 3.2 | Güterstruktureffekt | 29 |
| 3.3 | Logistikeffekt | 31 |
| 3.3.1 | Arbeitsteilung in der Produktion | 35 |
| 3.3.2 | Zentralisierung der Lagerhaltung | 36 |
| 3.3.3 | Just-in-time-Konzept | 37 |
| 3.4 | Effekte der Entgeltentwicklung | 38 |
| 3.5 | Externe Effekte | 43 |
| 3.6 | Verkehrswertigkeit | 45 |
| 3.7 | Politisch-rechtliche Faktoren | 50 |
| 3.7.1 | Deregulierung und Liberalisierung | 51 |
| 3.7.2 | Privatisierung | 56 |
| 3.7.3 | EU-Osterweiterung | 57 |
| 3.8 | Infrastrukturelle und technisch-organisatorische Faktoren | 61 |
| 3.9 | Sozio-kulturelle Faktoren | 63 |
| 3.10 | Fazit | 63 |
| 4. | Ökologische Auswirkungen | 67 |
| 4.1 | Kohlenstoffdioxid- und Schadstoffemissionen | 69 |
| 4.2 | Ressourcenverbrauch | 73 |
| 4.3 | Flächenverbrauch | 74 |
| 4.4 | Lärmemissionen | 76 |
| 4.5 | Fazit | 77 |
| 5. | Handlungsalternativen | 81 |
| 5.1 | Verkehrsvermeidung und Verkehrsverminderung | 87 |
| 5.1.1 | Auslastungssteigerung und Tourenoptimierung | 89 |
| 5.1.2 | Internalisierung externer Effekte | 92 |
| 5.1.3 | Regionalisierung | 101 |
| 5.1.4 | Güterverkehrszentrum und City-Logistik | 102 |
| 5.1.5 | Verkehrsplanung | 105 |
| 5.1.6 | Telematik | 107 |
| 5.1.7 | Fazit | 109 |
| 5.2 | Verkehrsverlagerungen zwischen den Verkehrsträgern | 109 |
| 5.2.1 | Kombinierter Verkehr | 114 |
| 5.2.2 | Verkehrsbeschränkungen | 118 |
| 5.2.3 | Verkehrspolitische Unterstützung | 120 |
| 5.2.4 | Fazit | 124 |
| 5.3 | Optimierung der Fahrzeugeffizienz | 126 |
| 5.4 | Sonstige Maßnahmen | 128 |
| 5.5 | Fazit | 129 |
| 6. | Ausblick | 132 |
| A. | Literaturverzeichnis | 133 |
| B. | Internetquellenverzeichnis | 140 |
in diesem Zusammenhang die Wirkungen der EU-Erweiterung, aus der eine Kostendegression und verstärkte Wettbewerbsintensität folgte.247 Die Kostenvorsprünge der osteuropäischen Unternehmen betragen bis zu 30%, von denen allerdings Transporte von hochwertigen Gütern in durchgängigen Prozessketten noch nicht adäquat profitieren.248 Der Wettbewerb wird allerdings nicht nur durch die osteuropäischen Unternehmen auf diese Weise gestaltet, sondern auch durch die großen westeuropäischen Unternehmen, welche sich zur Sicherung ihrer Marktanteile sowie zur Expansion in den neuen osteuropäischen Märkten positionieren und die kostengünstigen Rahmenbedingungen ausnutzen.249 Der wachsende Druck führt zu immer restriktiveren ökonomischen Zwängen. Hohe prozentuale Preisnachlässe werden mit dem Hinweis auf die günstigere Konkurrenz offen eingefordert. Die Preissenkungen Ebene führen wiederum auch die zu einer Belebung der die nach Nachfrage, Steigerung der Produktivität und Größenvorteilen.250 Auf europäischer aufgrund entstanden Kosten Wachstumsimpulse, Nachfrage sinkender [...]
die Deutsche Bundespost, die Deutsche Bundesbahn sowie die Lufthansa. Durch die Tatsache, dass sich beinahe sämtliche Infrastrukturnetze im Eigentum der öffentlichen Hand befinden, ergeben sich Probleme bei den Wegekosten sowie der jeweiligen Nutzung.235 Selbst bei den Nichtbundeseigenen Eisenbahnen (NE) befinden sich zahlreiche Anteile im Eigentum des Staates. Von einer Privatisierung kann daher nicht ohne Einschränkungen gesprochen werden. Dies gilt jedoch nicht nur im Hinblick auf die Bahn. Der Staat behält sowohl im Straßengüterverkehr mit staatlichen Betrieben und Werkverkehr als auch im Luftverkehr indirekte Einflussnahme.236 Trotz auftretender inter- und intramodalen Konkurrenzbeziehungen kam es zu keinen nachweisbaren Fehlentwicklungen des Modal Split.237 Auf institutioneller Ebene ist die nach wie vor vorhandene starke Bindung einstigen zwischen der Deutschen Bahn auf AG die und dem Staat problematisch.238 Inwieweit die mangelnde Angebotsoptimierung des Monopolunternehmens Besitzverhältnisse zurückzuführen ist, bleibt allerdings strittig. [...]
Wirkung.228 So konnte mitunter dem Problem der vielen Leerfahrten in diesem Bereich begegnet werden. Gravierend war der Verfall der Transportpreise und die Verschärfung des Wettbewerbs. Die Unternehmen reagieren darauf mit einem verstärkten Trend zu Konzentrationen und Angebotsdifferenzierung.229 Viele kleinere und mittlere Unternehmen konnten bzw. können den Preis- und Qualitätsanforderungen nicht mehr Stand halten. Um Steigerungen bei der Produktivität realisieren zu können, müssen Kooperationen eingegangen werden. Da die Liberalisierung hier insgesamt durchgreifendere Nachwirkungen als im Bahnverkehr nach sich zog, hat sich die Wettbewerbsstellung des Straßengüterverkehrs weiter gefestigt. Für die Bahn hatte die Deregulierung zur Folge, dass ineffiziente Bereiche und Strecken aufgegeben wurden.230 Somit trat das Risiko auf, dass der Anteil am Modal Split daraufhin einbrechen würde.231 Diese Entwicklung hängt entscheidend von der Preispolitik der Bahn ab, bei der sie den ist Konkurrenzkampf für das Jahr mit den die anderen Verkehrsträgern aufnehmen muss. Im Rahmen der europäischen Eisenbahngesetzgebung 2007 vollständige Kabotagefreiheit geplant, um den freien Wettbewerb letztlich auch bei diesem Verkehrsträger zu ermöglichen.232 Bei den Entwicklungsprognosen in Folge der für die sind umweltrelevante zwei Trends zu [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832498818
Arbeit zitieren:
Stiegeler, Jürgen Januar 2006: Entwicklung des Güterverkehrs unter ökologischen Aspekten, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Güterverkehr, Logistik, Transport, Umwelt, Güterstruktureffekt



