Die Entwicklung der Abfallwirtschaft in Kärnten, Österreich und der EU im Vergleich
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Peter Umfahrer
- Abgabedatum: März 2005
- Umfang: 216 Seiten
- Dateigröße: 8,3 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität Klagenfurt Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9100-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9100-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9100-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Umfahrer, Peter März 2005: Die Entwicklung der Abfallwirtschaft in Kärnten, Österreich und der EU im Vergleich, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte:
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Diplomarbeit von Peter Umfahrer
Einleitung:
Die Abfallwirtschaft in Europa hat in den letzten Jahrzehnten einen völligen Wandel von einer reinen Abfallentsorgung bzw. Abfallbeseitigung zu einer „vernetzten Kreislaufwirtschaft“ durchgemacht.
Aufgrund falscher Abfallbeseitigung in der Vergangenheit wuchsen Müllberge und die dadurch entstanden Umweltbelastungen, wodurch vor allem die Politik gezwungen wurde rasche Maßnahmen zu setzen.
Nicht zuletzt durch ein verändertes Umweltbewusstsein in der Bevölkerung wurden gesetzliche Grundlagen geschaffen, die die Abfallentsorgung gründlicher regelt. Die europäische Union spielt dabei eine gesonderte Rolle. Sie setzt Zielvorgaben vor, die die Mitgliedstaaten innerhalb einer gewissen Zeit einzuhalten haben (z.B. Verwertungsquoten).
Für die neuen 10 EU-Mitgliedstaaten, welche am 1.05.2004 beitraten, gibt es Übergangsbestimmungen (verlängerte Fristen), die aus einem umweltspezifischen Entwicklungsdefizit resultieren.
Diese Arbeit soll einen Überblick über die Entwicklung der Abfallwirtschaft von damals bis heute in Europa, insbesondere in Österreich und im speziellen in Kärnten geben. Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede werden aufgezeigt.
Gang der Untersuchung:
Zu Beginn der Arbeit wird der Abfallbegriff in seinen vielen Facetten näher erläutert. Im Anschluss daran werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die als Grundlage für abfallrechtliche Maßnahmen gelten, beschrieben.
Die Deponie- verbunden mit der Verpackungsrichtlinie, die die EU vorgab, und von den Mitgliedstaaten im Laufe des letzten Jahrzehntes in Form von Verordnungen umgesetzt werden musste, spielt eine gesonderte Rolle in meiner Arbeit, da grundlegende Veränderungen in der Abfallwirtschaft folgten wie z.B. das Deponieverbot, neue Sammelsysteme, neue Abfallbehandlungsmaßnahmen usw.
Das nächste Kapitel zeigt, dass einerseits das Abfallaufkommen in Europa zwar ansteigt, andererseits jedoch die Mengen der Deponierung sinken. Eine verbesserte Abfallpolitik in vielen europäischen Ländern ist ausschlaggebend dafür. Es wird auch gezeigt, dass einige EU-Länder im europäischen Vergleich bezüglich der Abfallpolitik sehr gut dastehen (z.B. Dänemark, Deutschland, Österreich), einige jedoch noch einen sehr großen Aufholbedarf haben (Irland, Portugal, Spanien).
Das Kyoto-Protokoll und deren Zusammenhang mit der Abfallwirtschaft, zukünftige Trends und mögliche Entwicklungen in der europäischen Abfallwirtschaft beschließen die Arbeit.
Inhaltsverzeichnis:
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | 8 | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | 10 | |
| TABELLENVERZEICHNIS | 13 | |
| 1. | EINLEITUNG | 14 |
| 1.1 | VORWORT | 14 |
| 1.2 | AUFBAU DER ARBEIT | 15 |
| 2. | DER ABFALLBEGRIFF | 17 |
| 2.1 | DER ABFALLBEGRIFF DER EU | 17 |
| 2.2 | DER ABFALLBEGRIFF DES BUNDES | 18 |
| 2.3 | BEGRIFFE: „GEFÄHRLICHE ABFÄLLE“ UND „NICHT GEFÄHRLICHE ABFÄLLE“ | 19 |
| 2.3.1 | Gefährliche Abfälle | 19 |
| 2.3.1.1 | EU-rechtliche Vorgaben | 19 |
| 2.3.1.2 | Bundesrechtliche Vorgaben | 19 |
| 2.3.2 | Nicht gefährliche Abfälle | 20 |
| 2.4 | BEGRIFF: „SIEDLUNGSABFÄLLE“ | 21 |
| 2.4.1 | Definition nach dem EU-Recht | 21 |
| 2.4.2 | Der Begriff „Siedlungsabfall“ in Österreich. | 22 |
| 3. | RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN IN DER ABFALLWIRTSCHAFT (EU - ÖSTERREICH - KÄRNTEN) | 23 |
| 3.1 | GEMEINSCHAFTSRECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN IN DER ABFALLWIRTSCHAFT (EU) | 23 |
| 3.1.1 | EU-Richtlinien | 23 |
| 3.1.2 | EU-Verordnungen | 23 |
| 3.1.3 | Die wesentlichen Richtlinien, Verordnungen und Entschließungen der EU | 24 |
| 3.2 | BUNDESRECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN DER ABFALLWIRTSCHAFT IN ÖSTERREICH | 28 |
| 3.2.1 | Das Abfallwirtschaftsgesetz (AWG) 2002 | 28 |
| 3.2.1.1 | Geltungsbereich | 28 |
| 3.2.1.2 | Ziele und Grundsätze nach AWG 2002 | 28 |
| 3.2.1.3 | Der Bundes-Abfallwirtschaftsplan | 30 |
| 3.2.1.4 | Öffentliche Interessen | 30 |
| 3.2.1.5 | Schwerpunkte des AWG 2002 | 31 |
| 3.2.1.6 | Verordnungen zum AWG 2002 | 32 |
| 3.2.2 | Weitere Gesetze und Verordnungen | 34 |
| 3.3 | LANDESRECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN IN KÄRNTEN | 35 |
| 3.3.1 | Kärntner Abfallwirtschaftsordnung (K-AWO) | 35 |
| 3.3.1.1 | Geltungsbereich | 36 |
| 3.3.1.2 | Begriffsdefinitionen der Abfallarten Hausmüll, Sperrmüll, Betriebsmüll, Altstoffe sowie Klärschlamm | 36 |
| 3.3.1.3 | Grundsätze der Abfallwirtschaft und der Entsorgung | 38 |
| 3.3.1.4 | Erstellung (Fortschreibung) des Kärntner Abfallwirtschaftskonzeptes | 39 |
| 3.3.1.5 | Maßnahmen der Abfallvermeidung (öffentliches Beschaffungswesen, Umweltberatung) und Wirtschaftsförderung | 39 |
| 3.3.1.6 | Weitere Inhalte in der K-AWO | 40 |
| 3.3.1.7 | Verordnungen nach der Kärntner Abfallwirtschaftsordnung (K-AWO) | 41 |
| 3.3.2 | Rechtliche Änderungen in Kärnten ab 2004 | 41 |
| 3.4 | REGELUNG DER ABFALLWIRTSCHAFT IN DEN BUNDESLÄNDERN – EIN VERGLEICH | 43 |
| 3.4.1 | Überblick über die Abfallvorschriften | 43 |
| 3.4.2 | Kompetenzverteilung Bund - Land | 44 |
| 3.4.3 | Begriffsbestimmungen in den Bundesländern | 45 |
| 3.4.3.1 | Abfall | 45 |
| 3.4.3.2 | Hausmüll | 45 |
| 3.4.3.3 | Sperrige Abfälle | 45 |
| 3.4.3.4 | Betriebliche Abfälle | 46 |
| 3.4.3.5 | Altstoffe | 47 |
| 3.4.4 | Grundsätze der Abfallwirtschaft – Ein Vergleich | 48 |
| 3.4.5 | Öffentliche Interessen | 49 |
| 3.4.6 | Abfallwirtschaftsplan (AWP) | 50 |
| 3.4.7 | Abfallwirtschaftsverbände | 51 |
| 3.4.8 | Öffentliche Müllabfuhr | 51 |
| 3.4.9 | Gebühren. | 54 |
| 3.4.9.1 | Abfallgebühren in Österreich | 54 |
| 3.4.9.1.1 | Definition bzw. rechtliche Vorschriften | 54 |
| 3.4.9.1.2 | Abhängigkeiten der Abfallgebührenerhöhung in Österreich | 55 |
| 3.4.9.1.3 | Abfallgebühren in Kärnten | 56 |
| 3.4.9.1.3.1 | Ursachen für die Abfallgebührenerhöhung | 58 |
| 3.4.9.1.3.2 | Abfallgebühren in Haushalten mit 120-l-Behälter | 58 |
| 3.4.9.1.3.3 | Abfallgebühren für Betriebe | 59 |
| 3.4.9.2 | Abfallgebühren im Europavergleich | 64 |
| 3.4.9.3 | Fazit: Im europäischen Vergleich sind die Abfallgebühren in Österreich trotz Erhöhung relativ gering; Gebührenvergleiche haben jedoch wenig Aussagekraft | 67 |
| 4. | DIE ENTWICKLUNG DER ABFALLWIRTSCHAFT (EU – ÖSTERREICH – KÄRNTEN) | 69 |
| 4.1 | DIE ENTWICKLUNG DER UMWELT- BZW. ABFALLPOLITIK IN VERBINDUNG MIT DER ABFALLENTSORGUNG IN DER EU: VOM ALTEN ROM BIS HEUTE | 69 |
| 4.1.1 | Ein historischer Rückblick in die Abfallentsorgung in Europa | 69 |
| 4.1.2 | Von der „Aufbewahr- und Reparaturgesellschaft“ zu einer „Wegwerfgesellschaft“ | 70 |
| 4.1.3 | Entwicklung und Schwerpunkte der europäischen Umwelt- und Abfallpolitik in der EU | 71 |
| 4.1.3.1 | Entwicklung der europäischen Umwelt- und Abfallpolitik | 71 |
| 4.1.3.2 | Das 6. Aktionsprogramm der EG für die Umwelt (2001 – 2010) | 73 |
| 4.1.3.3 | Die drei Grundsätze der europäischen Abfallwirtschaftsstrategie: Von einer reinen „Abfallbeseitigung“ zu einer umfassenden „Kreislaufwirtschaft“ | 75 |
| 4.1.3.4 | Fünf Konzepte des Umweltschutzes laut dem 6. Umwelt-Aktionsprogramm | 78 |
| 4.1.3.5 | Die EU-Osterweiterung als Ursache für die Veränderung der Rahmenbedingungen im Bereich des Umweltschutzes | 80 |
| 4.2 | DIE ENTWICKLUNG DER ABFALLPOLITIK UND DER ABFALLENTSORGUNG IN ÖSTERREICH | 81 |
| 4.2.1 | Die Geschichte des Mülls in Österreich | 81 |
| 4.2.2 | Die ersten Müll- bzw. Abfallgesetze in den Bundesländern zwischen 1972 und 1980 | 82 |
| 4.2.3 | Das Abfallwirtschaftsgesetz des Bundes ab 1990 | 83 |
| 4.2.4 | Die Verpackungsverordnung | 84 |
| 4.2.4.1 | Das ARA-System: Das vorwiegende Sammelsystem in Österreich | 85 |
| 4.2.4.2 | Zusammenhang zwischen Verpackungsverordnung und Deponieverordnung. | 88 |
| 4.2.4.3 | Die Verpackungssammlung und -verwertung in Österreich im europäischen Vergleich | 88 |
| 4.2.5 | Die Deponieverordnung 1996 als Grundlage für die Gestaltung der Abfallwirtschaft ab 1. 1.2004 in Österreich | 99 |
| 4.2.5.1 | Warum schaffen unbehandelte Abfälle bei der Deponierung Probleme? | 100 |
| 4.2.5.2 | Mechanisch-biologische (Rest-)Abfallbehandlung (MBA) | 101 |
| 4.2.5.3 | Thermische Abfallbehandlung mittels Müllverbrennungsanlagen (MVA bzw. TBA) | 102 |
| 4.2.5.4 | Die Umsetzung der Deponieverordnung in den Bundesländern | 104 |
| 4.2.5.4.1 | Kärnten | 104 |
| 4.2.5.4.2 | Niederösterreich | 104 |
| 4.2.5.4.3 | Wien | 105 |
| 4.2.5.4.4 | Oberösterreich | 105 |
| 4.2.5.4.5 | Burgenland | 105 |
| 4.2.5.4.6 | Vorarlberg | 106 |
| 4.2.5.4.7 | Steiermark | 106 |
| 4.2.5.4.8 | Salzburg | 107 |
| 4.2.5.4.9 | Tirol | 107 |
| 4.2.5.5 | Auswirkungen der Deponieverordnung auf den einzelnen Bürger | 108 |
| 4.2.5.6 | Das neue Abfallsammelsystem in den Abfallwirtschaftsverbänden Villach, Klagenfurt und Völkermarkt /St.Veit: eine Zusammenfassung | 111 |
| 4.2.5.7 | Zukünftig genehmigte Deponietypen | 112 |
| 4.3 | DIE ENTWICKLUNG DER ABFALLENTSORGUNG IN KÄRNTEN – VON EINER REINEN „ABFALLBESEITIGUNG“ ZU EINER „VERNETZTEN ABFALLBEWIRTSCHAFTUNG“ | 113 |
| 4.3.1 | Die Entwicklung der Abfallentsorgung in Kärnten von 1945 bis 1990 | 113 |
| 4.3.1.1 | Geordnete Mülldeponierung ab 1976 | 113 |
| 4.3.1.2 | Das Kärntner Abfallbeseitigungsgesetz 1978: Errichtung von sechs Abfallwirtschaftsverbänden | 114 |
| 4.3.1.3 | Die Kärntner Abfallordnung 1988: Abfallvermeidung vor Abfallbeseitigung. | 116 |
| 4.3.2 | Die Entwicklung der Abfallentsorgung in Kärnten von 1990 bis 2004 | 117 |
| 4.3.2.1 | Die Einbindung der Industrie in die Abfallentsorgung | 119 |
| 4.3.2.2 | Die Kärntner Abfallwirtschaftsordnung 1994 als rechtliche Grundlage der Abfallwirtschaft in Kärnten | 121 |
| 4.3.3 | Die Abfallentsorgung in Kärnten ab 1.1.2004 | 124 |
| 4.3.3.1 | Die Thermische Restmüllbehandlungsanlage (TBA) Arnoldstein/Kärnten: | 128 |
| 4.3.3.1.1 | Der Zeitplan | 129 |
| 4.3.3.1.2 | Daten und Fakten der TBA Arnoldstein | 130 |
| 4.3.3.1.3 | Der Restmüllverbrennungsprozess | 131 |
| 4.3.3.1.3.1 | Müllbunker | 132 |
| 4.3.3.1.3.2 | Verbrennungsrost – Das „Mart in-Syncom-Verfahren“ | 132 |
| 4.3.3.1.3.3 | Der Dampfkessel | 133 |
| 4.3.3.1.3.4 | Die Rauchgasreinigung | 134 |
| 4.3.3.1.3.5 | Was bleibt vom verbrennten Restmüll übrig? | 134 |
| 4.4 | FAZIT: DIE ABFALLWIRTSCHAFT ALS NEUER WIRTSCHAFTSZWEIG IST TRANSNATIONAL ALS AUCH INTERREGIONAL VON EINER RASCHEN UND UNTERSCHIEDLICHEN ENTWICKLUNG GEPRÄGT | 135 |
| 5. | ORGANISATIONSFORMEN DER KOMMUNALEN ABFALLENTSORGUNG | 137 |
| 5.1 | ORGANISATION DER KOMMUNALEN ABFALLENTSORGUNG IN ÖSTERREICH | 137 |
| 5.2 | ORGANISATION UND STRUKTUR DER ABFALLWIRTSCHAFT IN KÄRNTEN | 140 |
| 5.2.1 | Der Weg des Mülls | 140 |
| 5.2.2 | Öffentliche Struktur der Kärntner Abfallwirtschaft | 142 |
| 5.2.2.1 | Zuständigkeiten des Landes | 142 |
| 5.2.2.2 | Zuständigkeiten der Gemeinden | 142 |
| 5.2.2.3 | Zuständigkeiten der Abfallwirtschaftsverbände | 143 |
| 5.2.2.4 | Zuständigkeiten der Kärntner Entsorgungsvermittlungs GmbH (KEV) | 145 |
| 5.2.3 | Sammellogistik in Kärnten | 147 |
| 5.2.3.1 | Abfallsammelsysteme | 147 |
| 5.2.3.2 | Abfallströme in Kärnten | 151 |
| 5.2.3.2.1 | Haus- und Sperrmüll | 151 |
| 5.2.3.2.2 | Betriebsmüll | 152 |
| 5.2.3.2.3 | Gefährliche Abfälle | 152 |
| 5.2.3.2.4 | Problemstoffe | 153 |
| 5.2.3.2.5 | Altstoffe (Verpackungsabfälle: Papier, Kunststoffe, Metalle, Glas, Holz) | 153 |
| 5.2.3.2.6 | Elektroaltgeräte | 154 |
| 5.2.3.2.7 | Altfahrzeuge | 154 |
| 5.2.3.2.8 | Biogene Abfälle | 154 |
| 5.2.3.2.9 | Fazit: Optimale Arbeitsteilung zwischen öffentlicher und privater Abfallwirtschaft | 155 |
| 6. | ABFALLAUFKOMMEN IN KÄRNTEN, ÖSTERREICH UND IN EUROPA 156 | |
| 6.1 | ABFALLAUFKOMMEN IN KÄRNTEN | 156 |
| 6.1.1 | Abfälle aus Haushalten (Siedlungsabfälle) | 156 |
| 6.1.2 | Abfälle aus dem Gewerbebereich | 159 |
| 6.1.3 | Gefährliche Abfälle | 160 |
| 6.2 | ABFALLAUFKOMMEN IN ÖSTERREICH | 161 |
| 6.2.1 | Das Gesamtabfallaufkommen | 161 |
| 6.2.2 | Gefährliche Abfälle | 166 |
| 6.2.3 | Abfälle aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen (Siedlungsabfälle) | 171 |
| 6.2.4 | Fazit: In den letzten Jahren Stagnation bzw. nur noch leichte Erhöhung des Gesamtabfallaufkommens | 175 |
| 6.3 | DAS ABFALLAUFKOMMEN IN EUROPA | 176 |
| 6.3.1 | Kommunale Abfälle | 177 |
| 6.3.1.1 | Indikator „Haushaltsabfälle” | 179 |
| 6.3.1.2 | Indikator „Deponierung von biologisch abbaubaren Abfällen“ | 180 |
| 6.3.2 | Verpackungsabfälle | 182 |
| 6.3.3 | Fazit: Das Abfallaufkommen in der EU steigt weiter an | 183 |
| 7. | DIE ABFALLWIRTSCHAFT IN DEN NEUEN (10) EU-MITGLIEDSSTAATEN | 185 |
| 7.1 | ÜBERBLICK | 185 |
| 7.2 | DIE ENTWICKLUNG DER UMWELTPOLITIK IN DEN NEUEN (10) MITGLIEDSSTAATEN | 187 |
| 7.3 | SITUATION DER ABFALLWIRTSCHAFT IN DEN NEUEN EU-STAATEN | 189 |
| 7.4 | ZUKÜNFTIGE „HAUSAUFGABEN“ FÜR DIE NEUEN MITGLIEDSTAATEN | 192 |
| 8. | AUSBLICK | 195 |
| 8.1 | DAS KYOTO-PROTOKOLL | 195 |
| 8.1.1 | Die Ausgangslage | 195 |
| 8.1.2 | Österreichs Reduktionsziel und die Auswirkungen auf die Abfallwirtschaft | 196 |
| 8.1.2.1 | Entwicklung des Kyoto-Ziels in Österreich | 198 |
| 8.1.2.2 | Abfallwirtschaftliche Maßnahmen zur Verringerung der Methanemissionen in der Vergangenheit und in Zukunft | 200 |
| 8.2 | FAZIT: TREIBHAUSGASEMISSIONEN STEIGEN MIT AUSNAHME DES METHAN WEITER AN | 202 |
| 8.3 | ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN UND MÖGLICHE TRENDS IN DER ABFALLWIRTSCHAFT | 203 |
| 8.3.1 | Verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit | 203 |
| 8.3.2 | Verwertung wird Regelfall, Beseitigung wird Ausnahme | 203 |
| 8.3.3 | Beschleunigung bedingt Rohstoff- und Energieverknappung | 205 |
| 9. | LITERATURVERZEICHNIS | 206 |
| 10. | ANHANG | 215 |
In Österreich gibt es Aufzeichnungen über die Müllentsorgung bereits aus dem Mittelalter. Damals wurde der „Hausmist“ einfach auf offenen Plätzen entsorgt. Die Bevölkerung hatte noch kein Verständnis für die gerechte Entsorgung des Mülls. Bereits im 19. Jahrhundert kam es zur Übernahme der Müllbehandlung und – entsorgung, wie das Einsammeln und Befördern des Mülls sowie dessen Ablagerung durch die öffentliche Hand. Sowohl die zunehmende Wohndichte, als auch die zunehmende Anzahl an Seuchen waren Hauptverursacher für eine organisierte Abfuhr des auf den Straßen lagernden Mülls im städtischen Bereich. Die älteste Form der Müllverwertung fand in Form von Senkenauffüllung durch Neugestaltung von landwirtschaftlichen Nutzflächen statt. [...]
Die zehn Staaten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Slowenien, Malta und der griechische Teil der Insel Zypern traten am 1. Mai 2004 der Europäischen Union bei. 94 Ihre Umweltsituation, ihre administrativen Strukturen und ihre ökologischen und ökonomischen Strukturen weichen teils beträchtlich von denen der „alten“ Mitgliedstaaten der EU ab. Die EU-Osterweiterung stellt deswegen eine umweltpolitische Herausforderung dar, da sie nicht mit den bisherigen Erweiterungen zu vergleichen ist. Den gemeinschaftlichen umweltrechtlichen Besitzstand in eigene Rechtsvorschriften umzusetzen, wird für die EU-Beitrittsländer wohl nur la ngfristig zu erreichen sein. Bei der Angleichung des Umweltniveaus bietet die Union im Rahmen des PHAREProgramms und des LIFE-Programms, aber auch mittels so genannter TwinningProjekte 95 Unterstützung. Außerdem werden den neuen Mitgliedstaaten [...]
Kommission wird nötig sein, um noch schnellere, bessere Kontrollen bzw. Verfahren einzuleiten. 2. Im Mittelpunkt des Entscheidungsprozesses soll die Umwelt stehen Umweltschutzziele müssen in sämtlichen Prozessen der Politiken, von der Landwirtschaft bis hin zur Wirtschaftspolitik, berücksichtigt werden. Der Vertrag von Amsterdam schreibt dies deutlich vor. Fortschritte müssen bewertet und gemessen werden. Mittels Indikatoren und Zielen wird dies möglich sein. Die Europäische Umweltagentur hat als zukünftige Aufgabe die nötigen Informationen zu liefern und zu veröffentlichen. 3. Zusammenarbeit mit dem Markt Unternehmen müssen zur Erkenntnis gelangen, dass Umweltpflege ebenso wichtig ist, wie die Kundenpflege. Dazu muss folgendes getan werden: • Unternehmen dazu zu bewegen, ihre Umweltleistung zu bewerten bzw. zu verbessern, und ihnen die Regeln der europäischen Union zu verdeutlichen. • Erforderlich dafür sind Anreize und Subventionen für Unternehmen sowie die Androhung von Strafen. • Anreize (z.B. steuerliche Vergünstigungen) zur Förderung des Kaufs von umweltfreundlichen Produkten prüfen. 4. Umweltfreundliche Kaufentscheidungen Das Umweltbewusstsein der Erdenbürger muss mittels gezielte n Informationen seitens der EU gefördert werden und sie dazu ermutigt werden umweltfreundliche Produkte zu kaufen. Weiters müssen Unternehmen überzeugt werden, [...]
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