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Entwicklung einer Datenbank zur Informationsverarbeitung und -verteilung im Projektmanagement

Entwicklung einer Datenbank zur Informationsverarbeitung und -verteilung im Projektmanagement
Über dieses Buch
  • Art: Masterarbeit
  • Autor: Edgar Schropp
  • Abgabedatum: Juli 2004
  • Umfang: 137 Seiten
  • Dateigröße: 4,5 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Nordostniedersachsen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8666-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8666-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8666-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schropp, Edgar Juli 2004: Entwicklung einer Datenbank zur Informationsverarbeitung und -verteilung im Projektmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Projektdatenbank, Microsoft SQL Server, Datenbanktrigger, Mehrbenutzerumgebung und Replikation, Rollen und Zugriffsbeschränkungen

Masterarbeit von Edgar Schropp

Problemstellung:

Meist ist der Einsatz eines kommerziellen Programms für ein Unternehmen die wirtschaftlichere Variante, als eine Softwareanwendung selbst zu entwickeln. Obwohl es auch im Bereich Projektmanagement mehrere Produkte gibt, welche viele Komponenten der Projektdatenbank erfüllen könnte, sind diese für die tägliche Arbeit des Projektmanagers (noch) nicht die erste Wahl. Der Hauptgrund ist sicherlich, dass die Projektdatenbank in der Anwendung und bei der Konfiguration der einzelnen Komponenten flexibler ist. Außerdem bieten die kommerziellen Produkte zu einem oft hohen Preis entweder gerade die eine erforderliche Komponente nicht, oder sind mit nicht benötigen Tools überfrachtet.

Trotzdem hat auch der bisherige Einsatz der eigenentwickelten Datenbank gezeigt, dass eine solche Anwendung nur so gut ist, wie deren Benutzer. Diese müssen bei der Eingabe der Daten die Vollständigkeit wahren und die vorhandenen Regeln einhalten. Gerade die korrekte und vollständige Erfassung der Eingabeparameter ist der Schlüssel für eine umfangreiche Dokumentation und verschiedene Auswertungsmöglichkeiten. Dies stellt aber eine Gratwanderung dar, zwischen der für viele Kollegen erforderlichen Flexibilität und der strukturierten Eingabe von Daten um diese weiter verarbeiten zu können. Gleichzeitig hängt die Akzeptanz bei den Bearbeitern aber entscheidend von einer flexiblen und leichten Bedienung ab. Das Ergebnis dieser Gratwanderung stellt eine wichtige Voraussetzung für den weiteren Einsatz der Datenbank dar.

Die Projektdatenbank selbst wurde im Laufe einer Projektbearbeitung aus der Praxis für die Praxis zunächst in MS Access 2000 entwickelt. Je nach Projektstadium wurden nach und nach weitere „Module“ aufgenommen, so dass die Datenbank bis zuletzt „lebte“. Der Mehrbenutzerbetrieb und die Weiterentwicklung der Datenbank machte eine Migration in eine Front und Back End Lösung erforderlich. Dies erfolgte mit ODBC da die meisten Funktionen nach dem Upsizen unverändert funktionierten. Bei einem ADP wäre ein erheblicher Umstellungsaufwand erforderlich gewesen, dafür ist die Anwendung mit per ODBC eingebundenen Tabellen etwas langsamer. Ein weiterer Grund für ODBC ist die Akzeptanz bei den Benutzern, da ODBC bekannter ist, als ADO, DAO oder Access Projekt.

Benutzer die bisher lediglich mit den Office Produkten von Microsoft (speziell Access) arbeiteten, stellt die Arbeit mit dem SQL Server eine neue „Herausforderung“ dar. So ist nicht nur die Herstellung der Beziehungen zwischen Tabellen strengeren Konventionen unterworfen, sondern auch die Auswahl der Datentypen und Feldgrößen.

Das Migrieren der Datenbank erfolgte mit wenigen Fehlern nahezu reibungslos und die anfängliche Skepsis gegenüber diesem Weg hat sich nicht bestätigt. Lediglich die Mergereplikation und das Einrichten der Benutzer erforderte intensive Überlegungen und mehrere Erprobungen. Festzuhalten ist auch, dass die Thematik des Mehrbenutzerbetriebs und hiermit verbunden der Isolationsstufen und Sperren, durch den SQL Server in der Standardeinstellung für die Projektdatenbank ausreichend gelöst wird.

Als sehr interessante Recherche zeigte sich das Thema Trigger. Der Sinn und Zweck deren Einsatzes, wird zwischen den Fachleuten intensiv bis leidenschaftlich diskutiert. Zusammenfassend sehe ich deren Einsatzgebiet hauptsächlich zur Erfüllung von transitionalen Integritätsbedingungen und, wenn die von Einschränkungen wie z.B. der referenziellen Integrität unterstützten Funktionen nicht die Funktionalitätsanforderungen der Anwendung erfüllen. Gerade da Zeitereignisse, DBMS Ereignisse und select Ereignisse nicht unterstützt werden und Trigger sich eigtl. auf Modifikationsoperationen beschränken, zeigt sich deutlich die ursprüngliche Absicht Trigger nur zur Definition erweiterter Integritätsregeln zu nutzen. Viele Anwender verwenden Trigger daher lediglich um Daten von einer Tabelle in die andere zu übertragen, z. B. für das Loggen von laufenden Datenänderungen einer Tabelle.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
1.1 AUFGABENSTELLUNG 1
1.2 BERUFLICHER WERDGANG 2
1.3 AUSGANGSSITUATION 3
1.4 BISHER EINGESETZTE MITTEL 3
1.5 MÖGLICHKEITEN DER PROJEKTDATENBANK 4
2. ENTWURF DER RELATIONEN DATENBANK 5
2.1 ENTWURFSPHASEN 5
2.1.1 ANFORDERUNGSANALYSE 5
2.1.2 KONZEPTIONELLER ENTWURF (ER-MODELL) 6
2.1.3 VERTEILTER ENTWURF 7
2.1.4 LOGISCHER ENTWURF (RELATIONENMODELL) 7
2.2 VOM ER - MODELL ZUM RELATIONENMODELL 7
2.2.1 ENTITY-TYPEN 8
2.2.2 BEZIEHUNGS-TYPEN 8
2.3 ZUSAMMENFÜHREN DER INFORMATIONEN DER EINZELNEN TABELLEN 8
2.3.1 1:N BEZIEHUNG 9
2.3.2 M:N BEZIEHUNG 9
2.3.3 1:1 BEZIEHUNG 9
2.3.4 DEFINIEREN VON BEZIEHUNGEN IM MS ACCESS 9
2.4 UMSETZUNG RELATIONENMODELL IN SQL-DDL (DATENBANK DEFINITION) 10
2.5 PHYSISCHER ENTWURF 11
2.6 IMPLEMENTIERUNG UND WARTUNG 11
2.7 ÜBERBLICK ÜBER DIE BEZIEHUNGEN DER DATENBANK 11
3. KONZEPTION, UMSETZUNG UND IMPLEMENTIERUNG 12
3.1 INSTALLATION DER DATENBANKANWENDUNGEN 12
3.1.1 TECHNISCHE VORAUSSETZUNGEN 12
3.1.2 PROGRAMMADMINISTRATION 12
3.1.3 INSTALLATION DER DATENBANK-ANWENDUNGEN AUF SERVER UND CLIENT 12
3.1.4 HERSTELLEN DER VERKNÜPFUNG FRONT UND BACK END DATENBANK 13
3.1.5 PROGRAMMSTART 16
3.1.6 VERWEISE IN ACCESS 16
3.2 FUNKTIONEN DER DATENBANK 17
3.2.1 BENUTZERSICHTEN UND ZUGRIFFSRECHTE 17
3.2.2 STARTMASKE 17
3.2.3 VOREINSTELLUNGEN 18
3.2.4 STRUKTURIERUNG DER EINGABE 26
3.2.5 IMPORT ERLEDIGUNGSTERMIN IN MS OUTLOOK 26
3.2.6 AUFBAU EINER ARCHIV- UND WISSENSDATENBANK 26
3.2.7 NUTZEN ALS PROJEKTSTEUERUNGS-TOOL 27
3.2.8 AUSGABE DER BESPRECHUNGSERGEBNISSE ALS BERICHT 27
3.2.9 AUSGABE DER BESPRECHUNGSERGEBNISSE ALS HTML SEITE 27
3.3 INVERZUGSETZUNGEN PLANER UND FIRMEN 27
3.4 PLANMANAGEMENT 27
3.5 BEMUSTERUNGEN 28
3.6 LEISTUNGEN IM RAHMEN DER BAUAUSFÜHRUNG 28
3.6.1 BEDENKENANMELDUNGEN 29
3.6.2 BEHINDERUNGSANZEIGEN 29
3.6.3 MEHRKOSTENMELDUNGEN 29
3.6.4 NACHTRAGSANGEBOTE 29
3.6.5 RECHNUNGSBUCH 29
3.7 MÄNGELMANAGEMENT 30
3.8 TERMINVERFOLGUNG DER AUSFÜHRUNG 30
3.9 ERSTELLUNG EINES GEWÄHRLEISTUNGSTERMINPLANS 30
3.10 ZUSÄTZLICHE LEISTUNGEN DES BÜROS 31
3.11 LISTE VERTEILTER UNTERLAGEN 31
3.12 ALLGEMEINE NOTIZEN ERFASSEN - TAGEBUCH 31
3.13 IMPORT VON TERMINEN IN MS OUTLOOK 31
4. UMSETZUNG IN FRONT UND BACK END LÖSUNG 32
4.1 EINSCHRÄNKUNGEN BEI DER VERWENDUNG VON ACCESS 32
4.2 EINSATZ DES MICROSOFT SQL-SERVER 2000 32
4.2.1 DIE WICHTIGSTEN KOMPONENTEN DES SQL-SERVERS 33
4.2.2 DIE WICHTIGSTEN TECHNIKEN DES SQL-SERVERS 33
4.2.3 DIE VERSCHIEDENEN VERSIONEN DES SQL-SERVERS 34
4.2.4 SYSTEM-DATENBANKEN DES SQL SERVER 34
4.2.5 VERGLEICH MS SQL UND MS ACCESS 34
4.2.6 TRENNEN DER DATENBANK MIT DEM UPSIZING ASSISTENT 35
4.2.7 FRONT-END UND BACK-END DATENBANK - ANWENDUNG 35
4.2.8 START DES SQL SERVER DIENST MANAGER VOR UPSIZING 37
4.2.9 UPSIZING VON ACCESS 2002 AUF SQL SERVER 37
4.2.10 VORTEILE DES CLIENT/SERVER-DATENBANKSYSTEMS IM VERGLEICH ZU ACCESS 38
4.2.11 VORTEILE EINER VERKNÜPFUNG MIT SQL SERVER 40
5. MEHRBENUTZERBETRIEB, SYNCHRONISATION UND REPLIKATION 42
5.1 UNTERSCHEIDUNG DER BEGRIFFE 42
5.2 MEHRBENUTZERBETRIEB DER BACKEND - DATENBANK 42
5.2.1 MÖGLICHKEITEN DER DATENKONTROLLE 42
5.2.2 DER BEGRIFF TRANSAKTION 43
5.2.3 TRANSAKTIONSVERWALTUNG 45
5.2.4 PROTOKOLL- UND WIEDERANLAUF-EINHEIT - (LOGGING & RECOVERY) 45
5.2.5 MEHRBENUTZER-SYNCHRONISATION (CONCURRENCY CONTROL) 46
5.3 KONSISTENTER DATENBESTAND 58
5.3.1 KONSISTENZ IN ZUSAMMENHANG MIT INTEGRITÄTSBEDINGUNGEN 58
5.3.2 KONSISTENZ IN ZUSAMMENHANG MIT DER TOPOLOGIE 59
5.4 EINFÜHRUNG IN DIE REPLIKATION 61
5.4.1 UNTERSCHEIDUNG REPLIKATION UND SYNCHRONISATION 61
5.4.2 EINSATZGEBIETE UND VERWENDUNGSBEREICHE DER REPLIKATION 61
5.4.3 VORTEILE DER REPLIKATION 62
5.5 ARTEN VON REPLIKATIONEN 62
5.5.1 SYMMETRISCHE UND ASYMMETRISCHE KONFIGURATION 62
5.5.2 SYNCHRONE UND ASYNCHRONE KONFIGURATION 62
5.6 DATENBANKREPLIKATION MIT DEM MS SQL-SERVER 63
5.6.1 REPLIKATIONSMODELL 63
5.6.2 REPLIKATIONSTYPEN 66
5.6.3 FILTERN VON DATEN 66
5.6.4 UNTERSCHEIDUNG DER REPLIKATIONSTYPEN 66
5.6.5 REPLIKATIONS-ASSISTENTEN 76
5.7 FUNKTIONSWEISE DER REPLIKATION 78
5.7.1 KONFIGURIEREN DER REPLIKATION 78
5.7.2 GENERIEREN UND ANWENDEN DES ANFANGSSNAPSHOTS 79
5.7.3 ÄNDERN VON REPLIZIERTEN DATEN 80
5.7.4 SYNCHRONISIEREN UND WEITERGEBEN VON DATENÄNDERUNGEN 80
5.8 SYNCHRONISATION 80
5.8.1 SYNCHRONISATION VON DATEN 80
5.8.2 ART DER SYNCHRONISATION IN BEZUG ZU REPLIKATIONSTYP 80
5.8.3 SYNCHRONISIERUNGSVERWALTUNG VON WINDOWS 81
5.8.4 ÖFFNEN DER SYNCHRONISIERUNGSVERWALTUNG VON WINDOWS 82
5.8.5 METHODEN ZUR SYNCHRONISATION 82
5.8.6 SYNCHRONISIERUNGSKONFLIKTE 83
5.9 IMPLEMENTIERUNG REPLIKATION UND MEHRBENUTZERBETRIEB 88
5.9.1 FALLBEISPIEL 1: USER BEARBEITET DIE DATENBANK OFFLINE 88
5.9.2 FALLBEISPIEL 2: PARALLELER ZUGRIFF DURCH ZWEI BEARBEITER 97

5.10 EINSATZ VON DATENBANKTRIGGERN 100
5.10.1 ERLÄUTERUNG DES BEGRIFFS „TRIGGER“ 100
5.10.2 STRUKTUR EINES TRIGGER 102
5.10.3 VORTEILE UND NACHTEILE BEI DER VERWENDUNG VON TRIGGERN 103
5.10.4 MÖGLICHE AUFGABEN FÜR TRIGGER 104
5.10.5 AKTIVIERUNGSZEITPUNKT - BEFORE- UND AFTER-TRIGGER 105
5.10.6 ERSTELLEN EINES TRIGGERS IM ENTERPRISE MANAGER 106
5.10.7 REGELN FÜR DAS ANLEGEN VON TRIGGERN 107
5.10.8 EINSATZ VON TRIGGERN ALS „BENUTZERDEFINIERTE INTEGRITÄT“ 107
6. ANWENDUNGSBEISPIEL BERICHTSWESEN 111
6.1 MODELLIERUNG DES DATENMODELLS 111
6.2 VERTEILTE SPEICHERUNG DES FORMULARS ERLEDIGUNG 111
6.3 BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DEN TABELLEN 112
6.3.1 1:N BEZIEHUNG MIT REFERENZIELLER INTEGRITÄT UND AKTUALISIERUNGSWEITERGABE 112
6.4 EINGABE DER DATEN 113
6.4.1 EINGABE DATEN IM RAHMEN DER VOREINSTELLUNG 113
6.4.2 ERFASSUNG EINES OFFENEN PUNKTES 115
7. ZUSAMMENFASSUNG 117
8. AUSBLICK 118
9. ANLAGEN 119
9.1 CD ZUR DOKUMENTATION 119
9.2 EREIGNISPROZEDUR UND MODUL ZUR ÜBERNAHME VON TERMINEN IN OUTLOOK 119
9.3 TRIGGER CODE 120
9.3.1 TRIGGER ÄNDERUNGEN VERFOLGEN 120
9.3.2 TRIGGER FÜR KONTROLLKÄSTCHEN ERLEDIGT 121
9.4 BEZIEHUNGEN DER DATENBANK IM ÜBERBLICK 122
10. ABBILDUNGSVERZEICHNIS 123
11. GLOSSAR 124
12. AUTORENPORTRAIT 126
13. ERKLÄRUNG 127
14. ENDNOTENVERZEICHNIS 128

Automatisiert erstellter Textauszug:

bankzustand und die gleichen Ausgabewerte wie die ursprüngliche Ausführung erzielt. Man spricht dann davon, dass serielle Ablaufpläne korrekt sind. Jeder Ablaufplan, der denselben Effekt, wie ein serieller erzielt, ist akzeptierbar. Ein Transaktionsschedule ist also serialisierbar, wenn er nach dem Ausführen einer Reihe gleichzeitiger Transaktionen das gleiche Ergebnis liefert wie ein möglicher serieller bzw. sequentieller Ablauf (nacheinander in einer beliebigen Reihenfolge) der zugehörigen Transaktionen. 19 Nicht serialisierbare Transaktionen müssen zurückgesetzt werden. Änderungen erfolgreich beendeter Transaktionen die verloren gehen, müssen wieder hergestellt werden. Folgende Regeln müssen eingehalten werden um die Serialisierbarkeit zu gewährleisten: 1. Vor jedem Objektzugriff muss die Sperre mit ausreichendem Modus angefordert werden 2. Gesetzte Sperren anderer Transaktionen sind zu beachten 3. Eine Transaktion darf nicht mehrere Sperren für ein Objekt anfordern 4. Spätestens bei EOT sind alle Sperren freizugeben Synchronisation und Korrektheit: Die Serialisierbarkeit wird auch als Korrektheitskriterium der Synchronisation bezeichnet. Die Synchronisation stellt mit verschiedenen möglichen Verfahren sicher, dass die Serialisierbarkeit eines Schedules erreicht wird. Das grundlegende Ziel der Synchronisation ist dabei ein logischer Einbenutzerbetrieb zur Vermeidung aller Mehrbenutzeranomalien. Um die Synchronisation durchzuführen unterscheidet man folgende Verfahren: 20 Optimistisches Verfahren (nichttransaktionsorientiertes System) nach dem EOT: Die TA kann bis zum Ende erfolgen und erst dann werden etwaige aufgetretene Konflikte ermittelt. Man geht davon aus, dass diese Konflikte relativ selten vorkommen, daher findet zunächst ein unsynchronisierter Zugriff statt. Pessimistisches Verfahren (transaktionsorientiertes System): Die Konfliktuntersuchung erfolgt bereits zu Beginn der Transaktion oder während der Transaktionsbearbeitung. Objekte werden dabei vor Zugriff immer gesperrt, um potentielle Konflikte zu vermeiden (z.B. 2PL – 2-Phasen-Sperrprotokoll). Dieses Verfahren wird noch unterteilt in: • Zeitmarkenverfahren (während Transaktion): Der Zugriff einer TA wird nur dann zugelassen, wenn die durch eine Zeitmarke festgelegte Verarbeitungsreihenfolge eingehalten wird. • Preclaiming Strategie (zum BOT): TA die in Konflikt kommen können, werden vorbeugend sequentialisiert. • Sperrverfahren (während Transaktion): Eine TA untersagt anderen den Zugriff auf Datenobjekte, diese werden schlichtweg gesperrt. Dadurch können TA Objekte für sich reservieren und vor konkurrierenden Zugriffen schützen. Dieses Verfahren ist universell einsetzbar und wird daher im Folgenden näher beschrieben. 5.2.5.1 Sperrverfahren Das Sperrverfahren soll den Zugriff auf eine Ressource einschränken. Sperren verhindern, dass Daten, die gerade von anderen Benutzern geändert werden, gelesen [...]

Beim Abarbeiten von Transaktionen treten im Allgemeinen Zugriffskonflikte auf. Der einfachste Weg zur Lösung wäre sicherlich die serielle bzw. sequentielle Abarbeitung der Transaktionen (= alle nach einander), dies ist aber aus Performance-Gründen nicht möglich. Um die Problemlösung der Zugriffskonflikte zu erläutern, muss man auf folgende Begriffe bzw. Verfahren eingehen: Transaktionsschedule, Isolierung, Serialisierbarkeit, Korrektheit und Synchronisierung. Transaktionsschedule: Unter einem Schedule versteht man die Verzahnung von Transaktionen und eine Beschreibung der Ablauffolge von Transaktionen durch diesen Ablaufplan. Der TA Schedule beschreibt dabei den zeitlichen Ablauf aller elementaren DB Operationen (Lesen, Ändern, Einfügen, Löschen) mehrerer Transaktionen. Isolierung von Transaktionen und Serialisierbarkeit: Serielle bzw. sequentielle Schedules sind ideal, da die Transaktionen unverzahnt nacheinander ablaufen. Dadurch wäre eine Isolation und Konsistenz der Daten garantiert, mit dem Nachteil der Verlangsamung. Die Konsistenz der Daten ist aber nach dem ACID-Paradigma unverzichtbar. Eine Konsistenz der Datenbank muss somit anderweitig durch die Isolierung von Transaktionen erreicht werden. Ziel ist, das jede Transaktion ohne Beeinträchtigung durch andere parallel laufende erfolgen soll. Um eine Isolation der Transaktionen zu erreichen, macht man die Transaktionsschedules serialisierbar.18 Die parallele Ausführung einer Menge von Transaktionen ist serialisierbar, wenn es eine serielle Ausführung derselben Transaktionsmenge gibt, die den gleichen Daten- [...]

die Veränderungen festgehalten sind, damit diese später nachgeholt werden können. • Log Datei: Das System funktioniert nur mit einem geeigneten Logging. Für jeden Transaktionsschritt wird dabei ein Eintrag in die Log-Datei gemacht, diese Einträge kommen in einen Pufferbereich im Hauptspeicher und von dort in einen separaten permanenten Speicher, der möglichst ausfallsicher ist. Jeder Eintrag enthält die Information, welche Transaktion welches Datum auf welcher Seite wie verändert hat (= redo- und undo-Information). • Write-Ahead-Logging: Dieses Protokollverfahren sorgt dafür, dass o.g. rechtzeitig geschieht, da jederzeit ein Fehler geschehen könnte. Es beinhaltet, daß alle Log-Sätze, die zu einer Datenbank-Seite gehören permanent (z.B. auf Band) gespeichert sein müssen, bevor die Seite selbst zurückkopiert wird. Nach einem Fehler können die Spuren nicht abgeschlossener Transaktionen auf der Seite wieder entfernt werden. Des Weiteren müssen alle Log-Sätze, die zu einer Transaktion gehören, vor deren Abschluss geschrieben sein. Dadurch können nach einem Fehler die Veränderungen abgeschlossener Transaktionen nachgeholt werden, die noch nicht auf dem permanenten Speicher stehen. Die Reparaturen werden durch den Recovery Manager vorgenommen (komplexeste System-Komponente des DBMS). Zum einen beseitigt er die Spuren nicht abgeschlossener Transaktionen (undo) und setzt die Veränderungen abgeschlossener Transaktionen durch (redo). Zum anderen stellt er nach jedem Fehlerfall wieder einen möglichst aktuellen konsistenten Zustand der Datenbasis her. Bei einem Verlust von Hauptspeicher und Hintergrundspeicher stellt er die Datenbasis mittels Archiv-Stände der Datenbasis und der Protokoll-Dateien durch das "Nachfahren'' aller protokollierten Transaktionen wieder her.17 [...]

Arbeit zitieren:
Schropp, Edgar Juli 2004: Entwicklung einer Datenbank zur Informationsverarbeitung und -verteilung im Projektmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Projektdatenbank, Microsoft SQL Server, Datenbanktrigger, Mehrbenutzerumgebung und Replikation, Rollen und Zugriffsbeschränkungen

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