Die Entwicklung von CRS zu E-Commerce in der Tourismuswirtschaft
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Kremena Kantcheva
- Abgabedatum: Oktober 2001
- Umfang: 148 Seiten
- Dateigröße: 1,4 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Technische Universität Dresden Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5435-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5435-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5435-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Kantcheva, Kremena Oktober 2001: Die Entwicklung von CRS zu E-Commerce in der Tourismuswirtschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Electronic Commerce, Fluggesellschaften, Destinationen, Reiseveranstalter
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Diplomarbeit von Kremena Kantcheva
Einleitung:
Wirtschaft und Gesellschaft stehen zum Beginn des 21. Jahrhunderts vor grundlegenden Veränderungen, verursacht und beschleunigt durch die Globalisierung und die Entwicklung der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK). Die sogenannten neuen Medien – wie z. B. das Internet, die verschiedenen Online-Dienste und interaktives Fernsehen – verändern die ökonomischen Rahmenbedingungen bedeutend. Die elektronische Vernetzung und damit auch die verbundene Digitalisierung der Geschäftswelt schreitet weltweit voran, was zur Entstehung einer neuen Industrie führte, die „New Economy“. Der Einsatz der neuen Medien erlangte in den vergangenen Jahren besonders im Marketingbereich eine große Bedeutung.
Information und Kommunikation haben für die Tourismuswirtschaft eine besondere Bedeutung, bedingt durch die Besonderheiten der touristischen Märkte und Produkte. IuK-Technologien sind eine wichtige Verbindung zwischen Leistungsträgern, Reiseveranstaltern, Reisemittlern und Endkunden. Als zentrales Element sind sie ein strategisch wichtiger Erfolgsfaktor und eine unentbehrliche Voraussetzung eines globalen Tourismus. Der erste bedeutende Einsatz von IuK-Technologien in der Tourismuswirtschaft erfolgte bereits Ende der 60er Jahre in Gestalt der Computerreservierungssysteme (CRS) in der US-Luftfahrt.
Das Ziel der Diplomarbeit ist es, einen Überblick über den Entwicklungsprozess von CRS und die ab Mitte der 90er Jahre parallel entstehende Entwicklung der elektronischen Geschäftsabwicklung in der Tourismuswirtschaft zu geben.
Gang der Untersuchung:
Zunächst erfolgt im zweiten Kapitel die Darstellung der CRS als Grundlage der weiteren Entwicklungen der neuen Medien. Neben den Ausführungen zu den wichtigsten Leistungskomponenten und der Entwicklungsgeschichte in den USA und Europa, erfolgt auch die Vorstellung der wichtigsten nationalen und globalen CRS.
Kapitel drei befasst sich mit den theoretischen Grundlagen des E-Commerce und des elektronischen Marktes. Dabei wird auf den Stand der wissenschaftlichen Diskussion in Bezug auf die Auslegungen beider Begriffe eingegangen, sowie die Marktteilnehmer und die Transaktionsbereiche des E-Commerce abgegrenzt. Nach dieser theoretischen Einführung in die Grundlagen und Rahmenbedingungen des E-Commerce werden die Auswirkungen auf die Wertschöpfungsketten und die damit verbundene Veränderung der klassischen Vertriebswege und –strukturen in der Tourismuswirtschaft skizziert. Anschließend wird auf einige Zahlen und Prognosen zum Online-Vertrieb von Reiseleistungen eingegangen.
Das vierte Kapitel beschreibt die verschiedenen E-Commerce-Aktivitäten auf der Anbieterseite, speziell bei Fluggesellschaften, Hotels, Reiseveranstaltern, Reisemittlern und Destinationen. Dabei wird versucht, anhand von Praxisbeispielen, bei Berücksichtigung der sich herausbildenden Trends, den unterschiedlichen Entwicklungsstand und bestehende Probleme in den jeweiligen Bereichen darzustellen. Ein besonderer Schwerpunkt wird auch auf die neuesten Entwicklungen im Bereich der CRS gelegt.
Die Beschreibung der Hemmnisse des E-Commerce aus Nachfragersicht sowie weiterer Problemfelder auf die Anbieterseite sind Gegenstand des fünften Kapitels. Dabei sind u. a. Probleme der Transaktions- und Datensicherheit beider Sichtweisen sowie die fehlende Kundenbindung bei dem Online-Nachfrager wichtige Aspekte.
Im abschließenden sechsten Kapitel erfolgt nach der Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse ein Ausblick über die weitere Entwicklung des E-Commerce in der Tourismuswirtschaft.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Tabellenverzeichnis | VI | |
| Anhangsverzeichnis | VII | |
| Abkürzungsverzeichnis | VIII | |
| 1. | Einführung | 1 |
| 2. | CRS in der Tourismuswirtschaft | 4 |
| 2.1 | Definition und Leistungskomponenten | 4 |
| 2.2 | Historische Entwicklung der CRS | 8 |
| 2.2.1 | Die Entwicklungen in den USA | 8 |
| 2.2.2 | Die Entwicklungen in Europa | 9 |
| 2.3 | Arten von CRS: Kurzcharakteristik und Beispiele | 11 |
| 2.3.1 | Klassifizierung der CRS | 11 |
| 2.3.2 | Regionale CRS | 13 |
| 2.3.3 | Nationale CRS | 14 |
| 2.3.3.1 | Start Amadeus | 14 |
| 2.3.3.2 | Merlin | 17 |
| 2.3.4 | Globale CRS (GDS) | 18 |
| 2.3.4.1 | Amadeus | 19 |
| 2.3.4.2 | Galileo | 20 |
| 2.3.4.3 | Sabre | 21 |
| 2.3.4.4 | Worldspan | 22 |
| 3. | Grundlagen und Rahmenbedingungen des E-Commerce in der Tourismuswirtschaft | 24 |
| 3.1 | Internet als Basis des elektronischen Geschäftsverkehrs | 24 |
| 3.2 | E-Commerce | 25 |
| 3.2.1 | Der Begriff des E-Commerce | 25 |
| 3.2.2 | E-Commerce im engeren Sinne | 26 |
| 3.2.3 | E-Commerce im weiteren Sinne | 27 |
| 3.3 | Marktteilnehmer und Transaktionsbereiche des E-Commerce | 28 |
| 3.4 | Elektronischer Tourismusmarkt | 31 |
| 3.4.1 | Der Begriff des Tourismusmarktes | 31 |
| 3.4.2 | Der Begriff des elektronischen Marktes | 31 |
| 3.4.3 | Merkmale und Bereiche des elektronischen Marktes | 33 |
| 3.5 | Veränderungen der touristischen Branchenstruktur durch den E-Commerce | 35 |
| 3.5.1 | Veränderungen der touristischen Wertschöpfungskette | 35 |
| 3.5.2 | Strukturveränderungen des Wettbewerbs | 41 |
| 3.6 | Eignung von touristischen Produkte für den E-Commerce | 42 |
| 3.7 | E-Commerce-Umsätze und deren Wachstumspotentiale | 44 |
| 4. | Ausprägungen des E-Commerce in der Tourismuswirtschaft: Praxisbeispiele und aktuelle Entwicklungen | 49 |
| 4.1 | Beherbergungsindustrie | 49 |
| 4.1.1 | Kurzcharakteristik und traditionelle Vertriebswege | 49 |
| 4.1.2 | Integrierte Unternehmensstrategien | 50 |
| 4.1.2.1 | Hotelkooperationen | 50 |
| 4.1.2.2 | Gemeinsame Hotel-Portale | 52 |
| 4.1.3 | Internetbasierte Entwicklungen im Bereich der Reservierungssysteme | 53 |
| 4.1.4 | Zwischenfazit | 54 |
| 4.2 | Fluggesellschaften | 55 |
| 4.2.1 | Kurzcharakteristik und traditionelle Vertriebswege | 55 |
| 4.2.2 | Integrierte Unternehmensstrategien | 57 |
| 4.2.2.1 | Lufthansa: InfoFlyway | 57 |
| 4.2.2.2 | Gemeinsame Airline-Portale | 62 |
| 4.2.3 | Zwischenfazit | 63 |
| 4.3 | Reiseveranstalter | 64 |
| 4.3.1 | Kurzcharakteristik und traditionelle Vertriebsweg | 64 |
| 4.3.2 | Integrierte Unternehmensstrategien | 66 |
| 4.3.2.1 | TUI Group | 66 |
| 4.3.2.2 | C&N Touristik | 68 |
| 4.3.3 | Integration der Reisebüros in die E-Commerce-Strategien der Reiseveranstalter | 70 |
| 4.3.4 | Zwischenfazit | 71 |
| 4.4 | Reisemittler | 71 |
| 4.4.1 | Kurzcharakteristik | 71 |
| 4.4.2 | Traditionelle Reisebüros | 73 |
| 4.4.3 | Online-Reisebüros | 75 |
| 4.4.4 | Internetbasierte Schnittstellen und CRS-Anwendungen | 78 |
| 4.4.5 | Zwischenfazit | 81 |
| 4.5 | Destinationen | 83 |
| 4.5.1 | Kurzcharakteristik | 83 |
| 4.5.2 | Integration von E-Commerce im Marketing einer Destination | 84 |
| 4.5.3 | Elektronische Marktplätze für Destinationen von kommerziellen Anbietern | 89 |
| 4.5.4 | Zwischenfazit | 91 |
| 5. | Problemfelder und Hemmnisse des E-Commerce in der Tourismuswirtschaft | 93 |
| 5.1 | Anbietersicht | 93 |
| 5.2 | Nachfragersicht | 97 |
| 6. | Fazit | 103 |
| Literaturverzeichnis | XII | |
| Anhang | XXVI |
4.2.2.1 Lufthansa: InfoFlyway Die Direktvertriebsstrategie der LH umfasst den stationären Schalterverkauf an Flughäfen, den Verkauf über eigene Call Center und Stadtbüros sowie den Verkauf über das Internet. Das Internet wird von der LH nicht nur als Vertriebskanal, sondern auch als Marketing- und Service-Instrument (z. B. für Produktinformationen) und Kundenbindungstool (z. B. Online-Anmeldung zum Vielfliegerprogramm Miles & More und deren Kontostandsabfrage) genutzt. Die LH erkannte früh die Relevanz des Internets und begann bereits 1995 mit der Entwicklung ihrer Web-Site (mit dem Direktbuchungskanal „InfoFlyway“), die 1996 ins Netz gestellt wurde.1 Die LH sieht im E-Commerce ein wichtiges Wachstumsfeld des Konzerns und versucht, mit ihrer Multi-Channel-Strategie die Kanäle Reisebüro, Consolidator2, Call Center und Internet effektiv zu verknüpfen. Ziel dieses Ansatzes ist, alle Formen der Kommunikation mit den Kunden zu nutzen und hohe Kundenzufriedenheit zu erreichen.3 Mit dem in Abb. 6 dargestellten Konzept, das in dieser Form zuerst zur ITB 2000 präsentiert wurde, will die LH u. a. neue und globale Vertriebskanäle aufbauen sowie eine stärkere Kundenbindung, Senkung der Vertriebs- und Prozesskosten und Reduktion der Abhängigkeit von Absatzmittlern erreichen. Im Anschluss erfolgt die Darstellung der komplexen E-Commerce-Strategie der LH anhand [...]
sowie Call Centern im In- und Ausland. Der größte Teil der Flugtickets wird aber indirekt über Reisebüros, v. a. IATA-Büros, verkauft.1 Große Bedeutung für Vertrieb und Marketing der Fluggesellschaften haben, wie bereits in den Abschnitten 2.1 und 2.2 dargestellt, die CRS. Die Rahmenbedingungen in der Airline-Branche veränderten sich im Laufe der Jahre (u. a. durch Globalisierung, Deregulierung und Liberalisierung der Märkte), was zu einem großen Wettbewerbsdruck und einem Preis- und Ertragsverfall führte. Folglich wurden Vertriebsrationalisierung und Kostenmanagement zu bedeutenden Erfolgsfaktoren in der Branche. Die Vertriebskosten stellen, neben Aufwendungen für Gebühren und Treibstoff, einen der größten Kostenblöcke dar.2 Viele Fluggesellschaften bauen derzeit ihren Direktvertrieb weiter aus, besonders vorangetrieben durch den frühzeitigen Einsatz der neuen Medien. Dabei stehen sie (sowie auch viele andere Leistungsträger und Reiseveranstalter) vor dem Problem, dass sie auf der einen Seite die vielfältigen Vorteile und Chancen der neuen Medien einsetzen wollen, aber auf der anderen Seite Rücksicht auf ihren derzeit wichtigsten Absatzweg, die Reisebüros, nehmen müssen.3 Als nächstes wird im Abschnitt 4.2.2.1 die vielfältige E-Commerce-Strategie der LH skizziert. Darauffolgend wird auf den sich immer mehr durchsetzenden Entwicklungstrend zur Bildung von Airline-Portalen in den USA und Europa eingegangen. [...]
Die Luftfahrtindustrie ist ein bedeutender und vielfältiger Teil der Tourismusindustrie. Internationale Linienfluggesellschaften und Organisationen, Charterfluggesellschaften, nationale Linienfluggesellschaften, Personen- und Frachtverkehr sind u. a. Teile der Flugindustrie. Neben der LH als einer der größten international operierenden Fluggesellschaften, existieren in Deutschland nur wenige bedeutende Charterfluggesellschaften, wie z. B. Condor (Tochtergesellschaft der LH), LTU/LTS, Hapag Lloyd und Aero Lloyd. International sind ca. 200 Fluggesellschaften im Dachverband des kommerziellen Luftverkehrs IATA zusammengeschlossen. Immer wichtiger im internationalen Flugverkehr werden seit Ende der 90er Jahre strategische Allianzen, wie z. B. die Star Alliance.1 Auf direktem Weg erfolgt der Absatz von Flugleistungen durch die von den Fluggesellschaften unterhaltenen eigenen Verkaufs- und Reservierungsbüros [...]
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Kantcheva, Kremena Oktober 2001: Die Entwicklung von CRS zu E-Commerce in der Tourismuswirtschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
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