Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Die Entwicklung der Abfallwirtschaft in Kärnten, Österreich und der EU im Vergleich

Die Entwicklung der Abfallwirtschaft in Kärnten, Österreich und der EU im Vergleich
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Peter Umfahrer
  • Abgabedatum: März 2005
  • Umfang: 216 Seiten
  • Dateigröße: 8,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Klagenfurt Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9100-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9100-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9100-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Umfahrer, Peter März 2005: Die Entwicklung der Abfallwirtschaft in Kärnten, Österreich und der EU im Vergleich, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Peter Umfahrer

Einleitung:

Die Abfallwirtschaft in Europa hat in den letzten Jahrzehnten einen völligen Wandel von einer reinen Abfallentsorgung bzw. Abfallbeseitigung zu einer „vernetzten Kreislaufwirtschaft“ durchgemacht.

Aufgrund falscher Abfallbeseitigung in der Vergangenheit wuchsen Müllberge und die dadurch entstanden Umweltbelastungen, wodurch vor allem die Politik gezwungen wurde rasche Maßnahmen zu setzen.

Nicht zuletzt durch ein verändertes Umweltbewusstsein in der Bevölkerung wurden gesetzliche Grundlagen geschaffen, die die Abfallentsorgung gründlicher regelt. Die europäische Union spielt dabei eine gesonderte Rolle. Sie setzt Zielvorgaben vor, die die Mitgliedstaaten innerhalb einer gewissen Zeit einzuhalten haben (z.B. Verwertungsquoten).

Für die neuen 10 EU-Mitgliedstaaten, welche am 1.05.2004 beitraten, gibt es Übergangsbestimmungen (verlängerte Fristen), die aus einem umweltspezifischen Entwicklungsdefizit resultieren.

Diese Arbeit soll einen Überblick über die Entwicklung der Abfallwirtschaft von damals bis heute in Europa, insbesondere in Österreich und im speziellen in Kärnten geben. Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede werden aufgezeigt.

Gang der Untersuchung:

Zu Beginn der Arbeit wird der Abfallbegriff in seinen vielen Facetten näher erläutert. Im Anschluss daran werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die als Grundlage für abfallrechtliche Maßnahmen gelten, beschrieben.

Die Deponie- verbunden mit der Verpackungsrichtlinie, die die EU vorgab, und von den Mitgliedstaaten im Laufe des letzten Jahrzehntes in Form von Verordnungen umgesetzt werden musste, spielt eine gesonderte Rolle in meiner Arbeit, da grundlegende Veränderungen in der Abfallwirtschaft folgten wie z.B. das Deponieverbot, neue Sammelsysteme, neue Abfallbehandlungsmaßnahmen usw.

Das nächste Kapitel zeigt, dass einerseits das Abfallaufkommen in Europa zwar ansteigt, andererseits jedoch die Mengen der Deponierung sinken. Eine verbesserte Abfallpolitik in vielen europäischen Ländern ist ausschlaggebend dafür. Es wird auch gezeigt, dass einige EU-Länder im europäischen Vergleich bezüglich der Abfallpolitik sehr gut dastehen (z.B. Dänemark, Deutschland, Österreich), einige jedoch noch einen sehr großen Aufholbedarf haben (Irland, Portugal, Spanien).

Das Kyoto-Protokoll und deren Zusammenhang mit der Abfallwirtschaft, zukünftige Trends und mögliche Entwicklungen in der europäischen Abfallwirtschaft beschließen die Arbeit.

Inhaltsverzeichnis:

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 8
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 10
TABELLENVERZEICHNIS 13
1. EINLEITUNG 14
1.1 VORWORT 14
1.2 AUFBAU DER ARBEIT 15
2. DER ABFALLBEGRIFF 17
2.1 DER ABFALLBEGRIFF DER EU 17
2.2 DER ABFALLBEGRIFF DES BUNDES 18
2.3 BEGRIFFE: „GEFÄHRLICHE ABFÄLLE“ UND „NICHT GEFÄHRLICHE ABFÄLLE“ 19
2.3.1 Gefährliche Abfälle 19
2.3.1.1 EU-rechtliche Vorgaben 19
2.3.1.2 Bundesrechtliche Vorgaben 19
2.3.2 Nicht gefährliche Abfälle 20
2.4 BEGRIFF: „SIEDLUNGSABFÄLLE“ 21
2.4.1 Definition nach dem EU-Recht 21
2.4.2 Der Begriff „Siedlungsabfall“ in Österreich. 22
3. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN IN DER ABFALLWIRTSCHAFT (EU - ÖSTERREICH - KÄRNTEN) 23
3.1 GEMEINSCHAFTSRECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN IN DER ABFALLWIRTSCHAFT (EU) 23
3.1.1 EU-Richtlinien 23
3.1.2 EU-Verordnungen 23
3.1.3 Die wesentlichen Richtlinien, Verordnungen und Entschließungen der EU 24
3.2 BUNDESRECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN DER ABFALLWIRTSCHAFT IN ÖSTERREICH 28
3.2.1 Das Abfallwirtschaftsgesetz (AWG) 2002 28
3.2.1.1 Geltungsbereich 28
3.2.1.2 Ziele und Grundsätze nach AWG 2002 28
3.2.1.3 Der Bundes-Abfallwirtschaftsplan 30
3.2.1.4 Öffentliche Interessen 30
3.2.1.5 Schwerpunkte des AWG 2002 31
3.2.1.6 Verordnungen zum AWG 2002 32
3.2.2 Weitere Gesetze und Verordnungen 34
3.3 LANDESRECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN IN KÄRNTEN 35
3.3.1 Kärntner Abfallwirtschaftsordnung (K-AWO) 35
3.3.1.1 Geltungsbereich 36
3.3.1.2 Begriffsdefinitionen der Abfallarten Hausmüll, Sperrmüll, Betriebsmüll, Altstoffe sowie Klärschlamm 36
3.3.1.3 Grundsätze der Abfallwirtschaft und der Entsorgung 38
3.3.1.4 Erstellung (Fortschreibung) des Kärntner Abfallwirtschaftskonzeptes 39
3.3.1.5 Maßnahmen der Abfallvermeidung (öffentliches Beschaffungswesen, Umweltberatung) und Wirtschaftsförderung 39
3.3.1.6 Weitere Inhalte in der K-AWO 40
3.3.1.7 Verordnungen nach der Kärntner Abfallwirtschaftsordnung (K-AWO) 41
3.3.2 Rechtliche Änderungen in Kärnten ab 2004 41
3.4 REGELUNG DER ABFALLWIRTSCHAFT IN DEN BUNDESLÄNDERN – EIN VERGLEICH 43
3.4.1 Überblick über die Abfallvorschriften 43
3.4.2 Kompetenzverteilung Bund - Land 44
3.4.3 Begriffsbestimmungen in den Bundesländern 45
3.4.3.1 Abfall 45
3.4.3.2 Hausmüll 45
3.4.3.3 Sperrige Abfälle 45
3.4.3.4 Betriebliche Abfälle 46
3.4.3.5 Altstoffe 47
3.4.4 Grundsätze der Abfallwirtschaft – Ein Vergleich 48
3.4.5 Öffentliche Interessen 49
3.4.6 Abfallwirtschaftsplan (AWP) 50
3.4.7 Abfallwirtschaftsverbände 51
3.4.8 Öffentliche Müllabfuhr 51
3.4.9 Gebühren. 54
3.4.9.1 Abfallgebühren in Österreich 54
3.4.9.1.1 Definition bzw. rechtliche Vorschriften 54
3.4.9.1.2 Abhängigkeiten der Abfallgebührenerhöhung in Österreich 55
3.4.9.1.3 Abfallgebühren in Kärnten 56
3.4.9.1.3.1 Ursachen für die Abfallgebührenerhöhung 58
3.4.9.1.3.2 Abfallgebühren in Haushalten mit 120-l-Behälter 58
3.4.9.1.3.3 Abfallgebühren für Betriebe 59
3.4.9.2 Abfallgebühren im Europavergleich 64
3.4.9.3 Fazit: Im europäischen Vergleich sind die Abfallgebühren in Österreich trotz Erhöhung relativ gering; Gebührenvergleiche haben jedoch wenig Aussagekraft 67
4. DIE ENTWICKLUNG DER ABFALLWIRTSCHAFT (EU – ÖSTERREICH – KÄRNTEN) 69
4.1 DIE ENTWICKLUNG DER UMWELT- BZW. ABFALLPOLITIK IN VERBINDUNG MIT DER ABFALLENTSORGUNG IN DER EU: VOM ALTEN ROM BIS HEUTE 69
4.1.1 Ein historischer Rückblick in die Abfallentsorgung in Europa 69
4.1.2 Von der „Aufbewahr- und Reparaturgesellschaft“ zu einer „Wegwerfgesellschaft“ 70
4.1.3 Entwicklung und Schwerpunkte der europäischen Umwelt- und Abfallpolitik in der EU 71
4.1.3.1 Entwicklung der europäischen Umwelt- und Abfallpolitik 71
4.1.3.2 Das 6. Aktionsprogramm der EG für die Umwelt (2001 – 2010) 73
4.1.3.3 Die drei Grundsätze der europäischen Abfallwirtschaftsstrategie: Von einer reinen „Abfallbeseitigung“ zu einer umfassenden „Kreislaufwirtschaft“ 75
4.1.3.4 Fünf Konzepte des Umweltschutzes laut dem 6. Umwelt-Aktionsprogramm 78
4.1.3.5 Die EU-Osterweiterung als Ursache für die Veränderung der Rahmenbedingungen im Bereich des Umweltschutzes 80
4.2 DIE ENTWICKLUNG DER ABFALLPOLITIK UND DER ABFALLENTSORGUNG IN ÖSTERREICH 81
4.2.1 Die Geschichte des Mülls in Österreich 81
4.2.2 Die ersten Müll- bzw. Abfallgesetze in den Bundesländern zwischen 1972 und 1980 82
4.2.3 Das Abfallwirtschaftsgesetz des Bundes ab 1990 83
4.2.4 Die Verpackungsverordnung 84
4.2.4.1 Das ARA-System: Das vorwiegende Sammelsystem in Österreich 85
4.2.4.2 Zusammenhang zwischen Verpackungsverordnung und Deponieverordnung. 88
4.2.4.3 Die Verpackungssammlung und -verwertung in Österreich im europäischen Vergleich 88
4.2.5 Die Deponieverordnung 1996 als Grundlage für die Gestaltung der Abfallwirtschaft ab 1. 1.2004 in Österreich 99
4.2.5.1 Warum schaffen unbehandelte Abfälle bei der Deponierung Probleme? 100
4.2.5.2 Mechanisch-biologische (Rest-)Abfallbehandlung (MBA) 101
4.2.5.3 Thermische Abfallbehandlung mittels Müllverbrennungsanlagen (MVA bzw. TBA) 102
4.2.5.4 Die Umsetzung der Deponieverordnung in den Bundesländern 104
4.2.5.4.1 Kärnten 104
4.2.5.4.2 Niederösterreich 104
4.2.5.4.3 Wien 105
4.2.5.4.4 Oberösterreich 105
4.2.5.4.5 Burgenland 105
4.2.5.4.6 Vorarlberg 106
4.2.5.4.7 Steiermark 106
4.2.5.4.8 Salzburg 107
4.2.5.4.9 Tirol 107
4.2.5.5 Auswirkungen der Deponieverordnung auf den einzelnen Bürger 108
4.2.5.6 Das neue Abfallsammelsystem in den Abfallwirtschaftsverbänden Villach, Klagenfurt und Völkermarkt /St.Veit: eine Zusammenfassung 111
4.2.5.7 Zukünftig genehmigte Deponietypen 112
4.3 DIE ENTWICKLUNG DER ABFALLENTSORGUNG IN KÄRNTEN – VON EINER REINEN „ABFALLBESEITIGUNG“ ZU EINER „VERNETZTEN ABFALLBEWIRTSCHAFTUNG“ 113
4.3.1 Die Entwicklung der Abfallentsorgung in Kärnten von 1945 bis 1990 113
4.3.1.1 Geordnete Mülldeponierung ab 1976 113
4.3.1.2 Das Kärntner Abfallbeseitigungsgesetz 1978: Errichtung von sechs Abfallwirtschaftsverbänden 114
4.3.1.3 Die Kärntner Abfallordnung 1988: Abfallvermeidung vor Abfallbeseitigung. 116
4.3.2 Die Entwicklung der Abfallentsorgung in Kärnten von 1990 bis 2004 117
4.3.2.1 Die Einbindung der Industrie in die Abfallentsorgung 119
4.3.2.2 Die Kärntner Abfallwirtschaftsordnung 1994 als rechtliche Grundlage der Abfallwirtschaft in Kärnten 121
4.3.3 Die Abfallentsorgung in Kärnten ab 1.1.2004 124
4.3.3.1 Die Thermische Restmüllbehandlungsanlage (TBA) Arnoldstein/Kärnten: 128
4.3.3.1.1 Der Zeitplan 129
4.3.3.1.2 Daten und Fakten der TBA Arnoldstein 130
4.3.3.1.3 Der Restmüllverbrennungsprozess 131
4.3.3.1.3.1 Müllbunker 132
4.3.3.1.3.2 Verbrennungsrost – Das „Mart in-Syncom-Verfahren“ 132
4.3.3.1.3.3 Der Dampfkessel 133
4.3.3.1.3.4 Die Rauchgasreinigung 134
4.3.3.1.3.5 Was bleibt vom verbrennten Restmüll übrig? 134
4.4 FAZIT: DIE ABFALLWIRTSCHAFT ALS NEUER WIRTSCHAFTSZWEIG IST TRANSNATIONAL ALS AUCH INTERREGIONAL VON EINER RASCHEN UND UNTERSCHIEDLICHEN ENTWICKLUNG GEPRÄGT 135
5. ORGANISATIONSFORMEN DER KOMMUNALEN ABFALLENTSORGUNG 137
5.1 ORGANISATION DER KOMMUNALEN ABFALLENTSORGUNG IN ÖSTERREICH 137
5.2 ORGANISATION UND STRUKTUR DER ABFALLWIRTSCHAFT IN KÄRNTEN 140
5.2.1 Der Weg des Mülls 140
5.2.2 Öffentliche Struktur der Kärntner Abfallwirtschaft 142
5.2.2.1 Zuständigkeiten des Landes 142
5.2.2.2 Zuständigkeiten der Gemeinden 142
5.2.2.3 Zuständigkeiten der Abfallwirtschaftsverbände 143
5.2.2.4 Zuständigkeiten der Kärntner Entsorgungsvermittlungs GmbH (KEV) 145
5.2.3 Sammellogistik in Kärnten 147
5.2.3.1 Abfallsammelsysteme 147
5.2.3.2 Abfallströme in Kärnten 151
5.2.3.2.1 Haus- und Sperrmüll 151
5.2.3.2.2 Betriebsmüll 152
5.2.3.2.3 Gefährliche Abfälle 152
5.2.3.2.4 Problemstoffe 153
5.2.3.2.5 Altstoffe (Verpackungsabfälle: Papier, Kunststoffe, Metalle, Glas, Holz) 153
5.2.3.2.6 Elektroaltgeräte 154
5.2.3.2.7 Altfahrzeuge 154
5.2.3.2.8 Biogene Abfälle 154
5.2.3.2.9 Fazit: Optimale Arbeitsteilung zwischen öffentlicher und privater Abfallwirtschaft 155
6. ABFALLAUFKOMMEN IN KÄRNTEN, ÖSTERREICH UND IN EUROPA 156
6.1 ABFALLAUFKOMMEN IN KÄRNTEN 156
6.1.1 Abfälle aus Haushalten (Siedlungsabfälle) 156
6.1.2 Abfälle aus dem Gewerbebereich 159
6.1.3 Gefährliche Abfälle 160
6.2 ABFALLAUFKOMMEN IN ÖSTERREICH 161
6.2.1 Das Gesamtabfallaufkommen 161
6.2.2 Gefährliche Abfälle 166
6.2.3 Abfälle aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen (Siedlungsabfälle) 171
6.2.4 Fazit: In den letzten Jahren Stagnation bzw. nur noch leichte Erhöhung des Gesamtabfallaufkommens 175
6.3 DAS ABFALLAUFKOMMEN IN EUROPA 176
6.3.1 Kommunale Abfälle 177
6.3.1.1 Indikator „Haushaltsabfälle” 179
6.3.1.2 Indikator „Deponierung von biologisch abbaubaren Abfällen“ 180
6.3.2 Verpackungsabfälle 182
6.3.3 Fazit: Das Abfallaufkommen in der EU steigt weiter an 183
7. DIE ABFALLWIRTSCHAFT IN DEN NEUEN (10) EU-MITGLIEDSSTAATEN 185
7.1 ÜBERBLICK 185
7.2 DIE ENTWICKLUNG DER UMWELTPOLITIK IN DEN NEUEN (10) MITGLIEDSSTAATEN 187
7.3 SITUATION DER ABFALLWIRTSCHAFT IN DEN NEUEN EU-STAATEN 189
7.4 ZUKÜNFTIGE „HAUSAUFGABEN“ FÜR DIE NEUEN MITGLIEDSTAATEN 192
8. AUSBLICK 195
8.1 DAS KYOTO-PROTOKOLL 195
8.1.1 Die Ausgangslage 195
8.1.2 Österreichs Reduktionsziel und die Auswirkungen auf die Abfallwirtschaft 196
8.1.2.1 Entwicklung des Kyoto-Ziels in Österreich 198
8.1.2.2 Abfallwirtschaftliche Maßnahmen zur Verringerung der Methanemissionen in der Vergangenheit und in Zukunft 200
8.2 FAZIT: TREIBHAUSGASEMISSIONEN STEIGEN MIT AUSNAHME DES METHAN WEITER AN 202
8.3 ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN UND MÖGLICHE TRENDS IN DER ABFALLWIRTSCHAFT 203
8.3.1 Verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit 203
8.3.2 Verwertung wird Regelfall, Beseitigung wird Ausnahme 203
8.3.3 Beschleunigung bedingt Rohstoff- und Energieverknappung 205
9. LITERATURVERZEICHNIS 206
10. ANHANG 215

Automatisiert erstellter Textauszug:

In Österreich gibt es Aufzeichnungen über die Müllentsorgung bereits aus dem Mittelalter. Damals wurde der „Hausmist“ einfach auf offenen Plätzen entsorgt. Die Bevölkerung hatte noch kein Verständnis für die gerechte Entsorgung des Mülls. Bereits im 19. Jahrhundert kam es zur Übernahme der Müllbehandlung und – entsorgung, wie das Einsammeln und Befördern des Mülls sowie dessen Ablagerung durch die öffentliche Hand. Sowohl die zunehmende Wohndichte, als auch die zunehmende Anzahl an Seuchen waren Hauptverursacher für eine organisierte Abfuhr des auf den Straßen lagernden Mülls im städtischen Bereich. Die älteste Form der Müllverwertung fand in Form von Senkenauffüllung durch Neugestaltung von landwirtschaftlichen Nutzflächen statt. [...]

Die zehn Staaten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Slowenien, Malta und der griechische Teil der Insel Zypern traten am 1. Mai 2004 der Europäischen Union bei. 94 Ihre Umweltsituation, ihre administrativen Strukturen und ihre ökologischen und ökonomischen Strukturen weichen teils beträchtlich von denen der „alten“ Mitgliedstaaten der EU ab. Die EU-Osterweiterung stellt deswegen eine umweltpolitische Herausforderung dar, da sie nicht mit den bisherigen Erweiterungen zu vergleichen ist. Den gemeinschaftlichen umweltrechtlichen Besitzstand in eigene Rechtsvorschriften umzusetzen, wird für die EU-Beitrittsländer wohl nur la ngfristig zu erreichen sein. Bei der Angleichung des Umweltniveaus bietet die Union im Rahmen des PHAREProgramms und des LIFE-Programms, aber auch mittels so genannter TwinningProjekte 95 Unterstützung. Außerdem werden den neuen Mitgliedstaaten [...]

Kommission wird nötig sein, um noch schnellere, bessere Kontrollen bzw. Verfahren einzuleiten. 2. Im Mittelpunkt des Entscheidungsprozesses soll die Umwelt stehen Umweltschutzziele müssen in sämtlichen Prozessen der Politiken, von der Landwirtschaft bis hin zur Wirtschaftspolitik, berücksichtigt werden. Der Vertrag von Amsterdam schreibt dies deutlich vor. Fortschritte müssen bewertet und gemessen werden. Mittels Indikatoren und Zielen wird dies möglich sein. Die Europäische Umweltagentur hat als zukünftige Aufgabe die nötigen Informationen zu liefern und zu veröffentlichen. 3. Zusammenarbeit mit dem Markt Unternehmen müssen zur Erkenntnis gelangen, dass Umweltpflege ebenso wichtig ist, wie die Kundenpflege. Dazu muss folgendes getan werden: • Unternehmen dazu zu bewegen, ihre Umweltleistung zu bewerten bzw. zu verbessern, und ihnen die Regeln der europäischen Union zu verdeutlichen. • Erforderlich dafür sind Anreize und Subventionen für Unternehmen sowie die Androhung von Strafen. • Anreize (z.B. steuerliche Vergünstigungen) zur Förderung des Kaufs von umweltfreundlichen Produkten prüfen. 4. Umweltfreundliche Kaufentscheidungen Das Umweltbewusstsein der Erdenbürger muss mittels gezielte n Informationen seitens der EU gefördert werden und sie dazu ermutigt werden umweltfreundliche Produkte zu kaufen. Weiters müssen Unternehmen überzeugt werden, [...]

Arbeit zitieren:
Umfahrer, Peter März 2005: Die Entwicklung der Abfallwirtschaft in Kärnten, Österreich und der EU im Vergleich, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren