Die Entwicklung und Bedeutung des Personalmanagements
Ihre Neustrukturierung und ihr wertschöpfender Beitrag
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jessica Jahn
- Abgabedatum: Oktober 2003
- Umfang: 96 Seiten
- Dateigröße: 558,2 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Merseburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7484-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7484-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7484-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Jahn, Jessica Oktober 2003: Die Entwicklung und Bedeutung des Personalmanagements, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Wertschöpfung, Profit Center, Neustrukturierung, Human Resource, Human Capital
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Diplomarbeit von Jessica Jahn
Einleitung:
In zahlreichen Diskussionen wird derzeit die Frage gestellt, wie das Personalmanagement, aufgrund des sich vollziehenden Wandels, im Unternehmen auszurichten ist, wie ihr Nutzen für die Organisation erhöht und gleichzeitig die Kosten für ihre Dienste gesenkt werden können. Es wurde erkannt, dass Personalmanagement der Schlüssel zum langfristigen Erfolg des Unternehmens ist, doch wie sollen zukünftige Herausforderungen gemeistert werden? Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Fokus von den rein administrativen Aufgaben auf die strategische Bedeutung und Leistung verlagert werden.
Zunächst wird ein Überblick über den sich vollziehenden Wandel und über die historische Entwicklung der Personalarbeit gegeben. Der Wandel erfordert ein Umdenken über die Bedeutung der Personalarbeit für den Unternehmenserfolg, daher wird das „Personal“ als Humanvermögen verstanden und ein Bezug zum Unternehmenserfolg aufgezeigt. Aus der Entwicklung der Personalarbeit und der zunehmenden Bedeutung des Faktors „Personal“ wird das Human Ressources Management entwickelt.
Neue Herausforderungen machen ein unternehmerisches Personalmanagement notwendig und erfordern auch neue und flexible Organisationsstrukturen. Hierüber wird ein Überblick gegeben. Um dem Anspruch, dass die Personalabteilung ihren Nutzen für das Unternehmen transparent machen und erhöhen soll, gerecht zu werden, wird die Wertkette analysiert. An dieser Stelle sind nun die Grundlagen für das Verständnis der Neustrukturierung und der Wertschöpfung im Personalmanagement vermittelt worden. Daher wird im weiteren auf die Bedeutung der Personalarbeit für die Wertschöpfung eingegangen. Hierzu wird der Begriff geklärt und das Wertschöpfungs-Center-Konzept, als neues Organisationskonzept, vorgestellt. Empirische Untersuchungen zeigen, dass mehr und mehr Unternehmensfunktionen als Profit Center organisiert werden. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung dieser Organisationsform, wird eine tiefergehende Darstellung des Profit Centers vorgenommen. Zum Abschluss wird eine Evaluierung der Neustrukturierung und der Wertschöpfung im Personalmanagement erörtert.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Abkürzungsverzeichnis | VII | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Personalarbeit im Wandel der Zeit | 2 |
| 2.1 | Veränderungen der Rahmenbedingungen | 2 |
| 2.2 | Die Entwicklung der Personalarbeit bis heute | 4 |
| 2.2.1 | Bürokratisierung | 5 |
| 2.2.2 | Institutionalisierung | 5 |
| 2.2.3 | Humanisierung | 5 |
| 2.2.4 | Ökonomisierung | 6 |
| 2.2.5 | Entre- und Intrapreneuring | 6 |
| 2.2.6 | Weitere Entwicklungsansätze | 7 |
| 2.3 | Klassische Organisationsformen betrieblicher Personalarbeit | 8 |
| 2.3.1 | Verrichtungsorientierte funktionale Organisation | 9 |
| 2.3.2 | Objektorientierte divisionale Organisation | 10 |
| 3. | Humanvermögen und Unternehmenserfolg | 11 |
| 3.1 | Begriffsabgrenzung | 12 |
| 3.1.1 | Humanvermögen | 12 |
| 3.1.2 | Humankapital | 13 |
| 3.2 | Erklärungsansätze zum Unternehmenserfolg | 14 |
| 3.2.1 | Ressourcenorientierter Ansatz | 16 |
| 3.2.2 | Wettbewerbsvorteile durch Humanvermögen | 17 |
| 4. | Die Notwendigkeit eines Human Ressources Managements | 18 |
| 4.1 | Grundlagen und Ansätze zum HRM | 19 |
| 4.2 | Neue Herausforderungen für das HRM | 24 |
| 4.2.1 | Wertorientierung | 24 |
| 4.2.2 | Kundenorientierung | 25 |
| 4.2.3 | HRM als strategischer Partner der Geschäftsleitung | 26 |
| 4.2.4 | HRM als Change Agent | 27 |
| 4.2.5 | Mitunternehmertum | 27 |
| 5. | Neustrukturierung der Personalarbeit | 28 |
| 5.1 | Unternehmerisches Personalmanagement | 28 |
| 5.2 | Organisationsstrukturen im Personalbereich | 31 |
| 5.2.1 | Träger der Personalarbeit | 33 |
| 5.2.2 | Das Referentensystem | 33 |
| 5.2.3 | Personalarbeit als Wertschöpfungscenter | 35 |
| 5.2.4 | Virtuelle Personalorganisation | 38 |
| 5.3 | Prozessmanagement im Personalbereich | 40 |
| 5.3.1 | Das Modell der Wertkette | 41 |
| 5.3.2 | Wertschöpfungsaktivitäten | 42 |
| 5.3.2.1 | Primäre Wertaktivitäten | 42 |
| 5.3.2.2 | Unterstützende Wertaktivitäten | 43 |
| 5.4 | Unternehmenskultur als Fundament | 46 |
| 5.5 | Die Bedeutung der zukünftigen Personalarbeit für die Wertschöpfung | 48 |
| 6.1 | Der Personalleiter und seine Abteilung | 48 |
| 6.1.1 | Zukünftige Personalaufgaben | 48 |
| 6.1.2 | Anforderungen an den Personalleiter | 50 |
| 6.2 | Der Begriff Wertschöpfung | 51 |
| 6.3 | Wertschöpfungsdimensionen | 52 |
| 6.3.1 | Management- und Service Dimension | 53 |
| 6.3.2 | Business Dimension | 54 |
| 6.4 | Direkte und Indirekte Wertschöpfung | 56 |
| 6.5 | Ansätze zur Steigerung der Wertschöpfung | 56 |
| 6.6 | Personalcontrolling | 58 |
| 6.6.1 | Der Begriff Personalcontrolling | 58 |
| 6.6.2 | Ziele und Aufgaben | 59 |
| 6.6.3 | Ebenen des Personalcontrollings | 61 |
| 6.6.4 | Ergebnis- und Prozessorientiertes Personalcontrolling | 64 |
| 6.6.5 | Quantitatives und Qualitatives Personalcontrolling | 65 |
| 6.6.6 | Operatives und Strategisches Personalcontrolling | 66 |
| 7. | Die Profit Center Konzeption | 67 |
| 7.1 | Bedeutung und Zielsetzung der Profit Center Organisation | 67 |
| 7.2 | Voraussetzung für eine Profit Center Organisation | 69 |
| 7.3 | Ausgestaltung der Profit Center Organisation | 70 |
| 7.3.1 | Funktionale Organisation | 70 |
| 7.3.2 | Divisionale Organisation | 71 |
| 7.4 | Chancen und Risiken der Profit Center Organisation | 71 |
| 7.4.1 | Chancen | 72 |
| 7.4.2 | Risiken | 73 |
| 7.5 | Marketing- und Dienstleistungsorientierung als Konsequenz der Profit Center Organisation | 74 |
| 8. | Die Evaluierung der Neustrukturierung und der Wertschöpfung im Personalmanagement | 77 |
| 8.1 | Die Organisationsstruktur als Grenze für die Wertschöpfung | 78 |
| 8.2 | Die Wertschöpfung als Determinante für den Unternehmenserfolg | 80 |
| 9. | Schlussbetrachtung | 80 |
| Literaturverzeichnis | 83 |
- Produktentscheidungen treffen (make or buy ggf. in Absprache mit der Muttergesellschaft) - Verhandlungen mit Kunden führen sowie deren Betreuung - Marketing für das Profit Center betreiben - Mitarbeiterauswahl treffen und Kompetenzen des Profit Centers sichern 2. Controlling - mit den Aufgaben: - Beratung des Managements und Entscheidungsvorbereitung - Datenerfassung und -erhebung - Entwicklung und Anpassung eines Kennzahlensystems, welches die Profit Center Strategie reflektiert - Optimierung der Prozesse - Preisgestaltung für Personaldienstleistungen als Vorschlag für das Management - Wirtschaftlichkeitsanalyse und -kontrolle 3. Forschung und Entwicklung - mit dem Aufgabenspektrum: - Benchmarking - Erfahrungsauswertung - Produktentwicklung (Personaldienstleistungen) - Entwicklung und Pflege eines Datenverarbeitungssystems für das Profit Center - Entwicklung und Pflege eines Qualitätskonzeptes für Personaldienstleistungen 4. Wissensbasis Die Wissensbasis ist als Grundlage für die Gestaltung des Profit Centers als lernende Organisation zu verstehen. Organisationen lernen über die Art und Weise, wie sie die Wissensbasis nutzen, sie verändern und fortentwickeln. Durch aktives Lernen fördern sie ihre Handlungsfähigkeit.111 Lernfähigkeit wird für das Personalmanagement als Dienstleistungsproduzent, besonders in der Anfangsphase, wenn es sich von einer eher reagierenden Verwaltungseinheit in ein auf dem Markt agierendes Unternehmen verwandelt, entscheidend sein. In der Wissensbasis sind u.a. folgende Elemente verankert: - Visionen und Ziele des Mutterunternehmens - Strategie, Struktur und Kultur des Mutterunternehmens [...]
Auch die unterstützenden Aktivitäten sollen speziell für eine Wertkette des Personalmanagements betrachtet werden. Hierzu wird angenommen, dass die Dienstleistungen und Produkte des Personalmanagements im Rahmen eines Wertschöpfungs-Centers, speziell über ein Profit Center erbracht werden. Vor dem Hintergrund, dass es hierbei unter anderem um das Konzept zur Entwicklung marktfähiger Personaldienstleistungen geht, die auf dem internen und externen Markt angeboten werden, sollten als Steuerungsgrößen mindestens Leistungsgrößen, besser jedoch Erfolgsgrößen herangezogen werden. Über Leistungsgrößen werden Service Center und über Erfolgsgrößen werden Profit Center geführt.110 Diese Annahme impliziert ein Mindestmaß an Autonomie des Personalmanagements und soll als Subunternehmen und nicht mehr als Verwaltungseinheit geführt werden. Es sind vier wesentliche Elemente (unterstützende Aktivitäten) notwendig, damit das Subunternehmen selbständig existenzfähig bleibt. 1. Management des Profit Centers - das Aufgabenspektrum umfasst: - Umsetzung von Vorgaben und Rahmenbedingungen des Mutterunternehmens, falls das Profit Center nicht selbständig auf dem Markt handelt - Strategie, Struktur und Kultur des Profit Centers steuern und gestalten [...]
4. Marketing und Vertrieb Maßnahmen zur Gestaltung der Werbung, der Verkaufsförderung, der Preise 5. Kundendienst Serviceleistungen, die ein Unternehmen zur Förderung des Einsatzes und der Werterhaltung des abgesetzten Produktes beim Kunden erbringt Eine Anwendung des Modells der Wertkette auf personalwirtschaftliche Funktionen, könnte wie folgt aussehen. Dabei handelt es sich um einen Vorschlag der Verfasserin. 1. Personalwirtschaftliche Eingangslogistik = Personalmarketing und -beschaffung umfasst Aktivitäten der Personalakquisition am externen und internen Arbeitsmarkt sowie die Auswahl und Einstellung der Mitarbeiter 2. Personalwirtschaftliche Operationen = Personaleinsatz und -entwicklung umfasst Maßnahmen zur Erhaltung, Förderung und Entwicklung der Mitarbeiter sowie deren Einsatz im Unternehmen 3. Personalwirtschaftliches Marketing & Vertrieb = Personalpflege umfasst Maßnahmen zur Motivation und Stärkung der Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter 4. Personalwirtschaftliche Ausgangslogistik = Personalfreisetzung hierzu zählt die Freisetzung von nicht benötigtem Personal 5. Personalwirtschaftlicher Kundendienst = Personalservice hierzu zählen Aktivitäten zur Personalverwaltung, wie Lohnund Gehaltsabrechnungen sowie Mitarbeiterinformationsportale Jeder dieser fünf Primäraktivitäten kann in einem Unternehmen entsprechende Wettbewerbsvorteile innehaben. Dabei muss nicht jede Aktivität gleich stark ausgeprägt sein. 5.3.2.2 Unterstützende Wertaktivitäten Die unterstützenden Aktivitäten umspannen dabei die gesamten Primäraktivitäten und stehen "helfend" bei der Ausführung dieser zur Seite. Im Modell von Porter sind dies109: [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832474843
Arbeit zitieren:
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Wertschöpfung, Profit Center, Neustrukturierung, Human Resource, Human Capital



