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Die Entwicklung der FIFA unter Präsident Havelange

Die Entwicklung der FIFA unter Präsident Havelange
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Rainer Schlösser
  • Abgabedatum: Juli 2000
  • Umfang: 285 Seiten
  • Dateigröße: 4,8 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Deutsche Sporthochschule Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5796-9
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5796-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schlösser, Rainer Juli 2000: Die Entwicklung der FIFA unter Präsident Havelange, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: FIFA, Haverlange, Fußball, WM, Blatter

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Diplomarbeit von Rainer Schlösser

Unter dem Dach der »Fédération Internationale de Football Association« (FIFA), des Weltfußballverbandes, entwickelte sich das Fußballspiel zur Sportart Nummer 1 in der Welt. Unter der Führung von João Havelange, ihrem langjährigen Präsidenten, wurde die FIFA zur Sportorganisation Nummer 1 in der Welt. Die 24-jährige Präsidentschaft des Brasilianers, in der der Weltverband seinen rasanten Aufschwung erlebte, ist das Thema dieser Arbeit mit dem Titel »Die Entwicklung der FIFA unter Präsident Havelange«.

Die Arbeit hat folgende Ziele:

die FIFA und ihren Präsidenten João Havelange vorzustellen; die rasante Expansion der FIFA im letzten Vierteljahrhundert zu dokumentieren; den Einfluss Havelanges auf diese Entwicklung zu durchleuchten; die Faktoren darzustellen, die für die Expansion ausschlaggebend waren (Entwicklungsprogramme, Neu-Aufnahme von Verbänden, inflationäre Ausweitung der Wettbewerbe, Verkauf der TV- und Marketing-Rechte); wichtige Problemfälle zu vertiefen (Machtkämpfe innerhalb der FIFA, Aufnahme Chinas und Südafrikas, Praktiken bei der Vergabe der WM's, Kampf um TV- & Marketing-Rechte).

Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG 1
1.1 Thema und Ziel 1
1.2 Aufbau der Arbeit 2
1.3 Quellen 3
2. FIFA - DER WELTFUßBALLVERBAND 5
2.1 Die FIFA heute: Eine Übersicht 5
2.1.1 Die Statuten 7
2.1.2 Der Kongress 8
2.1.3 Das Exekutivkomitee 8
2.1.4 Die Kommissionen 11
2.1.5 Das Generalsekretariat 13
2.1.6 Die Konföderationen 14
2.1.7 Die Nationalverbände 17
2.2 Die Geschichte der FIFA 18
2.2.1 Die Gründung der FIFA 19
2.2.2 Die Präsidenten der FIFA 21
3. JOÃO HAVELANGE 31
3.1 Zur Person 31
3.2 Der Weg an die Spitze 38
3.3 Die Wahl 1974 46
3.4 Fünf Wiederwahlen und der Abschied 49
3.5 Blatter wird Havelanges Nachfolger 57
4. DIE FIFA UNTER HAVELANGE 66
4.1 Die Entwicklungsprogramme 66
4.2 Die Expansion 74
4.2.1 Problemfall 1: China oder Taiwan? 77
4.2.2 Problemfall 2: Südafrika 85
4.3 Die Wettbewerbe 101
4.3.1 Die Fußballweltmeisterschaft 101
4.3.2 Die Olympischen Fußballturniere 132
4.3.3 Die Jugend-WM's 143
4.3.4 Die WM der Frauen 147
4.3.5 Die Hallen-WM 150
4.3.6 Der Confederations Cup 151
4.3.7 Die Klub-WM 152
4.4 Finanzen, TV & Marketing 155
4.4.1 Die Marketingrechte 158
4.4.2 Die Fernsehrechte 164
4.4.3 Das finanzielle Erbe 174
5. FAZIT 176
5.1 Kritischer Rückblick 183
5.2 Kritischer Ausblick 185
6. ZUSAMMENFASSUNG 187
7. ANHANG 190
7.1 Curriculum Vitae João Havelange 191
7.2 Die wichtigsten FIFA-Termine 1974 - 1998 194
7.3 Wichtige Personen 203
7.4 Das Exekutivkomitee 206
7.5 Kommissionen und Rechtsorgane 208
7.6 Die Verbände 209
7.7 Tabellenverzeichnis 218
7.8 Verzeichnis der Abkürzungen 219
7.9 Literaturverzeichnis 228
7.10 Protokoll der Gründungsversammlung 259
7.11 Die Statuten der FIFA 263

Automatisiert erstellter Textauszug:

schluss Südafrikas vorzuschlagen. Der Antrag der Exekutive fand beim Kongress Mitte Juli 1976 in Montreal Anklang. FASA-Präsident Marais bat zwar noch um eine Gnadenfrist für seinen Verband, doch gegen die Stimmen der restlichen afrikanischen Verbände hatte er keine Chance. Von den stimmberechtigten anwesenden 100 Delegierten votierten 78 für den Ausschluss Südafrikas, 9 dagegen. Damit war Südafrika 66 Jahre nach seiner erstmaligen Aufnahme in den Weltverband von der FIFA ausgeschlossen. Nach dem Ausschluss Kritik am Kongress 1976 und am Auftreten der afrikanischen Verbände kam von den europäischen Abgeordneten. Man könne sich „des Eindrucks nicht erwehren, daß viele Delegierte nur kommen, um politische Hausaufgaben zu erfüllen”,313 sagte der damalige DFBGeneralsekretär Hermann Joch. Andere Europäer sahen wegen der zunehmenden Macht der Afrikaner „für die Zunkunft der FIFA im wahrsten Sinne des Wortes schwarz” und monierten, dass „aus der dritten Welt zum FIFA-Kongreß nicht Fußballfunktionäre geschickt werden, die ein bißchen was von der Politik verstehen, sondern Politiker, die am Rande auch der Fußball interessiert.”314 Sportlich und den Statuten des Weltverbandes folgend war die Entscheidung gegen Südafrika allerdings logisch. Selbst Vivian Granger, Manager der betroffenen Profi-Liga NFL, sah den Ausschluss als verdient an.315 In den Jahren nach dem Ausschluss stritten die verschiedenen südafrikanischen Verbände um die Vorherrschaft im Fußballsport des Landes; jede Organisation sah sich als berechtigt an, Südafrika als neues Mitglied des Internationalen Fußballverbandes zu repräsentieren. Im November 1976 bildete sich aus den vier Verbänden FASA [...]

nen südafrikanischen Fußballverbände. Cavan berichtete dem Exekutivkomitee von einem erstmals organisierten Spiel einer multirassischen südafrikanischen Mannschaft gegen ein argentinisches Team. Auch sei seine Delegation von Sportminister Koornhof empfangen worden, der „zuerst recht aggressiv gewesen sei, schliesslich aber die Bereitwilligkeit der Regierung, ihre Politik zu ändern, zugesagt habe”.309 Präsident Havelange erinnerte daran, dass man auf Grund der Statutenänderung dem Kongress einen Antrag auf Ausschluss der FASA unterbreiten müsse. Nach der Sitzung informierte Generalsekretär Käser die FASA vom ExCo-Beschluss und unterstrich, dass der Verband vom Kongress ausgeschlossen werde, wenn es bis dahin keine Dachorganisation gebe, in der auch die SASF Mitglied sei und in der gemischte Teams spielen könnten.310 SASF-Präsident Middleton verschickte derweil ein Rundschreiben an alle FIFA-Mitgliedsverbände, in dem er seine Position darstellte. Sein Verband sei die einzige nicht-rassistische Organisation des Landes; die FASA halte jedoch weiterhin am System der Apartheid fest und müsse deshalb am nächsten FIFA-Kongress ausgeschlossen werden.311 Kurz vor dem Kongress traf sich die Exekutive in Montreal zu ihrer Sitzung. Präsident Havelange betonte, dass Südafrika nun seit zwölf Jahren suspendiert sei und dass die Angelegenheit endlich erledigt werden solle. Delegationsleiter Cavan schlug eine Konferenz mit allen Parteien des Landes vor, doch im Exekutivkomitee herrschte die Meinung vor, dass Südafrika Zeit genug gehabt habe, seine Haltung zu ändern. Havelange erklärte, der Ausschluss werde „den Südafrikanern klar machen, dass etwas Positives geschehen müsse, wenn sie in die FIFA zurückzukehren wünschten.”312 Das Komitee beschloss einstimmig, dem Kongress den Aus- [...]

Generalsekretär Ramlall.304 Nun schaltete sich auch das South African Council on Sport ein, der nationale Sportverband der Schwarzafrikaner, der geführt wurde von SASF-Präsident Middleton. Man sei der Überzeugung, dieser multinationale Wettbewerb der FASA sei nichts als ein Turnier, bei dem eine Rasse gegen eine andere kämpfe.305 Von südafrikanischer Regierungsseite wurde unterdessen wieder eine härtere Gangart angeschlagen. Sportminister Koornhof betonte in einer Rede vor dem Parlament in Kapstadt, die Sportpolitik seiner Regierung werde den Prinzipien der Apartheid treu bleiben. Er „warnte alle Gruppen, die über den Sport versuchten, die Regierung von dieser Politik abzubringen.”306 Das Exekutivkomitee verschob den Südafrikabesuch um ein Jahr auf März 1976. Kurz vor der Reise der FIFA-Delegation versuchte die 'schwarze' SASF, Nägel mit Köpfen zu machen. Sie beantragte bei der FIFA offiziell den Ausschluss der FASA und die Aufnahme ihres Verbandes. SASF-Generalsekretär Ramlall informierte auch die Delegation und betonte, dass ihre Organisation 80% der Bevölkerung repräsentiere und dass die FASA lediglich versuche, den Status Quo der 'weißen' Kontrolle des Fußballsports in Südafrika zu erhalten.307 Delegationsleiter Harry Cavan, nordirischer FIFA-Vizepräsident, sagte zu, das Anliegen der SASF zur Sprache zu bringen.308 FIFA-Generalsekretär Käser jedoch dämpfte die Hoffnungen: Den Antrag auf Ausschluss eines Verbandes bei einem Kongress könnten nur Mitgliedsverbände stellen. Im März 1976 besuchte die dreiköpfige Kommission die verschiede- [...]

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Arbeit zitieren:
Schlösser, Rainer Juli 2000: Die Entwicklung der FIFA unter Präsident Havelange, Hamburg: Diplomica Verlag

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