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Entwicklung eines Beratungsproduktes basierend auf der Theorie der Nutzeninnovationen für die Strategieberatung von kleinen und mittelständigen Unternehmen in Deutschland

Entwicklung eines Beratungsproduktes basierend auf der Theorie der Nutzeninnovationen für die Strategieberatung von kleinen und mittelständigen Unternehmen in Deutschland
Über dieses Buch
  • Art: MA-Thesis / Master
  • Autor: Carsten Siegemund
  • Abgabedatum: Juli 2007
  • Umfang: 94 Seiten
  • Dateigröße: 1,0 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein Deutschland
  • Bibliografie: ca. 46
  • ISBN (eBook): 978-3-8428-1485-1
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Siegemund, Carsten Juli 2007: Entwicklung eines Beratungsproduktes basierend auf der Theorie der Nutzeninnovationen für die Strategieberatung von kleinen und mittelständigen Unternehmen in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Blaue Ozeane, Strategie, Managementberatung, Beratungsprozess, Mittelstandsberatung

MA-Thesis / Master von Carsten Siegemund

Einleitung:

Warum spielen ‘Nutzeninnovationen’ eine wichtige Rolle für kleine und mittelständige Unternehmen (KMU)?

Neben Imitation bilden vor allem Innovationen die Grundlage der Geschäftsdurchführung und Produktion von Waren und Dienstleistungen. Jedes Unternehmen muss mindestens einmal im Lebenszyklus des Produktes eine Innovation hervorbringen, um innerhalb eines Marktes längerfristig konkurrenzfähig zu bleiben. Die Notwendigkeit hierfür steigt kontinuierlich, da neue Unternehmen mit der Zeit in die bestehenden Binnenmärkte eintreten. Zum einen überwinden Sie die bestehenden Marktgrenzen und zum anderen wird durch die internationale Integration der Märkte und deren Öffnung für den globalen Handel Konkurrenz gefördert. Neben den gängigen Innovationsformen wurde im Jahre 2005 ein neuer Typus, die so genannte ‘Wert- oder Nutzensteigernde Innovation’ zum ersten Mal veröffentlicht. Dieser neue Ansatz ist ein wesentlicher Bestandteil einer neuen Strategietheorie, die als ‘Blaue Ozean Strategie’ bekannt wurde. Die Blaue Ozean Strategie fordert Unternehmen auf, aus ihrem gegenwärtigen Marktbereich auszubrechen.

Aber ist diese Art der Innovation wirklich neu und geeignet für eine generelle Managementberatung?

Der Ausdruck ‘Nutzeninnovation’ ist innerhalb der Wirtschaftswissenschaft nicht neu. Jedoch werden Nutzeninnovationen dort in einem kleineren Umfang betrachtet. Die Bedeutung innerhalb der neuen Theorie, die einen neuen Ansatz definiert, vorher nicht identifizierte Märkte zu erobern, ist groß. Sie erfordert eine komplett neue Sichtweise vom Management, Geschäftsprozesse zu planen und durchzuführen. Deshalb werden seine Vorteile nur in einem allgemeinen Strategieansatz offensichtlich.

Kann dieses Konzept für ein Beratungsprodukt zur Unterstützung von kleinen und mittelständigen Unternehmen genutzt werden? Warum sind diese Unternehmen gerade eine geeignete Zielgruppe?

Kleinunternehmen suchen sich häufig eine Marktnische durch eine Produkt- oder Dienstleistungsdifferenzierung, um in den freien Wettbewerbsmärkten konkurrieren und überleben zu können. Normalerweise verwenden Manager Geschäftsstrategien wie Kostenreduktion oder Differenzierung von Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen, um diese Nische zu finden. Dieses Vorgehen begründet sich auf der Annahme, dass eine Kundengruppe innerhalb eines definierten Marktes die gehandelten Waren oder Dienstleistungen auf einem anderen Qualitätsniveau, Preis, Ausstattung oder Funktion wünscht oder benötigt. Könnte diese neue Theorie helfen, neuen Nischen zu erobern oder zu kreieren?

Diese Abhandlung wird Antworten auf die oben gestellten Fragen finden.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 3
Vorwort 5
1. Einführung 8
1.1 Ziel dieser Untersuchung 8
1.2 Struktur 9
1.3 Methodischer Ansatz 10
1.4 Forschung und Verfahren 13
1.5 Grenzen 14
1.6 Quellen 15
2. Markttheorie und Geschäftsstrategien 16
2.1 Die Marktdynamik 16
2.2 Geschäftsstrategie – generischer Ansatz 18
2.2.1 Ansoff Matrix 18
2.2.2 Porter’s Generische Strategien 20
2.3 Geschäftsstrategie – Analytischer Ansatz 21
2.3.1 Porter’s Fünf Kräfte 21
2.3.2 Model der Wertschöpfungskette 22
2.3.3 Hamel’s Kern-Kompetenz und Innovation 23
2.4 Innovationsarten, die diesen Geschäftsstrategien folgen 24
2.5 Managementberatungs-Ansätze 28
2.5.1 Marktwachstum-Marktanteil Matrix 28
2.5.2 Marktattraktivität-Wettbewerbsstärke Matrix 31
3. Warum werden Märkte als Rote Ozeane bezeichnet? 32
4. Strategie Blaue Ozeane 34
4.1 Welche Idee steht hinter der ‘Strategie der Blauen Ozeane’? 34
4.2 Wertinnovation: Das Fundament der Strategie der Blauen Ozeane 35
4.3 Analytische Werkzeuge und Rahmen 37
4.3.1 Die Strategie-Leinwand 37
4.3.2 Rahmen der vier Aktionen 40
4.3.3 Das Beseitigen-Reduzieren-Steigern-Kreieren Raster 42
4.4 Die sechs Prinzipien der Strategie der blauen Ozeane 44
4.4.1 Formulierung der Prinzipien 44
4.4.2 Ausführende Prinzipien 49
4.5 Die Marktdynamik der Wertinnovation 50
4.6 Schlüsselerfolgsfaktoren 51
4.7 Der Blaue Ozean als Sonderform der Differentiation 52
4.8 Stärken und Schwächen 54
4.9 Ergebnisse des Fragebogens und der Interviews 55
5. Kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland 56
5.1 Definition von KMUs 56
5.2 Aktuelle Situation von KMUs 59
5.2.1 Ergebnis der Literaturrecherche 59
5.2.2 Ergebnisse aus den Interviews 59
5.3 Innovations-Verhalten und Strategien 60
5.4 Die Berater-Kunden-Beziehung 62
6. Beratungsansatz für Wertinnovationen 63
6.1 Definition von Managementberatung 64
6.2 Exkurs: Allgemeiner Beratungsprozess 66
6.3 Beratung und Eigenschaften von Beratungskonzepte 68
6.3.1 Ergebnisse der Literaturrecherche 68
6.3.2 Ergebnisse der Interviews und des Fragebogens 70
6.4 Beratung im Mittelstand 71
6.5 Design des Beratungskonzeptes ‘Wertinnovation’ 71
6.5.1 Rahmen 72
6.5.2 Beratungskonzept ‘Wertinnovation’ 72
6.5.2.1 Überblick über das Beratungskonzept 72
6.5.2.2 Phase 1: Initialisierung 73
6.5.2.3 Phase 2: Analyse des aktuellen Status 73
6.5.3.4 Phase 3: Zielsetzungen – Ziele eines Lösungskonzeptes 78
6.5.3.5 Phase 4: Lösungskonzept 79
6.5.2.6 Phase 5: Einführungsplanung 85
6.5.2.7 Phase 6: Berichterstattung und Präsentation 87
6.5.2.8 Phase 7: Einführung 88
6.5.3 Zusammenfassung der Phasen und Werkzeuge 91
7. Zusammenfassung 93
III Bibliografie 95
IV Anhänge 100
A: Abbildungsverzeichnis 100
B: Fragebogen 102
C: Liste der befragten Berater 106
D: Leitfaden der Interviews 108
E: Liste der befragten Experten 111

Textprobe:

Kapitel 5.3, Innovations-Verhalten und Strategien:

Für ihre Strategien betreffend Innovationsverhalten können die Unternehmen nur eine von zwei Kategorien wählen: Sie können als Pioniere auftreten oder als Nachahmer. Zu Beginn der Literaturrecherche für diese Abhandlung erhielt der Autor den Eindruck, dass die Mehrheit der KMUs als Nachahmer auftreten und nur eine kleine Unternehmensgruppe ihre Chance als Pioniere nutzen, um ihr Spektrum der Verkäufe zu verbreitern oder ihre Marktanteile zu verbessern. Die Meinung wurde durch eine Studie vom BDU im Südwesten von Deutschland untermauert. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass 21 Prozent der KMUs in Baden-Württemberg erfinderisch und 45 Prozent nicht wirklich erfinderisch sind. Dieses Resultat wurde durch die Selbstbeschreibung des Management der Unternehmen gewonnen.

Betrachtet man die Tatsache, dass die Existenz der Unternehmen (besonders für KMUs) eine ununterbrochene Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen erfordert, sind diese Zahlen ungewöhnlich niedrig und nicht verständlich.

Für den kleinen Teil der Unternehmen, die als Pioniere auftreten, ist der Prozess, neue Ideen zu entwickeln, kein ungewöhnliches Konzept. Es ist ein Teil ihres Alltagsgeschäfts, neue Produkte und Dienstleistungen zu kreieren. Obwohl der Prozess oft nicht sehr systematisch oder strukturiert ist. Die Entwicklung von Ideen kann intuitiv genannt werden und ist abhängig von einer Person (z.B. dem Inhaber) oder einer kleinen Anzahl von Schlüsselpersonen in dem Unternehmen. 89 Prozent der Interviewpartner einer Untersuchung welche sich mit der Entwicklung und dem Management der Innovationen befasste und ein besonderes Augenmerk auf die Schlüsselpersonen legte, nennt den CEO und das Management als führende Ideengeber. Die ausführlichen Resultate sind wie folgt:

- 89 Prozent der Interviewten nannten den CEO und das Management.

- 80 Prozent der Interviewten sagten, dass die Ideen von den Beschäftigten stammen.

- 79 Prozent der Interviewten erhalten die Ideen von einem guten Kunden-Verhältnis.

- 67 Prozent der Interviewten besprechen neue Ideen mit Lieferanten.

- 56 Prozent der Interviewten nannten ihre Konkurrenten.

- 27 Prozent der Interviewten suchen nach einem Austausch zwischen Forschungsteams und Universitäten.

- Nur 26 Prozent der Interviewten konsultieren einen externen Berater.

Die Konsequenz dieser Strategie mit „weniger Personen“ kann als ungeplanter, unstrukturierter Prozess für die Entwicklung von Geschäftsideen bezeichnet werden. Während das Unternehmen in roten Ozeanmärkten im Wettbewerb steht, benötigt es einen strukturierten Prozess zur Innovationkreation.

Betrachtet man nochmals die Resultate der gleichen Untersuchung liegt die Hauptinnovation regelmäßig in der Optimierung der Unternehmensprozesse und der Entwicklung neuer Produkte.

Arbeit zitieren:
Siegemund, Carsten Juli 2007: Entwicklung eines Beratungsproduktes basierend auf der Theorie der Nutzeninnovationen für die Strategieberatung von kleinen und mittelständigen Unternehmen in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Blaue Ozeane, Strategie, Managementberatung, Beratungsprozess, Mittelstandsberatung

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