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Entwicklung von Erfolgskriterien für Produktinnovation

Unter besonderer Berücksichtigung von Marken- und Imageaspekten am Beispiel der Automobilindustrie

Entwicklung von Erfolgskriterien für Produktinnovation
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Klemens Meyer
  • Abgabedatum: Mai 2005
  • Umfang: 125 Seiten
  • Dateigröße: 755,9 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Osnabrück Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8812-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8812-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8812-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Meyer, Klemens Mai 2005: Entwicklung von Erfolgskriterien für Produktinnovation, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Produktinnovationen, Erfolgsfaktoren, Markenführung, Hybridantrieb, Experteninterviews

Diplomarbeit von Klemens Meyer

Einleitung:

Innovationen sind der Wachstumsmotor der Wirtschaft und stellen gleichzeitig den Schlüsselfaktor für mehr Wettbewerbsfähigkeit dar. Gerade für die deutsche Automobilindustrie trifft dies zu, da keine andere Branche in Deutschland im Jahr 2004 mit Gesamtaufwendungen von insgesamt 24 Milliarden Euro so stark in Innovationen investiert hat. Das sind 34 Prozent der gesamten Innovationsaufwendungen der deutschen Industrie, wobei ungefähr jeder siebte Arbeitsplatz direkt oder indirekt von der Automobilindustrie abhängt. Hierdurch wird verdeutlicht, wie überproportional die deutsche Automobilindustrie in Innovationen investiert, was außerdem noch dadurch untermauert wird, dass die Branche mit 3300 Patentanmeldungen bei den Erfindungen weltweit führend ist. Die Bedeutung von Innovationen wird allerdings auch durch die weiter verschlechternden Rahmenbedingungen umso wichtiger. Der unerwartet hohe Eurokurs trifft besonders die Hersteller hart, die sich nicht durch Währungsabsicherungen dagegen wenigstens vorübergehend abgesichert haben, oder die nicht über Produktionsstätten in den USA ein natürliche Währungsabsicherung betreiben. Die Globalisierung schreitet weiter voran, was die Lohnkosten in Deutschland weiter unter Druck setzt, wie die letzten Tarifverhandlungen von DaimlerChrysler und VW gezeigt haben. Auch der dramatische Anstieg der Stahlpreise, der eine Folge des China-Booms ist, führt zu weiter ansteigenden Kosten. Demgegenüber stagniert der Automarkt in den Triademärkten Europa, den USA und Japan nun schon seit einigen Jahren, so dass es bei einigen Herstellern zu markanten Überkapazitäten gekommen ist, allen voran Opel. Die Folge ist ein globaler Verdrängungswettbewerb, bei dem sich in den nächsten 10 Jahren die Anzahl der unabhängigen Automobilhersteller von 12 auf voraussichtlich 10 weiter reduzieren wird.

In Deutschland zeigt sich dabei allerdings ein zweigeteiltes Bild. Die Premiummarken BMW, Porsche und Audi können Absatzrekorde vermelden, während bei Volumenherstellern wie Opel und VW massive Kostensenkungen erzielt werden müssen, wie die ungefähr 10.000 gestrichenen Stellen bei Opel verdeutlichen. Das Geheimnis der Premiummarken liegt neben ihrem bisherigen Wachstumssegment vorrangig an ihren intensiven Investitionen in Innovationen, die der Kunde bereitwillig mit Premiumpreisen zahlt. Die Volumenhersteller dagegen erliegen in ihrem preissensiblen Marktsegment einem extremen Preiskampf, wie gewährte Rabatte in mehreren Tausend Euro bzw. Dollar zeigen. Deshalb bleibt es unerlässlich, dass besonders die deutschen Volumenhersteller ihre Kostenstrukturen weiter optimieren und effizienter gestalten, um dem globalen Wettbewerb stand zu halten.

Neben Innovationen besitzt auch die Bedeutung der Marke einen hohen Stellenwert. Eine starke Marke zu besitzen ist ein zentraler Erfolgsfaktor, der sich im Käuferverhalten und damit in den Absatzzahlen widerspiegelt. Die Marke bietet dem Konsumenten eine Orientierungsfunktion und durch das Vertrauen in die Marke bekommt er das gute Gefühl, sich für das richtige Auto zu entscheiden. Bei attraktiven Marken erhält er außerdem noch das entsprechende Prestige mitgeliefert. Der Hersteller kann durch eine starke Marke beim Käufer Präferenzen bilden und sich gleichzeitig gegen Wettbewerber differenzieren, wodurch eine höhere Preisbereitschaft beim Konsumenten erzielt wird. All diese Vorteile zur Steigerung des Umsatzes wären ohne Marke praktisch nicht denkbar. Hierdurch wird verdeutlicht, dass ein Auto ohne Marke deutlich weniger Wert darstellt. Veranschaulicht wird dies durch den Verkauf der beiden Luxusmarken Rolls Royce und Bentley an BMW bzw. an VW. BMW hatte frühzeitig die Markenrechte an Rolls Royce für ca. 40 Mio. Pfund gekauft, ohne dabei auch die Produktionsstätten von beiden Herstellern gekauft zu haben, die von VW aufgekauft wurden. Da VW also trotz Besitz der Produktionsstätte kein Auto unter dem Namen Rolls Royce auf dem Markt bringen konnte, hatten diese Anlagen für VW nur noch geringen Wert und es wäre nicht vorstellbar gewesen, ein Auto mit dieser traditionsreichen Produktionsstätte unter einem anderen Namen zu vermarkten. Also einige man sich, dass Rolls Royce an BMW ging und VW sich mit Bentley begnügte. Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, welchen Wert nur der Name einer starken Marke besitzt. Wie wichtig eine starke Marke ist, zeigt sich auch in Krisenzeiten. Allein durch eine starke Marke können Automobilhersteller so manche Krise viel leichter überstehen, wie das Elchtest-Desaster der ersten A-Klasse von Mercedes gezeigt hat. Sicherlich hatte besonders viel zum positiven Ausgang beigetragen, dass Mercedes die Produktion gestoppt und den Fehler durch technische Nachbesserungen beseitigt hatte, also mit dem Eingeständnis eines Fehlers und deren Beseitigung reagiert hatte. Dennoch hätte bei einer schwachen Marke das Image viel langfristiger beschädigt werden können, während Mercedes diese Krise unbeschadet überstanden hatte und laut ADAC AutoMarxX 2004 wieder die Nr. 1 der imagestärksten Marke darstellt. Ein positives Image trägt wiederum zur Stärkung der Marke bei. Die Positionierung des Markenimages erhält dabei eine immer wichtigere Bedeutung, um sich von den Wettbewerbern deutlich zu differenzieren.

Problemstellung:

Es ist eine in vielen empirischen Studien nachgewiesene These, dass eine verstärkte Innovationstätigkeit zu mehr Unternehmenserfolg führt. Mit Sprunginnovationen kann man sich deutlicher vom Wettbewerber differenzieren, wodurch man sich zumindestens vorübergehend einen Wettbewerbsvorsprung und dadurch quasi eine Monopolstellung sichern kann. Ohne nennenswerte Wettbewerber lassen sich für begehrte Produkte höhere Preise erzielen. Folglich sind Sprunginnovationen, für die der Kunde einen hohen Kundenutzen erkennt, auch mit hohen Renditen besonders rentabel. An dieser Stelle wird allerdings die Frage aufgeworfen, ob Produktinnovationen nur zur direkten Steigerung des Unternehmensgewinnes beitragen können, oder ob sich noch ein weiterer Nutzen ergibt, der vielleicht viel langfristiger gedacht ist. Eine Momentaufnahme der Unternehmensgewinne mit einer guten Liquidität sagt noch nichts über den langfristigen Erfolg eines Unternehmens aus. Ein einzelnes Produkt kann erfolgreich sein, aber wenn die langfristige strategische Planung nicht stimmig ist, kann der Erfolg nur von kurzer Dauer sein. Auf den langfristigen Erfolg kommt es also an, zu dem die Markenführung einen entscheidenden Beitrag leisten kann. Einmal getroffene Entscheidungen, wie z.B. eine Markenausdehnung nach oben oder unten, können nicht in Kürze wieder revidiert werden. Daher stellt die Markenführung eine langfristige Planung dar, bei der es viele Jahre dauern kann, bis man eine angestrebte Markenpositionierung erreicht hat. Angesichts dieser Aspekte stellt sich die Frage, ob Produktinnovationen auch zu einer langfristigen erfolgreichen Markenführung beitragen können und ob sie gezielt zur Stärkung einer Marke eingesetzt werden können? Können Produktinnovationen das Image eines Herstellers maßgeblich positiv beeinflussen, was wiederum eine positive Auswirkung auf die Marke hat? Was macht Produktinnovationen erfolgreich, um damit besonders die Marke und das Image eines Automobilherstellers zu stärken? Immer wieder engagieren sich Automobilhersteller mit Fahrzeugen, in denen Sie scheinbar ihre technologische Kompetenz unter Beweis stellen wollen, während Wettbewerber deren wirtschaftlichen Erfolg in Frage stellen. Etwa so wie beim Toyota Prius, einem Fahrzeug mit Hybridantrieb, einer Kombination aus Benzin- und Elektromotor. Ist es nur die Zurschaustellung einer neuen Technologie, die anfangs von vielen Wettbewerbern noch nicht für ernst genommen wurde, oder sind es langfristige strategische Überlegungen, die Toyota dazu bewegt hatte, diese Technologie als erster Hersteller in ein Serienfahrzeug einzuführen?

Können Produktinnovationen beim zielgerichteten Einsatz eine deutliche Steigerung des Markenwertes bewirken, der ein entscheidendes Kriterium für den langfristigen Erfolg einer Marke darstellt? Aufgrund der Aktualität dieser Fragestellung trifft die Aufgabenstellung dieser Diplomarbeit im Moment als das absolut neueste Thema in der Automobilindustrie den Trend der Zeit, wie der Automobilexperte Silvio Schindler, Partner bei Roland Berger Strategy Consultings in einen Interview vom 14.03.05 bemerkt hatte. Deshalb ist das Thema dieser Arbeit von besonderem Interesse, weil es die Aspekte Produktinnovation und Markenführung miteinander verbindet, um gemeinsam zum Erfolg einer Marke und damit zum Unternehmenserfolg beizutragen. Durch die Beachtung der erarbeiteten Erfolgskriterien und der daraus resultierenden Handlungsempfehlungen können Produktinnovationen zielgerichtet eingesetzt werden, um einen möglichst hohen Beitrag zur Stärkung einer Marke zu leisten.

Problemstellung:

Da Produktinnovationen allerdings nicht nur Chancen, sondern teilweise auch erhebliche Risiken des Misserfolgs in sich bergen, ist es von besonderem Interesse, die Kriterien für erfolgreiche Produktinnovationen zur Steigerung des Markenwertes zu kennen, um dadurch massive Fehlinvestitionen zu vermeiden. Wenn bei der Gestaltung der Produktinnovationen diese Erfolgskriterien berücksichtigt werden, lassen sich zwei Ziele gleichzeitig erreichen: Ergebnisorientierte Einführung von Produktinnovationen und eine Steigerung des Markenwertes, was wiederum zur Verbesserung des langfristigen Erfolges beiträgt. Das vorrangige Ziel dieser Arbeit ist es, diese Erfolgskriterien zu identifizieren, um daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten, die zu einer erfolgreichen Einführung von Produktinnovationen unter dem Marken- und Imageaspekt führen. Dabei steht im Vordergrund, Produktinnovationen als Mittel zur Markenführung zu betrachten. Es wird nicht in erster Linie der Frage nachgegangen, welche Kriterien Produktinnovationen ganz allgemein zum Erfolg verhelfen. Weiterhin erfolgt eine Beschränkung auf Produktinnovationen. Es werden keine Prozessinnovationen oder Innovationen irgend einer anderen Art betrachtet, die auf einen effizienteren Einsatz der vorhandenen Ressourcen hinwirken. Ferner wird auch die Umsetzung von Produktinnovationen nur am Rande beleuchtet und insbesondere nur dann, wenn Marken- und Imageaspekte hiervon direkt betroffen sind. Darüber hinaus werden vorrangig Innovationen mit hohem Innovationsgrad in der Analyse betrachtet. Bei den verschiedenen und zahlreichen Einflussgrößen zur erfolgreichen Markenführung werden vorrangig Produktinnovationen betrachtet, wobei lediglich noch der Stellenwert im Vergleich zu anderen Faktoren berücksichtigt wird. Die gesamte Arbeit beschränkt sich dabei ausschließlich auf die Automobilindustrie.

Gang der Untersuchung:

Nach der Einführung in das Thema werden zunächst die theoretischen Grundlagen zu Produktinnovationen und zur Markenführung erläutert. Als Primäranalyse wird danach ein Vergleich von Forschungs- und Entwicklungs-Aufwendungen ausgewählter OEMs mit der Markenstärke, dem Markenimage und dem Unternehmenserfolg gezogen, um mögliche Zusammenhänge zwischen Innovationsaufwendungen und der Steigerung des Markenwertes zu analysieren. Im Anschluss daran erfolgt der Hauptteil der Analyse durch eine empirische Untersuchung der Erfolgsfaktoren, zu dessen Zweck Experteninterviews zur Themenstellung durchgeführt wurden, um den effektiven Einsatz von Produktinnovationen zur Steigerung des Markenwertes zu analysieren. Es wurde dieses Mittel der Analyse gewählt, weil die Aussagen einiger speziell ausgewählter Experten durch ihr komprimiertes Wissen stellvertretend für eine Vielzahl von befragten Personen steht. Da keine Experten von Automobilherstellern für ein Interview gewonnen werden konnten, wurde auf eine breitere Auswahl verschiedener Unternehmensberatungen mit Automobilexperten zurückgegriffen, um ein möglichst ausgewogenes Meinungsbild aus der Außensicht für alle OEMs zu erreichen, ohne dabei nur die Sicht eines einzelnen Herstellers zu betrachten. Dabei kommen u. a. renommierte Automobilexperten wie die Senior Market Analysten Philipp Rosengarten und Christoph Stürmer von Global Insight Automotive Group als Autoren des Buches „Premium Power”, sowie Silvio Schindler als Partner bei Roland Berger Strategy Consultants und weitere Interviewpartner von Unternehmensberatungen wie AT Kearney und Polk Marketing Systems zu Wort, die alle ein umfassendes Expertenwissen einbringen. Anschließend wird das derzeitig sehr aktuelle Fallbeispiel des Hybridantriebes von Toyota und Lexus analytisch betrachtet, um die vorher gewonnenen Erkenntnisse zu überprüfen und an diesem anschaulichen Beispiel zu verdeutlichen. Gleichzeitig werden am Beispiel des Hybridantrieb die langfristig strategischen Überlegungen von Produktinnovationen zur Steigerung des Markenwertes betrachtet. Weiterhin wird die Innovationsgeschwindigkeit im Fall der IT-Innovationen bezüglich Chancen und Risiken kurz betrachtet. Basierend auf den Ergebnissen der Analyse werden im vierten Kapitel Handlungsempfehlungen für einen effektiven Einsatz von Produktinnovationen zur Stärkung der Marke ausgesprochen, die gleichzeitig zum Ziel haben, zielgerichtete Produktinnovationen als wirkungsvolles Mittel der Markenführung darzustellen. Schließlich werden die Erkenntnisse in einer Schlussbetrachtung zusammengefasst.

Abstract:

This diploma thesis has the subject of analysing product innovations as a contribution to successful brand management. Research and development expenses from selected OEMs has been compared with brand value , brand image and company profit as a primary analysis in order to analyse possible coherences. The effective application of product innovations for increasing the brand value has been analysed as main analysis in an empirical survey of success factors by expert interviews with well known management consultings. Afterwards the hybrid drive from Toyota and Lexus has been analytically contemplated as a case study in order to verify and illustrate the earlier analysis results. Furthermore the speed of innovation regarding chances and risks in the case of IT-innovations gets shortly analysed. Advise for recommendation has been given for effective application of product innovations based on the analysis results in order to strenghten the brand. Finally the knowledge gets summurised in a final conclusion.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
Zitat über Innovation VII
1. Einführung 1
1.1 Einführung in die Aufgabenstellung 1
1.2 Problemstellung 3
1.3 Zielsetzung und Abgrenzung 4
1.4 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit 4
2. Theoretische Grundlagen 6
2.1 Produktinnovationen 6
2.1.1 Bedeutung von Produktinnovationen für die Automobilindustrie 6
2.1.2 Produktinnovationen durch marketing pull und technology push 7
2.1.3 Grundlegende Erfolgsfaktoren für Produktinnovationen 8
2.1.4 Einfluss des Innovationsgrades auf den Unternehmenserfolg 12
2.1.5 Innovationsneigung: Pionier- und Folgerstrategie 13
2.2 Markenführung 15
2.2.1 Grundsätze der Markenführung 15
2.2.2 Erfolgsfaktoren für Marken 18
2.2.3 Markenführung von Massen- und Premiummarken 21
3. Analyse von Erfolgsfaktoren für Produktinnovationen als Beitrag zur erfolgreichen Markenführung 22
3.1 Analytischer Vergleich der Markenwerte und Markenimage mit FuE-Aufwendungen einzelner Automobilhersteller in Bezug auf deren Unternehmenserfolg 22
3.1.1 Vergleich der Markenwerte nach Interbrand 22
3.1.2 Vergleich der Imageprofile von manager-magazin 24
3.1.3 Forschungs- und Entwicklungs-Aufwendungen 25
3.1.4 Entwicklung der Unternehmenserfolge 26
3.1.5 Vergleich der Imagebewertung nach ADAC-AutoMarxX 27
3.1.5.1 Markenstärke nach ADAC-AutomarxX 27
3.1.5.2 Markenimage nach ADAC-AutomarxX 28
3.1.5.3 Kundenzufriedenheit nach ADAC-AutomarxX 28
3.1.5.4 Produkt-Stärke nach ADAC-AutomarxX 29
3.1.5.5 Trend-Barometer Marke nach ADAC-AutomarxX 29
3.1.6 Zusammenfassung der Ergebnisse und Interpretation 30
3.2 Empirische Untersuchung der Erfolgsfaktoren für Produktinnovationen im Hinblick auf eine erfolgreiche Markenführung mittels Experteninterviews 32
3.2.1 Experteninterview als Untersuchungsmethode 32
3.2.1.1 Auswahl der Experten 32
3.2.1.2 Interviewleitfaden und Durchführung der Interviews 33
3.2.2 Auswertung der Experteninterviews 33
3.2.2.1 Nachhaltige Schaffung von Markenwert als zentraler Erfolgsfaktor 33
3.2.2.2 Wesentliche Einflussgrößen auf den Markenwert 34
3.2.2.3 Steigerung des Markenwertes durch Produktinnovationen 34
3.2.2.4 Stellenwert der Produktinnovationen im Vergleich zu anderen Einflussgrößen des Markenwertes 36
3.2.2.5 Steigerung des Markenwertes durch Produktinnovationen mit geringem und hohem Innovationsgrad 37
3.2.2.6 Strategien zur Innovationsneigung: Pionier oder Früher Folger 38
3.2.2.7 Vorteilhafte Produktinnovationen zur Steigerung des Markenwertes 39
3.2.2.8 Beseitigung der zunehmenden Homogenität der Fahrzeuge durch wirksame Differenzierung 40
3.2.2.9 Emotionale Markenerlebnisse durch Produktinnovationen 41
3.2.2.10 Wirkungsvoller Einsatz von Produktinnovationen zur Steigerung des Markenimages 42
3.2.2.11 Produktinnovationen mit hohem erlebbaren Kundennutzen zur Steigerung des Markenwertes 42
3.2.2.12 Zukünftige Bedeutung und Potentiale von Produktinnovationen zur Stärkung der Marke 43
3.2.2.13 Weitere Erfolgskriterien für Produktinnovationen für eine erfolgreiche Markenführung 43
3.2.3 Beurteilung der Ergebnisse 44
3.3 Analytische Betrachtung des Hybridantriebs von Toyota als Beitrag zur Markenführung von Lexus 44
3.3.1 Hybridantriebstechnologie des Toyota Prius und Lexus RX400h 45
3.3.2 Marktsituation für Hybridantriebe in den USA und Europa 48
3.3.3 Vergleich der Erkenntnisse aus den Experteninterviews mit dem Hybridantrieb und seinem Beitrag zur Markenführung von Lexus 56
3.3.3.1 Hybridantrieb als Einflussgröße auf den Markenwert 57
3.3.3.2 Steigerung des Markenwertes durch den Hybridantrieb 57
3.3.3.3 Stellenwert des Hybridantrieb im Vergleich zu anderen Einflussgrößen des Markenwertes 58
3.3.3.4 Steigerung des Markenwertes durch den Hybridantrieb als Innovation mit hohem Innovationsgrad 59
3.3.3.5 Strategien für den Hybridantrieb zur Innovationsneigung: Pionier und Früher Folger 60
3.3.3.6 Beseitigung der zunehmenden Homogenität der Fahrzeuge durch wirksame Differenzierung des Hybridantriebes 61
3.3.3.7 Emotionale Markenerlebnisse durch den Hybridantrieb 62
3.3.3.8 Hybridantrieb mit hohem erlebbaren Kundennutzen zur Steigerung des Markenwertes 63
3.3.3.9 Zukünftige Bedeutung und Potentiale des Hybridantriebes zur Stärkung der Marke 63
3.3.4 Beurteilung der Ergebnisse dieser Analyse 65
3.3.5 Beitrag des Hybridantriebes zur Markenführung von Lexus 66
3.4 Kurzbetrachtung der Innovationsstrategien von Premiumherstellern für IT-Innovationen 67
3.4.1 Zunehmende IT-Innovationen mit Qualitätsproblemen 67
3.4.2 Maßnahmen zur Steigerung der Zuverlässigkeit von IT-Innovationen 68
3.4.3 Betrachtung der Innovationsstrategien für IT-Innovationen 68
4. Handlungsempfehlungen für Produktinnovationen zur erfolgreichen Markenführung 70
4.1 Hohen erlebbaren Kundennutzen und wahrnehmbaren Mehrwert schaffen 70
4.2 Wirksame Differenzierung durch Insourcing und kooperatives Lieferantenmanagement bei markenprägenden Innovationen 71
4.3 Langfristige Trends für Kundenbedürfnisse erkennen und in Produktthemen umsetzen 73
4.4 Emotionale Markenerlebnisse durch Produktinnovationen 76
4.5 Top-Down Einführung von Produktinnovationen 77
5. Zusammenfassung und Ausblick 78
Literatur- und Quellenverzeichnis 80
Literatur / Zeitschriften 80
Internetquellen 81
Anhang 86
Anhang A1 Interviewpartner der Experteninterviews 86
Anhang A2 Angefragte und abgesagte Interviewpartner 87
Anhang A3 Interviewleitfaden für Experteninterview 88
Anhang B1 Interview mit Frank Rattey von AT-Kearney am 10.03.2005 89
Anhang B2 Interview mit Thomas Mawick und Jens Ziegler von Polk Marketing Sytems am 11.03.05 in Osnabrück 92
Anhang B3 Interview mit Silvio Schindler von Roland Berger Strategy Consultants am 15.03.2005 95
Anhang B4 Interview mit Philipp Rosengarten und Christoph Stürmer von Global Insight Automotive Group am 22.03.05 100
Anhang B5 Interview mit Dr. Christian Eick/W. Karmann GmbH am 23.03.05 106
Anhang B6 Interviewantwort von Niels Hampel von MVI Group am 08.03.05 109
Eidesstattliche Versicherung 113

Automatisiert erstellter Textauszug:

Abbildung 21: Marktentwicklung des Hybridantriebes in Europa Quelle: Unternehmensberatung Frost & Sullivan, 2003 Im Jahr 2015 kann dann laut dem Prognose-Institut B & D Forecast eine Stückzahl von 1 Million Hybridfahrzeuge erreicht sein. Ein wichtiger Aspekt für den Anstieg liegt im Kohlendioxid-Austoß. Die europäischen Hersteller werden ihre bereits 1999 abgegebene Selbstverpflichtung zum CO2-Ausstoß von 140g pro km ab dem Jahr 2008 ohne Hybridantrieb nicht einhalten können, da nur über eine deutliche Absenkung des Kraftstoffverbrauchs aller Fahrzeuge dieses Ziel zu erreichen ist97. Umgerechnet bedeutet dies, dass der Flottenverbrauch in Europa auf ca. 6 Liter/km abgesenkt werden muss. Bis 2012 sollen die Emissionen sogar auf 120g/km abgesenkt werden. Wie hoch gesteckt diese Ziele sind, verdeutlicht auch eine aktuelle Klage der deutschen Automobilindustrie im März 2005 gegen ein Klimaschutzgesetz des USBundesstaates Kalifornien98, das in Kalifornien eine stufenweise Absenkung des CO2Ausstoßes auf 127,4g/km im Jahr 2016 fordert, was einem Kraftstoffverbrauch von 5,3Liter/km entspricht. Wenn die deutsche Automobilindustrie Kalifornien wegen 127,4g/km verklagt, die erst in 11 Jahren bei fortschreitender Technik gelten sollen, dann muss die Ernsthaftigkeit der Selbstverpflichtung von 140g/km bereits 8 Jahre zuvor bzw. 120g/km bereits 4 Jahre zuvor mit aller Deutlichkeit in Frage gestellt werden. Die Skepsis des Bundesumweltministers gegenüber dieser Selbstverpflichtung [...]

Abbildung 20: Abgasgrenzwerte NOx und Partikelemission in den USA u. Europa Quelle: Eigene Darstellung basierend auf gesetzliche Anforderungen der FahrzeugEmissionen, Motor-/Fahrwerkentwicklung, W. Karmann GmbH, 2005 So ist der Abgasgrenzwert für Dieselfahrzeuge nach der heute gültigen Norm beim Stickoxid in Europa ungefähr 8-mal höher als der Mindeststandard in den USA und auch bei den Partikelemissionen darf er einen 3-fach höheren Wert aufweisen. Dieser Vergleich zeigt eindeutig, welche Zugeständnisse dem Diesel in Europa gemacht werden und dass er aufgrund der Stickoxidbelastung und der Partikelemissionen zurecht kein sauberes Image besitzt. Diese niedrigen Abgasgrenzwerte in den USA führen dazu, dass Hersteller mit hohem Dieselanteil nur sehr schwer die vorgeschriebenen Emissionen für die gesamte Flotte erreichen können. Um die Abgasgrenzwerte in den USA bei einer größeren Dieselflotte einzuhalten, müssen Dieselmotoren nicht nur mit Dieselpartikelfiltern, sondern auch noch mit einem speziellen Stickoxid-Katalysator ausgerüstet werden, wobei beide Maßnahmen zu einem prinzipiell höheren Kraftstoffverbrauch führen. Ausgerechnet Toyota ist der einzige Hersteller, der heute bereits diese Kombination der Diesel-Abgasreinigung im Mittelklassemodell Avensis anbietet. Besonders bei großen Fahrzeugen mit Hybridantrieb lässt sich mengenmäßig die größte Kraftstoffersparnis erzielen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass in den USA 10 von 21 neu angekündigten Hybrid-Fahrzeugen in den nächsten zwei Jahren aus dem sehr beliebten SUV-Bereich kommen93. Ein weiterer Beleg für die Begeisterung nach SUVs mit Hybridantrieb zeigt sich in mittlererweile 11.000 vorliegenden Vorbestellungen in den USA für den Lexus RX400h zum Zeitpunkt Februar 200594, noch bevor das Fahrzeug auf dem Markt gekommen ist. Da außerdem viele andere Hersteller wie z.B. GM, Ford, Mazda, DaimlerChrysler und Audi jetzt bereits Entwicklungen für HybridFahrzeuge aufgenommen haben, sind alle vorliegenden Indizien so stark, dass dem [...]

Quelle: ATZ: Die Marktentwicklung von Hybrid-Fahrzeugkonzepten, 04/2005, S. 333 Es kann sogar von einem Kostenvorteil für den Hybridantrieb gesprochen werden, wenn man beispielsweise in Kalifornien die hohen Steuervorteilen von 2000 Dollar berücksichtigt90. Außerdem muss man bedenken, dass die Hybridtechnologie noch am Anfang steht und dass noch viele Verbesserungen zu erwarten sind. So konnte die Batterieleistung seit dem ersten Prius verdoppelt werden91 und die Entwicklung wird nicht still stehen. Heute werden noch schwere Nickel-Metall-Hybrid-Batterien eingesetzt, während bereits mit der nächsten Generation mit dem Einsatz von Lithium-IonenBatterien zu rechnen ist, die eine wesentlich höhere Leistungsdichte aufweisen92. Als weiterer Faktor spricht das grüne Image für den Hybrid. Nicht umsonst nutzen Filmstars in den USA den Prius, um sich bei öffentlichen Veranstaltungen mit diesem Fahrzeug zu zeigen. Solange der Diesel nicht ein sauberes Image bekommt, kann dies ein sehr entscheidendes Argument für den Hybridantrieb sein. Das allerdings viel größere Problem für den Diesel stellen besonders in den USA die niedrigen Abgas- und Emissionsgrenzwerte dar. Ein Vergleich zeigt, dass in den USA kein Unterschied zwischen Diesel- und Ottomotor gemacht wird, während in Europa dem Diesel erlaubt wird, gegenüber dem Ottomotor deutlich höhere Grenzwerte besonders beim Stickoxid zu erreichen. [...]

Arbeit zitieren:
Meyer, Klemens Mai 2005: Entwicklung von Erfolgskriterien für Produktinnovation, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Produktinnovationen, Erfolgsfaktoren, Markenführung, Hybridantrieb, Experteninterviews

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