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Entwicklung einer Broadcast Identity am Beispiel eines Kultur- und Veranstaltungshauses

Entwicklung einer Broadcast Identity am Beispiel eines Kultur- und Veranstaltungshauses
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Birgit Damerow
  • Abgabedatum: Juli 2001
  • Umfang: 115 Seiten
  • Dateigröße: 32,6 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Beuth Hochschule für Technik Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4474-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4474-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4474-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Damerow, Birgit Juli 2001: Entwicklung einer Broadcast Identity am Beispiel eines Kultur- und Veranstaltungshauses, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Design, Fernsehen, Programming, Sonderwerbeformen, TV

Diplomarbeit von Birgit Damerow

Einleitung:

Besonders bei jüngeren Menschen ist eine Abkehr vom geschriebenen Wort hin zu bewegten audio-visuellen Medien immer stärker zu verzeichnen. Zudem geht von diesen Medien eine starke emotionale Wirkung aus. Sie sprechen den Zuschauer über mehrere Sinne gleichzeitig an und entfalten dadurch ein enormes Wirkungspotenzial. Diese Eigenschaften machen die Broadcast-Medien zu einem idealen Kanal für die Übermittlung von Werbebotschaften. Daneben wird jedoch auch beobachtet, dass gerade junge Menschen heute wesentlich kompetenter mit diesen Medien umgehen. Die Autorität dieser Medien ist gesunken und offensichtliche Beeinflussungsmuster werden schnell durchschaut und verfehlen ihre Wirkung. Oftmals flimmert gerade der Fernseher nur unbeachtet im Hintergrund und wird nicht bewusst konsumiert. Werbung wird sogar besonders ablehnend oder auch gar nicht aufgenommen. Vor diesem Hintergrund müssen neue Strategien für die werbliche Präsenz in den Broadcast - Medien entwickelt werden.

Gang der Untersuchung:

Inhalt dieser Diplomarbeit ist die Entwicklung einer Broadcast Identity für das Kultur- und Veranstaltungshaus Waschhaus e. V. in Potsdam (im Folgenden „Waschhaus“ genannt). Mit dem Auftrag zur Entwicklung einer Broadcast Identity strebt das Waschhaus eine wirksamere Werbeansprache des Zielpublikums an. Vor diesem Hintergrund soll die Präsenz des Waschhauses in Rundfunkmedien konzipiert und produziert werden. Im Hinblick auf den werblichen Verwendungszweck werden zu Beginn grund-legende Marketing- und Kommunikationsmechanismen zwischen Werbenden und Umworbenen beschrieben. Dazu zählt auch das Darstellen des Corporate-Identity-Konzeptes als modernes Bindeglied aller Marketing-Aktivitäten eines Unternehmens. Daran schließt sich die nähere Betrachtung des Kommunikationsbereiches Werbung an. Dies erfolgt im Wesentlichen durch das Beleuchten ihrer Wechselwirkungen und der daraus resultierenden Komplexitätihres Planungsprozesses. Die Beschreibung unterschiedlicher Zielgruppentypologien in der Marktforschung schließt diesen Komplex ab. Bei der Entwicklung der Broadcast Identity des Waschhauses liegt besonderes Augenmerk auf einer möglichst effizienten Ansprache der Werbezielgruppe. Daran muss sich nicht nur die inhaltliche und formelle Gestaltung sondern auch die Wahl der Sendeplattform und des Sendeformates orientieren.

Aus diesem Grund erfolgt im zweiten Teil eine detaillierte Untersuchung der in Betracht kommenden Medien. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Hauptmedium Fernsehen. In diesem Rahmen werden werberelevante Entwicklungen aufgezeigt und auf die Organisation der Fernsehzuschauerforschung als Mittel zur Erlangung medienspezifischer Kenngrößen eingegangen. Anhand des Mediums Fernsehen werden auch die innovativen Werbemöglichkeiten aufgezeigt und bewertet. Dabei kommt dem besonderen Spannungsfeld zwischen Medienverhalten der Zuschauer, werblichen Kommunikationsabsichten und gesetzlichen Rahmenbestimmungen die besondere Aufmerksamkeit zu. Die modernen Werbemöglichkeiten lassen sich vom Fernsehen auch auf weitere Medien übertragen. Daher werden nachfolgend auch Videosysteme und Mediendienste charakterisiert. Abschließend wird auf den Bereich der Elektronischen Außenwerbung eingegangen, da durch neue Übertragungstechniken eine dem Fernsehen ähnliche Werbeansprache auch im öffentlichen Raum möglich wird.

Im dritten Teilabschnitt wird das Waschhaus, als der Auftraggeber der Broadcast Identity, vorgestellt. Das Veranstaltungsangebot, organisatorische Zusammenhänge und auch Perspektiven werden hier skizziert. Den Kern dieses Abschnittes bildet die Beschreibung aller Bestandteile der Corporate Identity des Waschhauses, da sich die Broadcast Identity hier nahtlos in die bisherigen Werbe- und Kommunikationsaktivitäten einreihen soll.

Der vierte Bereich zeigt den Prozess der Entwicklung des Konzeptes der Broadcast Identity. Hier werden die aus allen vorangegangenen Untersuchungen gewonnenen Erkenntnisse mit den Belangen des Waschhauses gekoppelt und zu einer Kommunikationsstrategie gebündelt. Die einzelnen Variablen der Werbeplanung werden dabei schrittweise analysiert und einander angepasst. Dies umfasst auch die Entwicklung medienadäquater Gestaltungsrichtlinien. Als Resultat liegen die Produktions- und Senderichtlinien für die Broadcast Identity vor.

Auf Basis des entwickelten Konzeptes erfolgt im letzten Teil die Produktion der Broadcast Identity. Dabei werden die erarbeiteten Gestaltungsrichtlinien in den ersten Sendeformaten praktisch umgesetzt. In der Beschreibung der Produktionsphase wird auch auf den Fernsehstandard in Deutschland und seine technischen Auswirkungen auf die Konzeption und Produktion der Broadcast Identity eingegangen. Näher erläutert wird zudem die Produktion der Videoaufnahmen und die Vorgehensweise bei der Erstellung der Sendebeiträge an einem Desktop-Video-System. Die Herstellung der für den Start der Broadcast Identity erforderlichen ersten vier Sendebeiträge wird zugleich die auf Dauer nutzbare Produktionsstruktur der Broadcast Identity hervorbringen. Dabei wirkende Einflussfaktoren sowie deren Berücksichtigung bei der praktischen Umsetzung bilden den Mittelpunkt der Beschreibungen zum letzten Abschnitt dieser Diplomarbeit.

Der Begriff Broadcast Identity setzt sich aus den englischen Wörtern to broadcast (ausstrahlen, senden, übertragen, „im Fernsehen bringen“) und identity (Identität, Persönlichkeit, Erkennung) zusammen. Die Broadcast Identity bestimmt die Corporate-Identity-Politik eines Unternehmens bezogen auf Rundfunkmedien. Je nach Art des Unternehmens und Zweck dieser Medienpräsenz können sich dabei unterschiedlichste Ausprägungen einer Broadcast Identity ergeben. Das Waschhaus möchte in diesen Medien langfristig ein Werbemittel positionieren. Daraus abgeleitet bezieht sich meine Arbeit auf die Konzeption und Produktion einer werbewirksamen konsistenten Präsenz des Waschhauses in Medien, die durch Rundfunktechnik ihre Programme übertragen. Dabei sind für das Waschhaus nur die Medien von Bedeutung, die dynamische Inhalte in Form von Wort, Bild und Ton ausstrahlen. Ausgegrenzt sind der Bereich des reinen Hörfunks und auch interaktive Medien.

Zum Aufbau der Präsenz in den Broadcast-Medien wird im Rahmen dieser Diplomarbeit eine medienadäquate Kommunikations- und Gestaltungsstrategie konzipiert und umgesetzt, die den werblichen Zielen des Waschhauses gerecht wird. Die Wahrnehmung des Waschhauses in den Broadcast-Medien wird durch die Verknüpfung von Sendeplattform, Sendeformat, Sendeplazierung und Sendedesign geprägt. Das Entwickeln einer zweckmäßigen und effizienten Synthese dieser Faktoren steht daher im Blickpunkt dieser Diplomarbeit. Dabei soll ein neues Kommunikationsmittel für das Waschhaus entstehen, dass die bisherige Corporate-Identity Politik aufgreift und ergänzt. Zudem müssen alle einwirkenden Faktoren auf eine dauerhafte Nutzung ausgerichtet werden, da dies der entscheidende Schlüssel ist, um die gewünschte Profilierung in den Broadcast-Medien zu erreichen. Dabei findet auch die Berücksichtigung der Finanzierung Beachtung. Dies zieht nicht nur das Verhandeln mit Medienvermarktern sondern auch das Schaffen einer kostengünstigen Produktionsstruktur nach sich und ist ebenfalls Bestandteil der Arbeit.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Einführung 1
1.2 Aufgabenstellung 2
1.3 Abgrenzung des Themas 4
2. Grundlagen 5
2.1 Kommunikationswandel 5
2.2 Corporate Identity 6
2.3 Marketing und Kommunikation 7
2.4 Die Teilinstrumente der Kommunikationspolitik 8
2.5 Werbung 11
2.5.1 Der werbliche Kommunikationsprozess 11
2.5.2 Der Prozess der Werbeplanung 12
2.6 Zielgruppentypologien in der Marktforschung 14
2.6.1 Soziodemographischer Ansatz 14
2.6.2 Die Sinus-Milieus 14
2.6.3 Mindsets 16
3. Die Medien der Broadcast Identity 19
3.1 Medienklassen 19
3.2 Rundfunk in Deutschland 20
3.3 Werbemedium Fernsehen 21
3.3.1 Entwicklung des Zielgruppenfernsehens 22
3.3.2 Fernsehzuschauerforschung 22
3.4 Fernsehwerbung 24
3.5 Sonderwerbeformen 25
3.5.1 Narrow Casting 26
3.5.2 Reminderwerbung (Tandemspots) 27
3.5.3 Sponsoring 27
3.5.4 Teletext 29
3.5.5 Split Screen 30
3.5.6 Uhrenpatronat 31
3.5.7 Virtuelle Werbung 32
3.5.8 Video News Release / Programming 33
3.5.9 Game- und Gewinnshows 34
3.5.10 Sonstige 34
3.5.11 Ausblick 36
3.6 Werbemedium Videosystem 37
3.7 Werbemedium Mediendienst / Digitaler Rundfunk 38
3.8 Elektronische Außenwerbung 40
4. Der Auftraggeber Waschhaus e.V. 42
4.1 Das Angebot 42
4.1.1 Konzerte / Parties / Kino 42
4.1.2 Bildende Kunst 43
4.1.3 Tanzstudio “Offizze” 43
4.1.4 Sonstige 44
4.2 Perspektiven 44
4.3 Corporate Identity 45
4.3.1 Corporate Mission 45
4.3.2 Corporate Design 45
4.3.3 Corporate Communication 49
4.3.4 Corporate Behaviour 51
5. Konzeption der Broadcast Identity 53
5.1 Briefing 53
5.2 Vorplanung 54
5.2.1 Eingrenzung der Zielgruppe 55
5.2.2 Eingrenzung der Medien 58
5.3 Medienanalyse 59
5.3.1 Fernsehen in der Zielregion 59
5.3.2 Lokalfernsehen 60
5.3.3 Potsdamer Stadtfernsehen (PSF) 62
5.3.4 Elektronische Außenwerbung in der Zielregion 64
5.3.5 Fahrgastinformationssystem mobil info 66
5.4 Werbemittelplanung 68
5.5 Sendeplazierung 72
5.6 Gestaltungsrichtlinien 72
5.6.1 Zeitliches Gestaltungsraster 72
5.6.2 Visuelle Gestaltung 74
5.6.3 Flächenraster 74
5.6.4 Formen 76
5.6.5 Farben 76
5.6.7 Video 79
5.6.8 Text 79
5.6.9 Akustische Gestaltung 80
6. Produktion der Broadcast Identity 83
6.1 PAL-Fernsehen 83
6.1.1 Sichere Farben 85
6.1.2 Sichere Bildbereiche 86
6.2 Ressourcen 86
6.2.1 Video 86
6.2.2 Audio 89
6.3 Aufbau der Produktionsstruktur 89
6.3.1 Logische Gliederung und Projektaufbau 91
6.3.2 Erstellen von Bildelementen 93
6.3.3 Prerendering 94
6.3.4 Proxies 95
6.4 Ausgabe 95
7. Ausblick und Zusammenfassung 97
8. Abbildungsverzeichnis 99
9. Literaturverzeichnis 100

Arbeit zitieren:
Damerow, Birgit Juli 2001: Entwicklung einer Broadcast Identity am Beispiel eines Kultur- und Veranstaltungshauses, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Design, Fernsehen, Programming, Sonderwerbeformen, TV

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