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Entwicklung eines DV-gestützten Informationssystems für Abfallstoffströme

Entwicklung eines DV-gestützten Informationssystems für Abfallstoffströme
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Tasso Pick
  • Abgabedatum: Februar 2000
  • Umfang: 96 Seiten
  • Dateigröße: 4,4 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule Bremen, University of Applied Sciences Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4442-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4442-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4442-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Pick, Tasso Februar 2000: Entwicklung eines DV-gestützten Informationssystems für Abfallstoffströme, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Abfall, Datenbank, Kreislaufwirtschaft, Müll, Stoffstrommanagement

Diplomarbeit von Tasso Pick

Einleitung:

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung eines Managementsystems zur effektiven Nutzung von Datenverarbeitung beim Monitoring und zur Optimierung von Abfallstoffströmen.

Ausgangsüberlegung ist hierbei, dass ein sinnvolles Stoffstrommanagement nur mit einem strukturierten Daten- und Informationsmanagement möglich ist. Die strukturierte Datenaufnahme und Weitergabe sowie die Aufbereitung von Abfallstoff-Informationen zwischen Abfallproduzent, Entsorger und Behörden setzt entsprechende Strukturen zur Eingabe und Speicherung dieser Daten voraus. In der traditionellen Abfallwirtschaft liegen die benötigten Daten oft nur in Form von handschriftlichen Notizen, dezentral organisierten Merkblättern oder Aktenordnern vor.

Im ungünstigsten Fall sind die Informationen nirgends fixiert und nur „in den Köpfen“ der beteiligten Arbeitskräfte vorhanden. Die Grundlage eines DV-gestützten Managementsystems für Abfallstoffströme ist eine Abfalldatenbank, in der eine größtmögliche Vielfalt an abfallspezifischen Informationen enthalten ist. Die Erstellung einer Abfalldatenbank ist daher der erste Schritt bei der Realisierung eines Informationssystems für Abfallstoffströme. In der vorliegenden Arbeit wird dieser wichtige Schritt auf der Grundlage von mehreren Projekten des Fachbereiches 3 der Hochschule Bremen (Bauingenieurwesen / Internationaler Studiengang für Umwelttechnik) vollzogen.

Zusätzlich wurden eigene Recherchen bei einem Abfallentsorger im Ruhrgebiet durchgeführt und eine Entsorger-Sofware-Lösung, die bei einem rheinischen Entsorgungsbetrieb eingesetzt wird, betrachtet. Anschließend wird ein Abfallmanagementprogramm für Abfallerzeuger untersucht. Es werden Vorschläge zur Optimierung dieser DV-Lösungen im Hinblick auf die Anforderungen eines strukturierten Datenaustausches entwickelt. Ein weiterer Ansatz für Optimierungen ist das Nachweisverfahren, das zu einer enormen Papierflut geführt hat. In diesem Zusammenhang werden Möglichkeiten des strukturierten Datenaustausches diskutiert. Ein wesentliches Ergebnis der vorliegenden Arbeit ist ein voll funktionsfähiges Programm, mit dem alle Abfalldaten mit Stammdatencharakter, die für ein sinnvolles Stoffstrommanagement und zu einer rechtssicheren Einstufung notwendig sind, erfasst und als Abfalldatenblatt ausgegeben werden können.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
2. AUSGANGSSITUATION 2
2.1 VORAUSGEGANGENE PROJEKTE 2
2.1.1 QUASIMODA-Konzept 2
2.1.2 RITTS-Projekt 5
2.1.3 Entwicklung einer Konzeption zur Datensammlung für Stoffstrommanagement in Industriebetrieben 7
2.2 ABFALLRECHTLICHE GRUNDLAGEN 7
3. DV-GESTÜTZTES ABFALLDATENMANAGEMENT IN UNTERNEHMEN 12
3.1 BETRACHTUNG EINER KOMPLETTLÖSUNG FÜR EINEN ABFALLENTSORGER 12
3.2 BETRIEBSINTERN PROGRAMMIERTE EDV-LÖSUNG EINES ENTSORGERS 15
3.3 PROGRAMM ZUM BETRIEBLICHEN ABFALLMANAGEMENT EINES ABFALLERZEUGERS 18
3.4 ERGEBNISSE 20
4. ERSTELLUNG EINER ABFALLDATENBANK 22
4.1 UMSETZUNG IN EIN LASTENHEFT / PFLICHTENHEFT 22
4.1.1 Lastenheft 22
4.1.2 Pflichtenheft 23
4.2 ERSTELLUNG EINES LASTENHEFTES 25
4.2.1 Zielbestimmung 25
4.2.2 Produkteinsatz 25
4.2.3 Produktfunktionen 25
4.2.4 Produktdaten 26
4.2.5 Produktleistungen 26
4.2.6 Qualitätsanforderungen 26
4.3 ERSTELLUNG EINES PFLICHTENHEFTES 27
4.3.1 Zielbestimmung 27
4.3.2 Produkteinsatz 28
4.3.3 Produktumgebung 28
4.3.4 Produktfunktionen 29
4.3.5 Produktdaten 31
4.3.6 Produktleistungen 36
4.3.7 Benutzungsschnittstelle 37
4.3.8 Globale Testfälle 37
4.3.9 Qualitätsbestimmung 38
4.3.10 Entwicklungsumgebung 38
4.4 PROGRAMMIERUNG 39
4.4.1 Auswahl einer geeigneten Entwicklungsumgebung 39
4.4.2 Struktur der Datenhaltung 39
4.4.3 Gestaltung der Benutzeroberfläche 41
4.4.4 Datensatzoperationen 42
4.4.5 Abfragen 42
4.4.6 Ausgabemöglichkeiten 43
4.4.7 Datenexport 43
4.4.8 BUDAN-Schnittstelle 43
4.5 DECKBLÄTTER 45
4.6 FORMBLÄTTER 45
4.6.1 Formblatt 45
4.6.2 Inhaltliche Beschreibung der Anwendung 46
4.6.3 Bedienungshinweise 54
4.7 IMPLEMENTATION IN BESTEHENDE EDV-UMGEBUNG 57
5. DISKUSSION UND WEITERE OPTIMIERUNGSANSÄTZE 59
6. SCHLUßBETRACHTUNG 61
7. LITERATURVERZEICHNIS 64
7.1 VERWENDETE LITERATUR 64
7.2 ERGÄNZENDE LITERATUR 65
7.3 RECHTSVORSCHRIFTEN 70
8. ANHANG 72
8.1 ANHANG I: AUSGEWÄHLTE FORMBLÄTTER DES NACHWEISVERFAHRENS 72
8.2 ANHANG II: CD-ROM 81
8.3 ANHANG III: EINGABEBEREICHE VON ABFALLWIRTSCHAFTLICHER SOFTWARE 82
8.4 ANHANG IV: EINGABEBEREICHE DER ABFALLDATENBANK ALS ÜBERSICHTSPLAN 83

Automatisiert erstellter Textauszug:

Abfalldatenbank Die untersuchten Softwarelösungen kommen den Anforderungen an ein strukturiertes Abfalldatenmanagement in einigen Punkten sehr nahe. Allen Produkten fehlt jedoch ein umfassendes Modul zur rechtssicheren Einstufung von Abfällen. Ein Modul dieser Art kann entweder als Insellösung neben dem bestehenden System geführt werden oder in eine übergreifende Gesamtlösung integriert werden. Eine pauschale Antwort auf die Frage, welche der beiden vorgenannten Möglichkeiten die bessere ist, kann nicht gegeben werden. Eine individuelle, auf die Geschäftsprozesse und Personalstruktur des Unternehmens abgestimmte Untersuchung ist in jedem Fall notwendig. Die Integration einer Abfalldatenbank in eine übergreifende Gesamtlösung hat den Vorteil, dass durch andere Programmteile direkt auf ihre Daten zugegriffen werden kann. Eine wichtige Anforderung an eine Abfalldatenbank ist die Aufnahme von betriebsinternen Artikelbezeichnungen mit Artikelnummern, die zur eindeutigen Identifizierung innerhalb des Betriebes dienen, und über die ggf. Verknüpfungen zur Kunden- oder Preistabelle erstellt werden können. Ein weiterer Inhalt der Abfalldatenbank sollte die Charakterisierung gemäß Nachweisverordnung - NachwV (Deklarationsanalyse) sein. Da es sich hierbei um Parameter handelt, die erst die Einstufung in bestimmte Kategorien ermöglichen, können sie in der Abfalldatenbank gespeichert werden. [...]

Bilanzen wieder. Eine Differenzierung nach Anfallstellen und Entsorgungswegen ist möglich. Der Eingabebereich für die Erfassung der Abfalldaten gliedert sich in zwei Teile. Im oberen Teil wird immer der aktuell bearbeitete Datensatz angezeigt, und zwar mit interner Abfallbezeichnung, Abfallschlüsselnummer sowie Anfallstelle, Entsorgungsmenge und Bilanzmenge in t mit einem Hinweis, ob potenziell konzept- oder bilanzpflichtig oder nicht. Im unteren Bereich können über Reiterkarten die folgenden Bereiche angewählt werden: • Entstehung • Entsorgung • Transporteur/Einsammler • Mengen&Kosten • Konzept • Analytik • Nachweisdaten • Nachweisführung • Bevollmächtigung/Rechnungsempfänger. Eine Kernfunktion des Programmes ist die Möglichkeit, Abfallbilanzen und Konzepte auszudrucken, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Zusätzlich ist eine Zuordnung zu Kostenstellen und eine einfache Form der Nachweisverwaltung möglich. Ein Datenexport zum Austausch z.B. mit Behörden ist vorgesehen, hierfür ist das sog. DbaseFormat vorgesehen. Die BUDAN-Schnittstelle ist aber in der Version 2.0 noch nicht implementiert. [...]

Von der Niedersächsischen Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall (NGS) wurde der sog. NGS-Abfallmanager entwickelt [NGS, 1999]. Mit diesem Programm können detaillierte Abfalldaten wie Menge, Kosten und Entsorgungswege eines Abfalls, jeweils nach Entsorgungsvorgängen und Kostenstellen aufgeschlüsselt, erfasst und ausgewertet werden. Der NGS-Abfallmanager ist in die Bereiche Erfassung, Auswertung und Verwaltung gegeliedert. Der Erfassungsbereich beinhaltet die betriebsspezifischen Stammdaten sowie Abfalldaten des Erzeugers. Die betriebsspezifischen Stammdaten enthalten Informationen über Anfallstellen, Kostenstellen und Kostenarten, Transporteure und Einsammler sowie Entsorger. Parallel zu den betrieblichen Stammdaten ist ein Abfallkatalog hinterlegt, in dem alle im Betrieb anfallenden Abfälle mit betriebsinternen Bezeichnungen hinterlegt werden können. Diesen Bezeichnungen werden EAK-Schlüssel zugeordnet, die mit weiteren Informationen wie Überwachungsbedürftigkeit, Sammelentsorgungsgrenze und einem Umrechnungsfaktor t/m³ verknüpft sind. Die Zuordnung von EAK-Schlüsseln ist beispielhaft im Anhang dargestellt. [...]

Arbeit zitieren:
Pick, Tasso Februar 2000: Entwicklung eines DV-gestützten Informationssystems für Abfallstoffströme, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Abfall, Datenbank, Kreislaufwirtschaft, Müll, Stoffstrommanagement

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