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Entwicklung eines Einsatzkonzeptes für ein geschäftsprozessorientiertes Wissensmanagement

Entwicklung eines Einsatzkonzeptes für ein geschäftsprozessorientiertes Wissensmanagement
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ulrich Moser
  • Abgabedatum: Juli 1999
  • Umfang: 91 Seiten
  • Dateigröße: 827,7 KB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Universität des Saarlandes Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4814-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4814-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4814-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Moser, Ulrich Juli 1999: Entwicklung eines Einsatzkonzeptes für ein geschäftsprozessorientiertes Wissensmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wissensmanagement, Skill Management, Knowledge Management, Prozess

Diplomarbeit von Ulrich Moser

Einleitung:

Die Nutzung des „Rohstoffs” Wissen ist in den großen Unternehmen längst zu einem zentralen strategischen Faktor avanciert. Denn die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit setzen exakte Kenntnisse der Geschäftsprozesse im eigenen Unternehmen, der Marktentwicklung und der Kundenwünsche voraus.

Daß die Unternehmen die Notwendigkeit von Wissensmanagement erkannt haben, belegt unter anderem die Studie des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation, nach der 96 Prozent der befragten Unternehmen die Thematik um Wissensmanagement für wichtig bzw. sehr wichtig halten. Um bei der Einführung des Wissensmanagements das volle Potential, das der Einsatz von Wissensmanagement bietet, auszuschöpfen, ist eine ganzheitliche Betrachtung der drei wesentlichen Gestaltungselemente des Wissensmanagements – Mensch, Organisation und Technik – unabdingbar. Die Einführung des Wissensmanagements ist im wesentlichen von der Einbindung und der Bereitschaft der Mitarbeiter eines Unternehmens abhängig. Wissensmanagement setzt voraus, daß die Mitarbeiter in einem Unternehmen ihr Wissen teilen bzw. verteilen.

Um dies zu erreichen, ist auch der Einsatz von materiellen und immateriellen Anreizsystemen von Bedeutung. Entscheidend ist jedoch ein weitaus wichtigerer Faktor: Die Unternehmenskultur. Hier muß ein Klima der Offenheit, Ehrlichkeit und vor allem von Vertrauen unter Kollegen und Vertrauen in die Mitarbeiter durch die Vorgesetzten vorhanden sein. Nur Mitarbeiter, die Vertrauen in ihr Unternehmen haben, sind bereit, ihr Wissen weiterzutragen. Über die Unternehmenskultur können auch die Barrieren, die in fast jedem Unternehmen gegenüber dem Wissensmanagement vorhanden sind und ein zentrales Problem bei der Einführung darstellen, abgebaut werden. Im Bereich der Organisation (Wissensmanagement-Prozesse) stellen neben fehlenden Mechanismen zur Wissensakquisition, -speicherung und -transfer auch fehlendes Schnittstellenmanagement und fehlender Wissensaustausch innerhalb und zwischen Unternehmen bei der Einführung von Wissensmanagement typische Probleme dar.

Aus diesem Grund sind Prozesse so zu gestalten, daß eine eindeutige Zuordnung von Aufgaben, Verantwortung und Kompetenz möglich ist. Die Organisation des Wissensmanagements ist unmittelbar in die Unternehmensorganisation einzugliedern und erfordert die volle Unterstützung durch die Geschäftsleitung. In der oben erwähnten Studie wurde Zeitknappheit mit über 70 Prozent als die größte Barriere des Wissensmanagements angeben. Daraus läßt sich die Forderung nach Methoden und Werkzeugen ableiten, die die Prozesse des Entwickelns, Verteilens und Speicherns von Wissen möglichst einfach und effizient ermöglichen. Hier wird mit dem Business Knowledge Navigator, der in dieser Diplomarbeit vorgestellt wird, den Forderungen des Wissensmanagements Rechnung getragen und ein System entwickelt, welches die Beziehungen zwischen unterschiedlichen Wissensbereichen erschließt und die Fähigkeiten der Mitarbeiter verbessert, die Verbindungen zwischen Wissen, Menschen und Prozessen zu erfassen und darzustellen.

Ziel dieser Diplomarbeit ist es, ein Einsatzkonzept für ein geschäftsprozessorientiertes Wissensmanagementsystem zu entwickeln, das auf die notwendigen Verbindungen von Mensch, Organisation und Technik hinweist, und als ein „Roter Leitfaden” zur Einführung von Wissensmanagement in einem Unternehmen dient.

Gang der Untersuchung:

Im zweiten Kapitel werden die für die folgenden Ausführungen grundlegenden Begriffe (z.B. Wissen, Wissensmanagement und Geschäftsprozeß) hergeleitet und eingegrenzt. Es werden wichtige Punkte des Wissensmanagements, wie Bausteine, Barrieren und tools, beschrieben und erläutert. An Ende des Kapitels wird dann auf die geschäftsprozessorientierte Sicht des Wissensmanagements eingegangen.

Im Kapitel drei wird der Business Knowledge Navigator der IDS Scheer AG ausführlich beschrieben. Zwei Einsatzkonzepte werden vorgestellt.

Im Kapitel vier wird das Einsatzkonzept zur Einführung von Wissensmanagement entwickelt und vorgestellt.

Abschließend wird im fünften Kapitel anhand einer Fallstudie bei der Sick AG aufgezeigt, wie Wissensmanagement in der Entwicklungsabteilung eingeführt werden kann und was für Vorteile aufgrund von Wissensmanagement in der Abteilung geschaffen werden könnten.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 GEGENSTAND UND ZIEL DER ARBEIT 1
1.2 AUFBAU DER ARBEIT 2
2. Grundlagen 3
2.1 WISSEN 3
2.1.1 Zeichen – Daten – Informationen – Wissen 3
2.1.2 Wissensarten 4
2.1.3 Metawissen 5
2.1.4 Organisatorische Wissensbasis 5
2.1.5 Prozeß der Wissensschaffung (nach Nonaka und Takeuchi) 7
2.2 WISSENSMANAGEMENT 10
2.2.1 Begriff 10
2.2.2 Aufgaben und Vorteile des Wissensmanagement 11
2.2.3 Bausteine des Wissensmanagement ( nach Probst) 12
2.2.3.1 Wissensziele 14
2.2.3.2 Wissensidentifikation 14
2.2.3.3 Wissen erwerben 15
2.2.3.4 Wissen entwickeln 16
2.2.3.5 Wissen (ver)teilen 17
2.2.3.6 Wissen nutzen 17
2.2.3.7 Wissen bewahren 18
2.2.3.8 Wissen bewerten 19
2.2.4 Barrieren des Wissensmanagements 21
2.2.4.1 Individuelle Barriere 21
2.2.4.2 Kollektive Barrieren 22
2.2.4.3 Strukturelle Barrieren 23
2.2.4.4 Prozedurale Barriere 24
2.2.4.5 Politische Barrieren 25
2.2.4.6 Zeitliche Barrieren 25
2.2.5 Anreizsysteme 25
2.2.6 Wissensmanagement Tools 27
2.2.6.1 Suchmaschinen 27
2.2.6.2 Workflowmanagement-Systeme 28
2.2.6.3 Dokumentenmanagement-Systeme 28
2.2.6.4 Data Warehouse 29
2.2.6.5 Groupware 30
2.2.6.6 Intranets 30
2.3 GESCHÄFTSPROZESSE 31
2.3.1 Begriff 31
2.3.2 Prozeßwissen 31
2.3.3 Geschäftsprozeßorientiertes Wissensmanagement 32
2.3.4 Architekturen des Wissensmanagement 33
2.3.5 Geschäftsprozessorientiertes Wissensmanagement (nach Allweyer) 37
3. Business Knowledge Navigator 40
3.1 PROBLEMSTELLUNG 40
3.2 LÖSUNGSANSATZ 40
3.2.1 Aufgaben- und Mitarbeiterorientierung 41
3.2.2 Prozeßwissen 41
3.2.3 Erfolgskontrolle 42
3.3 PRODUKTBESCHREIBUNG 42
3.3.1 Überblick 42
3.3.2 Wissensmonitoring und -controlling 44
3.3.3 Definition von Prozessen, Rollen und Informationsbedarfen 45
3.3.4 Authoring 46
3.3.5 Navigationsoberfläche 46
3.4 EINSATZKONZEPT 48
3.4.1 Zentrale Wissensadministration 48
3.4.2 Stufenmodell 49
4. Vorgehen zur Einführung von Wissensmanagement 51
4.1 BESCHREIBUNG DES VORGEHENSMODELLS 51
4.2 STRATEGISCHE PLANUNG 53
4.2.1 Strategie 53
4.2.2 Ziele 54
4.2.3 Einbindung der Mitarbeiter 56
4.3 IST-ERHEBUNG WISSENSINTENSIVER PROZESSE 57
4.3.1 Prozessauswahl 57
4.3.2 Modellierung 58
4.4 STRUKTURIERUNG 59
4.4.1 Wissenslandkarten 60
4.4.2 Dokumente 61
4.4.3 Rollenkonzepte 62
4.4.4 Wissensprozesse 62
4.4.5 Geschäftsprozesse 63
4.4.6 Tools 63
4.5 IMPLEMENTIERUNG 64
4.5.1 Datenschutz 64
4.6 BETRIEB UND KONTINUIERLICHE ENTWICKLUNG 65
5. Fallstudie: Einführung von Wissensmanagement 66
5.1 SICK AG 66
5.2 BESCHREIBUNG DER IST-STITUATION 66
5.3 PROBLEMATIK 68
5.4 PROBLEMBESCHREIBUNG DES ENTWICKLUNGSANTRAGES 69
5.5 LÖSUNGSKONZEPT 72
5.5.1 Bedingungen 72
5.5.2 Strategische Planung 72
5.5.3 Struktur 73
5.5.4 Implementierung 74
5.5.5 Betrieb und Kontinuierliche Entwicklung 75
6. Ausblick 76
Literaturverzeichnis VI
Verzeichnis der Gesprächspartner X

Automatisiert erstellter Textauszug:

Mit Hilfe des Business Knowledge Navigator können die Inhalte des Intranets, wie Webseiten, Dokumente, Anwendungen etc., den Geschäftsprozessen und Funktionen des Unternehmens zugeordnet werden. Weitere Gliederungsstrukturen können z. B. die Organisationsstruktur oder betriebswirtschaftliche relevante Kategorien, wie Kunden, Produktgruppen, Technologien usw., sein. Diese Gliederungsstrukturen dienen dann als einheitliche Navigationsstruktur durch die Inhalte des Intranets. Damit ist es z. B. möglich, ohne weiteren Suchaufwand alle für einen bestimmten Geschäftsprozeß oder eine bestimmte Produktgruppe relevanten Inhalte aufzufinden. Die prozeßorientierte Navigationsstruktur wird für den einzelnen Mitarbeiter aufgrund der ihm zugeordneten Rollen und Aufgaben individuell für ihn angepaßt, so daß er genau die für seine Arbeit relevanten Kategorien und Links angeboten bekommt. Damit wird eine mitarbeiterspezifische, problembezogene Sicht auf das Intranet geschaffen, die bei Bedarf vom Mitarbeiter selbst ergänzt oder weiter modifiziert werden kann. 3.2.2 Prozeßwissen [...]

Oft werden heutzutage die Wissensmanagementprojekte am Beginn, noch losgelöst von den Geschäftsprozessen, betrachtet. Zuerst werden die allgemeinen Ziele, wie die Verbesserung des Wissenstransfers, eine bessere Wissenstransparenz und eine Erhöhung der “Produktion” an Wissen, als vorrangig angesehen. Die Erwartung besteht, daß sich durch die Fokussierung auf den Produktionsfaktor Wissen die Wissensentwicklung, -verarbeitung, -Nutzung und der Wissenstransfer verbessert und so einen positiven Beitrag zur unternehmerischen Entwicklung beisteuert. Weil die Verbindung zwischen den Maßnahmen des Wissens-managements und der eigentlichen Wertschöpfung nur indirekt und im Einzelfall schwer nachzuweisen ist, wird bei sehr allgemein gehaltenen und nicht auf die konkreten Aufgaben der Organisation und der einzelnen Mitarbeitern fokussierten Wissensmanagement- Aktivitäten zwangsläufig nur ein kleiner Teil des getätigten Aufwandes effektiven Nutzen für das Unternehmen bringen. Daher muß es das Ziel sein, die Wissensmanagementaktivitäten stärker auf die Geschäftsprozesse auszurichten, um sie mit der Wertschöpfungskette des Unternehmens zu verzahnen. Dies bedeutet für die Wissensverteilung, daß den Mitarbeitern am Arbeitsplatz das konkret zur Durchführung ihrer Tätigkeiten benötigte Wissen zur Verfügung gestellt werden muß. Für die Wissenstransparenz bedeutet dies, daß das Intranet, welches fast ausschließlich zur informationstechnischen Unterstützung für das Wissensmanagement eingesetzt wird, so strukturiert und vernetzt ist, daß erforderliches Wissen für die Geschäftsprozesse leicht auffindbar ist. Desweiteren ist es erforderlich, das Wissen intuitiv verständlich und nutzbar darzustellen und die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern zu fördern. 3.2 Lösungsansatz [...]

überprüft, wie aufwendig die Wissenssuche nach den benötigten Dokumenten und Informationen ist. Soll-Konzept Wissensverarbeitung: Auf der Basis der bisherigen Analyseergebnisse wird das Sollkonzept entwickelt. In diesem Sollkonzept werden die Veränderungen hinsichtlich der bestehenden Geschäftsprozesse bezüglich der darin ablaufenden Wissensbeschaffung, darstellung, -übertragung, -nutzung und –entfernung überprüft, alsauch die Definition spezieller Wissensverarbeitungsprozesse. Aufgrund des Soll-Konzeptes kann auch eine Änderung der Aufbauorganisation nötig werden, um z.B. durch Bildung von abteilungs- oder standortübergreifenden Teams den direkten Wissenstransfer zwischen Kollegen zu verbessern. Realisierungskonzept Organisation und Mitarbeiter: Die größte Hürde, die ein Wissensmanagementsystem nehmen muß, ist die Bereitschaft der Mitarbeiter das System zu nutzen und zu pflegen. Somit ist eine der entscheidenden Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung die Motivation und Einbeziehung der Mitarbeiter. Es ist wichtig, die Mitarbeiter an dem Veränderungsprozeß frühzeitig teilhaben zu lassen und durch die Erarbeitung von Schulungen, überarbeiteten Anreizsystemen und Konfliktlösungsstrategien für eine konfliktarme Umsetzungsphase zu sorgen. Realisierungskonzept Informationstechnik: Hier wird die Informationssystemunterstützung für die veränderten Prozesse entwickelt. Das umfaßt die Auswahl geeigneter Software, die Strukturierung der Inhalte, den Entwurf der Oberflächen, die Konfiguration von GroupwareDiensten, wie Informationsabonnements oder Diskussionsforen, und die Auswahl der zu verwendenden externen Informationsdienste. Umsetzung Realisierungskonzepte: Beim letzten Schritt werden die neu entwickelten Prozesse und Systeme implementiert. Parallel dazu werden die Schulungen durchgeführt, die organisatorischen und prozessualen Veränderungen, vorbereitet und durchgeführt sowie Informationssystemen eingeführt. Danach folgt das Testen der Systeme und Prozesse und deren kontinuierliche Verbesserung.119 [...]

Arbeit zitieren:
Moser, Ulrich Juli 1999: Entwicklung eines Einsatzkonzeptes für ein geschäftsprozessorientiertes Wissensmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wissensmanagement, Skill Management, Knowledge Management, Prozess

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